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Kommentare zu:
Zu homofreundlich: Morddrohung gegen Pastor


#41 LarsAnonym
  • 26.10.2017, 23:08h
  • Antwort auf #38 von userer
  • Du setzt hier eine religiöse Ehe und eine säkulare Ehe gleich. Ein Fehler, den auch die konservativen religiösen Hardliner begehen.

    Ich stimme Dir zu, dass es bei der säkularen Ehe nicht um "Erleben" oder "Gefühle" geht, sondern um einen vom Gesetzgeber strukturierten rechtlichen Rahmen. Da gibt es erst mal nichts weiter zu diskutieren.

    Bei einer weltanschaulich definierten Ehe kann es durchaus Abweichungen zur rechtlichen Definition geben, denn solange Religionsfreiheit herrscht, unterwerfen sich die Betreffenden ja bei nicht-säkularen Ehen freiwillig einer bestimmten Auffassung von Ehe oder Partnerschaft - von der Vielehe bis zur heteronormativen Ehe - je nach Bezugsrahmen und Community. Voraussetzung ist lediglich, dass geltendes Recht, das ohne Freiwilligkeit für alle gilt, nicht verletzt wird. Das ist manchmal schwer zu ertragen, aber völlig legitim. Genauso legitim ist es ja auch auch die "wilden Ehe", wenn Menschen ohne Trauschein miteinander leben.

    Eine Gesellschaft braucht, so schwer das auszuhalten sein mag, diese Flexibilität des Ehebegriffs unterhalb der staatlich gestützten Normen. Säkulare Gesetze sind aus gutem Grund keine religiösen Gesetze.

    Natürlich ist es im Sinne einer lebendigen Gesellschaft sinnvoll und kein Geschwurbel darüber nachzudenken, wie Menschen ihre Beziehung auch abseits der säkularen Norm alternativ definieren, erleben und gestalten. Und wo, bitteschön, soll man solche gesellschaftlichen Fragen ansprechen, wenn nicht in einem öffentlichen Forum?
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#42 stromboliProfil
  • 27.10.2017, 09:34hberlin
  • Antwort auf #41 von Lars
  • wo wenn nicht hier..
    Schreib im forum von HUK oder geh in kirchliche foren.. hier brauchts keine dieser theologischen säusselpredigten.
    Das müsstest du nach langer erfahrung ja wissen.

    Aber da kommt eure penetrante aufdringlichkeit zu tage: man klebt am forum um gehör zu bekommen für das eigene .. selbst wenn dies von den allernmeisten als unwichtig oder unglaubwürdig erkannt und abgehakt ist.
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#43 LaurentProfil
  • 27.10.2017, 09:37hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #41 von Lars
  • Menschen, die beim Thema Religion nur allzu leicht in einen aggressiven, beleidigenden Tonfall verfallen und mit aus der Luft gegriffenen Unterstellungen arbeiten, sollte man nicht auch noch in den Arsch kriechen.

    *

    An Herrn Fischer:
    Bleiben Sie auf Kurs!
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#44 userer
  • 27.10.2017, 10:03h
  • Antwort auf #41 von Lars
  • Laurent: "Eine Gesellschaft braucht, so schwer das auszuhalten sein mag, diese Flexibilität des Ehebegriffs unterhalb der staatlich gestützten Normen."

    Nein, eine Gesellschaft "braucht" einen solchen Spaltpilz selbstverständlich nicht, kann aber damit leben. Das ist auch nicht "schwer auszuhalten", solange dieses religöse Separatistentum im Privaten bleibt, wohin es gehört.

    Was die "Gläubigen" jedoch routinemäßig tun, ist, ihre privaten und intellektuellen Beschränkungen dem Staat und seinen Bürger_innen aufzwingen zu wollen. Und manchmal, wie in diesem Fall, eben auch ihren Betschwestern, indem sie mit realem Mord und imaginärem Teufel drohen. Aber selbst das ist nicht "schwer aushaltbar", sondern in der realen Welt und Gesellschaft ganz einfach strafrechtlich relevant.
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#45 stromboliProfil
  • 27.10.2017, 11:29hberlin
  • Antwort auf #43 von Laurent
  • "Menschen, die beim Thema Religion nur allzu leicht in einen aggressiven, beleidigenden Tonfall verfallen und mit aus der Luft gegriffenen Unterstellungen arbeiten.."
    Na ja, da haben wir mit den religiösen bekennern eine menge an menschen mit aggressiven-beleidigendem potential..
    Auch im versteckt nächstenliebenden geschwurbel.
    Diesen "sollte man nicht auch noch in den Arsch kriechen."
    Wie wahr doch!

    Wieviel arsch öffnet sich bei dem verteidigungsversuch über die "aus der Luft gegriffenen Unterstellungen"..
    Wie wärs mal , diese "unterstelleungern zu präzisieren und mit gegenbeleg zu entkräften..
    Aber bitte nicht mit rückzug auf das besondere der spirituellen selbstverortung.
    Ich jedenfalls halte es mit dem arschkriechen sehr genau..
    Z.b. kriech ich nicht in den des hier doppelzüngig redenden pfaffen.
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#46 TheDadProfil
  • 27.10.2017, 12:00hHannover
  • Antwort auf #41 von Lars
  • ""Ich stimme Dir zu, dass es bei der säkularen Ehe nicht um "Erleben" oder "Gefühle" geht, sondern um einen vom Gesetzgeber strukturierten rechtlichen Rahmen. Da gibt es erst mal nichts weiter zu diskutieren.""..

    Was Du in Deinem Denken immer noch nicht unterbringst und deshalb immer wieder darüber diskutieren willst ist die Tatsache das in unserem Staat der Gesetzgeber den Rahmen vorgibt, an dem sich diese "Religions-Gemeinschaften" anpassen müssen, und nicht anders herum !

    Gemeinschaften wie diese müssen sich genau deshalb die erhobenen Vorwürfe gefallen lassen, denn sie stellen sich mit der Nicht-Anpassung außerhalb der gesetzlichen Rahmen..
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#47 TheDadProfil
  • 27.10.2017, 12:06hHannover
  • Antwort auf #43 von Laurent
  • Wer kriecht hier eigentlich grad wem in den Arsch, wenn es den Protagonisten des Artikels zu einem "weiter so" auffordert ?

    Es ist also kein nachdenken erforderlich, keine Selbstreflektion über die gespaltene Zunge zwischen "privat" und "dienstlich", und damit auch kein einwirken auf die "Gläubigen" der "Gemeinde" von Nöten ?

    Kuck an..
    Damit packt man eine Morddrohung dann mal an die Seite..
    Ist ja nicht wichtig..

    Das eine Morddrohung eine Straftat ist, die im Einzelfall sogar ebenso hoch bestraft wird wie ein Mord selbst, ist dir also dabei dann auch egal..
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#48 OrthogonalfrontAnonym
  • 27.10.2017, 12:28h
  • Antwort auf #45 von stromboli
  • "doppelzüngig redenden pfaffen"

    Für dich ist doch völlig egal, WAS der Mann sagt. Allein schon die abwertende Bezeichnung "Pfaffe" sagt doch ganz klar, dass es für dich viel wichtiger ist, WER etwas sagt. Mit mir springst du da ja ganz genauso um, indem du mich regelmäßig mit "netten" Labels beklebst, um dich ja nicht mit dem auseinandersetzen zu müssen, WAS ich wirklich gesagt habe. In deiner simplistischen Weltsicht ist ein "Pfaffe" einfach böse, völlig egal was er auch immer sagen mag oder wofür er tatsächlich steht.
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#49 LaurentProfil
  • 27.10.2017, 12:40hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #45 von stromboli
  • >>Na ja, da haben wir mit den religiösen bekennern eine menge ...<<

    Ich bestreite nicht, dass das bei nicht wenigen "Amtsträgern" der Kirche so ist.
    Dies sollte aber niemanden daran hindern, hier im Umgang miteinander einen umgänglicheren Ton anzuschlagen.

    >>Wie wär's mal, diese unterstellungen zu präzisieren ...<<

    #38 letzter Satz: "... sind Religioten oder Rechtsextreme, vermutlich mit einer erheblichen Schnittmenge wie in deinem Fall."

    Ob das noch eine Unterstellung oder vielleicht auch schon mehr ist, muss mal dahingestellt bleiben.
    Im Übrigen halte ich es für abwegig, bei Unterstellungen (= falsche, nicht bewiesene und meist negative Behauptungen über eine Person) einen Gegenbeweis verlangen zu wollen.

    Ich möchte allerding Lars, der leider immer sehr weit ausholt, aber nicht weiter vorgreifen.

    *

    Das Verhalten des "Pfaffen" mag als doppelzüngig rüberkommen, Herr Fischer hat jedoch unter #15 (2. und 3. Absatz) nachvollziehbar beschrieben, aus welchen Gründen er sein Verhalten entsprechend ausrichten muss.
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#50 LorenProfil
  • 27.10.2017, 13:16hGreifswald
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • "Es ist also kein nachdenken erforderlich, keine Selbstreflektion über die gespaltene Zunge zwischen "privat" und "dienstlich", und damit auch kein einwirken auf die "Gläubigen" der "Gemeinde" von Nöten ?"

    Die Selbstreflexion scheint mir immer nötig. In diesem Fall ist die Sachlage nach meinem Verständnis so, dass Herr Fischer "seine" Kirche von innen heraus bezüglich der Thematik verändern möchte, sofern zutrifft, was er in #15 schreibt:

    "Zu der mehrfach gestellten Frage, warum ich keine Segnungen/Trauungen durchführe: Ich bin als Pastor meiner Kirche an den dort möglichen Rahmen gebunden, genau wie jeder Angestellte in jeder Firma. Dieser Rahmen liegt nicht in meiner Entscheidung. Ich kann nur 'von innen' mit darauf hinwirken, dass es hier zu einer Öffnung kommt. Ich kann diese aber nicht gegen den Rest oder die Mehrheit erzwingen."

    Da ich um das Jahr 1968 herum politisch sozialisiert wurde, erinnert mich das an die Diskussionen, mit welchen Strategien politische Ziele erreicht werden können und sollen, wobei damals nach meiner Erinnerung sehr radikale (Terrorismus), demokratisch legitime (Ausklärung der arbeitenden Bevölkerung, Schriften, Theaterstücke und Filme, Demonstrationen) und auf die staatlichen Institutionen einwirkende ("Marsch durch die Institutionen"; Dutschke) diskutiert wurden. Ich sehe eine solche Diskussion in diesem Kontext, auch wenn ich persönlich zwischen einer Glaubensgemeinschaft als Teil der Gesellschaft und dem Staat (der den "Rahmen" für die Gesellschaft als Ganzes zu setzen hat) unterscheiden möchte.
    Da ich der Gesellschaft als Ganzes schwerlich den Rücken kehren kann (sofern ich nicht auswandern möchte), sind da für mich andere Strategien denkbar als hinsichtlich der RKK, der ich so früh wie rechtlich möglich den Abschiedsgruß gab, ausgehend von der Erkenntnis, dass meine weltanschaulich-religiöse Sicht nicht durch die Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation repräsentiert zu werden braucht. Herr Fischer sieht das meiner Vermutung nach anders und kommt daher zu anderen Schlussfolgerungen für sein eigenes Handeln. Sein Dilemma könnte darin bestehen, dass er als Pastor von ihm als falsch Erkanntes weiterhin aktiv umsetzt. Das kann vorkommen, wenn Erkenntnis und Handeln nicht übereinstimmen. Den von ihm weiterhin diskriminierten Gemeindemitgliedern und den mit ihnen Mitfühlenden bleibt eine Alternative: Sie können sich jederzeit verabschieden, sofern sie ihren Glauben nicht an diese Gemeinde/Kirche "koppeln".
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