Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29945

Transphobie

Pornodarstellerin Jenna Jameson kritisiert Trans-Playmate

Der feuchte Traum vieler heterosexueller Männer glaubt, dass der gemeine "Playboy"-Leser keine nackte Transfrau sehen will, nur weil dies gerade "politisch korrekt" sei.


Jenna Jameson hat etwas gegen Transpersonen im "Playboy" und im Sport (Bild: Toglenn / wikipedia)

Jenna Jameson, einer der weltweit beliebtesten weiblichen Pornostars der Geschichte, hat sich in den letzten Tagen darüber entsetzt gezeigt, dass im Playboy ein transsexuelle Frau ihre Hüllen fallen lässt. Die Entscheidung des Männermagazins, mit dem französischen Model Ines Rau erstmals in seiner bis in die Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreichende Geschichte eine Transfrau zum Playmate des Monats zu küren, sei "lächerlich", sagte die 43-jährige Amerikanerin in mehreren Twitter-Einträgen.

"Ich habe ein Problem damit, genauso wie ich ein Problem habe, wenn Transgender gegen biologische Frauen im Sport antreten", schrieb sie in dem sozialen Netzwerk. In einem anderen Tweet hieß es: "Ich denke, das macht eine Kult-Marke kaputt, um die politisch korrekte Welt zu befriedigen, in der wir leben."

Im Interview mit dem konservativen US-Meinungssender Fox News Channel bezeichnete Jameson das Fotoshooting mit der Transfrau als "lächerlichen Versuch des 'Playboy', relevant zu bleiben". Weiter erklärte sie: "Das ist eine alberne Entscheidung, die die Kundenbasis verprellen wird."

"Transsexualität ist eine Geisteskrankheit"

Gegen Vorwürfe in sozialen Netzwerken, dass ihre Äußerungen "transphob" seien, verwahrte siche Jameson. Auf Facebook reagierte sie aber auf mehrere eindeutig transphobe Reaktionen mit dem "Gefällt mir"-Knopf. So unterstützte sie den Kommentar eines privaten Nutzers, in dem es hieß: "Gott hat Mann und Frau aus gutem Grund erschaffen. Nur geistesgestörte Menschen würden solch ein Geschenk vernichten." Ihr gefiel auch ein weiterer Kommentar, in dem es hieß: "Transsexualität ist eine Geisteskrankheit."

Twitter / Playboy | "Playboy" sieht sich mit seinem Playmate des Monats auf der richtigen Seite der Geschichte

Jameson, die von 1993 bis 2007 als Pornodarstellerin in Filmen wie "Satyr", "Frosty The Snow Ho" oder "Sexcalibur" vor der Kamera stand, wird in den Medien gerne als "Queen of Porn" bezeichnet. Sie gewann Dutzende Porno-Oscars und stieg auch als Produzentin in die Unterhaltungsbranche für Erwachsene ein. Einem breiteren Publikum wurde sie auch durch Auftritte in Videospielen ("Grand Theft Auto: Vice City"), Filmen ("Zombie Strippers") oder Fernsehserien ("Nash Bridges", "Sons of Anarchy") bekannt.

Politisch unterstützte sie 2008 Barack Obama, schwenkte aber 2012 auf die Republikaner um und outete sich als Fan von Mitt Romney. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen gab sie auf Twitter Donald Trump ihre Unterstützung. Außerdem sorgte sie zuletzt durch islamophobe Äußerungen für Schlagzeilen. So gab es Anfang 2017 Kritik, als Jameson schrieb, der Ku Klux Klan sei nicht so schlimm wie "muslimische Vergewaltigungs-Banden". (dk)



#1 ursus
  • 23.10.2017, 15:38h
  • früher nannte man es einfach "menschen anständig behandeln". heute wird es als "politische korrektheit" diffamiert. schade ist vor allem, dass dieser leider sehr effektive rhetorische trick auch von menschen leicht erlernt werden kann, die viel zu dumm wären, sich so etwas perfides selbst auszudenken.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 trumpmusswegAnonym
  • 23.10.2017, 15:41h
  • Klarer Fall von Transphobie und typisch für Trump-Anhänger. Es hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun, wenn eine transsexuelle Frau playmate wird - allenfalls ist die Frage, ob sie sich outen muss - aber das ist ihre höchstpersönliche Entscheidung.
    Wenn man solche Reaktionen liest, merkt man, wie wenig der Gedanke des Selbstbestimmungsrechts verbreitet ist und wie antiquiert manche Vorstellungen über Transsexualität bei etlichen Menschen sind. Gut, wenn Menschen anders denken und z.B. für ein besseres Transsexuellenrecht in Deutschland kämpfen. Dazu gibt es diese Petition:

    www.openpetition.de/petition/online/selbstbestimmungsgesetz-
    selbstbestg-jetzt-beschliessen
  • Antworten » | Direktlink »
#3 RevenAnonym
  • 23.10.2017, 20:19h
  • Antwort auf #2 von trumpmussweg
  • Naja ob das gleich transphobie ist, wenn sich wer kritisch äußert das Transpersonen in den Playboy wollen?
    Mit dem gleichen Argument kann ein Mann es diskriminierend und sexistisch nennen, wenn jemand dagegen ist das zukünftig auch Männermodels nackt im Playboy zu sehen sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Hantewi
#5 NevaAnonym
  • 24.10.2017, 15:58h
  • Wer im Glashaus sitzt....
    Schon skurril das ein Mensch am Rande der Gesellschaft, der sich für Geld auszieht, Verkehr mit fremden Männern hat sich öffentlich ins Gesicht spritzen lässt, darüber auslässt was korrekt sei oder richtig.
    Oder ist es Neid ?
    Also eine Pornodarstellerin lässt sich über ein Trans. Fotomodell aus das ist schon irgendwie lustig
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 24.10.2017, 23:39hHannover
  • Antwort auf #3 von Reven
  • ""Naja ob das gleich transphobie ist, wenn sich wer kritisch äußert das Transpersonen in den Playboy wollen?""..

    Häh ?

    NOCH entscheidet dann ja wohl die Redaktion des Playboy wen sie als "Playmate" (bei Gelegenheit beschäftige man sich mal mit dem abwertendem Kontext dieses Begriffes) des Monats ablichten wollen, und nicht die Person selbst, die abgelichtet wird..

    Ob eine Pornodarstellerin das "ok" findet oder nicht, ist ungefähr so wichtig wie der Sack Reis der umfällt..

    Aber schlimmer noch als die Äußerung dieser Pornodarstellerin ist Dein Posting hier, denn Du maßt Dir an darüber entscheiden zu wollen ob sich andere Menschen diskriminiert fühlen dürfen !

    Wie absurd !
  • Antworten » | Direktlink »