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Vereinte Nationen

Scheidender LGBTI-Ermittler beklagt Diskriminierung

Vitit Muntarbhorn hat kurz vor seinem Rückzug eine Bilanz gezogen – und versucht, homophoben Staaten ins Gewissen zu reden.


Nach nur einem Jahr tritt Vitit Muntarbhorn vom Amt des UN-Ermittlers zurück (Bild: UN Photo)

Kurz vor seinem Abtritt als LGBTI-Ermittler der Vereinten Nationen hat Vitit Muntarbhorn am Freitag vor der UN-Vollversammlung in New York seinen ersten Bericht zur Menschenrechtslage sexueller und geschlechtlicher Minderheiten vorgestellt. Der Professor der Chulalongkorn-Universität in Bangkok begrüßte zwar einen "globalen Trend, einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen zu entkriminalisieren", beklagte aber gleichzeitig "allgegenwärtige" Defizite in der Menschenrechtslage.

"Es ist unerhört, dass Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder einen anderen Geschlechtsausdruck haben oder von denen dies angenommen wird, Zielscheibe von Gewalt und Diskriminierung in vielen Teilen der Welt sind", erklärte Muntarbhorn. Er beklagte weiter, dass über 70 Länder immer noch gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisieren und einige davon sogar noch die Todesstrafe für Homosexualität verhängen würden. Der Ermittler erklärte, all diese Gesetze müssten abgeschafft werden. Außerdem seien "effektive Antidiskriminierungsmaßnahmen" notwendig, die LGBTI sowohl im privaten Bereich wie auch in der Öffentlichkeit schützen müssten.

Kritik an Verfolgung von LGBTI-Aktivisten

Muntarbhorn kritisierte vor der UN-Vollversammlung ferner, dass Menschenrechtsaktivisten in manchen Ländern dafür verfolgt werden würden, dass sie die Themenbereiche sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität ansprechen. Das sei ebenfalls besorgniserregend: "Nichtregierungsorganisationen, Menschenrechtsverteidiger und -aktivisten als auch unabhängige nationale Menschenrechtsinstitutionen spielen eine wichtige Rolle, eine nichtausgrenzende Agenda für alle Menschen zu entwickeln", sagte der Thailänder.

Der UN-Menschenrechtsrat hatte den thailändischen Professor Ende September 2016 zum unabhängigen Experten für LGBTI-Rechte ernannt (queer.de berichtete). Dieser neue ehrenamtliche Posten stieß auf erheblichen Widerstand LGBTI-feindlich gesinnter Staaten, darunter auch Russland und China. Diese Staaten versuchten zwei Mal, den neuen Experten abzusetzen. Zuletzt scheiterte das Votum kurz vor Weihnachten 2016 mit 77 zu 84 Stimmen (queer.de berichtete).

Vergangenen Monat erklärte Muntarbhorn überraschend seinen Rücktritt (queer.de berichtete). Der 64-Jährige nannte persönliche und gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug. Noch ist unklar, ob es einen Nachfolger geben wird und wer für das Amt infrage kommt. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 30.10.2017, 15:46h
  • Wo Hass herrscht, treffen Fakten und Argumente auf taube Ohren.

    Solche rückständigen Barbaren-Staaten verstehen nur ganz konkrete wirtschaftliche und politische Sanktionen.
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#2 tti3_alliance
  • 30.10.2017, 17:43h
  • Das DE Projekt fordert die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland auf endlich:

    #FürGleicheRechte

    Schutz und medizinische Versorgung im eigenen Land ein zu treten.

    Kinder / Jugendlichen Schutz vor Intersex Genitalverstümmelungen (IGM) zu gewähren und solche Machenschaften strafrechtlich zu verfolgen.

    Die selbstbestimmte Namen-/ und Geschlechtsanpassung, ohne TSG Begutachtung zu ermöglichen.

    Eine selbstbestimmte alternative 3te/Xte Geschlechtsoption/en fest zuschreiben.

    Die medizinische Versorgung - 'Geschlechtliche Vielfalt' / Körperthema für alle Menschen, tti³ Bereiche / Personenkreise sicherzustellen.

    Jegliche Aktion die das Ziel der Vertreibung von Menschen, der tti³ Bereiche / Personenkreise aus Deutschland hat und hatte geächtet wird.

    Für Gleiche Rechte
    Jedes Geschlecht verdient Respekt

    DE Projekt Gesetzesempfehlung der tti³ alliance, auf Grundlage der vom BMFSFJ beauftragten Rechtsgutachten der Humboldt Universität und des Deutschen Institut für Menschenrechte.

    transallianceproject.files.wordpress.com/2017/10/fc3bcr-glei
    che-rechte-lastenheft-a-d-19-deutschen-bundestag-ttic2b3-ges
    etzesempfehlung-vb-v2-78.pdf
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#3 monchichiAnonym
  • 30.10.2017, 18:42h
  • "Noch ist unklar, ob es einen Nachfolger geben wird und wer für das Amt infrage kommt. (dk)"

    Ja klar!!Alles unklar..hat trumpitin wohl das geldsäckchen fester zugeschnürt,seine "base" wählerschaft wirds freuen oder der wahrheit willen, seine christlich monotheistischen auftraggeber und kontofüller..totale kopie des putin systems aber noch bleibt offen ob sich sowas wirklich in den usa durchsetzten kann ,also ich kanns mir verdammt schwer vorstellen trotz allen was bis jetzt geschehen ist.
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#4 Patroklos
  • 30.10.2017, 20:58h
  • Ich wüßte da schon einen Nachfolger: Volker Beck (und das ist nicht ironisch gemeint)!
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#5 hugo1970Profil
  • 30.10.2017, 21:27hPyrbaum
  • "globalen Trend, einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen zu entkriminalisieren",

    Ich sehe, eher den umgekehrten Trend.
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#6 hugo1970Profil
  • 30.10.2017, 21:29hPyrbaum
  • "Noch ist unklar, ob es einen Nachfolger geben wird und wer für das Amt infrage kommt"

    Da sorgen schon die Diktaturen, die es eigentlich in der UNO gar nicht geben dürfte, das dieser Posten abgeschaft wird.
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#7 hugo1970Profil
#8 StrafeAnonym
  • 31.10.2017, 09:40h
  • Auch Diskriminierung muss strafbar werden, ansonsten wird es in der Gesellschaft immer Konflikte geben. Das AGG ist ein Gesetz, das Diskriminierung verbietet - also muss Diskriminierung unter Strafe stehen. Übrigens ist Diskriminierung genauso schädlich wie Gewalt - beide Auswirkungen und Folgen sind verheerend. Seit der Eheöffnung ist diese Erweiterung der Gesetze nur logisch und auch dringend nötig.
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