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Happy Birthday!

Corny Littmann wird 65

Der umtriebige Hamburger Theatermacher, Unternehmer, LGBTI-Aktivist, ehemalige Präsident des FC St. Pauli und die lebende Kiez-Legende feiert am Dienstag den 65. Geburtstag.


Nur wenige Personen prägten das Hamburger Kulturleben wie Corny Littmann (Bild: Stefan Malzkorn)

Bereits seit Jahren gilt er als lebende Legende, jetzt erreicht er das Rentenalter: Corny Littmann ist am 21. November 65 Jahre alt geworden. Kürzer treten wird Littmann vorerst aber wohl nicht. Er ist weiter Chef von drei erfolgreichen Unterhaltungstheatern an der Reeperbahn auf St. Pauli: Am 8. August 1988 (8.8.88) eröffnete er das Schmidt Theater, am 1. September 1991 kam das Schmidts Tivoli dazu – und am 6. Juni 2015 das Schmidtchen im neu gebauten Klubhaus St. Pauli, zu dessen Bauherren Littmann ebenfalls zählt. Dort gehört er auch zu den Betreibern des Escape-Games Skurrilum und demnächst auch der "Panik City", einer virtuellen Zeitreise durch das Leben von Udo Lindenberg.

Als Gründungsmitglied der schwulen Theatergruppe Brühwarm hatte Littmann schon in den Siebzigerjahren deutschlandweit auf der Bühne gestanden. 1980 zog es ihn dann in die Politik, als Spitzenkandidat der Hamburger Grünen im Bundestagswahlkampf. Im selben Jahr wurde er zur Ikone für die Schwulenbewegung, als er vor Journalisten den Spiegel in einer öffentlichen Toilette in Hamburg zerschlug, um die heimliche Überwachung von Homosexuellen zu beweisen. Einem bundesweiten Publikum wurde Littmann Anfang der Neunzigerjahre als Herr Schmidt in den TV-Übertragungen der "Schmidt Mitternachtsshow" in den dritten Programmen bekannt.

Corny Littmann ist vor und hinter den Kulissen aktiv: Als Regisseur inszenierte er Klassiker wie "Cabaret" (1993) und "Im weißen Rössl", Schlagerrevuen wie "Fifty Fifty", "Sixty Sixty" und "Karamba!", das St. Pauli Musical "Heiße Ecke" (aktuell im 15. Spieljahr) oder "Die Königs vom Kiez": Hier steht er selbst als daueralkoholisierter Vater auf der Bühne. Im Schmidt-Musical "Cindy Reller" spielt er 2018 wieder den cholerischen Chef einer Werbeagentur.

Littmann war lange Jahre Präsident des FC St. Pauli

Corny Littmanns Leidenschaft gilt – neben seinem Hamburger Stadtteil St. Pauli – dem Fußball, insbesondere dem FC St. Pauli, dessen Präsident er von 2003 bis 2010 war (queer.de berichtete). In dieser Funktion setzte er sich auch immer wieder für einen offeneren Umgang von Homosexualität im Fußball ein – und teilte gegen Homo-Hasser aus: Als etwa der damalige Kölner Trainer Christoph Daum forderte, dass der DFB Homosexuelle aus dem Jugendfußball verbannen sollte, bezeichnete ihn Littmann als "Trainer-Arschloch" (queer.de berichtete).

Für seine Verdienste wurde Littmann diverse Male geehrt: 1991 wurde die "Schmidt Mitternachtsshow" in der Sparte Unterhaltung mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber ausgezeichnet. Littmann ist "Hamburger Unternehmer des Jahres 1999", Träger des Max-Brauer-Preises, "Optimist des Jahres" und Träger des Maneo-Awards für herausragendes Engagement gegen Homophobie. 2015 wurde er gemeinsam mit Prof. Norbert Aust vom Fernsehsender Hamburg 1 zum "Hamburger des Jahres" gewählt. 2017 erhielt er den "VelsPol-Ehrenpreis für Gleichstellung und Akzeptanz in der Gesellschaft und besonders in der Polizei" vom Verband lesbischer und schwuler Polizisten. (pm/cw)



Corny Littmann ist der "Optimist des Jahres"

Am Samstag hat der 2006 gegründete Club der Optimisten den Hamburger Theaterchef für seine herausragenden Leistungen geehrt und zum "Optimisten des Jahres" ernannt.
#1 easykeyProfil
  • 21.11.2017, 21:19hLudwigsburg
  • Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Gesundheit und Schaffenskraft!
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#2 TheDadProfil
  • 21.11.2017, 22:30hHannover
  • Engagement gegen Verwerfungen in der Gesellschaft hat in Hamburg einen Namen :
    Corny Littmann..

    Immer präsent, immer laut, immer sichtbar..

    Herzliche Glückwünsche auch von mir..
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#3 Ralph
  • 22.11.2017, 11:33h
  • Sollte mal eine Liste mit den Namen derjenigen aufgestellt werden, die einen großen Beitrag zu unserer Emanzipation seit dem Ende der Naziherrschaft 1969 geleistet haben, würde dort der Name Corny Littmann einen der vorderen Plätze einnehmen. Viele haben in ihren jeweiligen Orten durchaus Großes geleistet, aber wenige haben deutschlandweit so viel bewegt wie er.
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