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Vorwurf

John Travolta soll 21-jährigen Masseur sexuell belästigt haben

Im Zuge der Missbrauchsskandale in Hollywood veröffentlicht ein Magazin belastende Materialien gegen John Travolta.


John Travolta mit seiner Ehefrau Kelly Preston, mit der er seit über einem Vierteljahrhundert verheiratet ist (Bild: Disney | ABC Television Group / flickr)

Seit Jahren kursieren in Hollywood Schwulengerüchte über John Travolta – und immer wieder gibt es Berichte in Klatschheften, dass der 63-jährige Schauspieler Masseure sexuell belästigt habe. Nun zitiert das Entertainment-Magazin "Radar Online" aus einem 17 Jahre alten "nie zuvor gesehenen" Polizeibericht, in dem ein damals 21-jähriger Masseur einen sexuellen Übergriff des aus "Saturday Night Fever", "Grease" und "Pulp Fiction" bekannten Künstlers meldet.

Der Vorfall soll sich Mitte Februar 2000 im Hotel LaQuinta im kalifornischen Palm Springs zugetragen haben: Travolta habe demnach eine Massage von dem 21-Jährigen erhalten – und dabei mehrere sexuelle Andeutungen gemacht. So habe er gesagt, dass er "erregt" sei, und das Aussehen des Masseurs gelobt.

Später habe der Schauspieler den jungen Mann gebeten, ihm ins Dampfbad zu folgen, und habe ihn an den Innenschenkeln befummelt. "Er hat seinen Hintern gestreichelt und ihn auch zwischen den Beinen berührt", heißt es in dem Polizeibericht. Der Masseur erklärte weiter, er habe daraufhin den Raum verlassen, Travolta sei ihm aber gefolgt und habe ihm angeboten, ihm beim Duschen den Rücken einzuseifen. Später habe Travolta noch mehrere sexuelle Fragen an den Masseur gerichtet, etwa ob ihm "jemals von einem anderen Mann das Arschloch geleckt" worden sei. Der Masseur habe sich bedrängt gefühlt und erstattete daher später im Büro des Sheriffs Anzeige.

Polizei befragte Travolta nicht

Aus dem Polizeibericht geht auch hervor, dass Travolta wegen des Vorfalls nie befragt wurde, weil der Schauspieler aus dem Hotel ausgecheckt sei. Ferner schrieb der verantwortliche Beamte, dass der Masseur gerne ein Strafverfahren gegen Travolta anstreben würde, allerdings würde die Beschreibung nicht für eine Anklage wegen sexueller Belästigung ausreichen.

John Travolta wehrt sich seit Jahren gegen Missbrauchsvorwürfe meist junger Masseure. Er ist nie wegen eines derartigen Übergriffs verurteilt worden und stritt die Vorwürfe stets ab. Teilweise zahlte er den Beschuldigern allerdings Schweigegeld, damit sie ihre Beschuldigungen nicht öffentlich wiederholen. So soll seine Versicherung 2013 einem nicht genannten Masseur 80.000 Dollar bezahlt haben (queer.de berichtete). Offiziell hat er damit aber keinerlei Schuld anerkannt.

Über Travolta, der seit 1991 mit seiner Schauspielkollegin Kelly Preston ("Jerry Maguire – Spiel des Lebens") verheiratet ist, gibt es auch Gerüchte über einverehmliche homosexuelle Beziehungen. So sprach ein Pilot 2014 über eine angebliche Liebesaffäre mit Travolta in den Achtzigerjahren, die sich über mehrere Jahre hingezogen haben soll (queer.de berichtete).

In der Vergangenheit gab es auch Gerüchte, wonach die Scientology-Sekte, der sowohl Travolta als auch seine Ehefrau angehören, dem Schauspieler angeblich mit einem Outing gedroht habe (queer.de berichtete). Die Scientology-"Kirche", die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird, gilt als sehr homofeindlich: Gründer L. Ron Hubbard bezeichnete in einem Buch "Homosexualität und Lesbiertum" als Krankheit. Anti-Scientology-Aktivisten behaupteten wiederholt, dass die Sekte versuche, Schwule und Lesben zu "heilen". (dk)



#1 Homonklin44Profil
  • 14.11.2017, 14:26hTauroa Point
  • ""Später habe Travolta noch mehrere sexuelle Fragen an den Masseur gerichtet, etwa ob ihm "jemals von einem anderen Mann das Arschloch geleckt" worden sei. ""

    Da weiß man dann nicht, wessen Fantasie mit wem durchgegangen ist.
    Allerdings könnte Travolta dies ja auch mit irgend einer Dianetik-Erklärung klein reden, bei dieser Scientologen-Klitsche ist Arschkriechen und Arschlecken in einer anderen Form sehr verbreitet.

    Eher ungesund, wenn man seine Bi-Anteile kontinuierlich unterdrücken muss, andererseits analytisch nachvollziehbar, bei derart Akzeptanzproblem, das Buisexuelle sowohl durch die Heteronormative als auch von vielen Gays her erdulden müssen.

    Masseure antatschen geht trotzdem nicht. Ich schätze mal das gehört auch nicht in en Berufsausübungsrahmen rein. Was sagen als Masseur/Masseuse Arbeitende dazu? Gesichts- und Kiefermassage wäre wahrscheinlich die Folge. Eine gepfefferte Watschn, oder so.
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#2 schwarzerkater
  • 14.11.2017, 14:32h
  • seit jahren gibt es immer wieder gerüchte um john travolta. aber die armee an anwälten, die die scietology-sekte für ihr prominetes mitglied travolta ins rennen schickt, hat so manchen kläger verstummen lassen.
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#3 JuJulienAnonym
#4 herve64Profil
  • 14.11.2017, 15:29hMünchen
  • Sieh mal einer an: es gibt doch schwule Scientologen. Oder bisexuelle?

    Wie auch immer: war der Sex wenigstens gut bzw. das Kopfkino? (Ironie off)
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#5 herve64Profil
  • 14.11.2017, 15:59hMünchen
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Täusch dich mal nicht: Prominente wie John Travolta genießen bei den Scientologen Narrenfreiheit. Dieses "Charming" dient dazu, dass man eben die prominenten Zugpferde bei Laune hält.

    Für die groben Akquise-Arbeiten hat man ja das Fußvolk, das sich bei der Sekte Hals über Kopf verschuldet hat und nun alles dafür tun muss, um die nächsthöhere Stufe zu erreichen. Unter anderem eben mit derart undankbare Jobs, mit denen man seine Verbindlichkeiten abarbeiten muss.
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#6 HörnchenAnonym
  • 14.11.2017, 18:12h
  • Denke das ist erst die Spitze des Eisberges .. etliche (Hollywood) ' Stars ' werden noch folgen ...
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#7 wiking77
#8 Patroklos
#9 hugo1970Profil
  • 14.11.2017, 21:26hPyrbaum
  • Ob jetzt was, oder nicht stimmt, das wissen nur die Betroffenen!

    Was mich stutzig macht, ist der Zeitpunkt. Wie ich schon vorige Woche geschrieben habe, da wird ein Aparat entfacht, der nur ein Ziel hat, die Queers verunglimpfen um einen Rollback herbei zu führen.
    Und das alles hat einen evangelikalen Anstrich!!!
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#10 queergayProfil
  • 14.11.2017, 23:49hNürnberg
  • Mich wundert schon, daß mit so großer Gier über relativ harmlose Vorgänge derart genüßlich berichtet wird. Auch die Kommentare zeugen eher von schadenfroher Genugtuung.
    Wenn selbst die Polizei die Beschreibungen als nicht ausreichend für eine Anklage bezeichnete, dann kommt mir das schon mehr wie eine Art von Hexenjagd vor.
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