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Zipfelmänner werben für Toleranz

Penny-Markt lockt Kunden mit Regenbogenliebe

Dieses Weihnachten ist nix mit Abnehmen: Penny-Markt bietet ab kommende Woche seine Schokoladen-Jahresendfiguren mit einer besonderen Toleranzbotschaft an.


Im Penny-Markt wird es bunt: Regenbogen-Zipfelmänner gibt es ab kommende Woche für 1,19 Euro (Bild: Facebook / Penny Deutschland)

Der gemeine Weihnachtsmann ist nicht mehr genug: Der Lebensmitteldiscounter Penny hat am Freitag angekündigt, dass ab kommenden Montag "für kurze Zeit" Regenbogen-Schokoladenmänner in den über 2.100 deutschen Filialen verkauft werden. "Willkommen im Team Zipfelmann: Unser neues Design steht für Vielfalt, Toleranz und Liebe!", so die Kette auf ihrer Facebook-Seite.

In einer Pressemitteilung erklärte der Discounter weiter: "Den zwei Regenbogen-Varianten haben wir die kulturübergreifende Botschaft für Frieden, Liebe, Toleranz und Weltoffenheit quasi auf den Schoko-Leib geschneidert. Werte, für die wir als Unternehmen ebenso stehen, wie die Mehrheit unserer Gesellschaft."

Die sogenannten Zipfelmänner, die anders designt sind als Standard-Nikoläuse, werden bereits seit vier Jahren bei Penny verkauft. In diesem Jahr gibt es erstmals das Regenbogen-Format. Neben dem Toleranz-Schokomann wird auch wieder ein Standard-Zipfelmann verkauft, den die Kunden aus den vergangenen Jahren kennen. Kostenpunkt für beide Versionen: 1,19 Euro.

Zipfelmänner stehen seit Jahren in der Kritik

Die Zipfelmänner hatten in den letzten Jahren aber nicht nur für Freude unter Kunden gesorgt, sondern auch zu Kritik und gar Shitstorms. Der Grund: Alternativ-Weihnachtsmänner entsprächen nicht der christliche Tradition. Allerdings ist fraglich, wie sehr der althergebrachte Nikolaus in roter Kutte christlicher Tradition entspricht – immerhin ist dieses Design weniger auf die Bibel als auf eine jahrzehntelange Coca-Cola-Werbekampagne zurückzuführen. Dennoch wähnten Kritiker in sozialen Netzwerken eine "Entchristlichung" oder sogar eine "Islamisierung", wenn die Deutschen statt Nikoläusen Zipfelmänner naschen würden.


Bild: Penny Deutschland

Auch der neue Regenbogen-Zipfelmann hat innerhalb weniger Stunden nach der Bekanntgabe zu vielen Reaktionen auf Facebook geführt – einige Kunden zeitgen auch ihren Unmut. "Weihnachten und andere (christliche) Feste verlieren immer mehr an Bedeutung!", beklagte etwa eine Facebook-Nutzerin. Penny reagiert auf diese Kritik mit der stets gleichen Antwort: einem GIF-Bild, das das Penny-Logo über einer Regenbogenfahne zeigt.

Penny ist die Discount-Tochter der Kölner Supermarktkette REWE. Viele der über 3.000 REWE-Filialen haben bereits im letzten Jahr an ihren Eingängen Regenbogenaufkleber angebracht, um für Akzeptanz zu werben. Diese Kampagne war vom LGBT-Mitarbeiternetzwerk gestartet worden (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Was hältst du von den Regenbogen-Zipfelmännern bei Penny?
    Ergebnis der Umfrage vom 06.11.2017 bis 13.11.2017


#1 Franz-MichaelAnonym
  • 03.11.2017, 15:54h
  • Kleine Klugscheisseranmerkung, der Hl. Nikolaus ist keine biblische Gestalt, sondern ein Heiliger des antiken Christentums, und natürlich trug er schon vor dem Coca Cola Weihnachtsmann rote Gewänder oder rot-weisse Gewänder :-) Siehe etwa Nikolausaltar der Marienkirche in Mühlhausen
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#2 AmurPrideProfil
  • 03.11.2017, 16:00hKöln
  • Ich habe mal gelesen der Weihnachtsmannsaga gehe auf den Bischof des antiken Myras (heutige Türkei) zurück, der des Nachts mildtätig in seinen roten Bischofsgewand heimlich durch Myra geschlichen sein soll um notleidenden Familie kleine Säckchen mit Geldmünzen durch den Kamin zu werfen.
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#3 MisteroAnonym
  • 03.11.2017, 17:38h
  • "Jahresendfiguren"? Was ist das denn für ein bullshit. Ich dachte, wir hätten den Sowjetkommunismus und die DDR hinter uns. Bei mir ist das noch immer der Nikolaus oder meinetwegen auch der Weihnachtsmann.
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#4 myysteryAnonym
  • 03.11.2017, 17:55h
  • Finde das Regenbogenmotiv klasse und auch andere Sondervarianten, wie z.B. für Sportvereine, gut!

    Aber Zipfelmänner? Zipfel? Männer? Was für ein Schwachsinnsbegriff.
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#5 WindheimerAnonym
#6 Homonklin44Profil
  • 03.11.2017, 19:11hTauroa Point
  • Im Zuge der Religionsfreiheit ist das doch gar nicht verkehrt, wenn die Jahrensendfeiersymbolfiguren ein bisschen bunter gestaltet werden. Dann hat da Jeder was davon und nicht nur die Christen. Wieso sich da manche schon wieder über schwule Wichtelmännchen aufregen, verstehe ich nicht. Die sind doch richtig drollig;)
    Immerhin kommt auch der "schwarze" Nikolaus oder Knecht Ruprecht nicht im Fugurensortiment vor. Das wäre mal was für Bitterschokolade, die oft dunkler ist,oder für Lakritzfiguren.;)
    Und was ist mit der einheimischen Kultur, deren feiertage die Christen dereinst geklaut habem?
    Eigentlich müssten wir auch Perchten und Frau Holle so eine Jahresendfigur widmen,oder Wotan und Teiwaz ( Okay, der Wotan hatte wohl Einzug in die Knecht Ruprecht-Figur teilweise)

    Mal ein Grund, Penny anzutesten.
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#7 Patroklos
#8 Markusbln11Anonym
#9 saltgay_nlProfil
  • 03.11.2017, 21:32hZutphen
  • Es ist doch wohl scheißegal, womit die EDEKA-Discountergruppe "Penner-Markt" ihr Geld macht. Aber anscheinend fallen bei Regenbogen-weihnachts-jahresendfiguren die Schwuppen schon vor Verzückung über diesen "mutigen Schritt zu Vielfalt" in Ohnmacht.

    Das ist nicht mehr kleinkariert, das ist "Mikro-Pepita".
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#10 TheDadProfil