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Entscheidung der Mitglieder

Gay Games 2022 in Hongkong

Die queeren Spiele sollen nach Paris im nächsten Jahr erstmals nach Asien weiterziehen.


Das Bewerbungs-Logo der Kandidaten aus Hongkong (Bild: Gay Games XI Hong Kong 2022 / facebook)

Die elften internationalen Gay Games finden 2022 in Hongkong statt. Das entschieden die Mitglieder der Federation of Gay Games am Montag auf einer Versammlung in Paris. Zur Auswahl standen noch Guadalaja in Mexiko und die US-Hauptstadt Washingon D.C., nachdem in einer Vorabauswahl mehrere weitere US-Städte ausgeschieden waren: Austin und Dallas in Texas, Denver in Colorado sowie Salt Lake City und San Francisco.

Ein Team aus Inspekteuren mit Mitgliedern aus Australien, Deutschland, Kanada und den USA hatten alle Finalisten vor der Entscheidung für mehrere Tage besucht und Sport- und Szenestätten besucht. Einige weitere US-Städte sowie Kapstadt und Tel Aviv hatten zudem zuvor ihre ursprüngliche Bewerbung für die queere Olympiade zurückgezogen.

Im nächsten Jahr finden die Spiele in Paris statt, nachdem sie 2014 in Cleveland in Ohio und 2010 in Köln abgehalten wurden. In der französischen Metropole werden zwischen dem 4. und 12. August 15.000 Teilnehmer aus 70 Ländern zu 36 Sportwettbewerben, etlichen Kulturveranstaltungen sowie internationalen Konferenzen erwartet. Die Vergabe nach Hongkong dürfte das internationale Profil der Reihe zusätzlich verstärken.

1982 waren die Spiele in San Franciso von Tom Waddell, einem schwulen olympischen Zehnkämpfer, ins Leben gerufen worden und hatten schnell internationales Interesse geweckt. Neben der Metrople an der US-Westküste hatten auch Vancouver, New York, Amsterdam, Chicago und Sydney die Ehre, die Spiele mit zuletzt je über 10.000 Teilnehmern auszurichten.

Erfolgreiche Sportreihen mit Ausnahmen

Auch wenn die Gay Games für die regionalen Veranstalter oft mit Verlusten endeten, gelten die um umfangreiche Kultur-, Politik- und Fun-Programme ergänzten Wettkämpfe für Profis und Amateure als beliebtes Angebot zur weltweiten Vernetzung.

Zugleich stehen die Gay Games vor allem in Paris unter dem Druck, den negativen Eindruck zu bekämpfen, den die Abspaltung OutGames hinterlassen hat. Die 2006 in Montreal, 2009 in Kopenhagen und 2013 in Antwerpen abgehaltenen Konkurrenz-Spiele hatten in diesem Sommer in Miami für einen Skandal gesorgt, als die Veranstalter große Teile des Programms wenige Stunden vor Beginn absagten – Sportler aus aller Welt erfuhren davon oft erst nach ihrer Ankunft (queer.de berichtete). Stadt, Szene und Ehrenamtliche stemmten zwar ein Notprogramm, die OutGames dürften aber für immer beschädigt sein.

Der Erfolg der eigentlichen Gay Games hatte dennoch weitere erfolgreiche Wettbewerbsreihen ermöglicht, darunter die Eurogames, die jährlich außerhalb von Gay-Games- und OutGames-Jahren abgehalten werden. 2019 ist Rom an der Reihe, 2020 folgt Düsseldorf (queer.de berichtete). Die 1992 in den Niederlanden gestarteten Euro-Spiele hatten bereits mehrfach in Deutschland stattgefunden: 1995 in Frankfurt, 1996 in Berlin, 2001 in Hannover und 2004 in München.



#1 EisenhowerProfil
  • 31.10.2017, 10:53hMarseille
  • Von Paris (2018) nach Hongkong (2022), das ist ein ausgezeichneter Fahrplan für die Gay Games. Ich freue mich schon sehr auf die Spiele in Paris!

    www.paris2018.com
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#2 Youssef Hassan BazAnonym
  • 31.10.2017, 12:26h
  • In Paris sind im kommenden Jahr über 36 Sportarten vertreten, darunter:

    Ringen, Boxen, Squash, Fechten, Rugby, Eishockey, Rudern, Fussball, Judo und Kampfsport (Karate, Taekwondo, Kung Fu, usw).

    www.paris2018.com/fr/sports-list/

    Alle Veranstaltungen sind öffentlich und der Zutritt ist in der Regel gratis, Zuschauer sind herzlich Willkommen!
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#3 Harry ParsonsAnonym
  • 31.10.2017, 13:22h
  • In der Ilias finden sich die »Kampfspiele für Patroklos« nach der »Schlachtung der zwölf Jünglinge« im dreiundzwanzigsten Gesang.

    Beide traten gegürtet mitten in die Versammlung,
    Und da holten sie aus mit den wuchtigen Händen und fielen
    Beide einander an, daß die schweren Fäuste sich mischten.
    Schrecklich war das Knirschen der Kiefer, und überall strömte
    Schweiß herab von den Gliedern. ...

    Ilias 23,685f. (Übersetzt von Roland Hampe)
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#4 AchilleusProfil
#5 RiesinMitHammerAnonym
  • 31.10.2017, 14:40h
  • Antwort auf #4 von Achilleus
  • Sag mal, bist du denn selbst auch Grieche? Du erzählst hier ständig Sachen über alte griechische Philosophie, aber wer bist du eigentlich? Hast du überhaupt, außer dem uns allen aufgedrückten Politik und Philosophie, und Architekturzeugs, irgendeine Verbindung zu echten, heute noch lebenden Hellenen?

    Oder ist der eher so wie mit Hantewi, du begeisterst dich für eine fremde Kultur, weil du dir davon Vorteile für uns alle versprichst?
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#6 MuskeldieterAnonym
  • 31.10.2017, 15:09h
  • Super, das wird bestimmt toll! Vielleicht kommen ja ein paar Leute aus der Queer-Community mit nach Paris oder Hongkong. Dann könnte man zusammen fahren.
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#7 Emmanuel LagrangeAnonym
  • 31.10.2017, 16:21h
  • Hongkong ist im übrigen eine Metropole und Weltstadt in der Volksrepublik China.

    Da ist dann auch Gelegenheit mit einigen Vorurteilen gegenüber China aufzuräumen. Hongkong ist (ähnlich wie Paris oder New York) eine Stadt mit sehr hohen Lebenshaltungskosten, einem reichhaltigen Kulturangebot und einem überaus üppigen Nachtleben.

    www.youtube.com/watch?v=LR9BFXqjbvI

    Kommt mal vorbei auf einen Nachtspaziergang!
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#8 Christian NaumannAnonym
  • 31.10.2017, 17:55h
  • Antwort auf #4 von Achilleus
  • Deine Stellungnahme gefällt mir ganz gut, aber statt der beiden Autoren aus dem Hellenismus (Lukian und Philostratus) hätte ich doch Pindar, den herausragenden Vertreter athletischen Bewusstseins aus der Klassik, als Beispiel herangezogen!

    Heute fand in Olympia die Heilige Handlung statt, und die Priesterin hat die Heilige Flamme der laufenden Olympiade übergeben.

    youtu.be/ULBmXchVKN4?t=35m10s

    Diese Heilige Flamme wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten von Athleten über den Erdball weitergereicht, um in Pyeongchang für die Olympischen Winterspiele 2018 zur Verfügung zu stehen.

    Hoffentlich werden bald auch die Gay Games das Heilige Feuer der jeweils laufenden Olympiade aus den Händen der Priesterin in Olympia empfangen!

    Ich finde es sehr schade, dass die Gay Games noch nicht Teil der Internationalen Olympischen Bewegung sind.
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#9 Theiss77Anonym
  • 31.10.2017, 19:18h
  • Antwort auf #8 von Christian Naumann
  • Hallo,

    die ersten Gay Games gab es 1982 und anscheinend hat man es damals auf Konfrontation ankommen lassen. Man nannte sich Gay Olympics, ohne das überhaupt zu dürfen (Markenrecht).

    en.wikipedia.org/wiki/San_Francisco_Arts_%26_Athletics,_Inc.
    _v._United_States_Olympic_Committee


    Später erst wurde das in Gay Games umbenannt.

    Ob das IOC heute so etwas akzeptieren würde wäre mal interessant. Das IOC versucht doch gerade den Breitensport zu fördern.

    Schwule Olympische Spiele, Olympische Spiele der Polizisten, Olympische Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung (noch mal was anderes als Paralympics), das sind alles überregonale Spiele des Breitensports für ein mehr oder weniger geschlossenes Zielpublikum. Würde mir auch gefallen, wenn das IOC da mitspielen würde.

    Das Feuer kann man natürlich auch einfach mit dem Feuerzeug anzünden.

    Aber man kann's auch aus Griechenland holen, why not?
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#10 David BaumgartnerAnonym
  • 31.10.2017, 22:37h
  • Antwort auf #8 von Christian Naumann
  • Vermutlich hat er Pindar nicht direkt erwähnt weil ihm das zu heilig und zu wichtig für uns dünkt.

    »Water is best, and gold, like a blazing fire in the night, stands out supreme of all lordly wealth. But if, my heart, you wish to sing of contests, look no further for any star warmer than the sun, shining by day through the lonely sky, and let us not proclaim any contest greater than Olympia.«

    Pindar: Erste Olympische Ode, Verse 1-7, übersetzt von Diane Arnson Svarlien, 1990.

    Pindars Epinikia sind etwas wo solche Leute häufig völlig ausflippen. Gelinde gesprochen. Schau Dir mal die Wikipedia-Seiten zu Pindar an (Deutsch und Englisch), dann verstehst Du was ich meine.
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