Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?30042

Szene im Umbruch

Bruno's-Läden unter neuer Führung

Nach der Insolvenz der Bruno Gmünder GmbH haben neue Inhaber das Einzelhandelsgeschäft samt Online-Shop übernommen.


Der Bruno's Store in der Berliner Maaßenstraße hatte auch nach der Insolvenz weiter geöffnet (Bild: Bruno Gmünder GmbH)

Etliche Monate nach der Insolvenz des queeren Medienhauses Bruno Gmünder im Frühjahr ist nun die Zukunft der Einzelhandelsparte durch Übergang an neue Betreiber gesichert. Wie die neue Bruno's GmbH am Montag mitteilte, habe sie zum 1. November die Sparte von der insolventen Bruno Gmünder GmbH gekauft.

Die beim Amtsgericht München eingetragene GmbH übernimmt damit die vier Bruno's-Fillialen in Berlin, Hamburg, Köln und München sowie den Online-Handel unter brunos.de. "Die neuen Betreiber und die Mitarbeiter schauen mit großem Optimismus in die Zukunft und freuen sich zusammen mit dem gesamten Team auf den reibungslosen Übergang in die neue Bruno's GmbH", heißt es in einer Pressemitteilung.

Die einzelnen Ladengeschäfte sollen den Kunden wie gewohnt mit einem breiten Sortiment aus Fashion, Büchern, DVDs und Toys empfangen, "ab jetzt auch wieder mit vollen Regalen sowie ein paar frischen neuen Marken". Das neue Team betont: "Gerade das vielfältige und breite Sortiment mit kompetenter Beratung ist das, was der Bruno's-Kunde in den Läden und dem Online-Handel sucht und findet".

Berliner Laden als erste "Herausforderung"


Das neue Team (von links oben): Kai, Jan, Martin, Arian, Helmuth und Manfred (Bild: Bruno's GmbH)

Als dringendste Aufgabe sehen die neuen Bruno's-Betreiber es an, die Logistik und die Verwaltung innerhalb Berlins räumlich zusammen zu legen. Auch gelte es, den "Flagship-Store" in Berlin in der Maaßenstraße Ecke Winterfeldtstraße mehr ins Bewusstsein der Szene zu rücken.

Der Laden war im Januar nach einem Umzug kurz vor der Insolvenz eröffnet worden, während am alten Standort am Nollendorfplatz noch immer Logos des Unternehmens angebracht sind. Viele dächten nun, den Laden gebe es nicht mehr. "Die zum Umzug geplante Werbung sowie die Kommunikation blieb leider aufgrund der Insolvenz auf der Strecke", so die neuen Macher. "Hier wird so einiges an Aktionen folgen."

Letzlich setze man aber auf Kontinuität, auch beim Slogan: "Alles in Allem kann man sagen: Bruno's bleibt Brunos und wie alle wissen… '… wir lieben Männer!'"

Aufspaltung nach 36 Jahren


Die im Februar erschienene letzte Ausgabe von "Männer". Inzwischen ist auch das Online-Archiv nicht mehr verfügbar

Der traditionsreiche Bruno-Gmünder-Verlag war 1981 von Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn gegründet worden und 2014 schon einmal in die Insolvenz gerutscht, aus der heraus die neue Bruno Gmünder GmbH gegründet worden war. Diese hatte Mitte März nach dem plötzlichen Tod des alleinigen Inhabers Frank Zahn einen Insolvenzantrag gestellt (queer.de berichtete). Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eröffnete schließlich am 1. Juni ein Insolvenzverfahren (queer.de berichtete). Noch vor dem Insolvenzantrag hatte das Unternehmen sein traditionsreiches Printmagazin "Männer" nach 30 Jahren eingestellt (queer.de berichtete).

"Männer" sollte noch als tagesaktuelles Online-Magazin sowie als digitale Edition weitergefüht werden, was sich aber durch die Insolvenz erledigte. Zum 1. September hatte die "blu"-Mediengruppe die Domain übernommen, die seitdem auf das eigene redaktionelle Angebot weiterleitet. Das Berliner Unternehmen übernahm auch den seit 1970 erscheinenden Reiseführer "Spartacus International Gay Guide", der als digitales Angebot weitergeführt weden soll, und das Reisemagazin und -portal "Spartacus Traveler". (nb/pm)



#1 HörnchenAnonym
#2 TommAnonym
  • 07.11.2017, 05:06h
  • Ich wünsche dem Team von Bruno´s ganz viel Glück und Durchhaltevermögen bei der Umsetzung Bruno´s weiter am Leben zu erhalten !!

    Leider ist es heute so - das viele schwule Projekte (Kneipen, schwule Buchläden, Erotik-Stores etc.) am "Tropf" hängen - und von der Community nicht mehr in dem Umfang wahrgenommen und genutzt werden, wie noch vor ein paar Jahren. Das Internet hat auch die schwul-lesbische Community in allen Bereichen sehr stark verändert - und es wird sehr schwer werden, wieder einen Weg zu finden, diesen Zustand zu beenden !!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SosoAnonym
  • 07.11.2017, 07:10h
  • Hoffe nur das die Preise sich positiv für die Verbraucher ändern. Ich fand es immer unverschämt teuer und die Mitarbeiter waren sehr Arrogant und unfreundlich.Viel Glück den neuen Team in Köln.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LeschwulaktiveAnonym
  • 07.11.2017, 07:46h
  • Antwort auf #2 von Tomm
  • Lieber Tomm und alle Anderen, es liegt in unseren Händen wie es den Läden , Kneipen,Saunas und Vereinen geht. Wir müssen machen, denn die bisher gemacht haben werden müde. Wenn wir eine lebende Community haben wollen müssen wir Lesben und Schwule aktiver werden. Wir überlassen unser Denken den Politikern ,die werden es schon richten. Nein es liegt in unseren Händen
    In die Shops hingehen und dort unsere Bücher, DVDs, Toys und mehr zu kaufen. Bitte unterstüzt die Community.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 seb1983
  • 07.11.2017, 16:50h
  • Antwort auf #4 von Leschwulaktive
  • Das wird aber nur gelingen wenn sie auch einen Mehrwert für Schwule bringen, Politiker haben nicht die Aufgabe Saunen und Sexshops am leben zu halten.
    Inhabergeführte Geschäfte haben es generell schwer und verschwinden seit Jahren weil die Kinder sie nicht mehr übernehmen, da haben es schwule Läden nochmal schwerer.
    Bücher und DVDs sind halt auch nicht mehr so der Bringer....
    Sehr oft habe ich Szene leider auch so kennengelernt: Schlecht, dafür teuer und arrogant.
    Wenn an dem mantraartigem Gejammer über einen "roll back" etwas dran wäre dann müssten Schwule ja dankbar in Szeneeinrichtungen flüchten, die Realität sieht anders aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AmurPrideProfil
  • 07.11.2017, 17:08hKöln
  • Wir waren schon ein paar mal in Kölner Brunos und einmal im Berliner.
    Also ich empfand die Jungs dort als echt super nett und total hilfsbereit.
    Haben sich echt Zeit genommen uns was zu erklären und wenn sie's nicht da hatten, es aber noch im Sortiment vorhanden war, haben sie sich immer bemüht es zu besorgen.
    Nur wenn wir's dann dort echt nicht kriegen, versuchen wir's im Internet.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 zabbAnonym
#8 ursus
  • 07.11.2017, 19:09h
  • da ist mal ein unternehmen, das wohltuenderweise auf den deppen-apostroph verzichtet, und dann wird er ihm trotzdem angedichtet. seufz.
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Der Apostroph stammt aus der Pressemitteilung und aus dem offiziellen Namen der GmbH.
#9 AlexAnonym
  • 07.11.2017, 19:35h
  • Wenn die nicht ihr Geld verbrennen wollen und wieder pleite gehen wollen, kann ich denen nur dringend empfehlen, den Namen zu ändern.

    Denn nach dem Spendenskandal um die unterschlagenen Spenden der kreuz.net-Hintermänner ist der Name Bruno Gmünder dermaßen negativ belastet und mit Veruntreuung konnotiert, dass dieser Name und alle damit verbundenen alten Namen geschäftsschädigend sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ursus
  • 07.11.2017, 19:39h
  • Antwort auf #8 von ursus
  • "Der Apostroph stammt aus der Pressemitteilung und aus dem offiziellen Namen der GmbH."

    danke für den hinweis!

    dann geht das unternehmen offenbar selbst nicht konsequent mit dem eigenen namen um. auf der webseite habe ich zumindest beim durchsehen einiger unterseiten nirgendwo einen apostroph entdeckt, und das große logo über dem eingang hat auch keines.

    das impressum nennt die "bruno gmünder gmbh".

    ich nehm's mit einem weiteren seufzen zur kenntnis... :-)
  • Antworten » | Direktlink »