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GLAAD-Bericht

LGBTI-Sichtbarkeit: Neuer Rekord im US-Fernsehen

Noch nie gab es im Fernsehen so viel Präsenz sexueller und geschlechtlicher Minderheiten wie heute – allerdings handelt es sich dabei meist um weiße Cisgender-Männer.


Schwule Figuren sind inzwischen für die Networks zum Quotenrenner geworden: Erst kürzlich belebte NBC nach elf Jahren seine Serie "Will & Grace" wieder (Bild: NBC)

In den fünf großen US-Fernsehsendern ist der Anteil von LGBTI-Figuren in fiktiven Mehrteilern erneut auf ein Rekordniveau angestiegen. Das geht aus dem am Donnerstag von der LGBTI-Organisation GLAAD veröffentlichten Bericht "Where We Are on TV – 2016/17" (PDF) hervor.

Demnach gehörten 58 von 901 untersuchten Rollen in den Sendern ABC, CBS, The CW, FOX und NBC sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten an. Das entspricht einem Anteil von 6,4 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden nur 4,8 Prozent gemessen, was damals aber bereits einen neuen Rekord darstellte (queer.de berichtete). GLAAD bringt den jährlichen Bericht bereits seit 22 Jahren heraus.

Kritik: Zu weiß, zu männlich, zu cisgender

Auch im Kabelfernsehen und bei Streamingdiensten gebe es immer mehr queere Figuren, lobte GLAAD. Allerdings äußerten die Aktivisten in dem Bericht auch Kritik: 55 Prozent der LGBTI-Rollen in den großen Sendern sei männlich und cisgender (das Gegenteil von transgender). Zudem seien die meisten dieser Figuren weiß: 77 Prozent in Steamingdiensten, 64 Prozent im Kabelfernsehen und 62 Prozent in den großen Sendern. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in den großen Sendern keine einzige asexuelle Figur auftauchte.

GLAAD-Chefin Sarah Kate Ellis betonte, es sei gerade jetzt angesichts der Angriffe der Trump-Regierung auf Minderheitenrechte wichtig, dass im Fernsehen LGBTI-Figuren vorkommen: "Während die LGBTQ-Akzeptanz in der Regierung und der erweiterten amerikanischen Kultur auf dem Rückzug ist, erweist sich das Fernsehen als sehr wichtiger Lieferant für LGBTQ-Geschichten und die LGBTQ-Darstellung", so Ellis. "Wenn die Trump-Regierung LGBTQ unsichtbar machen will, stellt eine ausgewogene Darstellung im Fernsehen ein unentbehrliches Gegengewicht dar." (dk)



#1 Patroklos
  • 11.11.2017, 15:01h
  • Warum gibt es eine solche Übersicht nicht bei uns in Deutschland? Würde mich mal interessieren, wie hoch der Anteil von LGBTIPAs sowohl im privaten als auch im öffentlich-rechtlichen TV beträgt.
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#2 AchilleusProfil