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Coming-out auf Twitter

Kevin Spacey outet sich als schwul

Seit Jahrzehnten gab es Gerüchte. Mit 58 Jahren hat der "House of Cards"-Star seine Liebe zu Männern nun erstmals öffentlich gemacht – als Reaktion auf einen Missbrauchsvorwurf.


Kevin Spacey ist zweifacher Oscar-Preisträger. Bekannt ist er unter anderem durch seine Rolle als machthungriger Politiker Francis "Frank" Underwood in der Netflix-Serie "House of Cards" (Bild: Maryland GovPics / wikipedia)

Der US-Schauspieler Kevin Spacey hat sich am Sonntagabend als schwul geoutet. "Ich weiß, es gibt da draußen Geschichten über mich, die von der Tatsache befeuert wurden, dass ich mein Privatleben so sehr abschirme", schreibt der 58-jährige "House of Cards"-Star in einer Twitter-Botschaft. "Diejenigen, die mir am nächsten stehen, wissen, dass ich in meinem Leben Beziehungen mit Männern und Frauen hatte."

Er habe immer wieder andere Männer geliebt und romantische Begegnungen mit ihnen gehabt, heißt es weiter in Spaceys Tweet. Dann stellt er klar: "Ich habe nun entschieden, als schwuler Mann zu leben."

Twitter / KevinSpacey | Kevin Spacey auf Twitter

Anschuldigungen von Anthony Rapp

Ganz freiwillig kommt das Coming-out nicht. Der Schauspieler reagierte damit auf Missbrauchsvorwürfe durch seinen Kollegen Anthony Rapp. Der "Star Trek"-Darsteller hatte gegenüber BuzzFeed erklärt, Spacey habe ihn 1986 auf einer Party betrunken auf ein Bett gelegt und sei dann auf ihn geklettert. Er habe jedoch rechtzeitig flüchten können. Rapp war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt, Spacey, damals noch ein wenig bekannter Broadway-Schauspieler, 26 Jahre.

Auf Twitter erklärte Kevin Spacey, er sei zutiefst entsetzt, könne sich aber nicht den mutmaßlichen Vorfall erinnern: "Wenn ich mich so verhalten habe, wie er es beschreibt, schulde ich ihm eine aufrichtige Entschuldigung."

Gerüchte über die Homosexualität des Schauspielers gab es seit Jahrzehnten. Spacey wies sie jedoch immer wieder zurück. Noch 2010 behauptete er gegenüber einem Journalisten: "Ich lebe keine Lüge" (queer.de berichtete). (cw)



#1 ChaoskindAnonym
  • 30.10.2017, 07:49h
  • Sexualität und Alkoholkonsum rechtfertigen auf gar keinen Fall sexuelle Belästigung, so kam es nämlich in dieser Antwort rüber.
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#2 noto32Anonym
  • 30.10.2017, 08:04h
  • 14 Jahre... das war ein Kind!
    Widerlich und peinlich, solche Vorwürfe zu nutzen, um sich zu outen.
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#3 JaydenAnonym
  • 30.10.2017, 08:13h
  • Antwort auf #1 von Chaoskind
  • Du meinst die Antwort von Spacey? Sehe ich nicht so. Er hat lediglich gesagt, wenn es so war, dass er ihm eine aufrichtige Entschuldigung schuldet. Wie würdest Du das anders formulieren? Und wo siehst Du in seinen Worten eine Rechtfertigung bezüglich Alkohol und Missbrauch "seien ok"?
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#4 JorgeblnAnonym
#5 Patroklos
  • 30.10.2017, 09:10h
  • Das Coming-Out kommt ziemlich überraschend! Es gab ja schon welche von Prominenten, die dann wieder zurückgenommen wurden.
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#6 JuNiAnonym
  • 30.10.2017, 09:29h
  • Das Outing kommt mehr als nur unpassend rüber, da es mehr oder weniger mit dem Missbrauchsvorwurf im Zusammenhang steht. Der Kindesmissbrauch ist mehr als zu verurteilen!
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#7 RobinAnonym
  • 30.10.2017, 10:14h
  • Gerüchte gab es ja schon ewig. Schön, dass er endlich zu sich selbst stehen kann und sich nicht mehr selbst verleugnet.

    Es ist unglaublich befreiend, nicht mehr eine Lüge leben zu müssen, ständig Angst vor Enttarnung zu haben und sich sogar erpressbar zu machen.

    Nach dem Outing bereut man jeden Tag, den man gewartet hat, weil man so viel Zeit verloren hat, soviel Freiheit aufgegeben hat und erst nachher merkt, was man sich selbst damit angetan hat und welche psychischen Wunden das hinterlässt.
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#8 KeineWahlAnonym
  • 30.10.2017, 10:41h
  • "and I choose now to live as a gay man":

    Nun wird es wieder heißen, man könne doch wählen, ob man schwul ist oder nicht. Und wenn man die Wahl habe, könne man sich ja auch dagegen entscheiden.

    Damit erweist er der Community einen Bärendienst. Vielen Dank auch.
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#9 queergayProfil
  • 30.10.2017, 10:48hNürnberg
  • Mit 14 Jahren gilt man offiziell nicht mehr als Kind, sondern als Jugendlicher. Somit ist hier das Wort Kindesmissbrauch sowieso fehl am Platz. Allenfalls könnte man hier von sexueller Belästigung gegenüber einem Jugendlichen sprechen.
    Einem aktuellen Jugendamt-Infoprospekt ist übrigens zum Thema 'Altersabhängige Sexualkontakte' folgendes zu entnehmen: 14-17 Jahre zu Gleichaltrigen und volljährigen Personen (m/w-ab 18 J.) erlaubt - jedoch mit Einschränkungen, d.h. ohne Entgelt, ohne Abhängigkeitsverhältnis, ohne Widerstandsfähigkeit, ohne Gewalt (= einvernehmlicher Sex).
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#10 JustusAnonym
  • 30.10.2017, 11:02h
  • Es ist keine Schande, schwul oder lesbisch zu sein.

    Aber es ist absolut lächerlich, das so lange zu bestreiten und sogar noch das Gegenteil zu behaupten. DAMIT machen sich solche Promis zur Witzfigur und verlieren ihre Fans - nicht weil sie schwul oder lesbisch sind.

    In Deutschland gibt es ja auch viele Promis, die ihren Fans lieber eine Schmierenkomödie vorspielen. Wenn man z.B. sieht, wie ein sehr bekannter deutscher schwuler Promi mit einer nicht minder bekannten Promi-Frau eine Scheinbeziehung für die Fans führt, muss man sich fragen, ob die beiden ihre Fans für dumm verkaufen wollen.

    Da wünscht man sich glatt, dass es noch mal so eine Outing-Aktion wie damals von Rosa von Praunheim gibt. Eigentlich halte ich nichts von Zwangsoutings, aber wenn Promis so vehement ein heteronormatives Bild unterstützen und damit zur Unterdrückung von LGBTI beitragen, muss man sich schon fragen, ob sowas nicht geboten ist.
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