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Kommentare zu:
Querverlag und Männerschwarm boykottieren Messe "Queeres Verlegen"


#41 TheDadProfil
  • 01.11.2017, 23:30hHannover
  • Antwort auf #19 von TheMum
  • ""Darüber hinaus mag es noch andere geben, die ein Kopftuch tatsächlich freiwillig tragen, wie zum Beispiel ein Teil der katholischen Nonnen"2..

    Nun..
    Nach offiziellen Angaben gibt es in der BRD 22.000 katholische Nonnen die Ornat tragen, und damit ebenso verschleiert herumlaufen wie bundesweit ein paar hundert Nijab tragende Frauen..
    Offizielle Schätzungen gehen dort nämlich von "weniger als 1.000" aus..

    Das "Problem" ist damit wirklich vernachlässigbar..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#42 KoppsiProfil
  • 02.11.2017, 04:13hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • "...Ich finde, daß die Reaktion der beiden Verlag etwas voreilig ist. Die Teilnahme absagen nur weil bei der Messe ein Buch, das für kontroverse Diskussionen sorgt und polarisiert, nicht vorgestellt wird, ist nicht nachvollziehbar..."

    IMHO müßten noch mehr Verlage ihre Teilnahme absagen. Und vllt denken einige Stiftungen auch über die Finanzierung nach.

    "...Die Ausrichtung der Veranstaltung spiegelt daher den Anspruch wider:
    ...
    - einen Raum des Austauschs darüber zu bieten, wie queere Publikationen Normen im Verlagswesen und in Texten herausfordern können
    - die Diskussion weiterzuführen, welche Interventionen durch Sprache möglich und wirksam sind
    - gemeinsam Visionen zu entwerfen sowie Probleme und Praktiken zu diskutieren..."
    (
    www.queeres-verlegen.org/politik/)

    Die Orga handelt somit gegen das eigene Programm.
    Das sind schon teilweise schizophrene Handlungen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#43 GronkelAnonym
  • 02.11.2017, 05:44h
  • Antwort auf #36 von Isaak
  • "Ein Buch auf einer privaten (=nichtstaatlichen) Veranstaltung nicht vorzustellen hat nicht auch nur das geringste mit Zensur zu tun. "

    Es ist aber keine rein private Veranstaltung, sondern eine Veranstaltung die durchsubventioniert und gefördert wird. Womit wir eine staatlich unterstützte Zensur haben.
    Aber du hast recht, dennoch können sie sich als Zensor aufschwingen ohne formal dafür belangt zu werden, doch dann müssen eben sämtliche finanziellen, logistischen und was auch immer Beihilfen vollends eingestellt werden.
    Das muss natürlich auch den Trägerverein treffen.
    Nicht umsonst haken die Bundesstiftungen direkt nach.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#44 GronkelAnonym
  • 02.11.2017, 05:53h
  • Antwort auf #35 von Isaak
  • "Ich weiß beim besten Willen nicht, was aufgeklärte Menschen dazu treibt, diesen eindeutig rechtsextremen und einzig der Delegitimierung antirassistischer Kritik dienenden Kampfbegriff zu verwenden. "

    Gibt es nur diese eine Möglichkeit (der Legitimität)? Kannst du dir nicht vorstellen, dass es auch überzogene Nazivorwürfe gibt und es dafür einen Begriff bedarf?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#45 Julian 80Anonym
  • 02.11.2017, 07:19h
  • Antwort auf #28 von goddamn liberal
  • Ja, die extreme (!) Linke ist oft nicht nur homophob, sondern auch antisemitisch.

    Das politische Spektrum ist keine Linie, sondern eher ein Kreis, wo sich die extreme Linke und die extreme Rechte treffen. Und beide eint ihr totalitäres Weltbild, das keine anderen Positionen oder überhaupt nur Diskussionen über etwas zulässt.

    Das sieht man auch daran, dass viele früher extrem Linke heute zum rechten Spektrum gehören.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#46 goddamn liberalAnonym
  • 02.11.2017, 09:02h
  • Antwort auf #37 von Isaak
  • "für die meisten Trägerinnen von Nikab und Burka ist diese Bekleidung nämlich der Ausdruck einer tiefen spirituellen Verbindung mit dem Göttlichen und eine persönliche Glaubensentscheidung ohne jedwede politische Konnotation."

    Schon mal was von sexueller Revolution und Lebensreform gehört? Soll das alles jetzt zurückgedreht werden?

    Afghanische, arabische und türkische GenossInnen können bestätigen:

    Nichts ist so links wie ein Burka-Verbot!

    Zumal auch Islamgelehrte Fatwas gegen die unislamische Gesichtsverschleierung aussprechen:

    de.soc.weltanschauung.islam.narkive.com/kALZLTKS/fatwa-al-az
    har-aus-fur-den-gesichtsschleier-niqab-und-die-burka


    Die Gesichtsverhüllung ist die symbolische Auslöschung eines Menschen.

    Eine hochpolitische Verneinung aller Grundlagen der Zivilisation.

    Da sie etwa in Afghanistan auch für tödliche Homophobie steht, ist sie für uns auch ein Todessymbol!

    Zivilisation oder Tod!

    Kemalismus ist Leben!

    Hier tanzt die Zivilisation:

    www.youtube.com/watch?v=pF_hSoDBzNI
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#47 goddamn liberalAnonym
  • 02.11.2017, 09:14h
  • Antwort auf #45 von Julian 80
  • "Das sieht man auch daran, dass viele früher extrem Linke heute zum rechten Spektrum gehören."

    Jürgen Elsässer ist so einer.

    Bei den Alt-Linken und Neu-Rechten ist das auch nachvollziehbar:

    Um '68 konnte man den Antiamerikanismus und Antisemitismus der Nazi-Eltern perfekt 'links' als Kampf gegen den barbarischen Vietnam-Krieg und Antizionismus tarnen (auch vor sich selbst).

    Den Antiamerikanismus als Frust von Kriegsverlierern hat erst Obama als 'linkester' US-Präsident ever entlarven können.

    Der Antizionismus kippt gerade in unverhohlenen Antisemitismus um (siehe Sieferles 'Finis Germania').
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#48 TheDadProfil
  • 02.11.2017, 09:40hHannover
  • Antwort auf #46 von goddamn liberal
  • ""Schon mal was von sexueller Revolution und Lebensreform gehört? Soll das alles jetzt zurückgedreht werden?""..

    Mal abgesehen davon daß sich mir grad gar nicht erschließt was hier diese "sexuelle Revolution" damit zu tun haben soll..

    Woraus ergibt sich dabei dann die Möglichkeit das sich dieser "sexuellen Revolution und Lebensreform" dann automatisch ALLE Menschen anpassen müssen, oder mitgenommen fühlen sollen ?

    Freiheit besteht doch wohl immer noch darin, selber zu entscheiden welchen Weg man hier gehen will, und darin liegt dann auch die Notwendigkeit die andere Entscheidung der Anderen respektieren zu müssen !

    ""Nichts ist so links wie ein Burka-Verbot!""..

    ""Kemalismus ist Leben!""..

    Magst Du diesen Widerspruch mal auflösen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#49 goddamn liberalAnonym
  • 02.11.2017, 10:19h
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • Das kann ich gerne erklären.

    Wir stehen hier im Fall Schnellroda in einem harten Kampf zwischen Zivilisation und Zivilisationsverweigerung.

    Wie hart der ist, zeigt z. B. die von Burka-Taliban verstümmelte Leiche des afghanischen Präsideten in Kabul 1996:

    de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Nadschibull%C4%81h

    Kleidung ist nie individuell, sondern immer symbolisch.

    Das gilt gerade in der islamischen Welt und es gilt auch für Männerkleidung.

    Es kann und darf keinen Zwang zur Enthüllung von Körperteilen geben, aber es ist kommunikativ notwendig, dass man Gesicht und Individualität zeigt und damit Identität. Das bedeutet dann Burka-Verbot, aber nicht Kopftuch-Verbot. SS-Uniformen sind ja auch verboten.

    Zudem: Natürlich darf man wie Lale Akgün und Seyran Ates auch Verhüllungen jenseits des Gesichtschleiers rückschrittlich, körperfeindlich und prüde finden, verbieten kann man sie aber natürlich nicht. Das gilt auch für kath- Nonnen: Je reaktionärer der Orden, desto mehr Schleier.

    Zur Geschichte von der Geschichte:

    1789 in Frankreich und 1909/1923 in der Türkei belegen:

    Bürgerliche Revolutionen sind die Basis weiterer progressiver Entwicklungen.

    Deswegen legt der Kemalismus die Basis für die Gezi-Proteste, auch die LGTBI-Bewegung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#50 TheDadProfil
  • 02.11.2017, 23:13hHannover
  • Antwort auf #49 von goddamn liberal
  • ""Kleidung ist nie individuell, sondern immer symbolisch.""..

    Darüber kann man ausführlich streiten..

    Unbestritten ist hier nicht nur das es hier bei uns viele Frauen gibt die Burka oder Nijab tragen, und das freiwillig tun, weil sie damit ihre eigene Form der "Religionszugehörigkeit" ausdrücken wollen, und zu diesen Frauen gehören dann auch Singles..
    Unbestritten ist es auch, das es solche Frauen auch weltweit gibt..

    Gleichfalls unbestritten ist das Gegenteil, die Frauen die dazu gezwungen werden Burka und Nijab zu tragen..

    Blöderweise kann man diesen Frauen Burka und Nijab aber nicht ausziehen und sie damit "befreien", aber mit einem verbot dann die Frauen bestrafen die ihre freiwillige Wahl-Möglichkeit verlieren, und damit das Recht auf freie Entscheidung..

    Hier muß also genau abgewogen werden was schwerer wiegt :
    Das freie Recht sich zu entscheiden gewinnt dort bei mir allerdings immer..

    Um die anderen Frauen zu befreien muß man dann andere Wege finden..

    Einen Vergleich mit einer Uniform lasse ich hier nicht als Argument zu, denn es wäre auch hier ausführlich darüber zu diskutieren wie viele der "SS-Angehörigen" diese wirklich freiwillig angezogen haben, und wie viele von denen dann auch "gesellschaftlichen Zwängen" gehorchten..
    Für zielführend in der Burka/Nijab-Frage halte ich diese Klärung aber keinesfalls..

    Und als Gegen-Argument setze ich hier dann mal das Verbot des öffentlichen Tragens der "Hells-Angels-Kutte" beispielsweise in HH und S.-H...

    Die zumindest haben dann nämlich ALLE Mitglieder des Clubs freiwillig getragen..
    Nur dort ist dann auch klar wieso sie verboten wurde..

    Hier tut sich dann noch eine weitere Frage auf, denn die Kutte wurde von den einzelnen Bundesländern verboten, Leute wie Jens Spahn &Co fordern aber ein Verbot über ein Bundesgesetz ein, denn nur das kann dann auch in ein Grundrecht wie der "freien entfaltung der persönlichkeit" eingreifen..

    Was die Ermordung eines von den Russen gestützten Ex-Diktators in Afghanistan, der sich auch noch in die Hände und den Schutz der UN geflüchtet hatte, und damit dem Kriegsverbrecher-Tribunal zugeführt hätte werden müssen, mit einer "Kemalistischen Haltung" gegenüber der "Religion" zu tun haben soll, und wie das dann noch in die Idee "ein burka-verbot ist links" passen soll, erschließt sich mir dagegen immer noch nicht, denn in die durch die Verfassung garantierten Freiheitsrechte von Bürgern einzugreifen halte ich immer noch nicht für "Links"..

    Mein seit 2014 angeführtes Nonnen-Beispiel dient der Erinnerung daran sich an die gleichen Rechte zu halten..
    Will man Burka/Nijab verbieten, die nachweislich Ausdruck der eigenen "Religionszugehörigkeit" AUCH im Öffentlichem Raum sind, muß man mit der Nonnentracht und den Bruder-Kutten GLEICHES tun, denn die "Religionsfreiheit" verlangt ein "ausgewogenes" Verhältnis im öffentlichem Umgang mit diesen "Religionen"..

    Das wurde auch schon ausführlich bei Gericht diskutiert, wo sich Richter dazu entschlossen Kopftuch-Verbote für Lehrerinnen zu beschließen, und darauf verwiesen daß dies, weil der Neutralität dienend, dann auch für Halbmond-Kettchen und Kruzifix-Kettchen gelten müsse..
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