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Gerichtsverfahren in Weiden

"Ich wollte Crystal und ich wollte Sex": Schwuler Drogen-Konsument verurteilt

Seine Callboys bezahlte er mit Crystal Meth, er selbst ist abhängig von der Droge: In der Oberpfalz wurde ein schwuler Mann deshalb zu knapp fünf Jahren Haft verurteilt.


Crystal Meth kann geraucht, geschnupft oder gespritzt werden (Bild: J. Jefferson / flickr / by-sa 2.0)

Ein 42-jähriger schwuler Mann ist von Landgericht in Weiden in der Oberpfalz wegen der Einfuhr von 150 Gramm der Sexdroge Crystal Meth zu einer Haftstrafe in Höhe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Laut "Oberpfalz Medien" muss der hochgradig abhängige Münchner aber nur noch eine Woche im Gefängnis verbringen, da er bereits seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft gesessen hatte und der Richter den sogenannten Maßregelvollzug anordnete. Damit kann der Verurteilte statt Gefängnis eine zweijährige Therapie in Regensburg beginnen.

Der Verurteilte hatte seine Droge auf einem Markt in der nahe gelegenen tschechischen Stadt Cheb (deutscher Name: Eger) gekauft. Im Mai 2017 erwischte ihn die Polizei an der Grenze, als er 100 Gramm der Substanz bei sich trug, für die er eigenen Angaben zufolge 2.000 Euro bezahlt hatte. Er hatte die Droge in seiner Unterhose versteckt. Der 42-Jährige gab in der Befragung auch zu, bereits im November 2016 mit 50 Gramm über die Grenze gefahren zu sein.

Seit 2014 Crystal injiziert

Der Verurteilte hatte bereits seit Jahren Crystal Meth konsumiert. Zunächst rauchte er die Droge, später schnupfte er sie und seit 2014 spritzte er sich bis zu einem Gramm täglich. Die starke Abhängigkeit wurde von der Toxikologie bestätigt. Der Mann gab an, fast ausschließlich für den Eigenkonsum Crystal gekauft zu haben. Zudem habe er damit Callboys bezahlt. "Ich wollte Crystal und ich wollte Sex", sagte der 42-Jährige. Schließlich koste ein Sexdate für eine Stunde regulär "zwischen 80 und 200 Euro".

Experten warnen bereits seit längeren vor einem erhöhten Konsum der Droge Crystal Meth unter schwulen Männern. Bereits letztes Jahr warnte der Leiter des Berliner Drogendezernats, dass die schwule Szene von Meth "überschwemmt" werde (queer.de berichtete).

Das synthetisch hergestellte Crystal Meth, das vor allem durch die Serie "Breaking Bad" bekannt wurde, wird von Schwulen gerne beim Sex eingesetzt, da die Droge euphorisierend, enthemmend und stimulierend wirken kann. Crystal macht aber schnell abhängig und hat schwere Nebenwirkungen, die bis hin zum Tod führen können.

Erst vergangenen Monat wurde der frühere Pornostar Matthew Rush wegen Crystal-Besitzes festgenommen (queer.de berichtete). (cw)



#1 Edward JacksonAnonym
  • 10.11.2017, 18:36h
  • "Das synthetisch hergestellte Crystal Meth, das vor allem durch die Serie "Breaking Bad" bekannt wurde, wird von Schwulen gerne beim Sex eingesetzt, da... (Blah Blah)"

    Ich bin ziemlich viele Schwule, aber ich habe Crystal Meth noch nie beim Sex eingesetzt, deshalb ist die Aussage wohl Quatsch.

    Wer Drogen konsumiert ist nicht schwul, sondern ein Junkie. Vielleicht sollte man auf gewissen Unterscheidungen beharren.
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#2 ursus
  • 10.11.2017, 19:47h
  • Antwort auf #1 von Edward Jackson
  • "Wer Drogen konsumiert ist nicht schwul, sondern ein Junkie. Vielleicht sollte man auf gewissen Unterscheidungen beharren"

    vor allem sollte man auf einem minimum an logik beharren, das deine angebliche unterscheidung aber leider völlig vermissen lässt.

    auch das argument "kenn ich persönlich nicht, gibt es also gar nicht" ist einfach nur quatsch.
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#3 niccinicciAnonym
  • 10.11.2017, 20:18h
  • das zeug ist der totale mist und wer slammt, ein ziemlicher depp! trotzdem gibt es keine guten und schlechten drogen, und grundsätzlich soll jeder für sich entscheiden, was er mit seinem körper macht. ein bayer, der mittags sein bier trinkt, nimmt drogen, supermärkte sind voll mit drogen. entweder alles verbieten oder alles erlauben, alles andere ist scheinheiligkeit. würde das grosse problem der beschaffungskriminalität auch entlasten. apropo, jeder 2. deutsche ist übergewichtig, führt zu fresssucht. sofort lebensmittel verbieten!!!
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#4 seb1983
  • 10.11.2017, 22:55h
  • Antwort auf #3 von niccinicci
  • Alkohol, Zigaretten und Co. sind definitiv ein Problem, keine Frage.
    Sachverhalte dermaßen zu verkürzen mag zwar im Trump-Twitter Zeitalter angesagt zu sein, selbst Staaten mit einer sehr liberalen Drogenpolitik, die durchaus eine Option ist, sehen das mit der Gleichmacherei aber anders.
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#5 AndreAnonym
  • 12.11.2017, 07:24h
  • Ich persönlich kann, definitiv, nicht bestätigen, daß das Zeug enthemmt oder gar geil macht. Habe es ein einziges mal probiert aus Neugierde. In Zürich neben dem Laby, während einer Party in einem Hotelzimmer. Es sollte ein Quickie werden es wurde mir angeboten. Es wurde nichts. Eine Woche lang war unten alles tot.
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#6 Ein MünchnerAnonym
  • 12.11.2017, 18:06h
  • Ich empfehle: besser auf den Konsum von Methamphetamin verzichten. Der Drang es wieder und wieder, dann häufiger und häufiger, mit immer geringeren Abständen und schließlich mehr und mehr zu konsumieren ist ziemlich ausgeprägt.

    Am Anfang ab und zu, z.B. alle ein bis zwei Monate am Freitag Abend. Dann öfter im Monat, dann auch Freitag und Samstag, dann vlt. mal Freitag und Samstag und Sonntag. Dann fällt mal ein Tag Arbeit aus und man meldet sich krank. Es ist eine Spirale, die enger und enger wird.

    Woran liegt es? An der besonders starken Dopaminausschüttung von Methamphetamin. Etwas, was zur Dopaminausschüttung führt macht man gerne - und gerne immer wieder. Downhill Mountainbike, Surfen, Fallschirmfliegen, auf der Bühne stehen - alles was wir als "aufregend" beschreiben. Aufregend - das ist Dopaminausschüttung.

    Die Selbstkontrolle lässt stark nach, sprich man(n) trifft Entscheidungen die man sonst nicht treffen würde. Safer Sex, ach das geht auch ohne.

    Der Wunsch nach der nächsten Dosis ist durchaus stärker als z.B. der Wunsch sich zum Essen zu verabreden, wandern zu gehen, ins Kino zu gehen oder nach einem Abend mit Freunden.

    Es gibt durchaus Menschen, die eine bessere Selbstkontrolle haben oder deren Veranlagung sie nicht so empfänglich für dopaminerge Substanzen macht. Aber für die, die das Gefühl eines Dopaminrausches als angenehm empfinden, für die kann eine so hochpotente Substanz problematisch sein, in sehr vielen Fällen.

    Und ja: man(n) kann aufhören zu konsumieren - der Drang lässt langsam nach und wird schwächer. Nach einem Jahr ist man aus dem gröbsten raus.

    Deshalb: besser nicht anfangen bzw. bei andere psychoaktive Substanzen konsumieren, wenn man denn unbedingt den Wunsch danach hat. Es gibt sehr viel gutartigere Substanzen, die ein viel geringeres Risikoprofil haben.

    Aus: eigener Erfahrung
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#7 HörnchenAnonym