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Kommentare zu:
Zu homofreundlich: Morddrohung gegen Pastor


#21 Vater
  • 25.10.2017, 13:46h
  • Antwort auf #15 von Christoph
  • Na wenn sie unsereins, den schwulen und lesbischen Paaren den Segen und die Trauung nur deshalb verweigern ("Ich habe doch nur Befehle befolgt"), weil sie eben Ihre Order haben, dann vergibt Ihnen Ihr Gott ja möglicherweise.

    Glauben Sie wirklich an Gott und an einen Willen Gottes?

    Wenn Sie glauben, dass Gott unsereins nicht für unzüchtige Sünder hält, dann versündigen Sie sich schwer, weil Sie ihre Institution über Gott stellen und uns in deren Namen diskriminieren.

    Da ändern auch warme Worte nichts.

    Ändern Sie was oder wechseln Sie Ihre Kirche.

    Ein befreundeter katholischer Priester hat genau das gemacht.

    Sie predigen von einem Jesus, der sich sogar für die Menschen ans Kreuz schlagen ließ.

    Sie hingegen bringen nicht einmal den Mut auf, sich gegen die sündige Diskriminierung Ihrer Kirche zu erheben,

    Wenn Sie liebenden Menschen den Segen verweigern und sich auch noch feige-bürokratisch hinter ihrem Regelkorsett verstecken, dann verdammen Sie sich selbst.

    Entweder glauben Sie an die Falschheit dieser Diskriminierung - oder Sie tun es nicht. Hier müsste Ihr gequältes Gewissen aufschreien. Es müssten Einsicht und Buße folgen.

    Glauben Sie wirklich an die Existenz des an uns Schwulen und Lesben begangenen Unrechts?

    Es tut mir leid, es so klar sagen zu müssen: dann ist es Zeit, dass Sie den Hintern hochkriegen und Ihre institutionelle Komfortzone verlassen.

    Leben Sie nicht nach Ihrem Glauben und diskriminieren Sie unsereins weiterhin aufgrund der Anweisungen Ihrer Kirche (aus Angst vor Konsequenzen wie Kündigung oder was auch immer), dann ist ihr Glaube keinen Pfifferling wert.

    Sie scheinen ein freundlicher aufgeschlossener Mann zu sein. Gerade deshalb muss ich es mal mit aller Klarheit sagen: Wachen Sie endlich auf!

    Und....willkommen in unserer Welt!

    Mit freundlichen Grüßen

    Benjamin Wiegand
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#22 LorenProfil
#23 ursus
  • 25.10.2017, 14:56h
  • interessant an dem brief finde ich vor allem die drei fragezeichen, mit denen er endet. sie öffnen den raum für spekulationen über die tiefere motivation, die den schreiber umtreibt.

    den menschen, die in einer diskriminierenden kirche verbleiben, um diese "von innen zu verändern" schlage ich vor, sich selbst eine frage zu stellen: wie wäre es, wenn meine kirche ganz offen extrem rassistische oder antisemitische haltungen verträte? würde ich diesen mit gleicher geduld und gelassenheit begegnen wie offener homophobie?

    falls nein, warum glaube ich, zwischen rassismus, antisemitismus und homophobie einen unterschied machen zu können? halte ich homophobie irgendwie für "weniger schlimm" als rassismus? worauf beruht diese annahme?
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#24 Homonklin44Profil
  • 25.10.2017, 14:57hTauroa Point
  • nun ja, von weit draußen aus dem Realm der Religionsbefreitheit betrachtet, sind das immer dieselben, seit Jahrhunderten immer und immer neu betonten Ausgrenzungen, mal eklektisch bedingt etwas niederer und subtil, mal in aller Blüte und direkt, die diese Christmythologie Menschen aufgrund ihrer Anlagen und der Natur ihres Wesens zuwirft.
    Man fühlt sich durch solche Positionen nicht nur ausgegrenzt, es gehört zum Bewusstsein, dass man es wird.
    Der Christmythos treibt sich hier zu nahe faschistoiden Methoden hin
    ( gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Niederschätzung anhand bestimmter Merkmale) und dazu kommt gewöhnlich eine Art Verunglimpfung des Lebens, der natürlichen Bedürfnisse wie partnerschaftlicher Liebe oder Sexualität, und eine Degradierung, Diskreditierung stellvertretend im Namen des großen Mumpitz und noch einigen Zuweisungen aus dieser Kategorie mehr.

    Das ist mit der Idee von "Vergebung" schon lange nicht mehr aus der Welt zu heben, zumal diese Idee nicht in jeder Weltanschauung zwingend auch vorkommen muss.
    Das mag für manche rührend aussehen, wenn sich christliche Strömunen eklektisch aussuchen, mal nicht ganz so gehässig zu werten, oder das so zu beschleiern, damit es nicht mehr so entwürdigend daher kommt. Siehe, es fallen jede Menge LGBTIQ-Personen darauf herein.

    Auch die Begründung, dass etwas "nicht schnell" geht, wird uns in aller Deutlichkeit immer wieder unter der Jahrhunderte währenden Eklatanzhaltung vorgehalten, wo sich noch direkter geäußert wurde, oder in den Strömungen dieser Christmythologie, wo das immer noch direkt geäußert wird. Da läuft die Erkenntnisbildung langsamer ab, als die Erosionszeit dauert, um ein Gebirge zu Staub werden zu lassen, und das ist ein Widerspruch zum Konzept menschlicher Vernunft.

    Man darf schon nicht beleidigt sein, wenn aus diesen Methoden eine Lehre gezogen wird, und die christliche Mythologie als dem Faschismus nahe stehende Lehre empfunden wird.
    Heute sage ich, Faschisten und Christen kommen mir nicht ins Haus. Zu verwandt scheint ihre Gesinnung - egal, wie viel vom Guten sie sich auch aussuchen und in den Farben ihrer Neo-Abspaltungen zeigen möchten. All Jenes, das unter dem Teppich landet, bleibt nicht ungesehen.

    Der Kauz, der diese meschuggene Warnung schrieb, ist lediglich direkt mit seinem ungebremsten Religiotenhass, der Pastor zieht mehr Runden um den heißen Brei. Man muss darauf nicht immer wieder hereinfallen. Und eine solche Lehre braucht man im Leben nicht. Rationalität und Logik reichen völlig hin.
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#25 Thomas LAnonym
  • 25.10.2017, 15:21h
  • Das sollte nur Ansporn sein, jetzt erst recht schwule und lesbische Paare in der Kirche zu verheiraten. (Auch wenn ich nie verstehen werde, wie man darauf Wert legen kann.)
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#26 herve64Profil
#27 hugo1970Profil
#28 hugo1970Profil
#29 unmissioniertAnonym
  • 25.10.2017, 19:33h
  • Antwort auf #4 von Christoph
  • "Ich finde den Namen prinzipiell auch gar nicht schlecht, weil er ja ein Ziel enthält: Kirche muss immer missionarisch sein, sonst ist sie keine Kirche mehr."

    Oha! Ich frage mich dabei nur, warum die, v.a. kath., Kirche immer missionarisch sein muss, bzw. meint, anderen Menschen, gerne auch sogenannten "Wilden", den einzig wahren und richtigen Glauben "beibringen" zu muessen. Warum koennen "sie" (die christlichen Kirchen, aber auch "der Islam", oder andere missionarisch taetige Glaubensgruppen) die anderen (aka Nicht-/Unglauebigen) einfach mal in Ruhe lassen? Warum nicht einfach akzeptieren, dass es Mneschen gibt, die "sie" nicht erreichen koennen? Warum dann obendrein auch noch "deren" Glaubensvorstellungen/-vorschriften anderen aufdraengen wollen?
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#30 _Antichrist_Anonym
  • 25.10.2017, 20:40h
  • Antwort auf #6 von Frank19243
  • "Dabei wird meist alles, was das Prädikat "Kirche" trägt, in einen Topf geworfen, ohne zwischen den einzelnen Strömungen und Lehrmeinungen zu unterscheiden. Wobei das auch nicht ganz einfach ist, da ja sogar die ev. Landeskirchen unterschiedliche Haltungen zur Frage der Trauung/Segnung homosexueller Paare haben."

    Was aufzeigt, dass "der Glaube", bzw. die Art des Glaubens im Grunde genommen gar keine Kirche mit allem Drumherum noetig hat. Und mit Drumherum meine ich nicht nur das ganze zeremonielle Brimborium, oder die tollen Prachtbauten, sondern auch die Leute, die sich jeden Sonntag auf die Kanzel stellen und den Leuten unten dort etwas vorsaueseln.
    Wer wirklich glaubt, dass es so etwas wie Gott gibt, und man so und so zu leben hat, damit man diesem gefaellt und dadurch die Chnace hat in sein Reich aufgenommen zu werden, der kann ja so leben. Ohne andere zu beeinflussen versuchen, und, v.a., auch anderen die eigenen Vorstellungen vom "richtigen gottgefaelligen Leben" aufzudraengen. Dann habe ich auch keine Probleme mit Toleranz "Andersglaeubigen" gegenueber.
    Oh, ich merke, ich schweife gerade wieder ab - ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus:
    Naemlich das eine, bzw. mehrere Organisation(en), die eigentlich eine gemeinsame (Glaubens)Grundlage haben - das bekannteste Maerchenbuch der Erde - sich so unterschiedlich in der Auslegung dessen Worte und Saetze unterscheiden und zu teils voellig kontraeren Ansichten kommen, im Grunde genommen selbst ad absurdum fuehren. Und dass es keine "Fuehrer" braucht, die einem nur das vorsaeuseln, was man hoeren will, im Sinne einer Dienstleistungsgesellschaft (ich suche mir eine Kirche aus, die meinen Ansichten/Meinungen/Vorstellungen am ehesten entspricht; wie in der Politik: ich bin Unternehmer, brauche also "liberale" Marktregeln - ich waehle die FDP; mich interessiert Umweltschutz - ich waehle die Gruenen, etc).
    Man kann SEHR gut ohne eine Kirche leben; man kann sich an humanistische Grundsaetze halten, die voellig ohne Glaubensgrundlage (sog. christliche Werte) auskommen, und daraus resultierend im voelligen Einklang mit sich und der Umwelt (sowohl der Umwelt im Sinne "Natur" (Feld, Wald, Wiese, Tiere), als auch der "Umwelt" im Sinne des sozialen Miteinander) leben; da brauchts keine (beliebig interpretierten!) Glaubensgrundllagen fuer!
    Und damit auch NIEMANDEN, der Vorschriften erstellt, wie andere zu leben haben, bzw. sich hinstellt, und davon fabuliert, wie pervers, abartig, unnatuerlich, wider Gottes Plan jemand (Homosexuelle) ist.

    "Wie man auch an dem Drohbrief sieht, den Sie erhalten haben, ist es noch ein weiter Weg zu einer allgemeinen Toleranz. Man fordert sie schnell für sich ein und ist (zu) oft nicht bereit, sie auch anderen gegenüber zu zeigen. Das ist wohl etwas sehr Menschliches."

    Drohbriefe muessen nicht sein!
    Aber die allgemeine Toleranz die hier angesprochen wird, wurde und WIRD immer und immer wieder von den Kirchen mit Fuessen getreten! Die staendigen Sticheleien der (v.a. kath.) Kirche sorgt u.a. dafuer, dass homosexuelle Jugendliche ein (ich bin mir jetzt nicht ganz sicher) rd. 7-fach hoeheres Suizid-"Risiko" haben, als "normale" heterosexuelle Jugendliche.
    "Die Kirche" hat, und tut es auch immer noch, dazu beigetragen, dass Homosexuelle in anderen Staaten verfolgt, geschlagen, gefoltert und getoetet werden. Ich glaube, dass da die Forderung nach "allgemeiner Toleranz" schon noch reichlich verfrueht ist, v.a. vor dem Hintergrund, dass es keinen rationalen Grund (wie z.B. Paedosexualitaet) gibt, Homosexuelle zu diffamieren und diskriminieren.
    Und DAS macht "die Kirche" (uebrigens wieder besseren Wissens - die WISSENSCHAFTLICHEN Studien dazu gibt es) IMMER noch!
    So, das war's. Mehr schreibe ich dazu nicht mehr; ich werde auch keine weiteren Diskussionen mehr dazu fuehren, da es ohnehin nichts aendert. Es gaebe zwar noch einiges Mehr zu schreiben/sagen, aber es ist ermuedend, immer wieder dasselbe zu sagen, bzw. sich immer wieder dasselbe anhoehren zu muessen; ihr, die ihr meint, sich solchen Leuten unterwerfen zu muessen - bitte, macht es.
    Aber BITTE: behelligt uns, die sich nicht derlei Bigotterie unterwerfen wollen, die eine eigene Vorstellung von Glauben, oder auch Nicht-Glauben haben, nicht mit euren Vortraegen darueber, wie toll doch diese und jene Kirche ist, wie fortschrittlich deren Glaubensvorstellungen sind und wie gut ihr doch in die Gemeinschaft integriert seid. V.a. nicht, wenn gleichzeitig SOLCHE Meldungen -
    www.queer.de/detail.php?article_id=29963
    - zu lesen sind.

    PS: Bitte nicht alles, was ich oben geschrieben habe, persoenlich und auf sich beziehen, aber MEINE Toleranz ist angesichts der o.g. Fakten gegenueber "Verteidigern" - nein, nicht des Glaubens ;-) - der Kirchen, erschoepft.
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