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Air France präsentiert:

Kapstadt, die LGBTI-Hauptstadt von Afrika

Südafrika hat sich binnen 20 Jahren von einem Verfolgerstaat zum einem der queerfreundlichsten Orte der Welt entwickelt. Besonders Cape Town ist ein Urlaubsparadies für Schwule und Lesben.


Drei Wahrzeichen in der Umgebung von Kapstadt: Tafelberg, Lion's Head und Signal Hill (Bild: Kemal Kestelli / flickr)
  • 1. November 2017, 13:54h
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    Kapstadt

Südafrika ist eines der wenigen Länder auf dem afrikanischen Kontinent, das Schwule und Lesben nicht verfolgen lässt. Ganz im Gegenteil: Nachdem die Regierung von Nelson Mandela in den Neunzigerjahren die Demokratie eingeführt hat, wurde Diskriminierung generell der Kampf angesagt – auch der Diskriminierung der gleichgeschlechtlichen Liebe. Das führte dazu, dass Südafrika als erste – und bislang einzige – afrikanische Nation bereits 2006 die Ehe für Schwule und Lesben öffnete. Übrigens elf Jahre, bevor Deutschland diesen Schritt wagte.

Südafrika-Reisen waren für LGBTI nicht immer leicht. Noch vor einem Vierteljahrhundert waren die meisten Szenebars sehr versteckte Orte, die sich nicht mit den diskriminierenden Behörden anlegen wollten. Während der Apartheid war Homosexualität sogar eine Straftat gewesen und der Einsatz für LGBTI-Rechte war genauso gefährlich wie der Einsatz gegen die Rassentrennung.

Heute sieht es ganz anders aus: Insbesondere die Metropole Kapstadt hat sich zum Mekka für LGBTI-Touristen entwickelt – und kann mit jeder europäischen oder amerikanischen Großstadt mithalten. Viele politische oder religiöse Anführer Südafrikas setzen sich offen für die Gleichbehandlung von Schwulen, Lesben und Transpersonen ein – darunter etwa Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Der frühere Erzbischof von Kapstadt sagte etwa 2013: "Ich würde mich weigern, einen homophoben Himmel zu betreten. Nein, ich würde sagen: 'Sorry, ich gehe lieber in den anderen Ort'. Ich würde keinen Gott anbeten, der homophob ist." Er setzt sich so leidenschaftlich gegen Homophobie wie gegen die Apartheid ein (queer.de berichtete).

Antidiskriminierungsgesetze haben in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die LGBTI-Bewegung nicht mehr im Untergrund, sondern ganz offen agiert. Es ist nichts etwa nicht ungewöhnlich, auf der Straße händchenhaltenden Pärchen zu begegnen – in anderen Teilen Afrikas wäre das undenkbar. Natürlich gibt es in den großen Städten auch Pride-Paraden.

Partys für alle in Kapstadt


Der Cape Town Pride findet jedes Jahr Ende Februar statt (Bild: capetownpride.org)

Vor allem Kapstadt hat ein pulsierendes LGBTi-Nachtleben, das seinesgleichen sucht. Die beste Szene gibt es im Stadtteil Green Point. Viele schwul-lesbische Läden und eine Gay-Discos sorgen dafür, dass die Nacht nie langweilig wird. "Crew Bar" ist ein guter Anlaufpunkt für tanzfreudige Touristen: Hier kann man bei täglich wechselnden Dekorationen auf zwei Levels zu unterschiedlicher Musik Hüften und andere Körperteile bewegen. Um die Ecke befindet sich die "Beaulah Bar", die einzige exklusiv Kneipe in Kapstadt, die von Frauen für Frauen, die Frauen lieben, betrieben wird. Jeden Tag wird zu Popmusik und Hip-Hop-Klängen getanzt.

Die Einheimischen fühlen sich besonders wohl bei der "Gat Party" im Vorort Milnerton. Die monatlich stattfindende Gay-Party zieht viele unterschiedliche Typen an. Die größte schwul-lesbische Fete gibt es aber jeden Dezember, wenn beim "Mother City Queer Project" der Jahrestag der Verfassung gefeiert wird, die von Präsident Nelson Mandela am 18. Dezember 1996 verkündet worden war – immerhin die erste Verfassung weltweit, die einen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben verankerte. Sowohl Männer als auch Frauen feiern hier gemeinsam – um eingelassen zu werden, muss man aber dem jeweiligen Dresscode folgen.


Eine Institution in Kapstadt: Im "Beefcakes" gibt es immer was zum Anschauen

Die populärste Schwulenbar Kapstadts ist "Beefcakes", die aber auch zunehmend Heteros anlockt. Tagsüber werden hier Burger serviert, abends wird gefeiert. Es gibt es unterschiedlichste Themennächte mit singenden Drag Queens und schlüpfrigen Witzen. Gleich um die Ecke befindet sich die legendäre Long Street – hier verbringen viele einheimische Schwule und Lesben ihren Abend und hoppen von einer Bar in die nächste. (cw)

Hinkommen

Air France fliegt ab neun deutschen Flughäfen fünfmal wöchentlich über Paris-Charles de Gaulle nach Kapstadt. Mit ihrem Partner KLM Royal Dutch Airlines bestehen weitere Verbindungen über Amsterdam-Schiphol. Die beiden Fluggesellschaften verfügen über ein gemeinsames Streckennetz zu mehr als 240 Destinationen in über 100 Ländern. Weitere Informationen, Onlinebuchung und Sonderaktionen auf airfrance.de.