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Kommentare zu:
Verfassungsrichter: Es gibt ein Recht auf ein drittes Geschlecht


#81 ursus
  • 10.11.2017, 18:39h
  • Antwort auf #76 von OldSoul
  • "Die von dir verlangte "AKzeptanz" deiner Identität verlangt nun mal eine komplette Revolution all dessen, was bisher gesellschaftlich als Norm vorgegeben ist. Der kann man sich beugen. Oder gegen die kann man aufbegehren. Beides zusammen geht nicht."

    ich glaube, dass ich deinen punkt schon verstehe. ich finde es aber problematisch, aus diesem dilemma, das zweifellos besteht, eine entweder-oder-frage zu machen. das recht, ungerechtigkeit verbal zu kritisieren, muss man sich nicht verdienen, indem man physische oder soziale risiken eingeht. kritik ohne kampf ist auch schon mal besser als nicht mal kritik.

    es gibt diskriminierungsformen, die schlicht zu gewalttätig sind, um sich ihnen "um der sache willen" auszuliefern. märtyrertum ist nicht immer die beste wahl, um etwas voranzubringen. und dann gibt es diskriminierungen, bei denen es leichter ist, sich ein herz zu fassen und sich unangenehmen situationen zu stellen, weil man weiß, dass man damit die gesellschaft langfristig weiterbringt. und dann gibt es jede menge dazwischen. ein problem ist, dass man in den meisten fällen nicht vorher weiß, was auf einen zukommt.

    ich nehme, an, dass die meisten von uns irgendeinen mittelweg wählen: hier offen und kämpferisch, da vorsichtig und verdeckt. ich halte das nicht per se für verurteilenswert, sondern im gegenteil einfach nur für einen realistischen umgang mit einer komplizierten situation.

    der folgende absatz geht jetzt nicht gegen dich, sondern ist allgemein gemeint: ich finde es schwierig, anderen menschen empfehlungen zu geben, welche risiken sie auf sich nehmen sollten oder nicht, so lange ich nicht deren situation wirklich gut kenne. und erst recht würde ich keine forderungen an jemanden stellen, der_die mit völlig anderen diskriminierungsformen zu tun hat als ich selbst.
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#82 EinwandAnonym
  • 10.11.2017, 18:51h
  • Antwort auf #78 von Traumzerstörerin
  • Kurzer Einwand. Ich beobachte dieses Trauerspiel hier seit einer Weile, aber mittlerweile wird es wirklch hanebüchen und wie andere hier, möchte ich kurz ein paar Dinge einwerfen.

    " <>

    Ja, das ist im großen und ganzen richtig."

    Kuck an. Wahnsinn. Anders geschrieben: Du hast keine Identität, du irrst hilflos und verunsichert und durch die Welt und klammerst Dich an jedwegen Notnagel einer vermeintliche Erklärungen fest. Gleichzeitig schießt du vehement gegen alle, die so etwas wie ein Identität haben. Ist aber typisch für Leute, lauthals gegen alles zu scheießen, wozu man selbst nicht in der Lage ist. Vielleicht solltest Du mal in Dich gehen und Dich fragen, wer du bist, statt händefuchtelnd zu versuchen, Zeichen und Hinweise zu suchen und der Welt da draußen die Schuld daran geben, dass Du nicht weißt, wer Du bist.

    "Ja, passiert aber nicht. Menschen sind kulturelle Wesen, sie werden nicht wieder auf den Status von Ratten zurückfallen."

    Hmm, was Dich aber nicht davon abhält, Menschen auf Genetik zu reduzieren. Und Abstammungen und Stämme. Niemals aber hat bei Dir ein Mensch etwas Individuelles.

    "Ich verstehe, es ist hart zu akzeptieren, denn es widerspricht unserer Logik."

    "Unserer"? Hah. Wer ist "unserer"? So wie ich das sehe stehst Du auf Deinem Posten ziemlich alleine. Da hast Du Dich hinmanövriert, ganz alleine.

    " Soll Hantewi das erklären, ich kann es nicht."

    Tja. Leider hast Du es geschafft, sie auf einem Online-Pranger, der denkbar ungeeignet dafür ist, ihre Identität vermeintlich zu dekonstruieren, offen bloßgestellt. Letztendlich ist es dir zwar nicht gelungen, aber vollkommen egal. Sie hat jetzt vielleicht andere Problem, weil Du es fertiggebracht hast, einen Online-Steckbrief über sie zu erstellen, der sie in englischer Sprache weltweit nicht nur online denunziert, sondern auch als Transfrau zwangsgeoutet - mit Links zu Dingen, die vorher auf Google gar nicht aufgetaucht sind, wie Fotos von ihr, persönlichen Dingen und Online-Einkäufen. In manchen Ländern bedeutet das Gefahr für Leib und Leben wie Du ja weißt.

    Und das ganze hat eine Frau mit einer Trans-Aktivistin angezettelt, die hier in diesem Thread groß tönt, dass bitte andere ihren Kopf hinhalten sollen, die lebensmüde genug seien und sich selbst darauf zurückzieht, das sie das alles nicht interessiert und in ihre persönliche Blase der Sicherheit zurückzieht und lieber in Ruhe ihr verstecktes Leben lebt. Starkes Stück.

    Apropos, kleiner technischer Einwand. Du kannst im Übrigen nicht einfach aus Cis-Frau eine XX-Frau machen. Das ist was anderes. Eine XX-Frau hat XX-Chromosomen. Eine Cis-Frau ist eine Frau, die bei der Geburt dem weiblichen Geschlecht zugeordnet wurde. Das passt zwar i.d.R. miteinander zusammen, aber spätestens bei ebenfalls von Dir genannten Dingen wie XY-Frauen oder anderen Fällen von inter kann es durchaus versagen. In der Praxis durchlaufen inter auch oft das Verfahren nach TSG, das muss ich Dir sicher nicht erklären.

    Deine Phantasie, die Lebensrealitäten von Menschen ausschließlich nach Chromosomen und Genetik zu sortieren ist deine ganze persönliche Phantasie.

    Im Übrigen finde ich es ziemlich anmaßend, dass Du Dich immer wieder als inter outest, ja gar, wenn's für Dich brenzlig wird, darauf zurückziehst, dass Du viele Erfahrungen andere Transfrauen ja gar nicht durchgemacht hast - dazu viel nicht verstehst und trotzdem meinst, über alle Dinge trans betreffend Dein Urteil fällen zu können. "Initiationserlebnissse"? Hah. Ich habe in dem Thread nicht aufgepasst, aber wurde Dir schon Transphobie vorgeworfen? Ich erinnere mich an Sätze wie "hässliche alte Transfrauen mit scheiß Passing". Merkst Du, wie Du Dich auf Glatteis bewegst?
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#83 OldSoulAnonym
  • 10.11.2017, 18:57h
  • Antwort auf #77 von hugo1970
  • "Ich finde jeder hat doch das Recht sich völlig gleich Seinem gefühlten Geschlecht zu machen oder nicht."

    Naja, es haben nun ja schon mehrere trans*Kommentatoren in diesem Forum darauf hingewiesen, dass das eine total falsche und auch transphobe Formulierung sei. Ich zietiere aus dem Gedächtnis z.B. mal Hantewi, die sagte "Ich FÜHLE mich nicht als Frau, ich BIN eine Frau und was schon immer eine."
    Ich würde mal sagen, so argumentieren hier die meisten trans*identen Menschen und die Traumzerstörerin ist eher in der Minderheit. Die TZ sagt ja, für sie habe "Mann" und Frau" nix mit biologischen Dingen zu tun, sondern für sie bestehe Frausein darin, dass sie ein bestimmtes Aussehen&Austrahlung hat, entsprechend als "Frau" gelesen wird, und und bestimmte soziale Rollen einnimmt. (Da stellt sich für mich dann das Problem, dass sie erstens permanent auf sexistische Stereotypen rekurrieren muss und zweitens nach dieser Definition ein butchige Kurzhaarlesbe plötzlich keine Fau mehr ist...)
    Aber ok, zumindest hat sie eine verständliche Definition.

    Bei den "ich fühle mich nicht als Frau, ich war schon immer eine"-Vertretern stellt sich dann halt die Frage, was es denn heißen soll, eine "Frau" zu sein, wenn man das weder an bestimmten körperlichen Merkmalen NOCH an sozialen Rollen und Codes festmachen will? (ich würde ja mal behaupten, dass auchdie dann am Ende immer auf gender-ROllen-Beschreibungen und Stereotype zurückgreifen, um das zu beantworten.. aber gut, lassen wir uns mal drauf ein, dass es da noch was Geheimnisvolles anderes geben soll.) Was ist denn dann diese magische "Geschlechtsidentität", die weder mit Körpern noch mit Codes und Rollen zu tun hat, sondern einfach nur irgendwie "ist". Was "ist" denn dann überhaupt "Frau" im Unterschied zu "Mann" oder auch "Intersex"? WIe fühlt isch das an, wie definiert sich das, was beduetet das?
    Also ich hab darauf wie gesagt noch keine nachvollziehbare Antwort bekommen.

    Du fragst, wo das Problem liegt?
    Nun, die Traumzerstörerin sagt ja, dass sie diese Statements zwar auch nicht kapiert und es für sie keinen SInn macht, aber dass das ja kein Problem sei, weil das halt jeder einfach so definieren soll wie ersiees grade will weil das sei ja ein "Menschenrecht".

    Ich finde das völlligen Quatsch und obendrein noch sehr gefährlich und problematisch. Menschenrecht hat doch nix damit zu tun, dass jeder Begriffe so definieren darf, wie ersiees grade lustig ist. "ic bin ein Bal wenn ich sage, dich bin ein Ball". "Ich bin ein Helikopter, das bedeutet, was immer ich selber damit meine, aber ich sage euch nicht, was ich meine", "Ich bin ein Garbledigook und du kannst das nicht verstehen" - das ist doch kindisch. Und auch echt gefährlich, wenn es um neue Gesetze geht!

    Sprachliche Kommunikation beruht ja nun mal ebenso auch wie gesetzliche Regelungen nicht auf "was immer grade jeder so will", sondern darauf, dass es ein Mindestmaß an KONSENS darüber gibt, was bestimmte Begriffe meinen.
    Als wir um die "Homoehe" bzw. Ehe für alle gekämpft haben, ging es ja auch darum, einen bestehenden Begriff (Rechtsgemeinschaft für Mann+Frau) so umzudefinieren, dass jetzt eine Rechtsgemeinschaft mit bestimmten Rechten und Pflichten für zwei Personen jedweden Geschlechts damit gemeint ist.
    Darüber besteht KONSENS. Was ja nicht heißen muss, dass die neue Bedeutung nun allen gefällt - aber zumindest ist allen klar, wie das definiert ist und dass man das in dieser unseren Rechtsgemeinschaft jetzt gefälligst so zu akzeptieren hat, ob es einem passt oder nicht.

    Aber was bringt es denn bitte, wenn wir eine Antidiskriminationsklausel für "Geschlechtsidentität" ins GG setzen, und dann alle grünen und linken jubeln, weil wir ja so toll progressiv und tolerant sind... und sich dann aber rausstellt, dass irgendwie keiner so recht weiß, was "Geschlechtsidentität" nun eigentlich sein soll, wenn es weder um Körper noch um soziale Rollen geht und dass das halt jeder mal selber definieren soll, wie ersiees halt nun mag, oder gar nix definiert? In den Worten von Hantewi: "It's magic"? Da kannst du ja auch gleich eine Schutzklausel für "Garbledigock und magische Wesen" ins Grundgesetz schreiben. Wer wird denn damit vor was geschützt?

    "Bestenfalls" führt das dann dazu, dass gewisse Leute sich hinstellen und sagen "Ich bin ein Garbeldigock, du als nicht Garbledigock kannst das nicht verstehen. Was immer ich als Garbledigock behaupte ist daher richtig bzw. muss ich dir garnix erklären und definieren, weil sonst bist du total garbledigock-phob! Schluchz! Ihr stellt meine Existenzberechtigung in Frage."
    Auf genau diese Art diskutieren ja auch gewisse Damen und Herren hier. Da wird Widerspruch oder "verstehe ich nicht, erkläre mal" dann einfach mit Diskriminierung gleichgesetzt.

    Und schlimmstenfalls führt der Schutz einer "Geschlechtsidentität", die keine Sau versteht oder wirklich definieren kann oder einfach nach eigenem Belieben definieren soll halt dazu, dass im Endeffekt überhaupt nix geschützt ist und so eine Antidiskrinierungsklausel dann am Ende völlig wirkungslos ist.

    Also anscheinend bin ja ich hier aktuelle der böse Transphobie-Beelzebub, aber ich würde doch mal behaupten, dass meine diesbezüglichen Fragen herzlich wenig mit Hass und Phobien zu tun haben und eher damit, dass das alles für alle INCLUSIVE trans*identer Menschen im rechtlichen, gesellschaftlichen und antidiskriminatorischen Sinne vollkommen hanebüchen ist.

    Das betrifft übrigens auch nicht nur trans*dente Menschen, sondern z.B. auch staatliche Gleichstellungsmaßnahmen für
    Frauen oder Schutzklauseln für sexuelle Orientierung, für die wir lange gekämpft haben. Früher war mal klar, was diese Begriffe bedeuten. Jetzt sollen sie nicht nur umgedeutet werden hin zu einer neuen Definition, sondern es heißt "soll das doch jeder selber definieren, wir sind niemandem eine Definition schuldig"? Damit wäre das dann alles hinfällig und du kannst auch gleich mal die gay pride-Fahne aus dem Fenster nehmen. Wenn gay homosexuell heißt und sex und gender jetzt aber "was immer sich irgendjemand selber hindefiniert" heißen soll, dann gibt es auch keinen Unterschied zwischen gay und straight mehr. Da sind wir dann an dem Punkt, an dem tumblr jetzt schon angekommen ist: Mann heißt jetzt was immer jemand will, Vaginas sind jetzt männlich wann immer es jemand behauptet, und du als schwuler Mann bist jetzt transphob, wenn du nicht langsam mal anfängst deine sexuelle Orientierung zu überdenken und gefälligst auf das zu stehen, was du früher für Frauen gehalten hast, weil jeder der "ein Mann ist wann immer jemand ich bin ein Mann sagt und deshalb bin ich ein Mann" sagt schon aufgrund dieser bloßen Totaltautologie jetzt einfach mit jedwedester Wortdefinition allseits zu akzeptieren ist. Na danke aber auch. Das ist doch Wahnsinn.
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#84 OldSoulAnonym
  • 10.11.2017, 19:32h
  • Antwort auf #82 von Einwand
  • Hab jetzt grade auch keine Zeit mehr zum lange schreiben und bin frustriert über den letzten Post der TZ. Nicht nur, weil so ein kompletter Schwachfug drinsteht wie: Wenn eine butch-Lebse auf der Strasse als Mann wahrgenommen wird, dann ist sie im Endeffekt auch tatsächlich ein Mann. Offensichtlich gilt das mit dem "Worte bedeuten, was immer jemand selber behauptet" bei TZ ja nur für sich selber.
    Nein, sondern auch, weil schon wieder meine tatsächlichen Aussagen zu was hingebogen werden, was da pberhaupt nicht stand.
    Anyway.

    Zu deinen Einwänden, lieber Einwand, wollte ich nur kurz anmerken: Da stimme ich dir weitestgehend zu. Aber:

    Diese Posts, die behaupteten, Hantewi sei im wahren Leben nicht wer sie vorgibt zu sein etc.? Das war doch nicht die Traumzerstörerin, sondern eine Posterin mit dem Nick "RiesinmitHammer"!
    (Und die hat glaube ich auch nix ins Netz gestellt, was Hantewi da nicht schon selbst reingestellt hatte, sondern nur ihre Schlüsse draus gezogen. War aber trotzdem ne miese Aktion.)

    Ich will da jetzt nicht hinverlinken, damit diese merkwürdige Privatfehde von denen nicht noch weitere Kreise zieht.. bin aber ziemlich sicher, dass du der Traumzerstörerin in diesem Fall unrecht tust und sie mit jemand anderem verwechselst.
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#85 TraumzerstörerinAnonym
  • 10.11.2017, 20:54h
  • Antwort auf #82 von Einwand
  • "Vielleicht solltest Du mal in Dich gehen und Dich fragen, wer du bist, statt händefuchtelnd zu versuchen, Zeichen und Hinweise zu suchen und der Welt da draußen die Schuld daran geben, dass Du nicht weißt, wer Du bist. "

    Ich weiß wer ich bin. Muss ich hier das jetzt alles aufzählen? Das tue ich euch lieber nicht an.

    "Hmm, was Dich aber nicht davon abhält, Menschen auf Genetik zu reduzieren. Und Abstammungen und Stämme. Niemals aber hat bei Dir ein Mensch etwas Individuelles."

    Ich reduziere Menschen nicht nur auf Genetik, jedes Individuum hat verschiedene Aspekte seines Seins, manche sind frei definierbar, von der Kultur oder dem Selbstbild abhängig, andere nicht wie z.B. Genetik. Warum? Weil es eine genetische Geschichte jedes einzelnen Menschen gibt, die nicht von seiner Kultur abhängt. Damit kann die Entwicklung einer Kultur verbunden sein, muss aber nicht.
    Ich stamme laut heutigem Stand der Wissenschaft von einem Mann ab, der ein Jäger im mesolithischen Europa war. Seine Kultur ist schon lange tot.
    Aber irgendwann einmal, hatte das Kind dieses Mannes ein Kind, und dessen Kind ein Kind, eine lange Reihe von Ahnen und irgendwann wurde ein Kind geboren, dass eine Mutation hatten, die heute als M253 bezeichnet wird.

    de.wikipedia.org/wiki/Haplogruppe_I1

    Durch diesen Fakt weiß ich z.B. dass meine nächsten Vorfahren Germanen waren. Auch meine autosomale Genetik, entspricht der von Germanen oder auch Menschen aus der sog. Nordischen Bronzezeit. Das kann ich nicht leugnen. Das heißt aber nicht, dass ich hier jetzt mit einer Axt herumlaufen muss oder an veraltete gesellschaftliche und religiöse Konzepte glaube.
    Ich bin ein Mensch wie ihr, aber wie nun mal auch afrikanische Sklaven eine andere Geschichte haben wie die Nachkommen von Kolonialherren, habe ich eine andere als ihr.
    Irgendwo haben sich unsere Geschichten früher getroffen, jetzt treffen sie sich wieder. Ob unsere Vorfahren sich die Köpfe eingehauen haben oder mit einander geschlafen, wer weiß das schon.

    Ich verleugne das aber nicht, und gebe mich z.B. als Indianerin oder was auch immer aus, weil ich damit nicht klar komme, was meine wahre genetische Gesichte ist. Das finde ich recht respektlos, vor allem wenn man andere Menschen damit belügt.

    "Unserer"? Hah. Wer ist "unserer"? So wie ich das sehe stehst Du auf Deinem Posten ziemlich alleine. Da hast Du Dich hinmanövriert, ganz alleine. "

    Und ich bleibe gerne dort, bis mich jemand von etwas logischerem überzeugt.

    "sondern auch als Transfrau zwangsgeoutet - mit Links zu Dingen, die vorher auf Google gar nicht aufgetaucht sind, wie Fotos von ihr, persönlichen Dingen und Online-Einkäufen. In manchen Ländern bedeutet das Gefahr für Leib und Leben wie Du ja weißt. "

    Sie hat das selbst in ihr Profil geschrieben, ich habe niemanden geoutet, das hat sie selbst getan, weil sie Infos über sich zugänglich im Web hatte. Ich bin nicht dafür verantwortlich, was andere Menschen über sich selbst im Web schreiben, oder preisgeben. Verlinkungen auf öffentlich zugängliche Seiten, sind nicht verboten, das darf jeder machen.

    "Apropos, kleiner technischer Einwand. Du kannst im Übrigen nicht einfach aus Cis-Frau eine XX-Frau machen. Das ist was anderes. Eine XX-Frau hat XX-Chromosomen. Eine Cis-Frau ist eine Frau, die bei der Geburt dem weiblichen Geschlecht zugeordnet wurde. Das passt zwar i.d.R. miteinander zusammen, aber spätestens bei ebenfalls von Dir genannten Dingen wie XY-Frauen oder anderen Fällen von inter kann es durchaus versagen. In der Praxis durchlaufen inter auch oft das Verfahren nach TSG, das muss ich Dir sicher nicht erklären. "

    Ja, wie man sieht versagen all diese modernen, medizinische und gesellschaftliche Zuweisungen in der Realität, im Alltag zählt nur, was andere von dir halten.

    "Deine Phantasie, die Lebensrealitäten von Menschen ausschließlich nach Chromosomen und Genetik zu sortieren ist deine ganze persönliche Phantasie. "

    Das mache ich überhaupt nicht, aber ich verleugne auch genetische Gegebenheiten nicht. Ich habe in meinen letzten Beiträgen hier immer wieder betont, wie hoch ich den kulturellen Einfluss auf unser Selbstverständnis von Geschlecht einschätze.
    Ich habe hier aber auch geschrieben, dass es für diverse Sachen nachweislich genetische Veranlagungen gibt, aber es deshalb trotzdem auch soziale und kulturelle Aspekte gibt, die stärker auf Individuen wirken können als diese genetischen Veranlagungen.
    Ich halte das für die realistische Einschätzung.

    "Im Übrigen finde ich es ziemlich anmaßend, dass Du Dich immer wieder als inter outest "

    Aha, es ist anmaßend, sich als das zu outen, was man ist?
    Ich habe mich hier niemals offensiv als inter geoutet, aber ich muss manchmal Dinge über mich erklären, die andere ohne diese Infos, nicht nachvollziehen können.
    Wenn jemand das dann als "Inter" sieht, dann akzeptiere ich das so, ich will nicht hier meine ganze medizinische Geschichte aufzählen und dann noch mit Leuten darüber streiten dürfen, was Inter ist und was nicht.

    "hässliche alte Transfrauen mit scheiß Passing". Merkst Du, wie Du Dich auf Glatteis bewegst? "

    Ach komm, wir lästern alle mal, aber das heißt nicht, dass ich gegen diese Leute bin, diese Leute sollen alle Rechte bekommen, alle Behandlungen die sie haben wollen. Ich finde es auch nicht toll, wenn diese Leute diskriminiert werden. Das habe ich aber bereits in dem Beitrag schon mal geschrieben, wo man mir das Frausein wegen meines Penis wieder mal absprechen wollte, vor einigen Monaten.
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#86 TheDadProfil
  • 10.11.2017, 22:52hHannover
  • Antwort auf #80 von Traumzerstörerin
  • ""Warum das nicht? Das ist die beste Lösung für alle. Wir behalten unsere Gesellschaft, unsere Kultur, machen sie aber allen Menschen zugänglich, anstatt sich gegen die Mehrheit zu stellen, und von ihnen zu verlangen, ihre ganzen Werte aufzugeben.""..

    Weil das nicht geht..
    Wer eine Gesellschaft für alle öffnet, der verändert sie auch, ebenso wie die "Kultur"..

    Wenn man so etwas signifikantes wie Homo-und Transphobie abschafft, dann verändert man die Gesellschaft so umfassend wie niemals zuvor..

    Es wird langsam mal Zeit das zu begreifen !

    Es kann daher auch kein "wir behalten unsere Gesellschaft und unsere Kultur geben bei", denn genau diese Gesellschaft und genau diese Kultur ist dafür verantwortlich das Minderheiten unterdrückt und diskriminiert werden, und nicht alle Rechte besitzen wie die Mehrzahl der Bürger..

    Wer das verändert, der verändert auch diese Gesellschaft und diese Kultur indem er die bestehende Gesellschaft abschafft und eine neue Gesellschaft entwickelt..
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#87 TraumzerstörerinAnonym
  • 10.11.2017, 23:18h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • "Weil das nicht geht..
    Wer eine Gesellschaft für alle öffnet, der verändert sie auch, ebenso wie die "Kultur".. "

    Ich habe kein Problem damit, wenn sich unsere Gesellschaft dann verändert, aber ohne das wir erst einmal Zugang haben, wird sich gar nichts verändern, weil wir nicht teilhaben können.

    Mit der Ehe für alle, und jetzt auch dem Dritten Geschlechtseintrag, wird das auch passieren. Das nächste wäre, dass Menschen sich selbst für ihre Geschlechtsbezeichnung entscheiden können, unabhängig von ärztlicher Bewertung, und ein Antidiskriminierungsgesetz.
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#88 AmurPrideProfil
  • 11.11.2017, 10:13hKöln
  • Antwort auf #77 von hugo1970
  • ""..Ich finde jeder hat doch das Recht sich völlig gleich Seinem gefühlten Geschlecht zu machen oder nicht..""

    So ähnlich wird uns in unserem queeren Jugendzentrum auch die Basis des gegenseitigen Umgangs miteinander beigebracht.

    Der Andere bestimmt WER er ist und WIE er sein möchte!
    Und unser Respekt vor dem anderen gebietet es uns ihn so anzuerkennen wie er sich selbst sieht.
    Das Mindestmaß an Toleranz muss jeder von uns im Jugendzentrum aufbringen, ansonsten:
    Keine Teilnahme an Gruppenaktionen mehr möglich, nur noch Einzelgespräche, wenn noch gewünscht.

    Und ganz ehrlich? Euren Streit, wer wie was der/die "bessere Trans*" ist... finde ich schon als Nicht-Betroffener auf Grund der auch schon von ursus angemahnten persönlichen Übergriffe teilweise sehr verletzend und schwer auszuhalten.

    Es erinnert mich an die wohl schon seit Anfang aller Zeiten stattfindende Auseinandersetzung zwischen schwulen heteronormativ extrem männlich auftretenden Matcho und der feminin daher stöckelnden Tunte. Beide bekriegen sich bis auf's Blut, völlig ignorierend, das sie beide eins sind: Nämlich schwul!

    Warum soll es also nur eine richtige "Form" von Trans* geben?
    Warum darf nicht jeder, der von sich sagt er wäre Trans*, so trans sein wie er es sein möchte?

    Warum soll es bei Trans* wieder nur Schwarz oder Weiß geben? Wo bleiben beim Thema Trans* die vielen lebensfrohen Farben des Regenbogens?
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#89 nachgekaktAnonym
  • 11.11.2017, 17:16h
  • Antwort auf #85 von Traumzerstörerin
  • "Ich verleugne das aber nicht, und gebe mich z.B. als Indianerin oder was auch immer aus, weil ich damit nicht klar komme, was meine wahre genetische Gesichte ist."

    Du glaubst je öfter Du das erwähnst umso wahrer wird es? Für wie dumm hältst Du hier eigentlich alle? Jede*r kann sich über diesen online Pranger informieren und jeder kann dort Deine verstörenden und wirren Verdächtigungen lesen. Hier ging es nur um Rufmord.

    "sondern auch als Transfrau zwangsgeoutet...Sie hat das selbst in ihr Profil geschrieben, ich habe niemanden geoutet, das hat sie selbst getan...weil Verlinkungen auf öffentlich zugängliche Seiten, sind nicht verboten, das darf jeder machen."

    Und jeder weiß, dass die dümmsten den größten Schaden anrichten. Das funktioniert auch noch aus einer selbst eingerichteten Komfortzone heraus. Verachtenswert.
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#90 TraumzerstörerinAnonym
  • 11.11.2017, 19:05h
  • Antwort auf #89 von nachgekakt
  • "Für wie dumm hältst Du hier eigentlich alle? Jede*r kann sich über diesen online Pranger informieren und jeder kann dort Deine verstörenden und wirren Verdächtigungen lesen. Hier ging es nur um Rufmord. "

    Wäre es nicht Rufmord gegenüber der Person die diese Dinge über sie erzählt hat, wenn sie wahr sind, und du nun hier behauptest, diese Person hätte gelogen?
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