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Kommentare zu:
Ägypten: Abgeordnete schlagen drakonisches Gesetz gegen Schwule und Lesben vor


#51 OrthogonalfrontAnonym
#52 LorenProfil
#53 RiesinMitHammerAnonym
  • 29.10.2017, 18:37h
  • Antwort auf #52 von Loren
  • Von Wikipedia:
    "Dabei definieren sie Ethnien nicht wie im Biologismus nach ihrer Abstammung, sondern nach ihrer Zugehörigkeit zu einer Kultur, um sie so von Fremden zu unterscheiden "

    Und das ist das zutiefst rassistisch, hässliche an dieser Ideologie. Das ist fern der Realität, denn das ermöglicht dann kleinen Ethnien, die sich aufgrund ihrer genetischen Abstammung definieren, nicht sich in einer Mehrheitsgesellschaft zu behaupten. Anstatt dessen werden sie gezwungen, sich von der vorherrschenden Kultur assimilieren zu lassen.

    Das ist auch das, was sowohl die Alt-Right die den Ethnopluralismus propagiert, als auch die Far-Left, die eine realisierte Color Blindess und die Vernichtung der "Weißen Kultur" propagiert, so sehr vereint.

    Sowohl radikal linke als auch rechte wollen mit dem Thema biologisch Abstammung nichts mehr zu tun haben, was beide quasi von einer intellektuellen Auseinandersetzung damit befreien soll.

    In Rechten Kreisen hat man sich der Strategie bedient, nicht mehr auf Rasse, sondern Bekenntnisse zu Werten und Nationalstaat, oder Europa zu setzen. So kann man sich von jeglichen Rassismusvorwürfen freisprechen, und das ungewollte Individuum ist selbst an einer Unfähigkeit zur Integration, aufgrund seines anpassungsfeindlichen Kultur-Selbst, selbst schuld.

    In linken Kreisen hingegen, wird jeglicher biologischer Unterschied zwischen Menschen verschiedener Herkunft, und eine damit verbundene kulturelle Entwicklung geleugnet, außer, es ist dienlich Die Weißen damit auf ihre Schandtaten hinzuweisen.
    So ist es Konsens, dass nicht-weiße Kulturen schützenswert sind, jedoch "Die Weißen" anscheinend weder über eine eigene kulturelle Entwicklung verfügt haben, noch unter einander irgendwie groß über Unterschiede verfügen, sie scheinen aus dem Nichts erschienen zu sein und waren stets von Grund auf bösartig.
    Lustiger Weise, wurde genau so früher im Kolonialismus auf die versklavten Völker geschaut. Aus hunderten afrikanischen Ethnien, wurden einfach Negroes, wie heute aus dutzenden Europäischen Ethnien einfach "Whites" werden.

    Noch heftiger wird es dann, wenn Rassismus von seinem Rassenbegriff befreit wird, und dann nicht mehr als bewusste Gewalt Aufgrund von sichtbarer Abstammung benannt wird, sondern zu einem wirtschaftlichen und historischem System erklärt wird, dass angeblich nur auf weißer Vorherrschaft beruht. Demnach wäre dann ein Überfall von angelsächsischen Skinheads auf einen Nigerianer wegen seines sichtbaren Aussehens eine rassistische Tat, ein Angriff von Nigerianern auf einen Angelsachsen wegen seines Aussehens aber nicht, weil die Angreifen ja nicht über Privilegien verfügen.
    Total Blödsinn, damit ist niemandem geholfen, es schürt nur weiteren Hass und füttert den rechten Mob. So eine Wertung von Verbrechen widerspricht auch einem multikulturellen Staat, denn dieser kann nur funktionieren, wenn nicht zwischen ethnischen Mehrheiten und Minderheiten rechtlich unterschieden wird.
    Damit dies aber überhaupt möglich ist, muss es eine absolute Chancengleichheit geben, die aber eine ökonomische Problematik ist, die unabhängig von Rasse angegangen werden muss, denn sonst wird sie wieder zum Rassenthema. Dazu müssen aber z.B. "Die Reichen" unweigerlich etwas von ihrem Vermögen abgeben, auch an Leute, die sie am liebsten erst gar nicht als Nachbarn haben wollen.

    Rassismus ohne Rasse, sehr interessant, denn es führt immer wieder zu Unruhen.

    Um nochmal auf den Wikipediaartikel über Ethnopluralismus der Alt-Right zurück zu kommen: "Wenn es tatsächlich unterschiedliche gleichwertige Kulturen im Sinne dieses Theorems geben sollte, dann wären auch die zugehörigen Moral- und Rechtsvorstellungen gesondert zu betrachten. "

    Und das ist genau das, was ebenso auch bei der Far-Left gemacht wird. Es wird erwartet, eine Person nichteuropäischer Abstammung, anders zu werten, ihr z.B. bei rassistischem Verhalten, lediglich Revolte gegen das System oder simple Gewalt vorzuwerfen, anstatt sie gleich zu behandeln und das Verhalten als rassistisch zu kritisieren.

    Das krasse ist dann wiederum, dass Rechte beginnen, sich selbst auch als ethnische Minderheiten zu sehen, was manche Europäer ja sogar auch sein können, aber genau auf die Weise, wie die Far-Left es macht, um Vorteile und Legitimationen für PoC zu bekommen:
    www.youtube.com/watch?v=uUK6sQw3YCs

    Ich könnte kotzen bei dem Video, denn das ist so weit entfernt, von jeglicher ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Thema, oder irgendeinem Interesse daran, diesen Rassismus endlich zu beenden.
    Aber so Leute wie die, suchen auch nie wirklich tiefer nach ihren Wurzeln, weil sie in Wahrheit andere Probleme im Leben haben, die sie mit diesem völkischen Überbau zu kompensieren versuchen, sehr häufig unter Rechten zu finden dieses Verhalten. Die suchen dadurch oft Kontakte oder Gemeinschaft im Allgemeinen.

    In gewissem Sinne sind Leute wie Rachel Dolezal, und auch eine federgeschmückte Userin dieser Plattform hier, nur ein Verzweifelter Schrei nach Gerechtigkeit, weil sie mit ihrer eigentlichen Ethnie nicht mehr klar gekommen sind in diesem Konflikt, sie hatten keine Möglichkeit zu einer positiven Selbstidentifikation mit ihrer Abstammung, sie wollten nicht zu den Bösen gehören.
    Gerade im linken Milieu, wenn auch noch eine queere Identität dazukommt, wird auch gerne die ganze Abstammung verleugnet und als rassistisch gehasst, weil z.B. Probleme mit den Eltern aufgetreten sind. Dabei sind die Eltern nur ein winziger Teil, von all den Vorfahren die ein Mensch hat.
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#54 TheDadProfil
  • 29.10.2017, 18:40hHannover
  • Antwort auf #47 von TheMum
  • ""Meine Aussage ist also NICHT, dass wir hier keinerlei Aspekte anderer Kulturen zulassen dürfen, sondern nur die nützlichen und guten.""..

    Während Du dann über die Entscheidung was denn alles so "gut und nützlich" ist völlig vergisst aus wie vielen Bestandteilen denn Deine eigene Kultur die Du als "deutsch" zu verunglimpfen beabsichtigst eigentlich schon besteht..

    Auch "ausuferndes" Beschreiben kann Dich also nicht zum darüber Nachdenken anregen ?

    Kuck an..
    Bleibt also nur noch die Kritik an Deiner Arroganz sich die Entscheidung über das "gute und nützliche" anzumaßen, das mindestens Deiner persönlichen Sicht auf die Dinge geschuldet ist, und damit Deinen "Bedürfnissen" dient, die sich in Teilen signifikant von denen Anderer unterschieden dürften..

    Eine Frage die bereits gestellt wer, der Du aber wie immer auszuweichen pflegst in dem Du "Strohmnner" in die Landschaft stellst..
    Doch Deine "Strohmönner" stellen sich bisweilen dann als Vogelscheuchen heraus, die keine Saatkrähe davon abhalten kann sich die Rosinen aus dem Kuchen zu picken..

    ""Selbst das Kunsthandwerk eines Menschenfresserkultes wäre es mit Sicherheit wert in einem Museum einer europäischen Großstadt ausgestellt zu werden.""..

    Über derlei Kultur-Chavinismus lohnte das Erwidern nicht, wenn damit nicht der Gedanke verbunden wäre, ob es Dir eigentlich angenehm wäre, andere Ethnien wie weiland bei Hagenbeck ausgestellt kennenzulernen ?
    Also das "Kunsthandwerk" museal betrachtet Dir irgendwie ungefährlicher erschiene als der direkte Kontakt an der Straßenecke im Döner-Laden oder der Pizzeria, oder gar dem türkischem Juwelier und der marokkanischen Haar-Künstlerin die Stylng dann auch verkaufen um davon hier zu leben, und nicht nur als Ausstellungsstückchen für Interessierte anzubieten hätten ?

    ""Sollte man zudem auch noch den kultuerellen Aspekt des Menschenfressens hier akzeptieren, damit dieser Menschenfresserkult in Gänze bewahrt werden kann? NEIN! NEIN! UND NOCHMALS NEIN!""..

    Nun..
    Mal abgesehen von der Tatsache das man Schrumpfköpfe auch für die museale Betrachtung herstellt, indem man Menschen frisst..

    Mir fällt grad gar keine Ethnie ein die Menschen frisst und Schrumpfköpfe ausstellen wollte, die hier um Aufnahme gebeten hätte ?

    Somit könnte es sich doch hier mindestens um ein Stöckchen handeln das zu einem Strohmann führt ?

    Rhetorisch nicht ungeschickter Versuch davon abzulenken eigentlich gar nicht genau schreiben zu können wieso man sich den "kulturellen Einflüßen" zwar nicht generell verweigern wolle, sich aber dennoch vehement gegen die reale Zuwanderung von realen Menschen mit realen Bedürfnissen wendet..
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#55 TheDadProfil
  • 29.10.2017, 19:08hHannover
  • Antwort auf #52 von Loren
  • Vortrefflich..
    Charakterisiert sich doch dieser Ethnopluralismus in ihrem Ausdruck als "Rassismus ohne Rassen"..
    Sie ist ja keine Rassistin, denn sie grenzt ja nur "Kultur-Gegenden" gegeneinander ab..
    Sie ist ja auch keine "Christin", argumentiert aber gegen den "Islam" ausschließlich aus der Sicht "christlicher" Argumentations-Linien und Strategien..

    Da kann man sich ziemlich einfach in der Argumentations-Strategie der "christlich-jüdischen" Propaganda-Maschinerie der "AFD" und der "PEGIDA" zu Hause fühlen ohne den Anspruch erheben zu müssen, selber dazu zu gehören, denn Beteiligung will man nicht gelten lassen, selbst dann wenn sie offensichtlich und nachweislich ist..

    Diese "das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen"-Attitüde ist dann auch ihr persönliches Kennzeichen..

    Dieses
    "nein, ich gehöre nicht zu denen, aber ich denke wie die und sage das dann auch"
    ist aber viel mehr als bloßes Mitläufer-Tum was die Massen nach der Kapitulation vor sich hertrugen, um zu verschleiern das ihre Auffassung des
    "kleinen Lichtes das zu keinem offenem Widerstand fähig war"
    nichts weiter als das sich selbst belügen ist..

    Diese vielen "heimlichen Widerständler", die es ja bloß nicht geschafft haben aktiv zu werden, und die sich in die Gegebenheiten eingepaßt haben wollen ohne zu erkennen das ihre Assimilation an die politischen Verhältnisse diese erst ermöglichen, und hier haben wir es dann wirklich mit der Idee zu tun die sie selbst immer wieder anführt, nämlich der Idee die Opposition machte die Gegner erst stärker, nein, die Assimilation an die Radikalen Konservativen ermöglicht erst deren politische Arbeit..

    Man könnte ihr unter der Aufbietung allen Bestem Willens noch unterstellen, sie wüßte nicht genau was sie tut wenn sie sich dem System andient was sie am Ende selbst dahinraffen wird..

    Mir missfällt aber immer noch der Gedanke daran, daß es Menschen geben soll die sich "außerhalb von Religionen", ihren Schlächtern selbst hingeben, und sich ihnen ausliefern..

    Diese "Alice-Weidels", die auch einem Ernst Röhm-gleich der Idee verfangen sind, sie könnten diesen Radikalismus von innen heraus kontrollieren, und noch bevor er sich gegen sie selbst wenden würde mit ihrer "moderaten-Mitte-Meinung" geradezu "abpuffern" um nicht selbst Opfer zu werden, ist in der Geschichte schon so oft gescheitert, daß es mit unmöglich erscheint solche Leute wirklich ernst zu nehmen..
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#56 LorenProfil
  • 29.10.2017, 19:59hGreifswald
  • Antwort auf #54 von TheDad
  • "Bleibt also nur noch die Kritik an Deiner Arroganz sich die Entscheidung über das 'gute und nützliche' anzumaßen, das mindestens Deiner persönlichen Sicht auf die Dinge geschuldet ist, und damit Deinen "Bedürfnissen" dient, die sich in Teilen signifikant von denen Anderer unterschieden dürften.."

    Aus meiner Sicht geht es nicht um "gute" oder "nützliche" Kulturäußerungen, sondern im Zentrum meiner Betrachtung steht diesbezüglich, ob sie mit den verfassungsrechtlichen Grundlagen dieses Landes kongruent sind oder nicht. Es geht also nicht um Döner oder Hirschgulasch, sondern beispielsweise um die Sichtweise auf die Gleichbehandlung von Mann und Frau u.ä.
    Wo gegen die Individualrechte des Grundgesetzes verstoßen wird und die von ihnen abgeleiteten Gesetze, ist bei mir das Ende der Fahnenstange erreicht, unabhängig davon um welche Person es sich als TäterIn handelt, was sie als "kultureigen" definiert oder ob sie in Buxtehude oder Botswana geboren wurde.
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#57 TheDadProfil
#58 Homonklin44Profil
  • 29.10.2017, 20:15hTauroa Point
  • Antwort auf #53 von RiesinMitHammer
  • ""Dabei sind die Eltern nur ein winziger Teil, von all den Vorfahren die ein Mensch hat.""

    Das Witzige ist ja, wenn man weit genug im Stammbaum zurückgeht, kommt man irgendwann auf einen Sippenverband, aus dem alle heute lebenden Menschen hervor gingen.Mit etwas Neandertaler mit drin, plusminus 2-4%. Der ganze Unsinn mit den Unterscheidungen von Kulturen, Hauttönen und Stammterritorien ist für die Katz'.

    Das Phänomen der Abstammungsleugnung ist psychologisch interessant. Bei Deutschen, die sich als andersethnisch ausgeben, vielleicht ein Verdrängnungsmechanismus, der die weitergereichte Schuldlast Deutscher Geschichte behandelt.
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#59 LarsAnonym
  • 29.10.2017, 22:28h
  • Antwort auf #30 von Loren
  • Es freut mich, dass Sie mich in Bezug auf den Begriff "soziale Marktwirtschaft" verstanden haben.

    Zwei Anmerkungen zum Thema Islam:

    Unterwerfung

    Es gibt ja das bekannte Zitat von Goethe (der sicher kein religiöser Dogmatiker war) bezüglich des Islam: "Wenn Islam: Gott ergeben heißt. Im Islam leben und sterben wir alle."

    Goethe meint damit sicher keine Unterwerfung unter jede beliebige Obrigkeit, schon gar keiner geistlichen, sondern ein Sich-Abfinden mit den Grundregeln der Existenz, wie Leben- und-Sterben-Müssen, Naturzyklen, aber auch Streben nach der Entwicklung von Potenzialen etc.

    Reglementierung

    Reglementierungswut, geistlich oder weltlich (die Deutschen können da ein Lied von singen) entspringt eigentlich einem Bedürfnis nach objektiver Klarheit. Zeitgemäße, genaue und dem Stand der Wissenschaft gemäße Regelungen zur Hygiene, zum gesellschaftlichen Miteinander, zu rechtlichen Fragen, etc. können Willkür, Lethargie und Tyrannei entgegenwirken. Dafür kann es, auch nach islamischer Auffassung, keinen neuen Propheten mehr geben, sondern es zählen seit Mohammed - so würde ich es sehen - nur noch das Streben nach Wissenschaft und Verstand.

    In der islamischen Welt werden die Fragen, wie ein moderner zeitgemäßer Islam aussehen könnte durchaus diskutiert, nur muss man sagen, dass die traditionellen religiösen Autoritäten, darunter die renommierte Al- Azhar-Moschee in Kairo sich seit langem nicht mehr mit dynamischen, zukunftsweisenden Antworten hervorgetan haben.

    Es wäre schön, wen. sich zu diesem Themenkomplex jemand mit ägyptisch-arabisch-islamischen Wurzeln zu Wort oder mit echten Kenntnissen aus der region meldet. Die ganze Diskussion hier ist wieder mal sehr eurozentristisch ...
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#60 LarsAnonym
  • 29.10.2017, 22:51h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • Das ist ein Streit um Worte, nicht um Inhalte. Korruption bedeutet unbestritten, dass ein selbst gewähltes (!) System korrumpiert wird. Wird ein System aber von außen oder von oben oktroyiert, ohne Bezug auf bestehende Strukturen, dann ist Korruption eine natürliche Konsequenz.
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