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Einzelkommentar zu:
Querverlag und Männerschwarm boykottieren Messe "Queeres Verlegen"


#23 PiepmatzAnonym
  • 01.11.2017, 13:33h
  • Selbstverständlich können Messeveranstalter:innen, die eine bestimmte thematische und politische Richtung präsentieren wollen, entscheiden, das Angebot anhand dieser Agenda einzuschränken. Ich halte den Begriff "Zensur" hier für unangemessen.

    Um ein plakatives Beispiel zu bringen: Vermutlich hätten die Meisten hier Verständnis dafür, wenn auf dieser Messe "Gender-Gaga" von Birgit Kelle für unwillkommen erklärt worden wäre. Müsste jede Messe JEDES Buch unabhängig vom Inhalt präsentieren, weil jeder Ausschluss gleich als "Zensur" angeprangert würtde, dann wäre grundsätzlich keine politische Schwerpunktsetzung bei solchen Veranstaltungen mehr möglich. Auch das hätte nach meinem Verständnis nichts mehr mit demokratischer Freiheit zu tun.

    Im konkreten Fall halte ich diese Entscheidung der Veranstalter:innen aber für verkehrt. In "Beißreflexe" gibt es zwar einige Passagen, die recht polemisch daherkommen und dem eigenen Anspruch an eine Versachlichung der Diskussion daher nicht nachkommen. Diesen steht aber eine Mehrzahl fundierter und sachlicher Kritiken gegenüber. Die kritisierte Transfeindlichkeit oder gar Entsolidarisierung kann ich nicht erkennen. Insgesamt halte ich den Band für einen wichtigen und notwendigen Beitrag zu aktivistischer Selbstkritik.

    Solche Selbstkritik sollte nicht als Versuch begriffen werden, bestimmte aktivistische Richtungen zu schwächen. Im Gegenteil sehe ich die Fähigkeit zur Selbstkritik (und natürich zur Auseinandersetzung mit Kritik von außen) als eine Vorausetzung, eigene Positionen zu stärken und die eigene politische Arbeit langfristig sogar effektiver zu machen.
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