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Wes Goodman tritt zurück

Republikanischer Kämpfer für die "natürliche Ehe" beim Homo-Sex erwischt

Ein erzkonservativer, mit einer Frau verheirateter Abgeordneter aus Ohio hat sein Mandat niedergelegt. Der Grund: "Unangemessenes Verhalten" in seinem Büro.


Wes Goodman empfahl sich den Wählern als Konservativer, der auch gegen Homo-Rechte ankämpft

Wes Goodman, ein erst im vergangenen Jahr erstmals in Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates Ohio gewählter Republikaner, hat am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Parlament angekündigt. Er gab zu, in seinem Abgeordnetenbüro bei einvernehmlichen sexuellen Beziehungen mit einem Mann erwischt worden zu sein. Goodman hatte sich als streng konservativer Politiker profiliert, der sich unter anderem für laxe Waffengesetze und ein Abtreibungsverbot einsetzt. Außerdem lehnt der 33-Jährige die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht ab.

Parlamentspräsident Clive Rosenberger, ein Parteifreund Goodmans, erklärte, er habe mit Goodman kurz vor seinem Rückzug gesprochen: "Ich wurde gestern Nachmittag auf die Details seines unangemessenen Verhaltens in seinem Büro aufmerksam gemacht", so Rosenberger gegenüber der Regionalzeitung "Columbus Dispatch". "Ich habe mich mit ihm später getroffen. Er hat die Beschuldigungen bestätigt. Es wurde klar, dass ein Rücktritt der angemessenste nächste Schritt für ihn, seine Familie, seine Wähler und diese Institution ist."

Weitere Folgen hat die Affäre für Goodman nicht: Der Mann, mit dem er Sex gehabt habe, sei kein Untergebener und die Beziehung sei einvernehmlich gewesen. In einer Stellungnahme bedauerte Goodman sein Verhalten, das nicht "den Idealen eines Staatsdieners" entsprochen habe.

Pikant ist freilich, dass sich Goodman ausdrücklich in seinem Wahlkampf als heterosexueller Familienmann inszeniert hatte und auch seine Ehefrau – eine Aktivistin gegen Abtreibung – im Wahlkampf einsetzte, um seinen konservativen Lebensstil zu beweisen. Auf seinem Twitter-Konto, das er inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt hat, bezeichnete er sich als "Christ, Amerikaner, Konservativer, Republikaner". Auf seiner nun ebenfalls abgeschalteten Website hatte er sein Engagement für die "natürliche Ehe" betont, die geschützt werden müsse.


Wes Goodman warb mit seiner heterosexuellen Ehe um Stimmen (Bild: Wes Goodman For Ohio House)

Auf Instagram ließ er sich erst vor drei Wochen vor einem Schild der Organisation "Focus On The Family" ablichten, bei der er ein einwöchiges Seminar absolviert habe. "Focus On The Family" wird von der Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center als Hassgruppe eingestuft, weil sie einen "antihomosexuellen Kreuzzug" betreibe.

Neben der Ablehnung von LGBTI-Rechten setzt sich die Lobby-Gruppe insbesondere für ein Verbot der Abtreibung ein. Außerdem will "Focus On The Family" Änderungen an staatlichen Schulen erreichen: Dort soll künftig regelmäßig gebetet werden, die Schöpfungslehre soll die Evolutionstheorie im Lehrplan ablösen und Lehrer sollen Schüler zur Enthaltsamkeit erziehen, statt über Safer Sex zu sprechen. (dk)



#1 BöööserVogelAnonym
  • 17.11.2017, 13:19h
  • -grins Vorsicht Zynismus-

    Tja den selbsthassenden schrankschwestern in den USA gehts eben einfach noch viel zu gut! Ich meine dennen is endweder egal was läuft oder sie zu dooooof weiter heimlich ihr wahres ich zu leben...

    Ein Russischer Duma Abgeordneter hätte sich sicher nie erwischen lassen...
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#2 Sven100Anonym
  • 17.11.2017, 13:25h
  • "...weil sie einen "antihomosexuellen Kreuzzug" betreibe"

    Tja, die größten Kritiker der Elche sind oft selber welche...
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#3 TechnikerAnonym
  • 17.11.2017, 13:27h
  • Muhahahaha!

    Leid tut mir nur die Frau dieser Klemmschwester...

    Echt: Der Typ ist zu einer Zeit großgeworden, wo man sich auch in den USA nicht mehr wirklich verstecken mußte. Da ist sein Verhalten schon arg behämmert.

    Ich wünsche ihm einen tiefen Fall - wer anderen die Ehe nicht gönnt hat es verdient, auch mal im Dreck zu liegen.
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#4 userer
  • 17.11.2017, 13:44h
  • Das ist so stereotyp, dass es fast schon zum Lachen ist. Aber eben nur fast, da Goodman mit seinen Hassreden andere aufrecht schwulenhassende Christen in ihrem menschenverachtenden Tun bestärkt hat.
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#5 LaurentProfil
  • 17.11.2017, 13:50hMetropolregion Rhein-Neckar
  • >>(Er) bedauerte sein Verhalten, das nicht 'den Idealen eines Staatsdieners' entsprochen habe.<<

    So ist es.
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#6 Homonklin44Profil
  • 17.11.2017, 13:54hTauroa Point
  • Man weiß ja nicht, ob man über solche Witzfiguren bitterkalt lachen soll, oder sich von ihnen angewidert vorkommen.

    Zumindest dürfte es von denen noch einige hinter dieser feinen Fassadenkultur geben, die für eine einträgliche Position alles erzählen, das ins gewünschte Programm fällt

    Bei uns in der AfD und bei den C-Parteien lurken da vermutlich auch noch einige im schönen Schein.
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#7 AFD-WatchAnonym
#8 MichaelTh
#9 BescheuertAnonym
  • 17.11.2017, 15:21h
  • Also, das ist wirklich einer der bescheuersten, von denen ich je hörte :-)
    Schwenkt mächtig mit seiner "möchte-gern republikanischen, konservativen, und "natürlichen Ehe" Flagge" und ist dabei selbst homosexuell.
    Was soll man dazu sagen? Bildung und Aufklärung hilft.
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#10 ursus
  • 17.11.2017, 15:24h
  • heuchelei, lügen, moralische doppelstandards, hetze gegen minderheiten, menschenrechtswidrige diskriminierung.

    aber das einzige "unangemessene verhalten", das er bereut, ist einvernehmlicher sex?

    der widerling hat nix kapiert. und seine partei natürlich auch nicht.
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