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"Moderne Alltagsszenen"

Werbung mit doppeltem Coming-out

Im neuen TV-Spot des Discounters TEDi erzählen sich Mutter und Sohn ihre Geheimnisse – nicht bei allen kommt die Idee gut an.


Standbild aus dem Werbespot: Mutter und Sohn auf dem Sofa

Eine nur 20 Sekunden lange Werbung des deutschen Discounters TEDi sorgt in sozialen Netzwerken für kontroverse Diskussionen. In dem Spot offenbart ein etwas schüchtern wirkender Mann seiner Mutter, dass er schwul ist. Die ältere Dame, die mit ihm auf einem Sofa sitzt, meint daraufhin mit tiefer Stimme: "Macht nichts, ich bin dein Vater." Anschließend werden eine LED-Lichtbox und Bilderrahmen angepriesen.

"Wundervoll amüsant" oder "Top-Werbung", lauten einige Reaktionen zu dem Clip mit dem Titel "Mama" auf der TEDi-Facebookseite. Andere User übten dagegen heftige Kritik: "Ich finde es sehr diskriminierend und [es] verspottet die Gleichstellung!", heißt es in einem Kommentar. "Schwul ist nicht das neue Cool und auch kein geiles Marketingkonzept", schrieb ein anderer User. Gefragt wurde auch: "Was hat das Outing eines homosexuellen Menschen mit euren Produkten zu tun?"

Der Discounter mit rund 1.500 Filialen in ganz Europa reagierte mit einer Klarstellung: "TEDi ist ein junges und weltoffenes Unternehmen", heißt es in einem Kommentar auf der Facebookseite. "Mit unseren neuen Werbespots wollen wir niemanden verspotten, sondern moderne Alltagsszenen mit einer überraschenden Wendung erzählen – und außerdem auf unser vielfältiges Sortiment hinweisen. Und auch in unserem Unternehmen haben wir eine große Vielfalt: Bei uns arbeiten Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Religionen und sexueller Orientierungen, die wir selbstverständlich alle akzeptieren." (cw)



#1 Aloin DufresneAnonym
  • 23.10.2017, 16:02h
  • Ich kann jeden, der Gelegenheit dazu hat, nur auffordern, solch ein Geschäft einmal aufzusuchen.

    Vor ca. sechs Wochen strandete ich in einem Vorort einer deutschen Grossstadt. Da es regnete und ich auf einen Anschluss warten musste, ging ich in eine nahegelegene "TEDi"-Filiale.

    Wie gesagt, ich kann dieses Erlebnis jedem ans Herz legen, der die Entwicklung, die Deutschland momentan nimmt (Front National in den Bundestag gewählt, usw) verstehen möchte.
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#2 Husam al Din KadeerAnonym
#3 herve64Profil
  • 23.10.2017, 16:49hMünchen
  • Antwort auf #1 von Aloin Dufresne
  • Die FN ist nicht im Bundestag, sondern in der Assemblée National. Im Bundestag ist immer noch die AfD.

    Und mit TEDi hat das genau so viel zu tun wie dieser zugegebenermaßen an sich witzige Werbespot mit den Produkten dieses Discounters.
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#4 Aloin DufresneAnonym
  • 23.10.2017, 17:05h
  • Antwort auf #3 von herve64
  • Stimmt, ich habe FN und AfD verwechselt, besten Dank für die Korrektur.

    Meiner Ansicht hat beides sehr wohl etwas mit dieser Filalkette und diesem Spot zu tun, aber lassen wir das.

    Wer keine Gelegenheit hat, selber ein solches Geschäft aufzusuchen, kann sich in der deutschspachigen Wikipedia einen Eindruck vermitteln lassen (mit Lichtbildern).

    de.wikipedia.org/wiki/TEDi
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#5 KalkistaniAnonym
  • 23.10.2017, 18:53h
  • Antwort auf #4 von Aloin Dufresne
  • Hallo Aloin,
    ich nehme tedi wahr als Laden für's Prekariat - wie andere Billigheimer auch. Ich vermute, dass Du darauf anspielst bei Deiner Äußerung. Aber führe sie doch mal bitte etwas aus. So ist das Argument nämlich etwas schwach, finde ich: Früher gab's 'Rudis Resterampe', ALDI sowieso schon lange und auch andere Geschäfte, die B-Ware oder Auslaufmodelle verkauft haben. Kein neues Phänomen also.
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#6 Patroklos
  • 23.10.2017, 21:32h
  • Und wann wird er bei den öffentlich-rechtlichen und privaten deutschen TV-Sendern zu sehen sein?
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#7 JoshAnonym
  • 24.10.2017, 18:51h
  • Also als trans person finde ich es schlecht dargestellt. Das coming out des Sohns ist gut, doch das des Elternteils verstärkt extrem Vorurteile. Der Mutter wurde extra eine tiefe Stimme gegeben um ihr das "ich war mal ein Mann" image zu geben, wenn sie mtf (male to female) ist würde sie nicht sagen, dass sie ein Mann ist, da sie sich selbst als Frau sieht. Wenn es anders herum wäre, also ftm, wäre ihr Statement sehr leicht falsch zu verstehen und undeutlich, so daß es der Sohn nicht verstehen würde. Es ist auch eindeutig als Witz gemeint, was ich persönlich nicht sooo lustig finde. Ich verstehe das tedi nicht absichtlich ignorant ist, trotzdem finde ichs nicht so geil
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#8 mascheAnonym
#9 wiking77
  • 25.10.2017, 07:17h
  • Antwort auf #4 von Aloin Dufresne
  • nicht ganz so nachvollziehbar, warum Du geiferst:

    Seit wann gibt es den Front National im Bundestag? Oder sollte das billlige Polemik sein?

    Und ja, die Beschäftigungsverhältnisse bei Tedi mögen prekär sein, wie weiland bei Schlecker-Drogerien, aber: Immerhin gibt esdamit die Chance für Alleinerziehende sich etwas zur Grundsicherung dazu zuverdienen und einkommensschwache Mitbürger können sich dort günstiger als bei Aldi mit Backpapier, Batterien und Weihnachts- oder Herbstdekoration eindecken, was ist schlecht daran? Besser wenig, als garnix!

    Ich halte Deinen Kommentar für ziemlich herablassend.
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#10 wiking77
  • 25.10.2017, 07:21h
  • Antwort auf #4 von Aloin Dufresne
  • es ist doch wunderbar, wie Du hier durch die Hintertür Dinge reinbringst, die an sich nicht reingehören: Tedis Werbespot mit dem schnuckeligen Kerl, der gesteht schwul zu sein, während die vermeintlich bieder Mama ja ihr Vater ist und den Front National äähm... AfD.

    Außerdem sind solche Läden wie KiK oder Tedi schon notwendig für mitmenschen, die eben nicht zu den Begüterten gehören. Oder gönnst Du denen nicht, dass sie sich preisgünstiger als bei ALDI Dinge des Alltags leisten können. Solche Läden, die hier als "Billigheimer" verunglimpft werden tragen mehr zur Erhaltung des inneren bzw. sozialen Friedens in unserem Land bei als Sonntagsreden von Linkspopulisten.
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