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Nach Bremer Eklat

Jens Spahn nimmt Entschuldigung von Helga Trüpel an

Nachdem sich die Grünenpolitikerin über den "rechten, schwulen Jens Spahn" echauffierte, gab es Kritik von allen Seiten. Jetzt entspannt sich die Situation.


Spahn veröffentlichte dieses Bild auf Twitter (Bild: Twitter / @jensspahn)

Der Konflikt zwischen der grünen Europaabgeordneten Helga Trüpel und dem CDU-Finanzstaatssekretär Jens Spahn ist beigelegt: Trüpel hat sich persönlich bei Spahn für ihren homophoben Spruch bei der grünen Landesmitgliederversammlung in Bremen entschuldigt.

Daraufhin veröffentlichte Spahn am Montag auf Twitter ein Bild, auf dem er mit der Grünenpolitikerin beim einträchtigen Lächeln abgebildet ist. Dazu schrieb er: "Sondierungen, Teil 2: Heute mit @HelgaTruepel über Schwulenrechte, Frauenrechte und politische Orientierung gesprochen. Entschuldigung angenommen – miteinander reden hilft."

Trüpel hatte bei der Parteiveranstaltung am Samstag, den 11. November, vor einem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche gewarnt und dabei Spahn angegriffen: "Wenn Merkel das nicht hinkriegt, dann ist sie weg. Und dann kommt dieser rechte, schwule Jens Spahn vielleicht. Daran habe ich nun gar kein Interesse", so die 59-Jährige (queer.de berichtete).

Trüpel entschuldigte sich mehrfach

Nach scharfer Kritik von Parteimitgliedern und von Medien entschuldigte sich Trüpel noch während der Veranstaltung und später in einem Brief an Parteimitglieder für den Ausbruch und erklärte, sie habe Spahn nicht wegen seiner sexuellen Orientierung angegriffen. Die 59-Jährige betonte: "Was ich sagen wollte – und ich entschuldige mich nochmal, das kommt leider mal vor: Auch wenn er schwul ist – was gut ist – hat er auf diesem Ticket kein Recht, rechte Gesellschaftspolitik zu machen und gegen Migranten und Flüchtlinge vorzugehen."

Der Bremer CDU-Chef Jörg Kastendiek forderte am darauf folgenden Tag trotz der Entschuldigung den Rückzug Trüpels aus dem Europaparlament. Trüpel, die bereits vor der Affäre erklärt hatte, dass sie sich nicht erneut um einen Sitz im Straßburger Parlament bewerben werde, erklärte jedoch lediglich, ihre grüne Parteimitgliedschaft ruhen zu lassen. Spahn selbst hatte sich zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.

Mitte letzter Woche stärkte der grüne Parteivorstand in Bremen der Politikerin nach einer nochmaligen Entschuldigung demonstrativ den Rücken: "Helga Trüpel steht respektiert in der Grünen Partei und weit darüber hinaus gegen jegliche Form von Intoleranz. Jeden Versuch, ihre Integrität in Frage zu stellen, weisen wir entschieden zurück", hieß es in einer Erklärung. Daraufhin gab Trüpel bekannt, weiterhin aktives Mitglied der Grünen bleiben zu wollen. (dk)



#1 BEARAnonym
  • 21.11.2017, 13:53h
  • Oh, wie großherzig von Herrn Spahn.

    Weniger kaltschnäuzig-rechts ist er deswegen aber noch lange nicht.
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#2 NaAlsoAnonym
  • 21.11.2017, 14:03h
  • Eben, es war auch keine absichtliche Äußerung. Es war ein Versehen.
    Schön, dass das nun geregelt ist und kein Drama daraus gemacht wird. Und umso schöner, dass Frau Trüpel weiterhin den Grünen erhalten bleibt.
    Alles andere wäre nicht richtig gewesen.
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#3 Paulus46Anonym
  • 21.11.2017, 14:37h
  • Antwort auf #2 von NaAlso
  • Die Entschuldigung war richtig und auch gut, das Herr Spahn diese Entschuldigung annimmt. Beides ist so gut und richtig.

    ----

    Ansonsten bin heute froh, dass Kubicki/Lindner die Gespräche abgebrochen haben. Wer so wie Trittin von den Grünen tagelang alles in die Medien gibt und tagsvorher noch dann den Medien steckt, dass die FDP die CSU im Migrationsthema "rechts" überholt, der sabotiert bewusst die Verhandlungen. So kann kein Vertrauen für eine Regierung entstehen, wenn Trittin derart in der Öffentlichkeit Giftpfeil über Giftpfeil gegen die FDP abschießt

    Aber das hat ich mir schon gedacht, dass Trittin dies macht; so hat er es vor vier Jahren auch schon mit den Sondierungen mit der CDU gemacht.

    Trittin ist das U-Boot der Linkspartei in den Reihen der Grünen und er will überhaupt kein Jamaica und auch kein Schwarz-Grün. Ich hätte Jamaica gut gefunden, aber mir war fast klar, dass dies der linke Flügel der Grünen und insbesondere dann Trittin sabotieren wird.
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#4 U-Boot-JägerAnonym
#5 MarcAnonym
#6 RobinAnonym
#7 Patroklos
#8 TheDadProfil
  • 21.11.2017, 22:25hHannover
  • Antwort auf #3 von Paulus46
  • ""Wer so wie Trittin von den Grünen tagelang alles in die Medien gibt und tagsvorher noch dann den Medien steckt, dass die FDP die CSU im Migrationsthema "rechts" überholt, der sabotiert bewusst die Verhandlungen.""..

    Ach ?
    Weil er die Wahrheit preisgegeben hat ?

    Kuck an..

    ""Ansonsten bin heute froh, dass Kubicki/Lindner die Gespräche abgebrochen haben.""..

    Hättest Du mal lesen können :

    ""Dessen ungeachtet..
    Ich bin gegen Jamaika..
    Ich bin dagegen daß sich die Grünen in einer solche Koalition im Bund aufreiben lassen, und mit ihrem Eintreten der FDP aus dem Stand heraus aus der außerparlamentarischen Opposition den Wiedereintritt in einer UNIONs-geführte Regierung zu erlauben, denn aus genau diesen Gründen ist die FDP 2013 an der 5-Prozent-Hürde gescheitert, und tritt nun mit der Nonchalance eines "Weiter so" an, um sich als "Opfer" darzustellen..""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=30078&kommeinzel=4824
    15


    Und auch das hier vom 06.11.2017 :

    ""Wenn Jamaika scheitert liegt das vor allem an der CSU und Herrn Seehofer..
    Es wird an der UNION liegen und Herrn Kauder..
    Es könnte zu einem Teil sogar an Herrn Kubicki liegen..""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=30027&antwort_zeigen=
    ja#cc481613


    Daran hat ich immer noch nichts geändert..
  • Antworten » | Direktlink »
#9 EisenhowerProfil
#10 Patroklos
  • 21.11.2017, 23:18h
  • Antwort auf #5 von Marc
  • Herr Lindner hat keinen Vertrauensbruch gegangen und genau richtig gehandelt. Wenn ich Herr Trittin gewesen wäre, dann hätte ich die Sondierungen abgebrochen, weil Herr Dobrindt das penetrante Stänkern gegen die Grünen nicht lassen kann! Der Gipfel der Unverforenheit war die Aussage mit den "Schwachsinnsterminen", die hätte er sich getrost sparen oder sonstwohin stecken sollen!
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