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Online-Abstimmung

Alice Weidel und David Berger zu Miss und Mister Homophobia gewählt

Anhänger von "Enough is Enough" wählten die AfD-Politikerin und den rechten Blogger zu den Nachfolgern von Hedwig von Beverfoerde.


Alice Weidel und David Berger tragen in diesem Jahr den "Titel der Schande" von "Enough is Enough" (Bild: Screenshot, Norbert Blech)

Die lesbische Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Alice Weidel und der schwule Blogger und Theologe David Berger sind die diesjährigen Miss und Mister Homophobia. Das bestimmten die Anhänger der Aktivisten-Truppe "Enough is Enough" (EiE) in einer Online-Abstimmung.

Die privat und ehrenamtlich organisierte Initiative hatte am 19. Oktober ihre Follower in sozialen Netzwerken im dritten Jahr in Folge dazu aufgerufen, die nach ihrer Meinung homophobsten Menschen in Deutschland zu wählen. Bereits zuvor waren sie gebeten worden, Frauen und erstmals auch Männer als Kandidaten vorzuschlagen. Die Spitzenplätze in der Vorentscheidung belegten Berger, Weidel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die AfD-Politiker Beatrix von Storch und Alexander Gauland sowie Hedwig von Beverfoerde, die u.a. als Organisatorin der "Demo für alle" bereits 2015 und 2016 zur "Miss Homophobia" gewählt worden war (queer.de berichtete).

An der finalen Abstimmung zum "Titel der Schande" nahmen laut "Enough is Enough" 9.339 Menschen teil. Mit 31,66 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann David Berger haushoch – der umstrittene Publizist, der sich gerne in der Opferrolle sieht, hatte allerdings auch selbst zu einer Stimmabgabe für ihn aufgerufen. Auf Alice Weidel entfielen immerhin noch 19,85 Prozent aller Stimmen. Mit 15,24 Prozent landete Vorjahressiegerin von Beverfoerde auf dem dritten Platz. 13,9 Prozent aller Stimmen bekam die Bundeskanzlerin, Beatrix von Storch noch 9,92 und Alexander Gauland 9,43 Prozent.

Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

"Die deutsche und internationale LGBTI*-Community lebt von Solidarität mit- und untereinander", erklärte EiE-Mitgründer Marco Schenk zu dem Abschneiden selbst homosexueller Kandidaten bei der Wahl. "Den allermeisten von uns ist bewusst, dass man eine Diskussion über Homo- und Transphobie nicht führen kann, ohne gleichzeitig über andere Formen von Diskriminierung zu reden. Egal ob sie sich gegen Frauen, Migranten, Behinderte, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* oder andere marginalisierte Gruppen richtet, es ist und bleibt immer gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!" Die Wahl von Berger und Weidel beweise "einmal mehr, dass die deutsche LGBT*-Community diese übergreifende Solidarität einfordert und als wichtigen Bestandteil ihres gedanklichen Grundgerüsts begreift".


Aktivisten und Anhänger von "Enough is Enough" beim Kölner CSD 2016. Abseits der Pride-Saison ist die Truppe vor allem bei Facebook aktiv. Bild: nb

Zu Berger und Weidel ergänzte Schenk: "Kann man als lesbische Frau im Vorstand einer Partei agieren, deren andere Mitglieder immer wieder mit homophoben Äußerungen Schlagzeilen machen? Kann man als schwuler Mann einen Blog betreiben, in dem Texte veröffentlicht werden, in denen die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindesmissbrauch verquickt wird?" Die Abstimmung habe dazu "eindeutige Antworten gefunden", so Schenk: "Natürlich ist auch das ein weiterer Hinweis darauf, dass wir vermehrt über Diskriminierung innerhalb der LGBTI* Community diskutieren können." (nb/cw)



#1 BrunoAnonym
#2 ThomasZAnonym
  • 31.10.2017, 08:57h
  • Kann mir bitte einer erklären, wie 2 offen homosexuell lebende Menschen, die scheinbar im Reinen sind mit ihrer Homosexualität, homophob sein können?
    Sorry, aber ich finde das lächerlich.
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#3 SantanaAnonym
  • 31.10.2017, 09:18h
  • Der Berger freut sich noch über diese Auszeichnung, ich bin über diesen Typen echt schockiert, was der für einen Müll schreibt, hauptsache er nimmt die Anti Position ein, er ist einfach nur ein Hetzer.
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#4 BriletteAnonym
#5 Patroklos
  • 31.10.2017, 10:42h
  • Antwort auf #2 von ThomasZ
  • Als ich die Schlagzeile gelesen habe, dachte ich mir auch, daß das nicht sein kann und hätte mit zwei anderen Namen gerechnet. Bei den Frauen wieder mit Hedwig von Beverfoerde und bei den Männern hätte Ulrich Kutschera den Titel verdienter gehabt.
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#6 HolperbaldAnonym
  • 31.10.2017, 11:26h
  • Indem man Sachverhalte differenziert, sachlich aufgrund von Argumenten (die nicht jedem gefallen müssen) und losgelöst von persönlichen Präferenzen oder Vorteilen betrachtet. Auf der Basis können auch Schwarze die Einwanderungspolitik kritisieren oder jüdische Verleger die Nahostpolitik. Die Preisverleiher zeigen, dass sie genau das nicht können. Wer nicht für mich ist, isz gegen mich.

    Und nein, ich finde Alice Weidel auch unerträglich. Ich mag weder die Rechte noch die Linke :)
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#7 MariposaAnonym
#8 TdusAnonym
#9 AchilleusProfil
  • 31.10.2017, 14:56hDuisburg
  • Was für widerliche, unkultivierte Leute.

    Diese beiden Menschen sind ein gutes Beispiel dafür, das es längst nicht ausreichend ist, gleichgeschlechtlich zu empfinden oder zu leben. Das kann, wie man sehen kann, jeder Hanswurst.

    Wenn man die kulturellen Errungenschaften der Antike außen vor lässt, dann kommt so etwas heraus.

    Die kulturellen Errungenschaften der Antike: Achtung vor der Menschenwürde, kompromisslose Selbsterziehung, das Streben nach Schönheit und Wahrheit, und zwar nicht bloß für sich selber, sondern für alle Menschen.
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#10 Homonklin44Profil
  • 31.10.2017, 14:58hTauroa Point
  • Na, jetzt kann der Berger ja einen Artikel über den Zusammenhalt gegen den Zusammenhalt zusammen kleistern, der schwule Schwulenkritiker aus der Community mobbt oder so. Der Umgang mit der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ist bei gruppenbezogen Menschenfeindlichen ja auch auf die Gruppe bezogen fast menschenfeindlich. Aus der Sicht der jeweils anderen, die außerhalb vom Zaun stehen müssen. Und aus deren Sicht die anderen außerhalb vom Zaun stehen, die sich drinnen stehend sehen.

    Auf jeden Fall eine gelungene Wahl, die "faulen" Äpfel in den eigenen Reihen auszuzeichnen.
    Die von Storch und die Kelle haben sich nicht genug Mühe beim homophoben Speien um die Wette gegeben, und Kutschera ist wohl nicht breitenhasstauglich genug.
    Vielleicht mausert der sich ja gerade zu wahrer Größe und veröffentlicht demnächst ein Fachbuch über homopädophile Sonnenblumen, Würmer oder so.
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