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Kommentare zu:
Neun Jahre Haft: Homo-Hasser tötete Schwulen im Suff


#1 Typisch DeutschlandAnonym
  • 04.11.2017, 11:34h
  • Wieso nur Totschlag und wieso nicht Mord?

    Wieso nur 9 Jahre? Das Opfer bleibt tot und wacht nicht in 9 Jahren wieder lebend auf.

    Wenn jemand einen anderen Menschen ermordet, nur weil man sich als schwul outet, ist das volle Absicht und so jemand hat bewiesen, dass er nicht mehr Mitglied einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft sein kann.
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#2 hugo1970Profil
  • 04.11.2017, 12:02hPyrbaum
  • Wer jemandem Schaden, aus Haß zufügt, nur weil dieser sich anders verhält, andere Ansichten hat etc. der muß wissen, das er straffällig wird. Deshalb sind die aktuell zur Debatte stehenden Änderungen am Grundgesetz enorm wichtig!!!
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#3 Adnan TaymullahAnonym
#4 Simone 65Anonym
  • 04.11.2017, 14:02h
  • Wenn jemand aus Hass tötet , soll für alle Zeit weggesperrt. Alkohol ist keine Entschuldigung.
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#5 AufrechtgehnProfil
  • 04.11.2017, 14:53hFrankfurt am Main
  • Ich habe mit diesem Konstrukt der "teilweisen Schuldunfähigkeit" ein bisschen Probleme, schließlich hat den Mann niemand gezwungen, zu saufen. Ich finde, man ist auch für das, was man im Rausch tut, voll verantwortlich.

    Oder wie die große Fanny Müller ihrer Figur "Frau K." mal so schön in den Mund legte: "Das nächste Mal, wenn ich ein Verbrechen begehe, bin ich vorher duhn, das gibt Prozente bei Gericht". :)

    Andererseits: ob der Täter jetzt sieben oder zehn Jahre kriegt, macht auch keinen Unterschied. Das Opfer wird so oder so nicht mehr lebendig und im Knast wird aus dem Täter in zehn Jahren auch kein besserer Mensch als in sieben, eher im Gegenteil.
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#6 AmurPrideProfil
  • 04.11.2017, 15:05hKöln
  • Ich kann ja innerhalb des US-amerikanischen Rechtssystem nicht all zu viel Nachahmenswertes entdecken, aber den Grundsatz, dass sich die Einnahme von Alkohol bzw. Drogen bei Straftaten STRAFVERASCHÄRFEND, und nicht wie bei uns strafmildernd auswirkt, finde ich gut!

    Wer freiwillig Alkohol/Drogen konsumiert, nimmt damit wissentlich, billigend und VORSÄTZLICH einen Kontrollverlust der eigenen Person in Kauf. Dann finde ich man könnte in diesem Zusammenhang auch VORSATZ unterstellen und er müsste für VORSATZ auch die rechtlichen Folgen tragen.
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#7 SoSoAnonym
#8 AmurPrideProfil
  • 04.11.2017, 16:03hKöln
  • Antwort auf #7 von SoSo
  • ""..Wann hört Freiwilligkeit auf und wo beginnt Abhängigkeit?..""

    Eine berechtigte Frage! Und, wie ich zugeben muss, keine leicht zu beantwortende. Denn ich habe jetzt natürlich auch keine perfekte Antwort parat.

    Und obwohl ich Mitgefühl für alkohol- und drogenkranke Menschen habe, muss man aber auch im Sinne der Opfer fairerweise konsternieren:
    Keiner wird einfach so zufällig alkohol-/drogenabhängig, oder?
    Es setzt eigentlich immer einen freiwilligen Erstkontakt voraus, den er dann VORSÄTZLICH begeht.
    Und niemand kann doch heutzutage noch ernsthaft in Abrede stellen, er habe nicht um die damit verbundenen Gefahren gewusst.
    Außerdem besteht ja auch für jeden Süchtigen die Möglichkeit, sich selbst in eine geschlossene Therapie/Entgiftung einzuweisen.
    Somit ist also auch der Abhängige für seine Sucht VORSÄTZLICH verantwortlich und müsste eigentlich in diesem Kontext die rechtlichen Konsequenzen für Vorsatz tragen.
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#9 SoSoAnonym
  • 04.11.2017, 16:24h
  • Antwort auf #8 von AmurPride
  • Hattest Du noch keinen Erstkontakt?

    Kein Kölsch, keinen Wodka-RedBull?
    Ich referiere jetzt mal auf Alkohol.
    Wir werden Stimulanzen nie ganz aus unserer Gesellschaft eliminieren können.

    Zur Therapie:
    Diese wird oft erst genutzt, wenn schon ein Kind in den Brunnen gefallen ist.
    Das bedeutet eben eventuell eine Straftat begangen zu haben.
    Therapie kann auch strafergänzend sein und so Rückfälle verhindern.

    Ich will damit sagen:
    So gut ich aus Opfer/Angehörigen-Sicht Deinen
    Wunsch nach Strafverschärfung verstehe.
    Der deutsche Rechtsstaat sollte nicht nach US-amerikanischen "Auge um Auge, Zahn um Zahn" Strafrecht verfahren.

    Besserung geht vor Rache.
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#10 hugo1970Profil
  • 04.11.2017, 16:33hPyrbaum
  • Antwort auf #9 von SoSo
  • Wenn mann Süchtig wahr und "geheilt" ist, ist, meines Erachtens die Gefahr immer noch da, das man wieder in diesen schlimmen Kreislauf hinein kommenm kann.

    Natürlich ist es leicht, zu konstatieren, aber jeder solte vor Augen haben, das jeder in diesen Kreislauf hinein kommen kann, der Weg nach draußen ist viel schwerer als der Weg hinein!!!!!
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#11 SoSoAnonym
  • 04.11.2017, 16:39h
  • Antwort auf #10 von hugo1970
  • Vollkommen richtig.
    Ich habe ein lebendes Beispiel für einen solchen Teufelskreis in meiner Bekanntschaft.
    Einen älteren Schwulen Mann, extrem schüchtern, mit viel zu hohem Anspruch an sich und seine in Frage kommen Partner, daher seit Jugend immer noch ohne Partner.
    Und Alkohol und Drogen sind sooo trügerisch tröstlich.
    Bis die Bombe hochgeht.
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#12 AmurPrideProfil
  • 04.11.2017, 16:46hKöln
  • Antwort auf #9 von SoSo
  • ""..Hattest Du noch keinen Erstkontakt? Kein Kölsch, keinen Wodka-RedBull?..""
    Doch, natürlich! Aber sobald ich merke, wie der Alkohol bei mir verstärkt zu wirken beginnt, mache ich sofort Stopp. Ich schaffe das erfreulicherweise bislang ohne Probleme, weil ich aus persönlichen Gründen eine Heidenangst vor einem Kontrollverlust über meine Sinne habe.

    ""..Der deutsche Rechtsstaat sollte nicht nach US-amerikanischen "Auge um Auge, Zahn um Zahn" Strafrecht verfahren..""
    ""..Besserung geht vor Rache..""
    In beiden Aussagen stimme ich Dir voll inhaltlich zu!

    Aber mir geht's ja weder um Rache noch um eine Beschneidung von Besserungsmöglichkeiten. Sondern um eine Änderung der Bemessungsgrundlage für die Strafhöhe.

    Ich finde eben auch:
    Wenn jemand zum Beispiel alkoholisiert jemand anderen tod fährt, dann sollte sich der Alkoholkonsum, falls er sich als ganz oder teilweise ursächlich für den Unfall erweist, nicht strafmildernd sondern strafverschärfend in die Urteilsfindung einfließen.
    Denn wie ich schon sagte: Der Alkoholkosument nimmt damit wissentlich, billigend und VORSÄTZLICH einen Kontrollverlust der eigenen Person in Kauf.
    Und solange in der deutschen Rechtssprechung Vorsatz ein strafverschärfender Umstand ist, sollte dies auch im Kontext mit Alkohol und Drogen gelten.
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#13 MarcAnonym
  • 04.11.2017, 17:21h
  • Keine Tötungsabsicht???
    Er "hasst Homosexualität". "Mehrere Faustschläge ins Gesicht". "Kopf mehrfach gegen die Wand geschlagen."

    Aber keine Tötungsabsicht????
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#14 Pu244Anonym
  • 04.11.2017, 18:07h
  • Antwort auf #12 von AmurPride
  • "Doch, natürlich! Aber sobald ich merke, wie der Alkohol bei mir verstärkt zu wirken beginnt, mache ich sofort Stopp. Ich schaffe das erfreulicherweise bislang ohne Probleme, weil ich aus persönlichen Gründen eine Heidenangst vor einem Kontrollverlust über meine Sinne habe."

    Und da haben wir auch schon das Problem mit deiner Argumentation. Wenn du merkst, dass der Alkohol bei dir zu wirken beginnt, dann ist es schon zu spät, da immer noch etwas aus dem Verdauungstrakt nachkommt. Im übrigen denken die meisten Betrunkenen, dass sie die Situation völlig unter Kontrolle haben und sie absolut Herr ihrer Sinne sind, von daher zieht das nicht. Wenn du konsequent wärst, dann dürftest du gar keinen Alkohol trinken.

    Der Vorsatz setzt immer voraus, dass man sich dessen vollkommen bewußt wäre und da reicht ein sehr abstakte Gefahr eben nicht aus. Man kann wissen, dass im Zeitraum von 22-6 Uhr einen Haufen komischer Gestalten unterwegs sind, die sich durchaus Prügel willen, dennoch würde man keinem, der nachts überfallen wurde unterstellen, er hätte ganz genau gewußt, was da auf ihn zukäme. Jeden Tag besaufen sich hunderttausende, einen Mord begehen nur die wenigsten, von daher kann man da nicht von Vorsatz sprechen, so gut wie keiner zieht die Möglichkeit in betracht, dass ER/SIE jemanden Ermorden würde.

    Das Urteil ist wohl auch nur deshalb so niedrig ausgefallen weil sie die "Gay panic Defense Strategy" nicht entkräften konnten.
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#15 SoSoAnonym
#16 AmurPrideProfil
  • 04.11.2017, 18:22hKöln
  • Antwort auf #14 von Pu244
  • ""..Und da haben wir auch schon das Problem mit deiner Argumentation. Wenn du merkst, dass der Alkohol bei dir zu wirken beginnt, dann ist es schon zu spät,.""
    Zu spät für was? Das ich Verantwortung für meine Taten und somit auch für meinen Alkoholkonsum übernehme? Das ich meinen Alkoholkonsum nicht strafmildernd anführe? Sondern strafverschärfend, weil ich genau wusste was ich tat, als ich mit dem Trinken anfing?

    Und btw: Ich argumentiere hier nicht für oder gegen Alkoholkonsum!
    Ich versuche zu erklären, warum sich nach meinem Empfinden Alkoholkonsum NICHT strafmildernd, sondern strafverschärfend auswirken sollte, so fern er für die begangene Tat relevant war.
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#17 Patroklos
  • 04.11.2017, 19:41h
  • Das Urteil ist viel zu mild. In meinen Augen war das eiskalter Mord und der Typ hätte lebenslänglich erhalten müssen!
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#18 Sukram712Anonym
  • 04.11.2017, 21:22h
  • Töten zur Verdeckung einer Straftat (Angst vor Anzeige), ist ein klassisches Mordmerkmal.

    Allerdings hat er ja das Opfer ja nicht getötet, sondern das Opfer ist ertrunken. Hätte er die vermeintliche Leiche in den Wald gelegt, wäre es "nur" schwere Körperverletzung.

    Hinzu kommt der Alkohol und dass das Opfer offenbar übergrifflicht wurde.

    Mir sind Gerichte lieber, die sorgfältig abwägen. Vielleicht steht einer von uns mal vor Gericht. Vielleicht sogar unschuldig.

    Der Täter bleibt mindestens 6 Jahre in Haft und kommt mit frühestens 51 aus den Gefängnis und steht vor dem Nichts. Dann hat er hoffentlich was gelernt.
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#19 Homonklin44Profil
  • 05.11.2017, 01:15hTauroa Point
  • ""Er gab ihm mehrere Faustschläge ins Gesicht", erklärte Staatsanwalt Rainer Hoppmann während des Prozesses. Danach habe der 45-Jährige den Kopf seines Opfers mehrfach an die Wand geschlagen.
    (...)
    Weil der Russlanddeutsche Angst bekam, dass ihn sein Opfer wegen Körperverletzung anzeigt, würgte er ihn solange, bis er annahm, dass sein Opfer tot sei. ""

    Und daneben, es bestand keine Tötungsabsicht.

    Wer's glaubt wird selig, und wer stirbt, verfault.
    Wenn man nur besoffen genug ist, oder auf Drogen, oder psychisch irgendwie gemindert zurechnungsfähig. Das gibt die Freischeine für ungebremste Gewalt. Am besten hatte wer dann noch eine beschissene Kindheit. Dann kann man sich fast alles verzeihen lassen. Und Psychologen / Gutachter sind auch bloß Menschen.

    Und dann noch Leute mit einer Petition zur Abschaffung der Gefängnisse. Dann fliegt einem der Kaffee aus'm Gesicht. Na dann wird Mord bald so sozialverträglich wie die erste Saufparty oder was.

    Wobei es auch nicht geht, wem in den Schritt zu fassen. Aber eine Backpfeife hätte als Verdeutlichung zum Nein gereicht, oder der Rausschmiss. Die Enthemmung unter Alkohol sollte nicht alles verzeihlich gestalten lassen. Wie viele fahren besoffen Leute tot? Alles mehr oder weniger okay. Autos mit Alkoholfahnensensoren, die in dem Fall nicht anspringen, wären vernünftig.
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#20 schwarzerkater
  • 05.11.2017, 08:52h
  • da bringt einer seinen saufkumpanen um, weil er schwule hasst - und bekommt strafmildernd, weil wer angetrunken war. mich stören folgende dinge dabei:
    - das gericht scheint mal wieder dem täter geglaubt zu haben, dass der ermordete ihn sexuell angemacht habe. (wie ist das zu beweisen? der täter kann das ofper auch um 50 euro erpresst haben und dann zugeschlagen haben, weil er die kohle nicht bekam.)
    - alkohol als strafmildernd? dagegen spricht, dass der täter das opfer in das auto schleppte, ihn kilometer weit wegbrachte und dann wieder aus dem auto schleppte und ablegte und dann wieder unfallfrei zurückfuhr.
    der angeklagte hat selber zugegeben, das motiv war hass, also warum nicht ein mord aus hass?
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#21 saltgay_nlProfil
  • 05.11.2017, 09:53hZutphen
  • Da haben wir wieder den Straftatsbestand des "Totschlages". Wie dies allerdings mit dem Transport der vermeintlichen Leiche zum Fluss überein zu bekommen ist, mögen die Prozessakten bzw. die Urteilsbegründung nachweisen. Nachvollziehbar ist das zunächst nicht. Der Täter hat in "Panik" versucht das Opfer zum Schweigen zu bringen. Also liegt ein Mordmotiv vor - jenes zur Verdeckung einer Straftat. Gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge hätte bestanden, wenn das Opfer zu Hause gestorben wäre.

    Aus dem erfolgten Tathergang einen "Totschlag" zu konstruieren, das ist allerdings gewagt.
    Der §21 StGB lässt allerdings eine verminderte Schuldfähigkeit z.B. im Falle einer Alkoholkrankheit zu. Es hat aber eine Abwägung zu erfolgen. War der Blutalkoholgehalt noch nicht so hoch, dass z.B. das Autofahren und der "Leichentransport" noch möglich war, besteht keine verminderte Schuldfähigkeit. Das ist natürlich bei Alkoholkranken sehr schwierig, da Viele einen konstanten Spiegel von 1,6 Promille haben um "nüchtern" zu sein. Verminderte Schuldfähigkeit greift in solchen Fällen dann sicherlich erst ab 3,0 Promille.

    Neun Jahre Haft bedeuten daher also sicherlich eine Strafe, die angemessen ist. Dennoch bleibt dabei ein schaler Geschmack, weil im nüchternen Zustand von einem Mord auszugehen ist. Man muss sich also im vorliegenden Fall darauf verlassen, dass der Richter und die Schöffen die verminderte Schuldfähigkeit genau geprüft haben.
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#22 Sukram712Anonym
  • 05.11.2017, 10:09h
  • Antwort auf #20 von schwarzerkater
  • "der angeklagte hat selber zugegeben, das motiv war hass, also warum nicht ein mord aus hass?"

    Weil sich das Mordmerkmal "Hass" auf den Vorgang bezieht, bei dem es nur zur schweren Körperverletzung und nicht zum Tod kam.

    Der spätere Tod des Opfers ist auf einen Irrtum (er dachte das Opfer sei tot, ohne das zu prüfen) zurückzuführen . Deshalb plädierten die Anwälte des Täters auf schwere Körperverletzung und anschließende fahrlässige Tötung. Das kann man so sehen.

    Der Richter ist dem aber (natürlich) nicht gefolgt und hat die Tat als Ganzes gewertet.
    Das Mordmerkmal kann man aber nicht einfach auf den späteren Teil der Tat übertragen. Ohne ein Mordmerkmal (Heimtücke, Mordlust, Habgier usw.) ist eine Tötung aber ein "Totschlag".

    Bei der Strafzumessung sind immer auch eventuell schlimmere Fälle zu berücksichtigen, die ein höhere Strafe erfordern. Es soll ja gerecht bleiben.

    Der Richter ist dem Staatsanwalt fast ganz gefolgt. 9 Jahre Haft ist ja nicht gerade wenig.
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#23 Sukram712Anonym
  • 05.11.2017, 10:18h
  • Antwort auf #21 von saltgay_nl
  • "Der Täter hat in "Panik" versucht das Opfer zum Schweigen zu bringen."
    Bei den Schlägen und dem Würgen kann es aber nicht zum Tod. Ohne Leiche kein Mord. ;)

    Beim späteren Ablegen am Fluss bestand keine Tötungsabsicht, weil der Täter dachte, das Opfer sei schon tot.

    In der Gesamtwertung kommt man zu Totschlag. Also ein töten ohne besonderes Mordmerkmal.

    Alternativ "versuchter Mord mit anschließender fahrlässiger Tötung". Aber das wäre doch erst Recht keinem zu erklären. ;)
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#24 Phillipp SchererAnonym
#25 SoSoAnonym
  • 05.11.2017, 11:24h
  • Antwort auf #24 von Phillipp Scherer
  • Kommentar überflüssig!

    Hier geht es um einen heterosexuellen, homophoben Säufer, der einen Schwulen getötet hat.

    Warum immer noch viele Schwule der Realität entkommen wollen, mit Hilfe von Alkohol und Drogen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Da klopfst Du am Besten mal bei den den Homophoben an.
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#26 TheDadProfil
  • 05.11.2017, 14:27hHannover
  • Antwort auf #6 von AmurPride
  • ""Ich kann ja innerhalb des US-amerikanischen Rechtssystem nicht all zu viel Nachahmenswertes entdecken, aber den Grundsatz, dass sich die Einnahme von Alkohol bzw. Drogen bei Straftaten STRAFVERASCHÄRFEND, und nicht wie bei uns strafmildernd auswirkt, finde ich gut!""..

    Was dann schlicht negiert das der "freie Wille" durch den Einfluß der Droge Alkohol gar kein so freier Wille mehr ist..

    In unserem StGB gibt es die Vorschrift 323a
    ""Vollrausch
    (1) Wer sich vorsätzlich oder fahrlässig durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in einen Rausch versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn er in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begeht und ihretwegen nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist.
    (2) Die Strafe darf nicht schwerer sein als die Strafe, die für die im Rausch begangene Tat angedroht ist.
    (3) Die Tat wird nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt, wenn die Rauschtat nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt werden könnte.""..

    Wer hier also denkt er käme damit davon sich erst volllaufen zu lassen, der irrt..
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#27 AmurPrideProfil
  • 06.11.2017, 08:53hKöln
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • ""..Was dann schlicht negiert das der "freie Wille" durch den Einfluß der Droge Alkohol gar kein so freier Wille mehr ist..""

    Nein, tut es nicht! Denn der erste Schluck im nüchternem Zustand geschieht ja wohl immer freiwillig! Auch wenn man süchtig ist! Denn alternative könnte man ja auch was gegen die Sucht machen.

    ""..Wer hier also denkt er käme damit davon sich erst volllaufen zu lassen, der irrt..""
    Wenn ich zum Beispiel bei einem Mord aufgrund meines Alkohol-/Drogenkonsums gemäß Vorschrift 323a StGB, weil ich infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist, maximal mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werde, anstatt z. B. lebenslänglich für Mord zu bekommen, dann würde ich in diesem Zusammenhang schon davon sprechen, das ich mehr als nur glimpflich "davongekommen" bin.
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#28 TheDadProfil
  • 06.11.2017, 11:40hHannover
  • Antwort auf #27 von AmurPride
  • ""Nein, tut es nicht! Denn der erste Schluck im nüchternem Zustand geschieht ja wohl immer freiwillig!""..

    Was für Menschen wie Dich und mich durchaus zutrifft..
    Für Alkohol-Abhängige eben nicht, denn ohne den ersten Schluck kommen viele gar nicht aus dem Bett..

    ""Denn alternative könnte man ja auch was gegen die Sucht machen.""..

    Bis zu dem Zeitpunkt an dem der Süchtige bereit ist diesen Schritt zu gehen ist es oft ein sehr weiter Weg..
    Viele schaffen diesen Schritt erst nach mehr als einem Dutzend Anläufen, und mehr als ebensovielen Entgiftungen in Kliniken, bei denen der Körper vom Giftstoff befreit wird, was nichts mit der Entwöhnung des Kopfes in dem die Drogensucht steckt zu tun hat..

    ""Wenn ich zum Beispiel bei einem Mord""..

    Das findet nicht statt..
    Die Vorschrift gilt für Straftaten die mit maximal 5 Jahren bestraft werden..

    Für Mord muß mindestens eines der "Mord-Merkmale" erfüllt sein :
    Vorsatz, Heimtücke und niedrige Beweggründe..

    Im vorliegendem Fall kann man davon ausgehen das die Tat nicht geplant war, Vorsatz also nicht vorliegt, der Täter sich gegen einen Angriff gewehrt hat, denn das Opfer hat ihn gegen seinen Willen angefasst, und die Heimtücke ist auch nicht gegeben, denn die trifft meistens nur zu wenn man Jemanden von hinten erschlägt, ersticht, erschießt..

    Der Irrtum zu denken das Opfer sei bereits Tod, führte zur Ablage des Opfers am Fluß, wo dieses dann erst ertrank..
    Dies wirkt sich aber nicht strafverschärfend aus, denn der Täter kann nichts für einen Irrtum..

    Von einem Mord kann deshalb nicht ausgegangen werden, und so bleibt Todschlag als Anklage übrig, und die Verurteilung zu 9 Jahren ist schon an der oberen Grenze der Möglichkeiten..
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