Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3008
  • 23. Juni 2005, noch kein Kommentar

Curtis Stigers schlug 1991 mit "I Wonder Why" mächtig ein. Der Sänger hatte Sex- und Sax-Appeal und ist ein Highlight der 13. Jazz Rally.

Von Jan Gebauer

Vom 24. bis 26. Juni 2005 ist es wieder so weit: In Düsseldorf wird die 13. Jazz Rally veranstaltet – Deutschlands größtes Jazz-Festival. Für drei Tage wird sich die Rhein-Metropole in ein swingendes und vibrierendes Mekka verwandeln. Auf engem Raum – die meisten der 70 Konzerte an 30 Spielstätten sind rasch zu Fuß zu erreichen – präsentieren sich die verschiedenen zeitgenössischen Jazz-Richtungen: Swing, Dixieland, Blues, Mainstream, Traditional, Fusion und Modern Jazz treffen auf artverwandte Stile wie Funk, Soul, Rock und World-Music. Ali Haurand, im dritten Jahr künstlerischer Leiter der Jazz Rally: "Wir hatten fast 1.400 Anfragen von Musikern und Bands aus der ganzen Welt. Das internationale Interesse an der Rally und die Aufmerksamkeit der europäischen Jazzszene ist in den zurück liegenden Jahren enorm gestiegen. Natürlich sind auch wieder zahlreiche Bands aus Deutschland und der Region Düsseldorf mit dabei."

Als besonderes Highlight des Festival gilt Curtis Stigers, der 1991 und 1992 mit seinem selbstbetitelten Debüt zum Shooting-Star aufstieg. Zu dieser Zeit war er allerdings im Pop-Bereich tätig und wurde durch den weltweiten Top-Ten-Erfolg "I Wonder Why", den UK-Smash-Hit "You're All That Matters To Me" und die "Bodyguard"-Hymne "(What's So Funny 'Bout) Peace, Love And Understanding" bekannt. Nach einigen weiteren Alben im Pop- und Rock-Genre, wechselte er mit der CD "Baby Plays Around" (2001) ins Jazz-Fach. Aktuell hat er sein mittlerweile viertes Jazz-Werk "I Think It's Going To Rain Today" auf dem Markt. Darauf singt er wie schon auf dem Vorgänger "You Inspire Me" (2003) Songs, die eigentlich dem Rock-Genre zugerechnet werden, aber im spartanischen Jazz-Konzept ganz neue Aspekte entwickeln. Ob Willie Nelson, Sting oder Randy Newman – Curtis Stigers spannt einen weiten Bogen. Daneben hat er aber auch zwei Eigenkompositionen beigesteuert ("Lullaby On The Hudson", "Columbus Avenue"). Ob Anfang der 90er oder 2005 – Curtis Stigers spielt immer noch hinreißend Saxophon und ist auch optisch nach wie vor ein Highlight.

Doch nicht nur Curtis Stigers wird bei der Jazz-Rally in Düsseldorf ein Glanzlicht setzen: Im Konzertzelt am Burgplatz werden die traditionellen "Nights of Jazz" gefeiert. Der Schwann-Verlag swingt am Freitag mit der NDR Bigband (Latin Jazz, Latino), einem Ensemble hochklassiger Solisten unter der Leitung von Joe Gallardo. Danach groovt die Nils Landgren Funk Unit (Funk, Jazz) mit "Funky Abba". Dieses Album wurde unlängst mit drei Jazz-Awards in Gold und einem in Platin ausgezeichnet. Landgren gilt zurzeit als der erfolgreichste Jazzmusiker Europas. Ebenfalls prominent ist der britische R&B-Sänger Georgie Fame, der mit "The Ballade of Bonnie and Clyde" (1968) einen Welthit hatte. Die LTU feiert am abschließenden Sonntag ihr 50-jähriges Firmenjubiläum mit dem BuJazzO (Bigband Jazz), dem Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Danach werden Son de Cuba für kubanisch-karibische Gefühle sorgen.

23. Juni 2005