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Zweite Konferenz in München und Dachau

Regenbogen-Katholiken aus 35 Ländern kommen in Bayern zusammen

Schwule und lesbische Gläubige wollen sich bei einem Treffen in München und Dachau auf eine Strategie einigen, um innerhalb der katholischen Kirche endlich gleichbehandelt zu werden.


Die Regenbogen-Katholiken hoffen auf einen Kurswechsel innerhalb der Kirche (Bild: Mirja Kofler / GNRC)

Das katholische LGBTI-Netzwerk "Global Network of Rainbow Catholics" (GNRC) wird vom 30. November bis zum 3. Dezember eine Konferenz zum Thema "Höre die gerechte Sache" in München und Dachau veranstalten. Insgesamt werden rund 100 Teilnehmer aus 35 Ländern erwartet. Ziel der Veranstaltung sei es, Papst Franziskus dazu zu bewegen, dass er sich offiziell gegen die Kriminalisierung von Homosexualität ausspricht.

Die Teilnehmer beklagen, dass gleichgeschlechtliche Liebe derzeit in über 70 Ländern strafbar ist – darunter auch Länder mit einem großen katholischen Bevölkerungsanteil. Teilweise setzt sich die katholische Kirche in diesen Staaten sogar offen für die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung ein. So hat die katholische Bischofskonferenz in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, im Jahr 2014 beispielsweise die Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle begrüßt. Damals bezeichnete die Kirchenführung die verschärfte Verfolgung Schwuler und Lesben als "richtigen Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen" (queer.de berichtete). Auch in anderen Verfolgerstaaten – etwa in Malawi, Kamerun und Uganda – kämpft die katholische Kirche an der Seite von Homo-Hassern offen für die Kriminialisierung sexueller Minderheiten.

Gleichzeitig begrüßte das GNRC, dass es insbesondere in Europa und Südamerika Anzeichen der Öffnung gebe. So gebe in vielen Bistümern Seelsorge-Angebote für Homosexuelle, außerdem würden Queer-Gottesdienste organisiert.

"Tauwetter" für Schwule und Lesben unter Papst Franziskus

GNRC-Gründer Michael Brinkschröder, ein offen schwuler katholischer Theologe, Soziologe und Religionslehrer aus München, sieht die katholische Kirche derzeit in einer Umbruchsphase: "Während unter Papst Benedikt noch Eiszeit herrschte für die Belange von Homosexuellen in der katholischen Kirche, so haben wir mit Papst Franziskus eine Art Tauwetter. Das bedeutet: es gibt Signale der Öffnung, jedoch bislang keine Taten oder Aussagen, die uns konkret weiterhelfen." Er hoffe, dass nach der Öffnung der Zivilehe in Deutschland auch "bald eine Veränderung in der Kirche" an der Reihe sei.


Michael Brinkschröder organisiert in München einen Queer-Gottesdienst und hofft, dass sich seine Kirche auch für Homosexuelle öffnet (Bild: Mirja Kofler / GNRC)

Papst Franziskus hat zwar in den letzten Jahren wiederholt versöhnliche Töne gegenüber Homosexuellen angestimmt, aber aus seiner pauschalen Ablehnung der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare und Regenbogenfamilien nie einen Hehl gemacht – und diese Ansichten teilweise mit martialischen Worten verteidigt. Im vergangenen Jahr beklagte er etwa einen "Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören". Im vom Papst veröffentlichten Dokument "Amoris Laetitia – über die Liebe in der Familie" hält die Kirche daran fest, dass nur Familien mit heterosexuellen Paaren anerkannt werden dürften (queer.de berichtete).

Das katholische LGBTI-Netzwerk war im Oktober 2014 gegründet worden. Mitglieder sind insgesamt 25 Gruppen und Organisationen von allen Kontinenten, die "in der Seelsorge oder in der Sorge für Gerechtigkeit für LGBTIQ-Personen" tätig sind. Die erste und bislang einzige GNRC-Konferenz fand im Herbst 2015 in Rom statt und stand unter dem Motto "Wege der Liebe". Damals nahmen 80 Personen aus 30 Ländern teil. (cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 03.11.2017, 18:47hTauroa Point
  • Wer das unbedingt braucht und diesem gruppenbezogenen Menschenächter-Weltbild hinterher kriechen will, soll doch seine Energie dran verplempern dürfen, da was zu erreichen.

    Aus der Sicht des Ungläubigen grenzt diese Bereitschaft an psychischen Masochismus.

    Vielleicht muss man nur ordentlich von Boswelia eingedampft sein, um diese Herzensgüte bei Papst Franziskus zu erkennen.
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#2 Patroklos
#3 FelixAnonym
  • 03.11.2017, 20:49h
  • Nur die dümmsten Kälber
    wähl'n den Schlachter selber...

    Wenn jemand wirklich meint, in seinem Leben Religion zu brauchen, kann er das auch für sich leben. Dafür braucht man nicht Mitglied in einer homophoben, pädophilen, totalitären Hass-Sekte zu sein, der es nur um Geld und Macht geht.

    Die Kirchensteuer und Kollekten, womit die nur homophobe Kampagnen und ihren Pomp finanzieren oder uneheliche Kinder von Pfaffen zum Schweigen bringen, gibt man lieber notleidenden Menschen!!
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#4 Paulus46Anonym
  • 03.11.2017, 21:11h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • [[..]"Papst Franziskus hat zwar in den letzten Jahren wiederholt versöhnliche Töne gegenüber Homosexuellen angestimmt, aber aus seiner pauschalen Ablehnung der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare und Regenbogenfamilien nie einen Hehl gemacht " [..]

    --Das ist so leider nicht richtig im Artikel dargestellt.

    1. Papst Franziskus hat öffentlich schwule katholischer Klerike/Priester vor Journalisten verteidigt mit seiner bereits "berühmten" Aussage:
    "Wer bin ich mir darüber ein Urteil anzumaßen".

    *
    w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2013/july/docume
    nts/papa-francesco_20130728_gmg-conferenza-stampa.html


    2. Es ist zwar richtig, dass auch Papst Franziskus die Ehe für alle ablehnt und keineswegs homosexuellen Paaren das Ehesakrament erteilen will. Da ist er strikt dagegen und ebenso ist er auch dagegen, das homosexuelle Paare Kinder erziehen und Regenbogenfamilien bilden

    3. ABER zumindest hat Papst Franziskus seit seiner Zeit in Argentinien die Notwendigkeit von staatlichen Anerkennungen homosexueller Paare durch Lebenspartnerschaftsinstitute ("civil unions") befürwortet. Darüber berichtete seiner Zeit sogar die New York Times:

    *
    www.nytimes.com/2013/03/20/world/americas/pope-francis-old-c
    olleagues-recall-pragmatic-streak.html?_r=2&

    (New York Times: On Gay Unions, a Pragmatist Before He Was a Pope)

    So fanden auch keine expliziten Angriffe durch Papst Franziskus staat, als in Italien nunmehr standesamtliche Lebenspartnerschaftsinstitute ermöglicht wurden.

    --> Das Hauptproblem ist derzeit der Katholische Katchismus. Dort werden homosexuelle Handlungen immer noch als sündhaft bewertet und das müßte im Katechismus durch die Glaubenskongregation geändert werden. Das wiederum ist schwierig, weil die Mitglieder der Glaubenskongregation überwiegend LGBTI-feindlich eingestellt sind.
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  • Anm. d. Red.: Wir bleiben bei unserer Darstellung. www.queer.de/suche.php?suchbegriff=papst+franziskus
#5 tomruevelAnonym
  • 03.11.2017, 22:29h
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • "Es ist zwar richtig, dass auch Papst Franziskus die Ehe für alle ablehnt und keineswegs homosexuellen Paaren das Ehesakrament erteilen will."

    Moin,

    vielleicht sollte man einfach mal unterscheiden zwischen der vor einer weltlichen Organisation oder der vor einer Glaubensorganisation geschlossenen Ehe.

    Nur die vor der weltlichen Organisation geschlossene Ehe hat rechtliche Folgen von denen das Paar etwas hat.

    Vor diesem Hintergrund ist es völlig egal was irgendwelche Glaubensvertreter akzeptieren oder nicht. Es hat einfach keinen rechtlichen Belang. Und ob man sich dann dafür verbiegt um sich von den Organisationen Kirche weiter maßregeln zu lassen......mag jeder für sich entscheiden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Amnesie47Anonym
  • 03.11.2017, 23:00h
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • "3. ABER zumindest hat Papst Franziskus seit seiner Zeit in Argentinien die Notwendigkeit von staatlichen Anerkennungen homosexueller Paare durch Lebenspartnerschaftsinstitute ("civil unions") befürwortet. Darüber berichtete seiner Zeit sogar die New York Times:"

    Wenn da so sein soll, warum hat Italien so spät mit der ELP nachgezogen? Hätte doch bei DEM Papst problemlos laufen können?

    In deinem Wahn, doch bitte bitte wieder freudestrahlend in die RKK zurückkehren zu können und in der ersten Reihe Platz zu nehmen, bist du so blind, dass du dir von Franziskus Honig um den Maul schmieren lässt und nicht kapierst, dass dies ein RÜCKZUGSGEFECHT war, um noch irgendwie der bevorstehenden Eheöffnung was entgegensetzen zu können. "Seht her, ich habe doch nichts gegen die rechtliche Anerkennung, aber dafür muss ja nicht die Ehe geöffnet werden."
    Bist du so doof, und glaubst ERNSTHAFT, ohne die Eheöffnung, hätte Kardinal Bergoglio sich dafür ausgesprochen?

    "So versuchten katholische Pfarrer nach Anweisung der Kirchenleitung am Sonntag, in Predigten Stimmung gegen die Ehe-Öffnung zu machen. Der Kardinal von Buenos Aires warnte in einem Brief an argentinische Klöster sogar davor, dass der "Vater der Lügen" hinter der Forderung nach Gleichberechtigung für Schwule und Lesben stehe. In der Bibel wird so der Teufel beschrieben. "Lassen Sie uns nicht naiv sein, wir sprechen hier nicht von einem einfachen politischen Kampf", erklärte Kardinal Jorge Bergoglio. "Dies ist ein zerstörerischer Anlauf gegen den Plan Gottes. Wir sprechen nicht von einem Gesetzentwurf, sondern von einer Intrige des Vaters der Lügen, die die Kinder Gottes verwirren und hinters Licht führen soll."

    www.queer.de/detail.php?article_id=12445

    Genauso wie plötzlich manche Unionsanhänger kurz vor der Eheöffnung auf einmal die eingetragene Lebenspartnerschaft toll fanden, die sie jahrelang bekämpft hatten?

    Du prahlst ja sonst so damit, immer alles besser als die anderen zu wissen, ganz besonders, wenn es um Kirchen geht.
    Deine Naivität lässt tief blicken.

    Schon vergessen?

    www.queer.de/detail.php?article_id=18781

    www.queer.de/detail.php?article_id=18781&kommeinzel=2226
    91


    "Was seine Haltung zur Eheöffnung in Argentinien angeht, das ist natürlich indiskutabel. "
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#7 hugo1970Profil
  • 04.11.2017, 09:21hPyrbaum
  • Antwort auf #5 von tomruevel
  • Leider glauben der Kirche, wahrscheinlich, viel mehr als dem Staat.

    Kirchen sind genau so gebunden an die Verfassungen wie alle Organisationen, Regierung- und Nichtregierungorganisationen, etc.
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#8 wiking77
#9 PierreAnonym
  • 04.11.2017, 11:28h
  • Jeder, der Mitglied in dieser totalitären Kinderschänder-Sekte ist, unterstützt deren menschenverachtende Machenschaften finanziell und ideell, direkt und indirekt.

    Unabhängig von deren Positionen zu GLBT-Themen, haben die auch genug anderes auf dem Kerbholz.

    Die Katholiban hat Blut an ihren Händen und jeder, der in diesem unchristlichen Konzern noch Mitglied bleibt, macht sich mitschuldig und hat ebenfalls Blut an seinen Händen.
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#10 Stop ReligionAnonym