Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=29959
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Früherer Tory-Chef: Umweltverschmutzung macht transsexuell


#31 hugo1970Profil
  • 25.10.2017, 20:08hPyrbaum
  • Antwort auf #8 von Traumzerstörerin
  • "jeder Mensch integriert sich in die Gesellschaft, in der er groß wird und versucht dort eine Rolle einzunehmen"

    Hm, da muß ich deutlich wiedersprechen!!!!

    Ich hab NIE versucht der Gesellschaft zu gefallen, oder mich sogar zu integrieren, bin trotzdem mitten drin, weil ich, wenn ich was mache aus tiefster Überzeugung und aus Liebe fürs tun, für mich und andere!!!
    Meiner Meinung nach, ist es die Pflicht der Gesellschaft die Menschen zu integrieren, unabhängig von jedwelchen Merkmalen!!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#32 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.10.2017, 20:31h
  • Antwort auf #31 von hugo1970
  • "Ich hab NIE versucht der Gesellschaft zu gefallen, oder mich sogar zu integrieren, "

    Hmm wirklich nicht?

    Wenn es klingelt und du nack bist, gehst du dann eifnach an die Tür, oder suchst du dir was zum anziehen?

    Wenn du regelmäßig arbeitest, gehst du einfach so zum Arbeitsplatz, wenn du Lust hast, oder zu einer festgelegten Uhrzeit?

    Ignorierst du Ladenöffnungszeiten und brichst in Supermärkte ein?

    Wenn du jemand aus Wut am liebsten niederstrecken willst, machst du das dann einfach?

    Druckst du dir dein eigenes Geld?

    Wenn du mal stark musst, urinierst du dann einfach auf öffentlicher Straße?

    Wenn du ein Haus schön findest wo schon welche Wohnen, raidest du es dann und befreist es von seinen früheren Bewohnern?

    "wenn ich was mache aus tiefster Überzeugung und aus Liebe fürs tun, für mich und andere!!! "

    Auch GEZ bezahlen? ;)

    Strafzettel?

    Nicht als Provokation verstehen, ich finds nur sehr seltsam, wenn jemand glaubt, er oder sie sei nicht gesellschaftskonform, das trifft nämlich meist nur für Menschen wirklich zu, die fatale psychiatrische Erkrankungen oder Demenz haben, so wie unter Drogen stehende Personen.

    Ich behaupte mal das mit dem Integrieren, dass versuchen wir alle, sonst können wir das Überleben und Miteinander hier vergessen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 nachgefragtAnonym
  • 25.10.2017, 20:47h
  • Antwort auf #30 von Traumzerstörerin
  • "Wie auswächst? Dass du eines Tages "normal" wirst, oder wie hast du dir das damals gedacht?"

    Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass sich meine Geschlechtsorgane im Laufe der Zeit an mein "richtiges" Geschlecht anpassen würden. (Ich war drei!) Im Laufe der Jahre hab ich mich, da diese Anpassung ausblieb, halt immer mehr an die Diskrepanz gewöhnt - darin aber kein größeres Problem gesehen. Zumal es ja wie gesagt von meinem Umfeld ebenfalls nicht problematisiert wurde, da ja meine Bekundungen meiner "Gegengeschlechtlichkeit" schlicht nicht ernst genommen bzw. belächelt wurden.

    "Echt? Ich wurde voll angemacht, auch schon wegen Kleinigkeiten wie gewisse Posen wie ich stand, Gestik usw. Aber wie gesagt, ich spreche da nicht von Empfinden, sondern Verhalten. Zu dieser Empfinden-Geschichte habe und hatte ich keinen Zugang."

    Bei mir war's halt weniger eine Ausprägung des Verhaltens (ich war als Kind ausgesprochen verschüchtert und entsprechend dann auch in meinem Verhalten eher angepasst). Sondern der zentrale Punkt war, dass ich einfach von Grund auf und unerschütterlich überzeugt war, das andere Geschlecht zu _sein_ (also nichts à la "ich wäre lieber", sondern "ich bin"). Das hab ich aber nicht in erster Linie verhaltensmäßig ausagiert, sondern eher "in mir drin"; z.B. indem ich mich beim Filme-Anschauen mit der Figur "meines" Geschlechts identifiziert habe (ohne das jedes Mal an die große Glocke zu hängen). Oder durch Tagträume in "meiner" Geschlechtsrolle.

    "ich denke aber mal, diese Diskussionen dürfen gerne geführt werden, denn es wird wohl nie zu einer einheitlichen Position kommen."

    Klar dürfen diese Diskussionen innerhalb der trans*-"Community" geführt werden. Ich treffe aber leider immer mal wieder auch auf Gesprächs"partner" (nicht hier in diesem Forum), die mir meine Erfahrungen schlichtweg absprechen und behaupten, dass die warumauchimmer nicht valide bzw. relevant seien. Oder aber auf Leute, die (meiner Wahrnehmung nach) ihre eigene, offensiv-konfrontatorische, "ultra-progressive" Herangehensweise als die moralisch überlegene betrachten. Und deren Betrachtungsweise (wiederum meiner Wahrnehmung nach) dadurch zwangsläufig einseitig bzw. voreingenommen gerät. Was zwar der Komplexitätsreduktion dient - aber halt gleichzeitig die Offenheit für andere Positionen einschränkt.

    Und bei solchen "Identitäts-Terroristen" wie dem in dem Video geht mir, wie mein Vater zu sagen pflegte, "das Messer in der Tasche auf". Von so einem peinlichen, ignoranten Wichtigtuer fühle ich mich nicht unterstützt, sondern verarscht.

    (Und dass ich durch das geschlechtlich konsistente Selbstbild meiner Kindheit selber stark heteronormativ geprägt bin, muss ich wohl nicht extra betonen. In diesem Sinne: heteronormative Grüße zurück :-) )
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#34 nachgefragtAnonym
#35 hugo1970Profil
  • 25.10.2017, 21:04hPyrbaum
  • Antwort auf #32 von Traumzerstörerin
  • "Wenn es klingelt und du nack bist, gehst du dann eifnach an die Tür, oder suchst du dir was zum anziehen?"

    Hm, hab mir dazu keine Gedanken gemacht, weil das so anerzogen worden ist?, keine Ahnung. Wenn Schamgefühl gleich mit Integration ist, dann könnte das Integratiuon sein.
    ----------------------------------------------------------
    "Wenn du regelmäßig arbeitest, gehst du einfach so zum Arbeitsplatz, wenn du Lust hast, oder zu einer festgelegten Uhrzeit?"

    "Druckst du dir dein eigenes Geld?"

    Natürlich hab ich festgelegte Arbeitszeiten und möchte manchmal nicht (wer was anderes sagt, der ist ein Lügner), ist das aber Integrationsversuch?Vielleicht tu ich mich leichter, so zu denken, weil ich meinen Traumjob ausführe?, keine Ahnung.
    ---------------------------------------------------------

    "Ignorierst du Ladenöffnungszeiten und brichst in Supermärkte ein?"

    Ich kenn doch die Zeiten und richte mich danach und freu mich, mein hart verdientes Geld auszugeben.
    --------------------------------------------------------------
    "Wenn du jemand aus Wut am liebsten niederstrecken willst, machst du das dann einfach?"

    Nö, ich laß Ihn das aber deutlich psychisch spüren!!!
    ----------------------------------------------------
    ...............................
    .............................

    All die obigen und andere Punkte empfinde ich, persönlich, nicht als Integrationsversuch.
    -----------------------------------------------------------
    "wenn ich was mache aus tiefster Überzeugung und aus Liebe fürs tun, für mich und andere!!! "

    "Auch GEZ bezahlen? ;)"

    Natürlich, denn ich schaue zu 98% öffentlich rechtliches TV!!!

    "Strafzettel?"

    "Wenn ich was dummes gemacht habe, möchte ich auch dazu gerade stehen.

    "Nicht als Provokation verstehen"

    Währe mir gar nicht in den Sinn geckommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 TraumzerstörerinAnonym
#37 ursus
#38 ursus
  • 25.10.2017, 21:36h
  • Antwort auf #27 von Traumzerstörerin
  • "Nee, das sehe ich wirklich so, bis mir jemand das Gegenteil beweist."

    na gut, dann sind wir tatsächlich an dem punkt, wo wir feststellen müssen, dass das weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

    ich muss allerdings zur kenntnis nehmen, dass es menschen gibt, die deiner hypothese aus eigener erfahrung widerprechen. ich kann irgendwie nachvollziehen, weshalb es zu konflikten führt, wenn deren wunsch nach körperveränderungen als nicht "authentisch", sondern ausschließlich "gesellschaftlich introjiziert" erklärt wird.

    das scheint, so weit ich das beobachte, eine der großen konfliktlinien zwischen verschiedenen gruppierungen zu sein. liege ich da richtig?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#39 YarasaAnonym
#40 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.10.2017, 23:29h
  • Antwort auf #38 von ursus
  • "ich kann irgendwie nachvollziehen, weshalb es zu konflikten führt, wenn deren wunsch nach körperveränderungen als nicht "authentisch", sondern ausschließlich "gesellschaftlich introjiziert" erklärt wird. "

    Nicht authentisch? Warum das denn?

    Es ist sehr wohl authentisch, wenn jemand gesellschaftlichem Druck entkommen will, oder so mehr Partner ansprechen will, und deshalb eine GA-OP macht. Aber ob das dann gut für die Person ist und sie damit glücklich wird, ist eine andere Sache.
    Wenn eine Person die andere Menschen als "schwanzlosen Mann mit einem Bauerbeiterkreuz" wahrnehmen, in eine Sauna kommt, dann wird die Person trotzdem dort fertig gemacht, egal ob sie sich gesellschaftskonform operieren lassen hat. Für die anderen Menschen zählt das Gesamtbild der Person im Alltag, nicht einzelne Körperteile.

    Auch wenn der fremd induzierte Penishass damit beseitigt werden kann, ist der Person ja schon geholfen. Bloß wie geht es dann weiter? Wenn die Sexualität dadurch verhauen ist, ab ins Kloster?

    das scheint, so weit ich das beobachte, eine der großen konfliktlinien zwischen verschiedenen gruppierungen zu sein. liege ich da richtig? "

    Ja, aber er macht keinen Sinn. Anscheinend haben wir ja keine gemeinsame genetische Grundlage für unsere Einordnung, denn wir unterscheiden uns zu sehr.
    Also sind wir alle Produkte von individueller gesellschaftlicher Sozialisierung, ebenso unsere Transsexualität(en)
    Das zeigt sich doch schon daran, dass z.B. "Nachgefragt" schon seit sie ein kleines Kind ist, ein inneres, weibliches Selbst hat, und ich so etwas bis heute nicht kenne.
    Ich kann mit "Selbst" nichts anfangen, auch nicht mit Identität, ich identifiziere mich mit meinem Verhalten, wie andere Menschen das werten und wo ich an anderen Menschen ähnliches Verhalten sehe. Die meisten Frauen machen das, was ich lieber tue, also gehöre ich dazu, so meine Logik.

    Wie Frauen oder Männer sich fühlen, keine Ahnung? Völlig seltsame Frage für mich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »

» zurück zum Artikel