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Nächster Hollywood-Skandal

Zweite Trans-Frau wirft Jeffrey Tambor sexuelle Belästigung vor

Missbrauchsvorwürfe gegen den preisgekrönten Darsteller der transsexuellen Maura Pfefferman gefährden die Zukunft der bahnbrechenden Serie "Transparent".


Jeffrey Tambor als Maura Pfefferman in "Transparent" (Bild: Amazon Studios)

Die Luft für den preisgekrönten "Transparent"-Hauptdarsteller Jeffrey Tambor wird dünner, nachdem eine zweite Frau den 73-jährigen Schauspieler am Donnerstag der sexuellen Belästigung bezichtigte. Vor gut einer Woche war publik geworden, dass seine transsexuelle Ex-Assistentin Van Barnes in einem privaten Eintrag in sozialen Medien dem Schauspieler vorgeworfen hatte, sich ihr gegenüber anzüglich verhalten zu haben.

Nun hat die Trans-Schauspielerin Trace Lysette, die bei "Transparent" in der Rolle der Shea zu sehen ist, auf Twitter ebenfalls Vorwürfe gegen Tambor erhoben. So habe der Schauspieler ihr gegenüber mehrfach sexuelle Kommentare abgegeben, die sie zunächst noch nicht so ernst genommen habe. Bei einer Szene, in denen beide nur mit Schlafanzügen bekleidet waren, sei er aber übergriffig geworden: "Er kam ganz nah, hat seine nackten Füße auf meine gestellt, so dass ich mich nicht bewegen konnte, lehnte mit seinem Körper gegen meinen und begann, schnell und um Unauffälligkeit bemüht, mit Stoßbewegungen gegen meinen Körper", so Lystette. "Ich habe seinen Penis durch seinen dünnen Schlafanzug auf meiner Hüfte gespürt und ihn dann weggestoßen."

Twitter / tracelysette | In einem Tweet fasst Trace Lysette die Vorwürfe gegen Jeffrey Tambor zusammen

Tambor weist Vorwürfe zurück

Tambor bestritt die Vorwürfe beider Frauen: "Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, mit mir zu arbeiten", erklärte der Schauspieler in einer offiziellen Stellungnahme am Donnerstag. "Ich kann sprunghaft und übellaunig sein und meine Meinung zu oft grob und taktlos äußern. Aber ich bin nie übergriffig geworden – niemals." Der Streamingdienst Amazon hat bereits angekündigt, die Beschuldigungen zu untersuchen.


Trace Lysette erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Schauspielkollegen Bild: (Disney | ABC Television Group / flickr)

Lysette forderte Amazon auf, "das Problem zu entfernen und mit der Show weiterzumachen". Allerdings dreht sich bei "Transparent" alles um die von Tambor verkörperte Hauptfigur. Die Serie ist die bislang prestigereichste Produktion von Amazon und wurde mit TV-Preisen überhäuft. So gewann Tambor zwei Emmy-Awards und einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

Die Serie, von der bislang 40 Folgen in vier Staffeln gedreht wurden, könnte damit das selbe Schicksal wie "House of Cards" ereilen: Nach Missbrauchsvorwürfen durch viele junger Männer feuerte Netflix Kevin Spacey. Damit wird die letzte Staffel ohne die Hauptfigur auskommen müssen. (dk)

Direktlink | Amazon bewirbt "Transparent" als Serie, in der auch viele Trans-Talente arbeiten



#1 FragezeichenAnonym
  • 17.11.2017, 18:32h
  • Ich will die Vorwürfe hier gar nicht kommentieren und sehe mit Freude, dass es auch bisher keine Kommentare zu den Vorwürfen hier gibt :
    Ich weiß nicht, was ich von dem, was zu diesem Themenkreis der sexuellen Belästigung gerade insbesondere in Amerika scheinbar kritiklos läuft, halten soll.
    Zum Einen werden viele Vorkommnisse zu recht angeprangert, dennoch gilt die Unschuldsvermutung.
    Dieses hoffentlich gut gemeinte MeTo entwickelt sich immer mehr zu einer Festveranstaltung des Puritanismus, fernab jeglicher Rechtsstaatlichkeit.
    Es soll in manchen Situationen in den USA schon problematisch sein als Mann zusammen mit einer Frau in den Aufzug zu gehen. Ich habe selbst mitbekommen, wie Männer einen fast leeren Aufzug haben abfahren lassen, weil dort nur eine Frau drin war. Wollen wir so eine Gesellschaft? Wollen wir eine Gesellschaft in der Verträge abzuschließen sind bevor man sich näher kommt? Wollen wir eine Gesellschaft in der eine nette und angemessene Anfrage zu einem Stelldichein schon eine sexuelle Belästigung sein könnte. Ein Strauß Rosen schon eine Nötigung? Ich mag es wenn ich Rosen bekomme - so sind wir Frauen halt ;-). Ist ein korrekt ausgeführter Handkuss schon eine sexuelle Belästigung, oder eine Bemerkung wie "Wow, sie sehen heute aber wieder bezaubernd aus!"?
    Es darf nicht sein, dass sich hier durch die Hintertür all das verklemmte Gesindel wieder in die gesellschaftliche Mitte schleicht und wieder von Enthaltsamkeit, Sitte und Anstand (das was die darunter verstehen), von Gottesfürchtigkeit, Segen der Religion, kein Sex ohne Kinderwunsch, usw. faselt und vor allen Dingen darf es nicht so sein, dass Menschen einfach a priori verurteilt werden nur weil irgendwo in den sozialen Medien Gerüchte verteilt werden. Es soll ja da so Fake News geben!! Das kann und sollte man anders machen. Dafür gibt es rechtsstaatliche Einrichtungen, dafür gibt es Berater*innen, dafür gibt es den gesunden Menschenverstand. Vieles lässt sich klären ohne jemanden erst einmal total fertig zu machen und dann mal sehen was passiert.

    Einige der inzwischen zu Reichtum gekommenen Stars und Sternchen, die sich da so zu "Wort" gemeldet haben, verfügen mit tödlicher Sicherheit über genügend finanzielle Mittel eine berechtigte und erfolgsversprechende Klage anzustreben.

    Was sollen diese "über die Gerüchteküche" verteilten Vorwürfe?
    Wem sollen die nützen?
    Welche Vorstellungen haben diese Leute von Law and Order - von Recht und Ordnung?
    Ist Rache bis aufs Blut nun wieder opportun?

    Wir müssen noch viel lernen im Umgang mit den "Social Media" - ja da steckt das Wort "Social" drin !!
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#2 DiesAnonym
  • 17.11.2017, 18:49h
  • Ach ist das die Serie in der der Sohn und sämtlich andere männliche Rollen hetero sind und gleich beide Töchter und sämtliche weibliche Rollen lesbisch/bi?

    Das Thema der Serie ist eigentlich Trans, aber vor allem geht es beim Thema Sex plastisch dargestellt um die weibliche homosexualität der Töchter.
    Bei einer lesbischen Serie hätte ich das ja verstanden, aber die Serie nennt sich Trans und queer und komischerweise sind alle Frauen unrealistischer Weise lesbisch/bi, aber kein Mann schwul.
    Das gibt der Serie einen merkwürdigen Beigeschmack.
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#3 OrthogonalfrontAnonym
  • 17.11.2017, 20:14h
  • Und weiter geht die endlose Empörungs-Maschinerie. Ich glaube ab sofort grundsätzlich erst mal den Beschuldigten. Warum? Weil auf derselben Grundlage andere einfach so den Klägern glaubt und direkt die Beschuldigten verurteilt. So weit ist es gekommen, dass die reine Anschuldigung zum sozialen Tod führt wenn sie von den "Richtigen" gegen die "Richtigen" gerichtet ist. Katastrophal!
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#4 stolzerHomoAnonym
  • 17.11.2017, 20:16h
  • Kein Ruhmesblatt der feministischen Bewegung. Man fragt sich, ob es um eine Entsexualisierung geht. Wo soll das Enden? Prüderie?
    Das geht nicht mehr lange gut und es wird die notwendige Gegenbewegung kommen, denn immer nur auf den Mann einzudreschen, führt zu keiner Stärkung der Frau..man schadet nur sich selber.
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#5 VernunftAnonym
  • 17.11.2017, 22:01h
  • Antwort auf #1 von Fragezeichen
  • @Fragezeichen @Orthogonalfront @stolzerHomo

    *thumbsUp* bereits alles gesagt - da sollten die News/Sensations-Medien und einige Bürger, die davon abhängig sind, endlich mal in den Spiegel schauen.
    Wie war das nochmal bei Herr Kachelmann? ...
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#6 Gerlinde24Profil
  • 18.11.2017, 00:18hBerlin
  • Ich weiß nicht, ob diese Anschuldigungen zutreffend sind, oder nicht (das wissen wohl nur die Betroffenen), aber mir fällt etwas auf. Wie viele heterosexuelle Personen werden beschuldigt, und wie viele homosexuelle Personen? Ich will nicht abstreiten, dass in dem einen der anderen Fall wirklich eine OBJEKTIVE Vergewaltigung, oder Übergriff stattgefunden hat, aber bei ALLEN? Kann es sich nicht manchmal um einen SUBJEKTIV empfundenen sexuellen Übergriff handeln, was es nicht weniger schlimm macht? Ein Beispiel:

    Ich bin WIRKLICH trans, und empfinde mich als LESBISCH. Eines Tages, meine Ex (eine Transfrau) hatte sich von mir getrennt, und ich war solo), ging ich in Schöneberg in eine damals existierende Frauenbar, wo sich die Partei "Die Frauen", zu der ich damals gehörte, traf. Dort traf ich mich mit einer (biologischen) Frau, nennen wir sie Erika.
    Wir unterhielten uns, fanden einander sympathisch. Es sollte etwas "Ernstes" daraus werden, und so entschied ich mich, ihr die Wahrheit über meine Vergangenheit zu sagen. Erika glaubte zuerst, ich wäre eine Frau, die ein Mann werden wollte, was ihr nicht sehr sympathisch war. Als ich ihr sagte, dass ich eine Frau bin, die als "Mann" geboren wurde, veränderte sich ihr Verhalten. Sie stand auf, zahlte, und ging. Später, wir telefonierten (ich hatte wieder eine Anonce aufgegeben, auf die sie sich meldete), beschuldigte sie mich, sie vergewaltigen zu wollen. Ihre irrationale Angst/Hass auf Transsexuelle, ließ ihren Blick auf die damalige Situation sich anders darstellen, als sie wirklich war (aus meiner Sicht).
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#7 LillyComptonAnonym
  • 18.11.2017, 03:30h
  • Antwort auf #6 von Gerlinde24
  • Dummerweise (i.d.S. das ich lieber eine Trans* Frau als Hauptdarstellerin sehen würde) ist Jeffrey ein Cis Kerl und so wie es aussieht auch hetero.

    Der spielt nur eine Transfrau....

    Von daher glaube ich kaum das die anschuldigungen auf transphobie beruhen.
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#8 OrthogonalfrontAnonym
  • 18.11.2017, 06:31h
  • Antwort auf #7 von LillyCompton
  • Er "spielt nur" eine Transfrau?

    Du weißt aber schon, was ein Schauspieler ist, oder?

    Selbst eine echte Transfrau würde im Fernsehen nur eine Transfrau spielen, nämlich eine ganz andere als sie selbst.

    Was hat Schauspielkunst mit Geschlechtsidentität zu tun?
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#9 la_passanteAnonym
#10 TheMumProfil