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Neue Funktion

"Football Manager 2018": Virtuelle Kicker können sich als schwul outen

Erstmals können Profis in einer Fußballsimulation ein Coming-out wagen: In "Football Manager 2018" wird die Funktion verfügbar sein – aber nicht für alle Spieler.


Im neuesten "Football Manager" können fiktionale Spieler auch schwul sein – zumindest wenn sie aus einem homofreundlichen Land kommen (Bild: Sports Interactive)

Mit der neuesten Edition der 2004 gestarteten Computerspiel-Reihe "Football Manager" müssen sich schwule Kicker nicht mehr verstecken: In der britischen Sportsimulation "Football Manager 2018", die am 10. November veröffentlicht wird, gibt es als neues Feature die Möglichkeit zum Coming-out.

Die Funktion wurde von Testern der Beta-Version entdeckt und in sozialen Netzwerken verbreitet. Am Sonntag bestätigte Miles Jacobson von der Spielefirma Sports Interactive via Twitter die neue Funktion. "Ich hätte nicht erwartet, dass dies so schnell entdeckt wird, aber ja, das ist real." Ein Coming-out habe im Spiel Vorteile beim Merchandising, erklärte er weiter.

Twitter

Das neue Feature wird aber nicht für alle Spieler einsetzbar sein – schon gar nicht für virtuelle Profis, die den Namen von echten Fußballprofis tragen. Damit wolle man sich gegen mögliche Klagen von echten Spielern schützen, erklärte Jacobson gegenüber der BBC. Ein Coming-out sei nur möglich für sogenannte "Newgen"-Spieler, also Fußballer mit Fantasienamen. Außerdem soll das Coming-out für Spieler unmöglich sein, die aus einem Land kommen, in dem Homosexualität unter Strafe steht. Laut Jacobson soll mit der neuen Funktion das Game der Realität angepasst werden.


"Joel Moore vom FC Blackley hat sich heute als Schwuler geoutet." Dieser Screenshot hat ein Gamer veröffentlicht, der "Football Manager 2018" bereits als Beta-Tester gespielt hat (Bild: Twitter / lugenhimer83)

"Football Manager" hat immer wieder auf aktuelle Entwicklungen im echten Fußball reagiert. So führte die letztjährige Edition die Funktion "Brexit" ein: Diese beeinflusste die Möglichkeit eines britischen Fußballclubs, Spieler aus dem Ausland zu verpflichten.

Bereits im letzten Jahr hatte die Sportsimulation "FIFA 17" Regenbogen-Trikots eingeführt, um das Game LGBTI-freundlicher zu gestalten. Allerdings führte das auch zu ablehnenden Reaktionen: So forderten mehrere russische Abgeordnete, das Computerspiel wegen der bunten Trikots als jugendgefährdende Homo-"Propaganda" einzustufen (queer.de berichtete). (dk)



#1 RobinAnonym
  • 30.10.2017, 15:31h
  • Es ist sehr wichtig, dass auch in Computerspielen die gesellschaftliche Realität nicht vertuscht wird.
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#2 25r3wefseAnonym
  • 30.10.2017, 19:09h
  • Entspricht aber nicht der Realität, denn in der Realität verstecken sich schwule Profifußballer aus der 1. Bundesliga weiterhin.

    Traurig!
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