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Kommentare zu:
Querverlag und Männerschwarm boykottieren Messe "Queeres Verlegen"


#51 queeerAnonym
  • 02.11.2017, 23:37h
  • Ich pflichte dem Gesagten bei, dass es sich bei dieser Veranstaltung um eine politische, emanzipatorische und linke Veranstaltung handelt. Natürlich suchen sie Bücher aus, die in dieses Konzept passen. Patsy L'Amour LaLoves Sammelband wurde in den letzten Monaten zurecht kritisiert (wenn er denn auch Punkte enthält, über die diskutiert werden muss).
    Von Zensur kann man also nicht sprechen. Wenn ich auf eine Viehzuchtmesse gehe, brauche ich mich auch nicht wundern, wenn dort Stände zu Vegetarismus nicht erwünscht sind.
    Aber ich sehe schon länger, dass die Kommentator_innen auf queer.de mehrheitlich zur kleinbürgerlichen Gruppe der LSVD-Schwulen gehören, die zufrieden sind, dass sie jetzt wie ihre Vorbilder die Heteros heiraten dürfen und glauben, Diskriminierung sei zu Ende. Wer die Verschränkung von Homophobie, Rassismus, Sexismus etc. nicht sehen will, hört eben bei der Ehe für alle auf zu denken.
    Und was soll diese Whataboutism-Diskussion zu Muslim_innen schon wieder?
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#52 OrthogonalfrontAnonym
#53 goddamn liberalAnonym
  • 02.11.2017, 23:57h
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Ein Kemalist ist ein Liberaler, der verstanden hat, dass nur die Harten in den Garten kommen.

    Die Auslöschung des Gesichts ist die symbolische Auslöschung des Menschen.

    Das ist ein hochpolitischer Akt, der übrigens durch keine Koranstelle zu rechtfertigen ist.

    In der Burka-Welt lauert für uns und für alle freiheitsliebenden Menschen der Tod an jeder Ecke.

    Für Dich als Atheisten( wie ich das jetzt mal einfach so von Dir annehme) sowieso.

    Ich lebe nicht in der Illusion, dass mich Menschenrechtsverletzungen in einem angeblich völlig anderen Kulturkreis nichts angehen.

    Ich weiß genau; auf welcher Seite ich stehe, und weiche keinem Kampf aus.

    Siehe hier:

    nytlive.nytimes.com/womenintheworld/2015/09/15/the-day-10000
    0-iranian-women-protested-the-head-scarf/


    Nebenbei: Meine durchaus auch vorhandene Abneigung gegen Jens Spahn u. Co. trübt mein Urteilvermögen dabei nicht.

    So schlimm wie der Tod ist Herr Spahn nämlich dann doch nicht.
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#54 godamn liberalAnonym
  • 03.11.2017, 00:10h
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Kleiner Nachtrag zur Kopftuchfrage, die ich allein aus Respekt vor der Volkstracht der Mütter meiner Freunde gar nicht so eng sehe:

    "Die schwarzäugige Kopftuchträgerin an der Supermarktkasse befremdet mich weniger als ihre wildgefärbte, kaugummikauende Kollegin mit all den Ringlein in Lippe und Augenbrauen. Ebenso wähnte ich meine Kinder bei einer Ferestha Ludin als Englischlehrerin besser betreut als bei einem franseligen Sozialkundepädagogen, der zugleich für Die Linke im Kreistag sitzt und in seinen Klassenarbeiten Aufgaben stellt, deren Musterlösungen hanebüchen sind."

    "Wäre das Christentum hierzulande potenter, hätte Schwarzer für die ethnische Zugehörigkeiten an sich keine Rolle spielen wenig Anlaß, ausgerechnet gegen »den Islamismus« zu trompeten. In der Tat wird mit ähnlichen Argumentationsmustern in der aktuellen Emma auch Familienministerin Kristina Schröder verdächtigt, eventuell eine »erzkonservative Christin oder gar Fundamentalistin «(!) zu sein."

    "Aus Sicht des universalen Feminismus und Genderismus ist eine strikt antireligiöse Haltung deshalb konsequent. Anders als der egalitäre Feminismus , der die Kategorie Geschlecht ablehnt, geht jegliche traditionale Sichtweise von einem grundlegenden Unterschied zwischen Mann und Frau aus."

    Zitate von Ellen Kositza aus Schnellroda.

    Die kann Kleidungssymbole klar deuten und weiß, mit wem sie sich als Reaktionärin und Zivilisationsverweigerin zu solidiarisieren hat.
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#55 goddamn liberalAnonym
  • 03.11.2017, 00:20h
  • Antwort auf #51 von queeer
  • "Und was soll diese Whataboutism-Diskussion zu Muslim_innen schon wieder?"

    Kann ich als 'kleinbürgerlicher' Jakobiner und linker Antikulturalist gerne beantworten:

    In Somalia, dem Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien steht die Todesstrafe auf Homosexualität und wird auch verhängt und ausgeführt.

    Welche Religion haben diese Länder bzw. welche Religion missbrauchen sie?

    Mir ist mein Lebensrecht nicht egal.

    Selbsthass ist nicht emanzipatorisch, nicht unter germanischen, nicht unter ideologisch anders gepolten Faschisten.

    Alles klar?
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#56 TheDadProfil
  • 03.11.2017, 11:51hHannover
  • Antwort auf #53 von goddamn liberal
  • ""Die Auslöschung des Gesichts ist die symbolische Auslöschung des Menschen.""..

    Der angewendete Zwang erklärt immer noch nicht die Freiwilligkeit mit der sich Menschen dem dann unterwerfen..

    ""Das ist ein hochpolitischer Akt, der übrigens durch keine Koranstelle zu rechtfertigen ist.""..

    Nicht alles was sich als "geschaffene Kultur" nennt, stammt dann wirklich aus den Büchern der "Religionen"..

    Das darf uns dann auch nicht davon abhalten darüber nachzudenken was wir damit anrichten wenn wir ein solches Verbot einfordern oder nur unterstützen..

    Im Vorstellungs-Text der seit dem 19.Oktober geltenden neuen Verordnung der "Vollverschleierung" ist dann auch die Rede davon was alles "erlaubt" bleibt, etwa das Tragen von Seh-Brillen und Sonnenbrillen, oder von Mützen..
    Allein daß man derlei dann noch betonen muß zeigt die Farce der Diskussion auf..
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#57 goddamn liberalAnonym
  • 03.11.2017, 18:22h
  • Antwort auf #56 von TheDad
  • "Das darf uns dann auch nicht davon abhalten darüber nachzudenken was wir damit anrichten wenn wir ein solches Verbot einfordern oder nur unterstützen.."

    Da hast Du natürlich recht.

    Die Gedanken mache ich mir natürlich beim Verbot weniger auslöschender Verhüllungen, die natürlich auch prüde und körperfeindlich sind.

    Da bin ich gegen ein Verbot, weil sie die Frommen zu Opfern machen, die statistisch von Kabul bis Teheran meistens die (oft mörderischen) Täter sind.

    Bei Burka u. Co. vertraue ich aber z. B. progressiven Türkinnen wie Lale Akgün und Seran Ates mehr als indifferenten deutschen Orientromantikern.
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#58 TheDadProfil
  • 03.11.2017, 23:00hHannover
  • Antwort auf #57 von goddamn liberal
  • ""Die Gedanken mache ich mir natürlich beim Verbot weniger auslöschender Verhüllungen, die natürlich auch prüde und körperfeindlich sind.""..

    Welche da wären ?
    Kopftücher ?
    Ist noch gar nicht so lange her da liefen bei den Prét á porter in Paris die Modells mit Kopftüchern über die Laufstege..
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#59 MoholiAnonym
  • 04.11.2017, 00:16h
  • Das Kollektiv der sogenannten Buchmesse ist stets bemüht politisch korrekt zu arbeiten, gerät dadurch aber in immer neue Fallen, auch des Rassismus und Sexismus. Die Zensur eines Buches ist mehr als fragwürdig. Warum wird es nicht in einer öfffentlichen Runde diskutiert. Und nebenbei: Südafrika als Thema auf der Messe finde ich wunderbar. Aber ich als schwarzer Südafrikaner finde es wieder typisch, und durchaus rassistisch, dass die Diskussion auf englisch stattfindet. Der Sprache der Erfinder der Segregation der Rassen, der Ausbeutung der südafrikanischen Rohstoffe, etc... Es gibt mehr Muttersprachler Zulus als muttersprachliche Englische in Südafrika. Aber das ist den queeren Machern der Messe egal. Das wäre ja nicht so leicht, wie englisch....
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#60 goddamn liberalAnonym
  • 04.11.2017, 08:23h
  • Antwort auf #58 von TheDad
  • Nein, keine Kopftücher (obwohl die für die türkische Reaktion nach Selbstaussage natürlich auch eine politische Fahne sind).

    Aber der Tschador ist natürlich spätestens seit 1979 ein Symbol faschistischer Unterdrückung.

    Frauen im Iran wurden seinetwegen gefoltert und gelyncht.

    Wo lebst Du eigentlich?

    Komm raus aus Deiner deutschen Idylle.

    Sprich und disktutier mit betroffenen Frauen.

    Da draußen ist eine ziemlich brutale Welt.
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