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Einzelkommentar zu:
Querverlag und Männerschwarm boykottieren Messe "Queeres Verlegen"


#62 TraumzerstörerinAnonym
  • 04.11.2017, 09:36h
  • Antwort auf #61 von goddamn liberal
  • "Sprachen haben keine Pigmente. "

    Das nicht, aber eine historische und ethnologische Geschichte, das wird z.B. dort deutlich, wo in einer Sprache Bezeichnungen für Dinge nicht vorkommen, die es in einer anderen Sprache gibt, weil diese Objekte oder Bräuche geographisch gebunden sind. z.B, bestimme Pflanzen, Tiere usw.
    Auch soziale Sachverhalte oder Konzepte können mit einer Sprache aufgrund ihrer kulturhistorischen Entwicklung nicht beschrieben werden, so werden dann Fremdwörter aus anderen Sprachen eingeführt, oder neue erarbeitet.
    Passiert heute ja auch, mit starkem Widerstand der Rechten, die sich gegen jegliche sprachliche Entwicklung mit ganzer Kraft stemmen.

    "Englisch ist praktisch, aber es auch eine Dampfwalze gegen die Vielfalt. "

    Ah okay? Ich sehe das eher als universelle Sprache, die mir z.B. ermöglicht hat, auf diverse Fachliteratur zuzugreifen, die niemals ins Deutsche übersetzt wird.
    Ich kann dank meiner Englischkenntnisse ohne Probleme die neusten Publikationen zu diversen Themen im Internet lesen, Vorträge anhören, das wäre mir sonst alles verschlossen.

    "Und jede Sprache hat so ihre Geschichte.

    Deutsch war z. B. die Sprache der Täter und der Opfer des Holocaust. "

    Oh das ist aber sehr kurz gedacht, wegen 12 schlimmer Jahre gleich eine mehrere Tausend Jahre lange Sprachentwicklung nur darüber zu definieren?

    Deutsch ist erst einmal wie Englisch eine indogermanische Sprache, aus dem Indoeuropäischen Kulturkreis, eine wohl ursprünglich erst vor etwa 5000 Jahren eingeführte Sprache aus Zentralasien, die sich bis in den westlichsten Winkel Europas und östlich bis nach Indien ausgebreitet hat.

    de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Sprachen

    Wie so viele andere Ethnien auf der Welt auch, spreche auch ich nicht die Sprache, die ursprünglich mal zu meiner Ethnie gehört hat, diese Sprache scheint völlig ausgestorben zu sein.
    Trotzdem sind wohl einige Wörter davon in die indoeuropäischen Sprachen Nordeuropas übergegangen.

    www.eupedia.com/linguistics/non-indo-european_germanic_words
    .shtml


    Von Moholi: "Aber ich als schwarzer Südafrikaner finde es wieder typisch, und durchaus rassistisch, dass die Diskussion auf englisch stattfindet. "

    Meine Freundin argumentiert da ähnlich, nicht aus rassischer, aber aus klassistischer Perspektive. Sie Unterschichtlerin, ist auf der Sonderschule gewesen, hat deshalb niemals Englisch gelernt. Sie regt sich fürchterlich darüber auf, dass sie vieles im Internet nicht lesen kann, neue Serien oder Filme die nicht auf Deutsch übersetzt werden, bleiben ihr verschlossen. Sie kann deshalb gewisse PC-Spiele nicht spielen, kann diverse Fachbücher nicht lesen. Im Ausland ist sie wegen ihrer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit aufgeschmissen ohne mich.

    In ihrer Jugend war sie rechts, da argumentierte sie so, dass Englisch eine Besatzersprache sei, und es deshalb gut sei, dass sie diese nicht gelernt hätte.
    Demnächst wir sie an der VHS einen Einsteigerkurs für Englisch machen ;)

    Da ist dann jetzt die Frage, sollte es diese Sachen immer als regionale Variante mit einheimsicher Sprache geben, oder sollte die Bildung verbessert werden, für unterdrückte Minderheiten und sozial schwache Menschen? Oder beides?
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