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Katholische Kirche

Missbrauch im Jugendseminar: Vatikan untersucht Vorwürfe

In seinem neuen Buch "Peccato originale" beschreibt der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi den Missbrauch eines 13-Jährigen im Präseminar St. Pius X. – und berichtet über eine "Schwulenparty" mit Kokain.


Der italienische Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi deckt seit vielen Jahren Missstände im Vatikan auf (Bild: Francisco Anzola / flickr)

Der Vatikan hat nach Medienberichten über den Missbrauch eines 13 Jahre alten Ministranten in einem Jugendseminar eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Dies teilte der Heilige Stuhl am Samstag mit. Hintergrund ist das Anfang November erschienene Buch "Peccato originale" (Erbsünde) des bekannten italienischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi, das sich erneut mit Verfehlungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche befasst.

Der ehemalige polnische Ministrant Kamil Tadeusz Jarzembowski hatte u.a. im italienischen Fernsehen davon berichtet, vor etwa zehn Jahren im Präseminar St. Pius X. von einem Seminaristen, der in diesem Jahr zum Priester geweiht wurde, missbraucht worden zu sein. Dieser habe auch einen weiteren Ministranten missbraucht. Nachdem er seinem spirituellen Pater von den Vorfällen berichtet habe, sei nicht der Täter, sondern er selbst aus dem Vorseminar entfernt worden, so Jarzembowski.

Ergebnislose Untersuchungen seit 2013

In der Mitteilung vom Samstag teilte der Vatikan mit, dass seit 2013 bereits mehrere Untersuchungen in dem Jugendseminar eingeleitet worden seien, bei denen aber keine "entsprechenden Bestätigungen" gefunden worden seien. "Im Angesicht kürzlich aufgetauchter neuer Elemente ist eine neue Untersuchung im Gange, um volles Licht hinter das zu bringen, was wirklich geschehen ist."

Der ehemalige Rektor des Seminars, Enrico Radice, wies unterdessen die Vorwürfe zurück und sprach in einem Fernsehinterview von "Falschaussagen". Auch Papst Franziskus gehe davon aus, dass es sich um "Verleumdungen" handele, so Radice. Bereits zu Beginn der Woche hatte der Vatikan dementiert, dass der Papst das Opfer oder Zeugen des Vorfalls persönlich getroffen habe.

Schüler sind auch Messdiener im Petersdom

Das 1956 gegründete Präseminar St. Pius X unweit des Vatikangästehauses Santa Marta nimmt Mittelschüler zwischen 11 und 14 Jahren auf, die sich für den Beruf des Priesters interessieren. Laut eigenen Angaben wurden bislang über 80 Schüler spätere Priester oder Ordensleute. Die Seminaristen werden zudem als Messdiener im Petersdom eingesetzt.

Gianluigi Nuzzi, der 2012 mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente aus der Kurie den ersten sogenannten Vatileaks-Skandal ausgelöst hatte, berichtet in seinem neuen, 352 Seiten starken Buch auch über eine "Schwulenparty" unter Priestern mit viel Kokain, die von der Päpstlichen Schweizergarde in einem Palast innerhalb des Vatikans aufgelöst worden sei. Der Enhüllungsjournalist zitiert dazu den ehemaligen Kommandanten Elmar Theodor Mäder mit den Worten: "Im Vatikan gibt es eine derart einflussreiche Schwulenlobby, die für die Sicherheit des Papstes gefährlich ist." (cw)



#1 schwarzerkater
  • 19.11.2017, 07:21h
  • "Im Vatikan gibt es eine derart einflussreiche Schwulenlobby, die für die Sicherheit des Papstes gefährlich ist."
    klaro, die schwulen sind die kinderverführer und die drogenabhängigen, die dem papst ans leder wollen.
    und der enthüllungsjournalist hat in seinem buch 1 missbrauchsopfer im vatikan gefunden - krass - doch so viel? vielleicht wäre er mal besser nach regensburg gefahren.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 19.11.2017, 07:28hBerlin
  • Es ist immer das selbe bei der RKK! Nach außen die Guten, nach innen die Schlechten. Und, die "Omerta" gilt nicht nur in Mafiakreisen, sondern auch in der RKK, wo Opfer zu Tätern, und Täter zu Opfern gemacht werden.
    Ich erinnere mich noch gut an einen nachbarsjungen in Köln, wo ich damals lebte (lang ists her), der von einem Priester missbraucht wurde, und dem Homosexualität unterstellt wurde. Saubande, elendige!
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#3 hugo1970Profil
  • 19.11.2017, 07:34hPyrbaum
  • "Im Vatikan gibt es eine derart einflussreiche Schwulenlobby, die für die Sicherheit des Papstes gefährlich ist."

    Ja, das ist die Sprache der katholischen Kirche: Wir die Schwulen sind böse und wollen die Welt unterjochen.
    Wer die gefährlichste Lobby der Welt ist, ist die katholische Kirche! Die katholische Kirche ist wie ein Krebsgeschwür, das sich wie im Körper ausbreitet, bis der Körper aufgibt.
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#4 herve64Profil
  • 19.11.2017, 08:51hMünchen
  • "Im Vatikan gibt es eine derart einflussreiche Schwulenlobby, die für die Sicherheit des Papstes gefährlich ist.": Schon wieder verkommt so eine Klemmschwester zur Plaudertasche! So wird das nie etwas mit der DICKtatur des POletariats.
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#5 herve64Profil
  • 19.11.2017, 09:00hMünchen
  • Antwort auf #2 von Gerlinde24
  • Erkläre mir mal bitte den Unterschied zwischen Mafia und RKK: das ist doch alles ein und dasselbe! Das sind diese organisierten Unterdrückungsmechanismen, die gerade von diesen Kreisen euphemistisch als "Cosa Nostra" bezeichnet wird. Im Klartext: die ganze Welt wird somit zum Privatbesitz dieser Gangster erklärt, und dagegen sollte man sich mal organisieren.
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#6 andreAnonym
  • 19.11.2017, 09:37h
  • Leider ausschließlich auf italienisch. Selbst bei Amazon. Wer kann das schon. Schade. Einen Italiener für Schäferstündchen mit Buchvorlesung kenne ich gerade nicht.
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#7 KlarheitAnonym
  • 19.11.2017, 09:46h
  • Mal ganz pragmatisch: Schon mal jemand Putten gesehen? Nackte Knaben mit Flügeln als Sinnbild für Engel? Kann man es irgenjemand, der im blinden religiösen Wahn ist, verdenken, daß er, wenn er einen 'Knaben' sieht, meint er sieht einen Engel? ...und vielleicht dem Wahn erliegt, daß, wenn er sich mit diesem 'Engel' vereinigt, selbst einer wird oder sogar dadurch Gott begegnet? Oder durch den Kontakt mit einem 'Engel' von seiner 'Sündhaftigkeit' reingewaschen wird? Gar etwas Heiliges tut?
    Kranke Gestalten, Opfer ihres Glaubens - nicht begreifend, daß Glaube nur eines heißt: vollkommen blind!
    Leider hat diese Prägung auch dazu geführt, daß ALLE in dem Wahn leben, Kinder wären was heiliges - wenn ich mich da auch an meine eigene Schulzeit erinnere, gibt es nichts bösartigeres, niederträchtigeres und grausameres als Kinder...
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#8 RobinAnonym
  • 19.11.2017, 11:07h
  • Nach tausenden anderen bekannten Missbrauchsfällen ein weiterer - aus dem direkten Umfeld des Vatikan.

    Und das alles wird nur die Spitze des Eisbergs sein, denn die Katholische Kirche gibt immer nur gerade so viel zu, wie sich eh nicht mehr vertuschen lässt und versucht alles andere zu vertuschen.
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#9 LinusAnonym
  • 19.11.2017, 11:13h
  • Und dieser Saustall wagt es noch, sich moralische Urteile über andere erlauben zu dürfen...

    Die sollten lieber froh sein, dass deren Kinderschänder-Sekte nicht schon längst verboten werden.

    Statt ganz still und demütig über die eigenen Verbrechen zu sein (sind ja noch mehr, z.B. die dubiosen Immobiliengeschäfte, die mafiösen Machenschaften der Vatikanbank, etc. etc. etc.) poltern die auch noch rum.

    Damit wollen die wohl von ihren eigenen Verbrechen ablenken.
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#10 johannbAnonym
  • 19.11.2017, 11:14h
  • Da ich mich im Vatikan nicht auskenne mal eine Feststellung aus meiner Sicht:

    Im Deutschland gibt es eine derart einflussreiche Religionslobby, die für die Sicherheit des Landes gefährlich ist.

    Krass, wie gut das passt!
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