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Schwul im Jungeninternat

Die Suche nach der eigenen Stimme

Jetzt in der Queerfilmnacht: "Handsome Devil" ist einer der schönsten und bewegendsten Coming-of-Age-Filme der letzten Jahre.


Ned färbt sich die Haare und kann mit Rugby nichts anfangen – von seinen Mitschülern wird er deshalb gemobbt (Bild: Edition Salzgeber)

Zugegeben, der Plot ist nicht ganz neu. Da ist der schmächtige 16-Jährige, der sich die Haare färbt und sich weder für Sport noch für Mädchen interessiert – von seinen Klassenkameraden wird er deshalb gemobbt. Der Sportlehrer ist ein fieses Arschloch, während der Englischlehrer die Schüler inspiriert, ihre eigene Stimme zu finden. Und dann ist da natürlich noch ein weiterer (heimlich) schwuler Junge, der als Rugby-Kanone integriert ist und mit seiner Homosexualität hadert.


Poster zum Film: "Handsome Devil" läuft im November in der Queerfilmnacht. Außerdem kann man sich die irische Coming-of-Age-Geschichte auf Netflix anschauen

Diese uralte Coming-out- und Coming-of-Age-Geschichte in einem Jungeninternat, die der irische Regisseur John Butler in seinem Debüt "Handsome Devil" erzählt, ist dennoch absolut sehenswert. Sie reißt mit und bewegt!

Das liegt nicht allein daran, dass man sich mit dem klugen Außenseiter und selbstironischen Erzähler Ned sofort identifizieren kann und man auf die eigene Schulzeit zurückblickt. Verantwortlich ist vor allem der subtile Humor des Films, der herausragende Cast aus zumeist Jungschauspielern – bekannt ist eigentlich nur Andrew Scott als charismatischer Englischlehrer Dan Sherry, der in der "Sherlock"-Serie den Bösewicht Moriarty spielte – sowie der geniale Soundtrack, der Neds Vorliebe für Indie-Rock entspricht.

Obwohl es auch um Mobbing, Gewalt und unterdrückte Gefühle geht, ist "Handsome Devil" keines dieser klassischen Jugenddramen, wo sich der zierliche Schüler die Pulsadern aufschneidet. Von Beginn an verbreitet der anderthalbstündige Film eine positive Stimmung beim Zuschauer. Man ahnt, dass es besser wird, und hofft mit, dass alle ihre Stimme finden – denn im Irland der Ehe für alle ist selbst in einem Jungeninternat die Zeit nicht stehen geblieben. So gibt's zum Finale gleich mehrere Happy-Ends – und plötzlich drei offen Schwule in der Schule. (mize)

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer

Infos zum Film

Handsome Devil. Spielfilm. Irland 2016. Regie: John Butler. Darsteller: Fionn O'Shea, Nicholas Galitzine, Michael McElhatton, Moe Dunford, Andrew Scott. Laufzeit: 95 Minuten. Sprache: englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln . Verleih: Edition Salzgeber. Kinostart: nur im November 2017 in der Queerfilmnacht.
Galerie:
Handsome Devil
10 Bilder


#1 Andreas VAnonym
  • 07.11.2017, 10:59h
  • Der Film ist wirklich toll!

    Aber ich rate Micha Schulze, sich noch mal das Ende genau anzusehen. Der Clou ist nämlich, dass es zum Schluss gar nicht drei offen Schwule sind. Wir ZuschauerInnen nehmen direkt vom Filmbeginn an etwas an, das aber nie bestätigt wird. (Mehr möchte ich jetzt nicht spoilern.)
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#2 schwarzerkater
#3 H3P4QQAnonym
#4 EisenhowerProfil
  • 07.11.2017, 16:48hMarseille
  • Ach. In Irland wird auch Rugby gespielt? Das wusste ich gar nicht.

    Es gibt allerdings eine europäische Hauptstadt des Rugby, und das ist..

    youtu.be/V29KgqTxpuU

    .. Marseille, ville de rugby!
  • Antworten » | Direktlink »