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Berlin

LSVD gibt Nominierungen für Respektpreis 2017 bekannt

Eine Pastorin, ein Youtuber, eine Bezirksbürgermeisterin und eine Kolumne haben Chancen auf den diesjährigen Respektpreis des Berliner Bündnisses gegen Homophobie.


Zu den Nominierten gehört auch der populäre Youtube-Star LeFloid, der sich immer wieder mit LGBTI-Themen auseinandersetzt (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat am Dienstag seine Nominierungen für den Respektpreis 2017 bekannt gegeben. Mit dem Preis zeichnet das Bündnis gegen Homophobie, das vom LSVD im Auftrag der Landesantidiskriminierungsstelle organisiert wird, jedes Jahr eine Organisation oder eine Person für ihren herausragenden Einsatz für die Akzeptanz von homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen aus.

Die siebenköpfige Jury des Bündnisses gegen Homophobie hat dieses Jahr drei Personen und eine Kolumne für den Preis nominiert, darunter die Berliner Pastorin Dagmar Wegener, die seit Jahren die Gemeinde "baptisten.schöneberg" leitet. Sie kämpfe seit Jahren gegen Homo-"Heilung" und stelle den "Mensch [in den] Mittelpunkt, egal, welchen Hintergrund oder welche Identität(en) er oder sie mitbringt", so die Jury.

Auch die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, einem der zwölf Berliner Bezirke, kann sich Hoffnungen auf den Titel machen: Die SPD-Politikerin Angelika Schöttler setze sich vorbildlich für LGBTI-Rechte ein. So sei es etwa ihrem Einsatz zu verdanken, dass im vergangenen Jahr beim Runden Tisch von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften die "Schöneberger Erklärung für Vielfalt und Respekt" verabschiedet wurde, in der sich Vertreter mehrerer Glaubensrichtungen gegen die Ausgrenzung von LGBTI aussprachen (queer.de berichtete). Tempelhof-Schöneberg seit außerdem seit diesem Jahr der erste Berliner Bezirk mit einer Queer-Beauftragten.

Der 30-jährige Psychologie- und Rehabilitationspädagogik-Student Florian Mundt, besser bekannt als Youtuber LeFloid, hat ebenfalls eine Nominierung eingeheimst. Er wende sich in seinem YouTube-Kanal vor allem an junge Menschen und behandle dabei auch viele LGBTI-Themen, etwa wenn er "Hate Speech" kritisiere. Besonders bekannt wurde 2015 sein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, in der die CDU-Politikerin ihr "Nein" zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben bekräftigte (queer.de berichtete).

Die vergangenes Jahr gestartete "Tagesspiegel"-Kolumne "Heteros fragen, Homos antworten" erhielt auch eine Nominierung. Darin hätten die Autoren Anja Kühne, Björn Seeling, Nadine Lange und Tilmann Warnecke mit "allerlei Vorurteilen und Stereotypen aufgeräumt und für Klartext gesorgt", so die Jury.

Preisverleihung am 23. November

Die über 100 Mitglieder des Berliner Bündnisses gegen Homophobie werden in den kommenden Wochen mit einfacher Mehrheit darüber entscheiden, wer den Respektpreis 2017 erhalten soll. Die Preisverleihung, an der auch der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) teilnehmen wird, findet am 23. November im Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände unter dem Funkturm statt.

Die Respektpreis-Jury bestand in diesem Jahr aus Dr. Julia Borggräfe (Messe Berlin), Florencio Chicote (Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung), Hendrik Kosche (Jüdische Gemeinde zu Berlin), Annette Pampel (Coca-Cola), Petra Rosenberg (Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg), Bernd Wegner (Berliner Verkehrsbetriebe) und Stefanie Wall (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg).

Im vergangenen Jahr wurde Gerd Leisegang, der Chef des Berliner Fußballverbandes, mit dem Respektpreis ausgezeichnet (queer.de berichtete). (dk)



#1 AchilleusProfil
#2 Patroklos
#3 ArazielAnonym
  • 25.10.2017, 08:52h
  • Kicher, ausgerechnet LeFloid? Er hat ja ein paar gute Videos gemacht, kümmert sich aber abschließend einen feuchten Kehrricht um die zum Teil wirklich wirklich üblen Kommentare der Kinder, die ihre geistigen Ergüsse dort verfassen. Der Respektpreis ist fehl am Platz, außer der Herr fängt endlich an, seinen Kanal zu moderieren und auch dem Haß entgegen zu wirken. Das passiert aber gerade nicht. Da können Minderjährige und Religioten vollkommen frei hetzen und niemand greift ein, speziell nicht der gute Florian. Dann lieber Ben von jungsfragen, der hat es dreimal mehr verdient.
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#4 Paul HooverAnonym
#5 Sharif Labfab HarbAnonym
  • 25.10.2017, 13:36h
  • Antwort auf #4 von Paul Hoover
  • Bäh, was ist das denn? Nur weil "queer" auf dem Klappentext steht, oder was?!?

    Viel besser: Eine echte Lesbe, die sich dem LGBTI-Mainstream verweigert. Eine echte Künstlerin, die auf YouTube veröffentlicht. Eine echte Rapperin, die Gedichtbände veröffentlicht und Lyrikpreise einheimst.

    Kate Tempest.

    Ihr neuest Werk "Europe Is Lost", frei und für alle:

    www.youtube.com/watch?v=QSVyyykaEOo

    Ihre Gedichtbände erscheinen in zweisprachigen Ausgaben bei Suhrkamp. Sie tritt auf Popfestvals auf. Sie beschäftigt sich nicht nur mit Luxusproblemen, sie setzt sich aktiv für Menschenrechte ein.

    Sie schreibt die Klassiker nicht um, und sie übersetzt sie auch nicht, sie stellt sich gleichberechtigt neben die Klassiker um sie zu erneuern.

    www.suhrkamp.de/autoren/kate_tempest_14454.html
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#6 TheDadProfil
  • 26.10.2017, 11:08hHannover
  • Antwort auf #5 von Sharif Labfab Harb
  • ""Sie beschäftigt sich nicht nur mit Luxusproblemen""..

    So wie Du dich hier ja auch nicht mit "Luxusproblemen" beschäftigen willst, obwohl Deine Fokussierung aufs Geschriebene Wort in bunten Büchern gebunden doch schon recht auffällig recht eindimensional daherkommt..
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