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Transgender Day of Remembrance

325 Transpersonen binnen eines Jahres ermordet

Am Gedenktag für die Opfer von Transphobie gedenken LGBTI-Aktivisten an 325 Transpersonen, die innerhalb eines Jahres gewaltsam zu Tode gekommen sind.


In Kiew demonstrierten am Sonntag im Vorfeld des Transgender Day of Remembrance 30 Personen gegen transphobe Gewalt, von der Polizei vor Gegendemonstranten geschützt (Bild: Insight LGBTQ NGO)

Am 20. November 2017 wird anlässlich des Transgender Day of Remembrance weltweit an die Opfer transphober Gewalt erinnert. Die Zahlen sind alarmierend: Aktivisten des Trans Murder Monitoring Projekt der Organisation Transgender Europe registrierten weltweit mindestens 325 Morde an Transpersonen zwischen Oktober 2016 und September 2017 – und damit 30 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. LGBTI-Aktivisten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.

Die meisten Morde passierten in Brasilien (171), gefolgt von Mexiko (56) und den USA (25). In Europa waren ein Drittel der Opfer Migranten – zwei Drittel haben als Sexarbeiter gearbeitet. Die Zahl der registrierten Morde an Transpersonen seit 2008 steigt mit den aktuellen Zahlen auf 2.609.


Bild: Transgender Europe

Weltweit appellierten Aktivisten an Politik und Gesellschaft, Transrechte ernster zu nehmen. Leon Harun Witzel, ein Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Trans* (BVT*), sieht die Diskriminierung als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Problems: "Trans* und gender-divers Menschen werden weltweit Opfer von schrecklichen Hassverbrechen, die oft nicht angezeigt werden. Gewalt gegen trans* und gender-diverse Menschen ist intersektional mit anderen gesellschaftlichen Machtverhältnissen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Xenophobie, Diskriminierung und Vorurteilen gegenüber Sexarbeit verbunden", so Witzel. Die Morde an Transpersonen seien oft besonders brutal, denn die Mörder seien sich meist sicher, straffrei davonzukommen.

LSVD: Deutschland muss Diskriminierung abbauen

Der Lesben- und Schwulenverband fordert von einer neuen Bundesregierung, "menschenrechtsbasierte Gesetzgebung zur Anerkennung der Geschlechtsidentität auf den Weg" zu bringen. "Vorbilder für die Anerkennung der Geschlechtsidentität können die Rechtsordnungen von Argentinien, Dänemark, Norwegen, Irland oder Malta sein", so LSVD-Vorstandmitglied Sandro Wiggerich. "Dort kann jeder Mensch die Änderung des Vornamens und des eingetragenen Geschlechts beantragen, wenn diese nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmen." Der Gesetzgeber müsse außerdem "einen umfassenden rechtlichen Rahmen für Personen schaffen, die sich einem dritten Geschlecht zugehörig fühlen".

Die Grünen sehen Deutschland insbesondere in der Verantwortung, transsexuelle Flüchtlinge aufzunehmen und zu schützen: "Deutschland muss ein sicherer Hafen für verfolgte trans*Flüchtlinge sein", so die Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws und Sven Lehmann in einer gemeinsamen Erklärung. "Schutz vor Übergriffen in Asylunterkünften muss gewährleistet sein, Einzelunterkünfte und Beratungsangebote müssen zur Verfügung stehen."

Der Transgender Day of Remembrance geht auf eine Initiative von US-Aktivisten aus den Neunzigerjahren zurück: Der erste Gedenktag war im November 1998 nach dem Mord an der transsexuellen Afro-Amerikanerin Rita Hester ins Leben gerufen worden. Die Frau war in ihrer eigenen Wohnung im Bundesstaat Massachusetts erstochen worden. Anders als beim Mord am schwulen Studenten Mathew Shepard, der sich nur sechs Wochen vorher ereignet hatte, gab es fast keine Berichterstattung über Rita Hester – der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt.

Trans-Aktivisten beklagten, dass die Öffentlichkeit offenbar wenig Interesse am Tod einer Transfrau hatte, die noch dazu schwarz ist. Sie begannen wenige Tage nach dem Verbrechen mit öffentlichen Aktionen, um auf die Gewalt gegen Transpersonen aufmerksam zu machen. Daraus entwickelte sich eine weltweite Bewegung. Auch in Deutschland wird in zahlreichen Städten des Tages gedacht. So gibt es etwa in Karlsruhe und Frankfurt Mahnwachen. (dk)



#1 Johnny EckAnonym
  • 20.11.2017, 12:08h
  • in München findet auch eine Demo statt. 18 Uhr an der Staatskanzlei!
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  • Anm. d. Red.: S. verlinkten Kalender.
#2 RobinAnonym
  • 20.11.2017, 12:23h
  • Es ist ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass überhaupt Menschen getötet werden, nur weil sie im falschen Körper geboren wurden.
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#3 Frauke MüllerAnonym
#4 TraumzerstörerinAnonym
  • 20.11.2017, 13:19h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Ich bin genau so wenig im falschen Körper geboren, wie eine lesbische Frau mit der falschen Sexualität geboren wurde, bitte, kann das nicht endlich mal aufhören?

    Kein Wunder wenn solch verrückten Ideen unter die Menschen gestreut werden, dass Leute dann mit Aggression auf transsexuelle Menschen reagieren.
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#5 B-SeiteAnonym
  • 20.11.2017, 13:34h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Naja: Es ist generell ein "Armutszeugnis", wenn Menschen getötet werden.

    Neben dem von Traumzerstörerin bereits angesprochenen Aspekt finde ich deinen Beitrag auch in dieser Hinsicht fragwürdig.
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#6 Patroklos
#7 hanteltapirAnonym
  • 21.11.2017, 03:54h
  • Nun, vor einigen Jahren organisierte ich eine Tdor-Demonstration in Berlin, Brandenburger Tor, legal, mit verdammtem Polizistenschutz (was für eine Ironie) und heute ist es auch an der Zeit, sich an einige Dinge zu erinnern, die immer zwischen uns Aktivisten kommen.

    Wenn ich über meine Diskriminierungserfahrungen sprechen möchte, ist es immer schwierig, eine Sprache zu finden. Ich weiß, welche Wörter falsch sind und ich weiß auch, welche Definitionen schlecht und falsch sind. Das ist ein Ergebnis meiner Diskriminierungserfahrungen. Und ich möchte das nutzen.

    Also benutze ich nicht mehr die Wörter "trans" und "cis" und "inter". Meine Erfahrung ist, dass Leute die "richtigen" Dinge mit ihnen verbinden, die Dinge, die die Medien ihnen sagen - geistig gestörte hässliche Männer, die Frauen werden wollen, indem sie anfangen, verschiedene, seltsame, schwule Menschen in farbigen, schlecht gewählten Outfits zu tanzen und mit Einhörnern zu tanzen. in abgenutzten Hilllybilly 80er Diskotheken. Manchmal assoziiere ich das sogar. Weißt du, das ist nicht mein Stil. Es ist nicht mein Leben oder was ich werden will. Ich habe die "lgbtiq *" Community verhaftet, weil ich dort schlimmere und schlechtere Erfahrungen gemacht habe. Ausbeutungen (von Diskriminierung und "Outsider" -Erlebnissen und "Identität"), Ausgrenzungen, Fremdbestimmung und andere Formen von Hierarchien und Respektlosigkeit schienen dort üblich, die Musik war schäbig und langweilig und die "Künstler" meist untalentiert, langweilig und wirklich schlecht was sie getan haben.

    Ich habe diese "queeren Partys" nie genossen, egal ob es diese typischen "Homo-Partys" mit furchtbarem 80er-Sound und deutscher Pop-Folk-Musik waren oder diese schwarzen Leder- und Peitschenpartys, bei denen die Hälfte der Zuschauer diese übertriebenen Kajal & Mascare trug. " Entwürfe "während ich für einige katholische Bestrafungen und Ketamine vor einigen immer gleichen schweren dunklen Elektro / dunklen Techno betete, die noch für einige Jahre aus den echten Clubdiscos verbannt wurden, noch diese" lalalala ich bin ein süßer rosa Riotgrrrl mit einer Gitarre "Singsangsong Konzerte mit immer den gleichen Riffs, Parolen und Einstellungen. "Wir" wurden dort nicht wirklich akzeptiert ... Hölle nein. Am schlimmsten waren diese hippsterischen feministischen Partys, bei denen die Hälfte der Zuschauer diese langweiligen "Don't Beat" -Brillen trug, die ich "Karrierebrille" nenne, wo man alles darüber diskutieren muss, was man "tun" kann und was man nicht einschließt. sich selbst, während langweilig nasal geäußerte Radiomusik im Hintergrund gespielt wird und keine Handlung erlaubt ist, weil dies darum geht, "unqueer" zu sein und deshalb ... s**istisch und patriarchalisch.

    Jedenfalls war mein Geschmack an Musik und Stil immer ein Problem in diesen Szenen und zu ihnen verschieden und ihr kollektiver Geschmack schien immer der Beweis für ein Verbrechen zu sein. Also habe ich diese Szenen verlassen. Und ihre Sprache.

    Auch meine Erfahrung ist, dass Feministinnen niemals Distanz zu "Cuntisten" zeigen, die sich als "(Terf-) Feministinnen" verkleiden, nur um andere Frauen für diese oder jene physische Eigenschaft auszuschließen und zu verspotten, eine sehr kranke und hässliche Form, Fehler zu wiederholen von dir selbst vor. Diese Cuntisten, wie auch der große und nie wirklich überwundene Hinweis auf die Vagina als "Kern aller Weiblichkeit" im Feminismus, haben mich endgültig weit von dieser kleinen süßen Pseudoposition namens Feminismus entfernt. Und ich denke, es ist heute eher eine Form von Maske / Identität als eine reale Position. Weil die meisten Dinge bezüglich stereotypen Geschlechtern heutzutage so klar sind, dass niemand eine Ideologie oder Position darum herum aufbauen muss. Sicher, dies ist auch ein Ergebnis des schmerzhaften Prozesses der Massenverstandeszuweisung und der bürgerlichen Bildungstechniken, aber Entschuldigung, ich kann niemanden, der den Vollzeit-Macho / Machista ODER Feministin ernst nimmt, ernst nehmen. Beide Positionen sind zu übertrieben, dumm und unmenschlich, weil so viele böse Scheiße in der letzten Zeit im Namen des Feminismus stattgefunden haben (auch, vor allem gegen falsch zugeordnete, inter- und trans-und andere benachteiligte Personen), während sie als macho / machista ist eine selbstverständliche Sache, falsch zu liegen, dumm und aus tausenden von Gründen zu vermeiden.

    Also tue ich meinen Aktivismus nur mit einer Gruppe von Freunden, die dieselben oder ähnliche Ansprüche, Ideen und Kämpfe haben - wir sind uns alle der Tatsache bewusst, dass das Wort "trans" f. ist nicht nur von den Medien vergiftet und nichts zu nehmen oder sogar stolz zu sein - es ist dennoch falsch und derrogativ in seiner Bedeutung.

    Nehmen Sie die Chemie der alten griechischen Sprache - wenn zwei Dinge "cis" sind, bedeutet dies, dass sie auf der gleichen Seite sind, während "trans" in f.e bedeutet. ein Molekül, das die zweite Sache ist "auf der anderen Seite". Es gibt auch ortho (nächste Seite), para (zwei Seiten entfernt) und so weiter. Aber nur cis bedeutet "beides zusammen". Doch dies zeigt, wie dumm es ist, sich selbst immer wieder als (trans) transs**uell zu bezeichnen, ohne ernsthafte Probleme mit der Körperform zu haben. Das Wort "trans" zu akzeptieren bedeutet, die Ideologie des "richtigen" und des "falschen" Körpers anzuerkennen und damit die Theorie, dass du und dein Körper (im Allgemeinen) ein Problem sind, das als Problem behandelt werden muss. f*** das.

    Dies ist f. Eine Sache, warum ich mich nicht mehr wirklich mit den meisten anderen Aktivisten verbinde. Ein anderer Grund ist, dass viele / die meisten an fremde und oft dumme Dinge wie diese Gesellschaft glauben, sie einfach ablehnen und ihre Existenz und Menschenrechte für Irrtum missachten, während sie die Psychodynamik der Macht ignorieren.

    Ich habe auch genug von Aktivisten, die an eine friedliche Revolution für ihre Rechte und Akzeptanz glauben - als ob Stonewall Riot und all die anderen wichtigen und notwendigen Prozesse jemals auf schmerzlose und friedliche Weise geschehen wären - Kommen Sie zurück in die Realität und kämpfen Sie mit uns, pls !!

    Die Medien sind ein Schwachsinn - deshalb lese ich keine Zeitung mehr. All die Propaganda und stigmatisierenden Artikel über die "seltsamen Wesen, die ihr Geschlecht verändern und wo als Mann geboren werden" und so weiter, du findest sie überall und in jedem dieser Shitpapiere, so werde ich laufen oder meine eigene Presse finden oder sterben, ohne es zu wissen perfekt, was los ist. Diese Kultur ist nicht meine Kultur, sie schneidet meine Erfahrung ab, sie schneidet mein Leben, meinen Stil, mein Wissen, meine Ideen und meine s**ualität ab - während ich mich und meine Schwestern auf eine dumme, hässliche und unsachbar ausbBrüsteische Weise s**ualisiert werden.

    Ich sage, f*** dich zu einer Kultur, einer Gesellschaft, die sich selbst als eine integrative, demokratische Dialogkultur definiert, während sie in Wirklichkeit ein abgefucktes, sinnloses Powerplay und eine Projektion von einem Haufen von Gift, Stress und Gier ist. Kleider oder langweilige Anzüge sollen s**y und / oder neutral sein. Ich bin kein Teil davon und werde es nie sein.

    Jede Nation, die Gesetze hat, die mich zwingen, in offiziellen Dokumenten als "männlich" beschrieben zu werden, weil ich mit einem Penis geboren bin, kann meinen Dixk bl**** und ersticken. Also möchte ich nicht Teil eines Staates, einer Gruppe oder eines Kollektivs sein, der mit dem eigentlichen Wahnsinn der genitalistischen Aufgaben zu tun hat - ich möchte dafür kämpfen, dass ich einen Platz ohne Geschlechtszuweisungen habe - weder bei der Geburt noch überhaupt! Keine verdammten Gesetze, verdammt "sie wurde als Mann geboren" Artikel, Verleumdungen und wikipedia-Mockings! Ich kämpfe für einen Ort mit sauberem, ohne alle Mauern und Medien, die voll von dieser privilegierten repressiven Hasspropaganda sind.

    Dieser Kampf ist kein Kampf für Menschenrechte, ein bisschen Respekt oder gehört zu werden - ich möchte dafür kämpfen, dass mein eigenes Territorium frei von Bullen, genitalistischen Medien, hässlichen, fetischistischen Verfolgern und Ärzten ist, die mir sagen, wer ich sein soll und was ich tun soll. und wie man meinen Körper durch das Gesetz haßt und behauptet, daß die Fortpflanzung das Wesentliche im Leben ist, während er Gesetze rechtfertigt, die die permanente Kastration oder andere Formen der Verstümmelung meines Körpers fordern, nur um als Frau akzeptiert zu werden. Ich möchte alle Menschen töten, die daran beteiligt sind und waren. Und nie wieder in einer Gesellschaft leben, die sie und ihre Arbeit rechtfertigt, während sie jedem in den Medien sagen, sie wären "Experten" darüber, was und wer ich bin, während ich ein "Transperson" wäre. Nein, danke.
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