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Kommentare zu:
"House of Cards"-Mitarbeiter belasten Kevin Spacey


#11 qwertzuiopüAnonym
  • 03.11.2017, 21:05h
  • Antwort auf #10 von schwarzerkater
  • man sollte unterscheiden zwischen dem rechtlichen und dem moralischen pranger. ein promi, der sich danebenbenimmt, steht nunmal im rampenlicht, ist halt so, wenn man berühmt ist.
    man sollte nicht vergessen, dass es sicher ne ganze menge menschen gibt, die sich ähnlich verhalten und bei denen sich dafür niemand interessiert, aber das macht sexuelle belästigung durch kevin spacey nicht weniger verurteilenswert.
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#12 JuJulienAnonym
#13 Markusbln11Anonym
  • 03.11.2017, 21:36h
  • Und jetzt mal Butter bei de Fisch.

    Wie würden wir ticken, denken, handeln, wenn wir in nachfolgendem Satz den Namen Spaceys durch eine deutsche Szenegrössen wie .... ich will hier niemand namentlich erwähnen ... ersetzten?

    "Gegenüber CNN haben acht Mitarbeiter ... das Verhalten des .... als "rücksichtslos" bezeichnet. Die Mitarbeiter, die anonym bleiben wollten, sprachen davon ..."

    Egal was vorgefallen ist. Es kann auch um Christal Meth gehen!!

    Ich finde die mediale Aufarbeitung um Spacey in dieser Form unter aller Sau. Anonyme Anschuldigungen. Eigentlich sind diese rechtlich nichts wert, aber in unserer medialen Zeit tödlich. Und solch ein Scheiss, der kann jeden treffen, ob schuldig oder unschuldig. Ob wahr oder unwahr.

    Wenn allerdings strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, dann Anzeige. Andernfalls geht es nur um die billige Beseitigung einer Person, damit ein anderer dort Platz findet. Durch Empörung. Vielleicht hier auch mit einem Quäntchen Homophobie.

    Tja, und was lesen wir. Ungeschminkt. Und ohn unterlass. Wir spielen das Spiel mit. Moderne Zeiten eben.
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#14 TomDarkAnonym
  • 03.11.2017, 23:16h
  • ...ein anderer Mitarbeiter sagte, Spacey kam auf mich zu und massierte meine Schultern von hinten oder umarmte mich. Manchmal berührte er auch meinen Magen auf eine komische Weise, wie es in einem alltäglichen Gespräch nicht angebracht wäre."

    Sorry, will hier nichts verharmlosen, aber da muss man schon das eine vom anderen unterscheiden. Sicherlich hat er wohl einige wirklich sex. belästigt. Das aber klingt für mich eher nach zärtlichen, freundschaftlichen Berührungen, welche man ja auch oft unter Sportlern sieht.
    Ich denke, dass sich da wohl noch weitere homophobe Mimosen melden werden, die die Situation im Nachhinein ausnutzen und auf Spacey eintreten werden.
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#15 SorryAnonym
  • 04.11.2017, 02:00h
  • Antwort auf #14 von TomDark
  • Sorry, aber was jemand als sexuellen Übergriff empfindet oder nicht, liegt immer daran, wie es eine betroffene Person wahrnimmt. Das kann man auch erst Retrospektiv anders empfinden. (Abseits jeder strafrechtlichen Bewertung). Wenn er das getan hat, dann ist es wichtig, das anzusprechen.

    Zur versteckten Homophobie: wer die hier provoziert ist einzig und allein Kevin Spacey. Sich quasi als 'Entschuldigung' für Übergriffe zu outen und so das Bild zu erzeugen, dass die Gruppe der 'Gay Man' Schuld an Vergewaltigungen und sexueller Belästigung seinen ist einfach unglaublich schäbig. Das bekräftigt quasi die eigentlich wissenschaftlich widerlegte Vorurteile über Gays. Mich kotzt sein Verhalten wahnsinnig an
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#16 LillyComptonAnonym
  • 04.11.2017, 09:47h
  • Antwort auf #12 von JuJulien
  • "Jeder ist unschuldig bis zum Beweis seiner Schuld und wer was anderes behauptet, ist ein Gegner des Rechtstaats.
    Nur weil ein Angeklagter das Verbrechen nicht leugnet, macht ihn das nicht schuldig. Erst der Beweis macht es."

    Zumindest im Strafrecht gilt die Unschuldsvermutung.

    In anderen Rechtsbereichen kann wiederum eine Beweislastumkehr gelten. Das am Rande.

    Wenn du eine Strafanzeige gegen jemanden erstattest weil du gesehen hast das dieser jemand deine Geldbörse gestohlen hat, glaubst du als Anzeigeerstatter das diese Person unschuldig ist?

    Deshalb würde ich sagen manchmal sind die Leute die etwas anderes Behaupten nicht Gegner des Rechtsstaats.
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#17 TheDadProfil
  • 05.11.2017, 15:26hHannover
  • Antwort auf #15 von Sorry
  • ""Sorry, aber was jemand als sexuellen Übergriff empfindet oder nicht, liegt immer daran, wie es eine betroffene Person wahrnimmt.""..

    Das stimmt..
    Blöderweise hängt aber auch diese eigene Wahrnehmung signifikant davon ab, wie viel man eigentlich über Sexualität weiß, und wie offen oder verklemmt man deshalb selbst ist..

    Was wiederum damit die Folgen bestimmt, die eine Avance, Annäherung oder Anmache hat, oder haben kann..

    Wer nicht gelernt hat sich zu wehren, wer nicht weiß wie man sich selbstbestimmt solcher Angebote gegenüber verhält, wer dann noch der Idee verfallen ist, die "Besetzungscouch" sei etwas was Gang&Gäbe sei, und durch das jeder in dieser Branche durchmüsse (oder drüber), der wird darauf völlig anders reagieren, als Jemand der selbstbewußt und damit stark seine eigenen Bedürfnisse, zu denen dann auch gehört zu sagen mit wem man nicht sexuell verkehren will..

    Der Umgang miteinander und untereinander ist gekennzeichnet von der Heteronormativität..
    Auswirkungen dieser ist es ganz offensichtlich das ein Mr.Weinstein über 30 Jahre hinweg in völlig unangemessener Form mit Frauen umgegangen ist, und ebenso über 30 Jahre hinweg ein Mr.Spacey mit Männern..

    Hier trägt dann aber noch der Umstand das "Homosexualität" in der Gesellschaft immer noch weit verfemter als Sexismus ist, dem Ganzem Rechnung, und die Aufmerksamkeit die hier geriert wird, um einem hochgeachtetem Schauspieler und Oscar-Preisträger wie Spacey praktisch zu zerstören, ist wiederum unangemessen gegenüber seiner Person..

    Vor allem wenn man sich doch nur verhält, wie sich beinahe alle verhalten haben..
    Wie soll man es denn da auch besser wissen ?
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