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Andersrum rut-wiess

Köln: Schwul-lesbischer Fanclub kritisiert homophobes Banner

In diesem Jahr provozierten die Kölner Fans in ihrem Stadion bereits zwei Mal mit homophoben Sprüchen. Die lesbischen und schwulen FC-Anhänger rufen die anderen Schlachtenbummler nun zur Mäßigung auf.


Andersrum rut-wiess nimmt auch beim Kölner CSD teil (Bild: Andersrum rut-wiess)

Andersrum rut-wiess, der schwul-lesbische Fanclub des abstiegsbedrohten Traditionsclubs 1. FC Köln, hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung dazu aufgerufen, künftig im Stadion auf Homo-Hass zu verzichten. Der Grund: Die Kölner Fans haben bereits zwei Mal in diesem Jahr mit homophoben Bannern für Schlagzeilen weit über die Domstadt hinaus gesorgt.

Im März zeigten die Kölner Ultras beim Spiel gegen Hertha BSC Berlin einen Banner mit der Aufschrift: "Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo". Der Banner war eine Reaktion auf eine ebenso homophobe Pöbelei der Berliner Fans (queer.de berichtete). Letzten Sonntag präsentierten die Kölner Anhänger im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein Banner, in dem sie den TSG-Mäzen Dietmar Hopp in einer Zeichnung in abwertender Pose beim Analsex mit einem anderen Mann zeigten (queer.de berichtete).

Andersrum rut-wiess betonte zwar, dass man die Abneigung der anderen Kölner Fans gegen das "Konstrukt Hoffenheim" weitgehend teile. Man kritisiere aber, "auf welche Art und Weise" diese dargestellt werde. "Satire darf provozieren und auch Grenzen überschreiten, sie sollte jedoch keine Minderheiten beleidigen oder diskriminieren", heißt es in der Stellungnahme.

Appell an andere Fangruppen

"Da hier gleichgeschlechtlicher Analsex als Abwertung genutzt wird, ist das Banner deutlich homophob und sexistisch", so die schwul-lesbischen FC-Fans. "Wir als Andersrum rut-wiess sind selbstverständlicher Teil der Fangemeinschaft des 1. FC Köln und erwarten, dass alle Fangruppen, die der Südkurve angehören, ihre Äußerungen zukünftig so formulieren und darstellen, dass weder wir noch andere Teile der eigenen Mitgliedschaft herabgewürdigt werden."

Der Hintergrund des Konflikts: SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp hatte seinem Verein, in dem er als Jugendlicher selbst gespielt hatte, nach dem Erfolg seiner Firma finanziell unter die Arme gegriffen, wodurch die Mannschaft binnen 20 Jahren von der Kreisliga in die 1. Bundesliga aufsteigen konnte und dieses Jahr erstmals in der UEFA Europa League spielt. Zudem ist der Konkurrenzverein aus dem badischen Sinsheim in der letzten und aktuellen Saison sportlich erfolgreicher als der 1. FC Köln – am Sonntag verloren die Domstädter mit 0:3 gegen die Kraichgauer. (dk)



#1 NickAnonym
  • 08.11.2017, 17:20h
  • Andersrum tut-wiess ist einer von zwei LGBT Fanclubs. Nicht DER Fanclub für Lesben und Schwule.
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#2 andreAnonym
  • 08.11.2017, 19:27h
  • Kaum der Rede Wert. Nächstes Jahr spielt Köln in der 2.Liga, da bin ich mir sicher. Man schaue nur auf die Tabelle. Da wird die Aufmerksamkeit noch weniger.
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#3 Marcel_DamsProfil
  • 09.11.2017, 15:41hKöln
  • Antwort auf #2 von andre
  • Also nach der Logik wäre Homophobie, die leider auch ein großes Problem in den Amateurligen ist, weniger der Rede wert, je niedriger ein Verein spielt. Warum sollte sie das sein?
    Abgesehen davon, dass nicht ausgemacht ist, das Köln absteigt, ist gerade der 1. FC Köln kein Erfolgsverein, dessen Anhänger fern bleiben, steigt er ab. Im Gegenteil. Das spezielle hier ist, dass er immer als Kultverein galt und gilt. Was dort im Stadion abläuft, wird in der ganzen Stadtgesellschaft diskutiert. Im Übrigen leiden weiterhin die schwul-lesbischen Anhänger unter solchen Symbolen. "Aus dem Augen, aus dem Sinn", mag für dich gelten, weil du andere Interessen hast. Das ist aber nicht der Maßstab.
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#4 AmurPrideProfil