Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?30120

CSD-Motto 2018

Hamburg Pride fordert: "Freie Bahn für Genderwahn!"

Die CSD-Veranstalter der Hansestadt greifen im kommenden Jahr bewusst einen diffamierenden Begriff der Neuen Rechten auf.


Trans* Block beim Hamburg Pride 2015 (Bild: Franziska Neumeister / flickr)

"Freie Bahn für Genderwahn!", lautet das Motto für den Hamburg Pride 2018. Darauf haben sich Mitglieder von Hamburg Pride e.V. und der Community am Samstag geeinigt, teilte der Verein auf seiner Facebookseite mit.

Zur Begründung heißt es: "Der kraftvolle Slogan greift den diffamierenden Begriff 'Genderwahn' bewusst auf, um ihn zu einem selbstbewussten Aufruf für mehr Akzeptanz und Selbstbestimmung zu nutzen."'


Für das "Genderwahn"-Motto gab es die meisten Punkte (Bild: Facebook)

Die Parade zum Hamburg Pride findet in der Regel am ersten Samstag im August statt. In diesem Jahr wurde in der Hansestadt unter dem Motto "Kommt mit uns! Diskriminierung ist keine Alternative" demonstriert. (mize)



#1 TraumzerstörerinAnonym
  • 19.11.2017, 10:07h
  • Ich sehe schon, wie die Biologistinnen der Trans-Szene mit Schaum vorm Mund vor dem Bildschirm sitzen ;)

    Andererseist frage ich mich auch, in wie fern die sog. Szene überhaupt auch nur ansatzweise Verstanden hat, was mit Gender gemeint ist, oder gar begreift, was Geschlechtsrollen sind, wie sie entstehe, begründet werden, angeeignet werden, als Identittät dienen und verteidigt werden.

    Das Motto werte ich also so: Haputsache Provozieren, jedoch selbst kein Wort verstanden haben.

    Aber typisch für die Szene, sich mit den Argumenten der Gegner nie auseinander zu setzen, so spricht man sich frei von jeglicher Selbtskritik, jedoch auch davon, wirkunsvolle Waffen gegen den Feind zu entwickeln, wie das z.B. Cis-Identität auch nur ein Konstrukt ist, und keine biologische Grundlage hat.

    Der Witz ist, das sog. Cis-Personen ihre Identität meist auf ihrem Körper aufbauen, ohne irgendetwas zu hinterfragen. Den großen Knall gibt es dann bei Unfruchtbarkeit, Krebs, Midlifecrisis, Menopause, Scheidung dem Entdecken von Homo oder Bisexualität, oder Intersexualität. Das führt dann oft zu einer heftigen Krise und dem Hinterfragen des eigenen Mann- oder Frauseins, dass sich nicht mehr vollständig auf der eigenen Körperlichkeit oder Familienrolle begründen lässt.

    Dabei bauen auch diese sog. Cis-Menschen ihre Identität nicht anders auf, als alle anderen Menschen auch. Sie begründen sie nur anders, meist sehr unreflektiert und blind, in einer gesellschaftlich akzeptieren Form und halten sich deshalb für normal.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
#3 GirlsLikeUsProfil
  • 19.11.2017, 14:32hMarburg
  • Die politsche Entsorgung Transsexueller setzt sich fort. Wieso überhaupt noch beschweren?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 OrthogonalfrontAnonym
#5 herve64Profil
  • 20.11.2017, 08:11hMünchen
  • Um die Persiflierung des Begriffs zu steigern sollte man das Wort Genderwahn in Anführungszeichen setzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Eulen_spiegelAnonym
  • 20.11.2017, 08:26h
  • Antwort auf #4 von Orthogonalfront
  • Ist doch klar: Da alle Genderrollen nur soziale Konstrukte sind, gibt es Transsexualität gar nicht. Einfach andere Rollen annehmen, und schon braucht man keine Hormone und Operationen mehr. Da reichen ein paar Umorientierungskurse wenn man mit seiner derzeigen Situation unzufrieden ist.

    Die Trivial-Genderleute und Kirchen & co sind hier auf derselben Wellenlänge.

    Im übrigen gibt es dann auch queere Leute gar nichts, das sind auch nur ein paar andere Genderrollen.

    .....

    So darf man das nicht betreiben, ohne Sinn und Verstand.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Hannibal LektorAnonym
  • 20.11.2017, 09:30h
  • Also wenn's schon provokant sein soll, wäre ich doch eher für "Fegt die Heten vom Planeten!"
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TraumzerstörerinAnonym
  • 20.11.2017, 09:47h
  • Antwort auf #6 von Eulen_spiegel
  • "Da alle Genderrollen nur soziale Konstrukte sind, gibt es Transsexualität gar nicht. "

    Ich bin entsetzt, die Leute informieren sich rein gar nicht über Begriffe, mit denen sie hantieren, und meinen dann, irgendetwas kritisieren zu dürfen, von dem sie nur eine persönliche Meinung haben, jedoch nicht auch nur Ansatzweise echtes Wissen, weil sie zu faul zum lesen sind.

    "Einfach andere Rollen annehmen, und schon braucht man keine Hormone und Operationen mehr. "

    Erst einmal: Facepalm!

    Früher war das so, da gabs keine Operationen und Hormone, und die Leute haben trotzdem glücklich gelebt, die gesellschaftlichen Aufgaben der Geschlechtsrolle ausgeführt, zu der sie sich zugehörig gefühlt haben, oder sie wurden als drittes Geschlecht gesehen, und hatten besondere Aufgaben. Die Leute hatten sogar manchmal leibliche Kinder, waren verheiratet.
    Je nach Stamm/Kultur war das unterschiedlich, manche haben sie auch einfach getötet, also nicht anders wie heute.

    Menschen können nicht einfach andere Rollen annehmen, weil ihre Identität sich in einem komplexen Prozess über mehrere Lebensabschnitte bildet und auch verändert, sie kann nicht einfach so abrupt verändert werden, seltene Ausnahmen sind Schlaganfälle oder Hirnschäden.

    "Da reichen ein paar Umorientierungskurse wenn man mit seiner derzeigen Situation unzufrieden ist."

    So ein Quatsch, das wird nicht funktionieren, denn wenn die Leute sich von ihrer alten Geschlechtsrolle verabschieden wollen/müssen, dann ist da schon Hopfen und Malz verloren, die Identifikation damit schon längst gescheitert oder zerstört worden, oder hat nie wirklich stattgefunden.

    "Im übrigen gibt es dann auch queere Leute gar nichts, das sind auch nur ein paar andere Genderrollen. "

    Erklärte ich ja gestern in meinen Beiträgen ausführlich, dass das nur Gender-Rollen sind, was aber die Gefühle und Erfahrungen der Leute dahinter, nicht weniger real macht, diese Gefühle und Erfahrungen existieren unabhängig von kulturellen Konstrukten.
    Eine Frau kann von Frauen erregt werden, ohne das sie den Begriff Lesbisch überhaupt kennt, sie kann sich aber nicht als Lesbe identifizieren, wenn sie kein Konzept hat, dass um ihr Empfinden aufgebaut und definiert wurde, sie kennt keine anderen Frauen, die sich so beezeichnen.

    Pflichtlektüre, ist auch nur ganz kurz:
    de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4t#Psychologie
  • Antworten » | Direktlink »
#9 EulenspiegelAnonym
  • 20.11.2017, 10:59h
  • Antwort auf #8 von Traumzerstörerin
  • Ich habe die Ironie wohl nicht dick genug aufgetragen - das sind alles Aussagen und Schlußfolgerungen aus der Trivial-Genderlehre (also von Leuten, die beim Latte Macciato sich fürchterlich modern fühlen aber keine Ahnung haben - aber viele Blogs schreiben und Meinung machen). Genauso wie die Rechten die diese Aussagen aufgeschnappt haben und dann auch hohldrehen.

    Es gibt natürlich die Geschlechterrollen, sie sind nur zeiltich, gesellschaftlich und persönlich modifiziert. In einer Hirtengesellschaft anders als in einer Kriegergesellschaft. Im Barock trägt man als adeliger Mann halt Seidenhosen und viel Schmuck, man tanzt um seine Beweglichkeit zu zeigen, sowie Degen als Symbol der Macht, im Bürgertum mausgrauen Anzug, ist unbeweglich um seine Funktionalität zu unterstreichen, und Aktentasche als Symbol der Macht. Aber es ist dieselbe Rolle, und deswegen gibt es auch Trans-, Homo- und andere queere Formen.

    Letztendlich sind diese Rollen sehr sehr ähnlich geblieben - und werden es auch bleiben. Die komplette Einheitsbrei-Gesellschaft der "Trivial-Genderisten" wird es nicht geben. Wenn jeder alles ist, ist jeder nichts.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HinterfragtAnonym
  • 20.11.2017, 11:33h
  • Antwort auf #6 von Eulen_spiegel
  • "Da alle Genderrollen nur soziale Konstrukte sind, gibt es Transsexualität gar nicht."

    Wenn man konsequent weiterdenkt, ist das völlig richtig. Abgesehen davon ist der Begriff ohnehin von der Psychiatrie geprägt und in der Tat von entsprechender Literatur auch wiederholt als Konstruktion enttarnt.

    Wohingegen freie Denker durchaus weiter gedacht haben und daher auch andere Begriffe geprägt haben. In entsprechendem Kontext gibt es "trans" sehr wohl. Deswegen ist "transgender" auch ein emanzipatorisch geprägter Begriff, der die Vielfalt der Ausprägungen besser abdeckt und auch ausdrückt, dass es sich um ein Weiterdenken der Vielfalt von Gender handelt.

    "Einfach andere Rollen annehmen, und schon braucht man keine Hormone und Operationen mehr. "

    Jetzt muss ich allerdings doch ein wenig auf die Bremse treten. Was genau ist "brauchen"? Was braucht ein Mensch? Nun, zum Leben braucht man etwas zu essen, einen Platz zum Schlafen, ein wenig Reproduktion... was noch? Ja, sind wir wieder beim biologistischen Ansatz. Gender "braucht" an nicht.

    Sind Menschen nur das, was man "braucht"? Nein, Menschen sind viel mehr als das. Darum kann man am "brauchen" auch nicht viel festmachen. Vielmehr gibt es heute international ein Grundverständnis darüber, was Grundrechte und Grundbedürfnisse von Menschen sind - und das geht durchaus weit über biologische Annahmen hinaus. Es gibt ein Recht auf Identität, Würde und freie Entfaltung. Und insbesondere ein immer weiter gedachtes Recht auf Selbstbestimmung auch über den eigenen Körper, auf die vielfältigsten Weisen. Historisch auch schon immer dagewesen, das ist auch kein neumodisches Konstrukt.

    Darum wäre ich vorsichtig mit der Argumentation von "brauchen". Nur weil an etwas nicht versteht oder nicht nachvollziehen kann, kann man Dinge nicht einfach ablehnen mit der Argumentation "braucht man nicht". Das ist nämlich ein Totschlagargument mit all seinen Tücken.
  • Antworten » | Direktlink »