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Kommentare zu:
Früherer Tory-Chef: Umweltverschmutzung macht transsexuell


#41 ursus
  • 26.10.2017, 00:35h
  • Antwort auf #40 von Traumzerstörerin
  • "Es ist sehr wohl authentisch, wenn jemand gesellschaftlichem Druck entkommen will, oder so mehr Partner ansprechen will, und deshalb eine GA-OP macht."

    da hast du mich missverstanden. auch das ist selbstverständlich vollkommen legitim. ich wollte diesen aspekt nicht abwerten. mir ging es darum, dass der wunsch nach körperlichen veränderungen für manche menschen eben NICHT als rein "fremdinduziert", sondern als ausdruck eines tief inneren, ganz selbständigen verlangens begriffen wird, das sie auch ohne einwirkung ihrer umwelt hätten. das meinte ich mit "authentisch" (in anerkenntnis der missverständlichkeit dieses wortes bewusst in anführungszeichen gesetzt).

    ich fände es problematisch, diese perspektive entgegen der wahrnehmung der betroffenen als "nicht erwiesen" und deswegen weniger gültig abzutun.
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#42 ursus
#43 TraumzerstörerinAnonym
  • 26.10.2017, 00:42h
  • Leutz,

    ich muss ins Bett, aber mir ist gestern Abend noch was sehr stranges zu dem Thema eingefallen.
    Wir haben ja über Gene, trans usw. gesprochen.

    Einige kennen ja hier wohl Laverne Cox, aber wusstet ihr, dass sie einen genetisch identischen Zwillingsbruder hat?
    Ist zwar jetzt voll fies von mir das zu instrumentalisieren, aber ich finde das bestätigt meine Theorie voll:

    Laverne:
    www.youtube.com/watch?v=LmWm5X_x98U

    Ihr Zwillingsbruder:
    www.youtube.com/watch?v=u6Ev7R9gvJE

    Was mich persönlich schockiert ist, dass ich in meiner Jugend, also vor meiner Transition, in etwa das selbe Stylign hatte wie er, den selben Musikgeschmack. Muhaha ;)
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#44 nachgefragtAnonym
  • 26.10.2017, 10:26h
  • Antwort auf #43 von Traumzerstörerin
  • Liebe Traumzerstörerin,

    auch für deine weiteren Beiträge heute Nacht noch einmal Dank von mir. Insbesondere für diesen fundamentalen Satz aus #40:

    "Es ist sehr wohl authentisch, wenn jemand gesellschaftlichem Druck entkommen will, oder so mehr Partner ansprechen will, und deshalb eine GA-OP macht. Aber ob das dann gut für die Person ist und sie damit glücklich wird, ist eine andere Sache."

    (Diese manchmal geäußerte Behauptung des angeblichen "Nicht-authentisch-Seins" habe ich im Übrigen noch nie verstanden. Welcher Außenstehende will sowas valide beurteilen?!)

    Positiv aufgefallen ist mir zudem dein Satz "Ist zwar jetzt voll fies von mir das zu instrumentalisieren, aber ich finde das bestätigt meine Theorie voll". Auch wenn mir bewusst ist, dass kluge Ironie in ihm steckt, möchte ich ihn - in die Runde - gern kommentieren:

    Ich finde nicht, dass du hier "instrumentalisierst". Sondern du hast eine anekdotische Evidenz für deine These in den Raum gestellt - und damit die Diskussion bereichert und vertieft. Daran ist m.E. nichts "fies". Eine "Instrumentalisierung" wäre es m.E. gewesen, wenn du - als Autoritätsperson, z.B. renommierte Genetikerin oder auch "Aktivistin", dich hingestellt und behauptet hättest, dass der eineiige Zwillingsbruder von LC ein "Beweis" für These XYZ sei - und dass daraus (für die Politik, für die Medizin, für den ICD) "evidenzbasiert" dasunddas folge.

    Hier sollte man klar unterscheiden. Denn den häufig erhobenen Vorwurf des "Instrumentalisierens" finde ich ebenso wenig konstruktiv wie die Verallgemeinerung einer lediglich anekdotischen Evidenz. Mit letzterem geht dann nämlich gern auch mal ein Mundtotmachen des "Gegners" einher; à la "du kannst das gar nicht beurteilen - du bist ja gar nicht "richtig" trans*" etc. Oft auch in Form kategorischer Urteile wie "die von dir zitierte Studie taugt nichts, da hat ja Wissenschaftler XYZ mitgeschrieben und der ist pfui-bäh; du willst "uns" mit deinem Zitat bewusst und böswillig schaden" etc. (Die letzteren beiden "Techniken" sind mir selber begegnet; ausdrücklich _nicht_ hier in diesem Forum.)

    Solche kategorischen Zuschreibungen finde ich erstens unfair und diskussionstötend, zweitens durchschaubar peinlich und (dadurch) drittens der gemeinsamen Sache nicht zuträglich.

    Stattdessen sollte man sich immer wieder klarmachen, dass die eigene, persönliche Sicht jeder individuellen trans*-Person der wichtigste Maßstab in der Diskussion sein sollte.

    Auf dieser Diskussionsbasis kann dann auch eine gute Portion Ironie, bzw. Humor allgemein, diesem Diskurs keinesfalls schaden :-)
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#45 nachgefragtAnonym
#46 TheDadProfil
  • 26.10.2017, 11:37hHannover
  • Antwort auf #17 von ursus
  • ""so eindeutig ist es m.e. nicht. es könnte eine hormonelle prägung in frühen lebensjahren stattfinden, die sich irreversibel verfestigt. die erfolglosen "heilungs"-versuche widerlegen diese hypothese nicht.""..

    Einen grundsätzlichen Ausschluß kann man hier dann auch nicht vornehmen, denn die Tatsache das Umwelteinflüße über Hormone und Hormonell-wirksame Substanzen längst Einfluß auf die Reproduktionsfähigkeit nicht nur von Fischen und Menschen genommen hat, ist seit langem bekannt..
    Hier ist dann auch nicht nur über "frühe Lebensjahre" zu sprechen, sondern vor allem über die Embryonale Phase der Schwangerschaft..

    Damit muß man aber dann auch noch einmal über den Aspekt der Aussage nachdenken, es gäbe Heute mehr Trans*Menschen als früher, was durchaus möglich sein kann, ohne das man es ausschließlich über ein verändertes Gesellschaftliches Klima erklären könnte..
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#47 nachgefragtAnonym
#48 Hantewi
#49 TraumzerstörerinAnonym
  • 26.10.2017, 21:16h
  • Danke für die Blumen ;)

    Wir können ja noch mal weiter diskutieren, wenn ihr Lust habt. Ich habe eine Herausforderung für alle, die immer noch glauben, GA-Op hätte genetische Ursachen und sei nicht kulturell induziert:

    Also Laverne hat so weit ich das lesen konnte, eine GA-Op gemacht, ihr Bruder nicht. Beide hatten wohl schon Sex mit Männern, beide sind genetisch identisch weil sie aus einer befruchteten Eizelle stammen. Sie sind im selben Fruchtwasser geschwommen, haben vom selben Organismus gelebt, in der selben Frau.

    So, dann meine Frage: Warum will M Lamar, der genetisch mit Larverne identisch ist, seinen Penis denn nun nicht loswerden, sondern beschäftigt sich damit auch noch philosophisch? "Celebrating the Black Penis"

    Erklärungen?

    So und jetzt stelle ich mal eine weitere, steile These auf.

    Mir ist schon öfters aufgefallen, dass bei diversen Gesellschaften/Kulturen außerhalb der westlichen Sphäre sehr strenge Regeln herrschen, wenn es um gewisse gesellschaftliche Räume und Gender geht, und wer Zugang dazu hat. Das können gewissen Ritualstätten sein, Kleidung, Nahrung, Initiationsrituale, Pubertätszeremonien, Geschichten die nur von Männern an Männer, oder Frauen an Frauen weitergegeben werden dürfen usw.

    Was wenn diese Dinge quasi einen "Schalter" darstellen können, wodurch es eben nicht oder wesentlich weniger zu solchen Sachen wie Trans kommt, weil sie die Individuen quasi durch stark sozialisierend wirkende "Ritualmagie" einem von 2 Gendern zuordnen?

    Umgekehrt können gewisse Rituale und absichtliche Sozialisationen, auch Menschen z.B. einem dritten Gender zuordnen und sie so zur Identifikation damit bringen.

    Evidenz dafür, hätte ich hier zu bieten:
    www.bz-berlin.de/artikel-archiv/das-dritte-geschlecht-der-po
    lynesier


    Es gibt ja auch diverse Genitalinitiationsrituale, z.B. Subinzision(Penisspaltung) bei einigen Australischen Stämmen, die MGM bei vielen jüdischen Gruppen, und auch FGM bei diversen ethnischen Gruppen an vielen Orten der Welt.
    Erst nach diesen Ritualen, gelten die Menschen dann als richtige Frauen und Männer, oder als Erwachsene, ähnlich wie bei Trans, wo das ja auch für die meisten heute noch so ist, und auch rechtlich bis vor einigen Jahren hier noch so war.
    Auch diese Sätze wie "Wiedergeburt" oder "Zweiter Geburtstag" habe ich im Bezug zur GA-Op schon öfters gehört, klingt sehr nach Initiationsritual.

    Sind wir da irgendetwas auf der Spur?
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#50 TheDadProfil
  • 26.10.2017, 22:31hHannover
  • Antwort auf #49 von Traumzerstörerin
  • ""So, dann meine Frage: Warum will M Lamar, der genetisch mit Larverne identisch ist, seinen Penis denn nun nicht loswerden, sondern beschäftigt sich damit auch noch philosophisch? "Celebrating the Black Penis"""..

    Mir fehlt dazu die Information ob es sich um Ein-Eiige oder Zwei-Eiige Zwillinge handelt..

    Davon abhängig ließen sich Hormonelle Einflüße entweder ausschließen oder als möglich erklären..

    Mir stellt sich hier allerdings dann noch die Frage wozu es denn einem "männlichem Hirn/weiblichem Hirn" bedarf ?
    (zumal die binäre Einteilung damit schon wieder vorgegeben wird)

    Die Chromosomalen Informationen sind bis auf wenige Ausnahmen von Intersexuellen Menschen in allen Zellen vorhanden..
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