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Krefeld Über einen bizarren Fall aus der Sadomasoszene berichten die Agenturen am Freitag. Ein vor drei Tagen auf einem Friedhof in Bedburg-Hau mit lebensgefährlichen Brandwunden gefundene 49-Jährige, der mittlerweile an den Folgen der Verletzungen verstorben ist, sei Opfer einer ausgeuferten SM-Session geworden, vermutet die Polizei. Der 49-jährige Arbeitslose, der in der schwulen SM-Szene und in Homo-Portalen unter dem Namen "Leder-Peter von Kleve" bekannt gewesen sein soll, hatte Sanitätern noch gesagt, er sei von vier Männern überfallen worden, die ihm anschließend in Brand gesteckt hätten. Zeugen hätten ihn jedoch auf eine Verabredung wartend gesehen. Am Tatort seien zahlreiche Grablichter und SM-Devonationalien gefunden worden. Die Polizei in Kleve geht von einem Unfall aus. So gebe es Hinweise darauf, dass das Opfer mit heißem Wachs aus Grableuchten malträtiert worden sei. Dabei dürfte die Kleidung des Mannes angezündet worden sein. Die Polizei sucht nun Zeugen - muss aber noch an der Zielgruppenansprache üben: "Zudem ging Peter Gerlach selbst offensiv damit um und teilte seine Vorlieben allen Menschen, die es hören wollten oder auch nicht hören wollten, mit", heißt es im Fahndungsaufruf. (nb/pm)



#1 queeryAnonym
  • 24.06.2005, 16:01h
  • ups! da sind wohl jemandem seine sexuellen vorlieben zum verhängniss geworden.

    allerdings ist das problem bei solchen fällen, das dann wieder alle schwulen durch den dreck gezogen werden. ich kann mir schon vorstellen, wie die blöd-zeitung das titelt. "grausamer mord im homosexuellen-millieu" oder ähnlich. dann auch immer diese formulierung mit "millieu" . könnte man diesen aasgeiern von der bulevard-presse nicht verbieten, dieses wort zu gebrauchen?

    damals 1993, als in sondershausen der 15jähriger von satanisten(die sich inzwischen in der nazi-szene einen namen gemacht haben) ermordet wurde, hat die blödzeitung auch richtig ärger bekommen, als sie fotos von seiner leiche veröffentlicht haben.

    könnte man nicht diese typen von blöd & co. mit saftigen geld oder harten haftstrafen belegen, wenn sie extrem negativ über schwule schreiben?
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#2 SvenAnonym
  • 24.06.2005, 17:16h
  • Kein Urteil ohne Kläger!
    Und wer will klagen? Denn wenn man verliert, trägt man selbst die Kosten. Ein Prozess-Risiko bleibt halt immer.

    Aber Dein erster Satz stimmt auch optimal. Ein extrem ist nun mal verhängnisvoll.
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#3 OliverKRAnonym
  • 25.06.2005, 12:41h
  • zu queery: wir brauchen gar nicht erst auf die Bild-Zeitung warten; das kann auch der WDR, wie gestern geschehen! Das allgemeine Niveau der Presse aus dem "Heterosexuellen-Milieu" ist in den letzten Jahren doch sehr gesunken, da wurde die Bild-Zeitung fast zum Trendsetter.
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#4 dragonwarriorAnonym
  • 26.06.2005, 17:40h
  • also, der fahndungsaufruf liest sich betont sachlich und sieht man mal von der verwendung des begriffes "millieu" ab, den man durch "szene" hätte ersetzen müssen, kann ich daran nichts abfälliges finden.

    ich denke, wir beissen uns da gerade etwas fest.

    die polizei muss versuchen den täterkreis einzuengen, dafür würde auch ich als schwuler sm-ler auch genau dort ansetzen, wo sie anfangen.

    von mord würde ich nicht gleich ausgehen wollen.

    die "vergewaltigung" könnte durchaus bestellt worden sein, bei gayromeo gibts etliche profile und gruppen dieser spielform.
    und es besteht die möglichkeit, dass durch verschütten größerer mengen des flüssigen wachses mit folgendem kontakt offenen feuers die kleidung unbeabsichtigt feuer gefangen hat und der oder die täter dann panisch davonliefen.

    einen ähnlichen fall gab es in hannover, wo am zoo-parkplatz jemand nach "breathcontroll"-spielen tot aufgefunden wurde.

    fazit: solche extremen sm-spiele sollte man wirklich nur nach dem grundsatz "safe-sane-and-consentual" (sicher-vernünftig-und-einverständlich) mit bekannten partner spielen und bei derartigen dates grundsätzlich vorher freunden mitteilen, mit wem mann sich wann und wo verabredet hat (handynummern, telefonnummern, adressen, nicknames, wenn nicht gar den namen des neuen date-partners) und das VOR beginn der session auch dem partner klar machen.
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