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Update zum "Trans Awareness Month"

Grindr öffnet sich für alle Geschlechter

Die Dating-App will Transpersonen willkommener heißen und bietet ab sofort die Möglichkeit für selbstbestimmte Geschlechtsangaben – zu Männern gesellen sich so erstmals auch ausdrücklich Frauen und nicht-binäre Personen.


Das Update mit den neuen Angaben zum Geschlecht soll bis Ende der Woche alle User auf allen Plattformen weltweit erreicht haben

Grindr, die populäre Dating-App für schwule (und bisexuelle) Männer, öffnet sich mit einem derzeit ausrollenden Update für weitere Personenkreise: User des Dienstes können ihr Geschlecht nun etwa auch als "Frau", "Trans-Frau", "nicht-binär" oder "queer" beschreiben. Auch lässt sich ein Pronomen angeben, das zur Ansprache genutzt werden soll.

Die deutsche Fassung der weltweiten App bietet nun zum Punkt "Geschlecht" die Oberauswahl "Mann", "Frau" und "Nicht-konform" an, zu allen dreien lassen sich selbst erstellte Unterformulierungen auswählen. Diese gesellen sich zu den Auswahlmöglichkeiten "Mann", "Cis-Mann", "Trans-Mann", "Frau", "Cis-Frau", "Trans-Frau", "Nicht binär", "Nicht konform", "Queer" und "Crossdresser". Auch bei den Pronomen gibt es neben "Er/Ihn/Sein", "Sie/Ihr/Ihre" und der Pluralform "Sie/Sie/Ihre" ebenfalls die Möglichkeit für eigene Kombinationen.

Die freiwilligen Angaben tauchen im Profil auf und gehören derzeit nicht zu den Daten, die im Suchfilter der App zu Personen in der Nähe benutzt werden können. Hier gibt es weiter unter "Tribes" ein recht allgemeines "Trans" neben Begriffen wie "Bär", "Daddy" oder "Twink".

Ziel: Akzeptierender Ort für alle

Das Grindr-Update wurde bewusst zum "Trans Awareness Month" veröffentlicht, der am Montag mit dem "Transgender Day of Remembrance" weltweit begangen wurde (queer.de berichtete). Im letzten November hatte bereits die Dating-App "Tinder" 35 Geschlechtsoptionen eingeführt (queer.de berichtete).

"Als das größte globale queere soziale Netzwerk wurde die Grindr-App immer wieder von Transmännern, Transfrauen und nicht-binären Personen genutzt", stellte Peter Sloterdyk, Vizepräsident von Grindr im Bereich Marketing, die neue Funktion im Unternehmens-Blog vor. "Wir sind stolz, diese Updates unserer Kernfunktionen herauszugeben und damit auszudrücken, dass wir uns verpflichtet sehen, Grindr zu einem einladenden und sicheren Ort für alle Transpersonen zu machen."

Twitter / Grindr

Für das Update habe man Transpersonen, die die App nutzten, ebenso befragt wie Trans-Organisationen. "Eine Beschwerde, die uns oft von Transpersonen, die Grindr nutzten, erreicht hat, war, dass sie sich nicht willkommen fühlten", betonte Jack Harrison-Quintana, Gleichstellungsbeauftragter der Firma. So seien sie häufig von anderen Personen zu ihrem Transsein befragt worden, ohne den nötigen Respekt aufzubringen.

Neue FAQs im Hilfebereich der App sollen helfen, Respekt- und Taktlosigkeiten und Missverständnisse zu vermeiden. So gibt die Firma Antworten auf die Frage, ob es "ok" ist, Transpersonen zu Operationen oder zum Geburtsnamen zu befragen. Mit dem Update wurden auch die Begriffe in der App geschlechtsneutral gestaltet.

Grindr wurde 2009 in den USA von dem israelischen Entwickler Joel Simkhai gegründet und erzielte schnell weltweite Popularität, seit 2011 bietet die Firma mit "Blendr" auch eine App für Heterosexuelle an. Im letzten Jahr holte sich die Pekinger Firma Beijing Kunlun Tech für 93 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) einen 60-Prozent-Anteil an der Firma, den Rest halten Simkhai und Mitarbeiter (queer.de berichtete). (cw)



#1 Hans BAnonym
  • 22.11.2017, 20:20h
  • Das braucht man wirklich nicht.
    Hat man wirklich keinen Platz mehr im Netz wo man als Gay unter sich ist????
    Langsam kotzt es mich an, dass alle Gay Resource von Bisexuellen, TG und Co. geflutet werden.
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#2 Gays unter sichAnonym
  • 22.11.2017, 20:58h
  • Ich verstehe das nicht. Grindr ist doch ne App für schwule Männer. Wer Interesse an Trans oder Nicht Binären Personen hat findet das sicher woanders.
    Als schwuler Mann möchte ich bei einer Sex- und Dating-App auch solche finden. Aber es gibt ja genug andere Apps.
    Das hat nichts mit mangelnder Toleranz zu tun, es geht ja bei GRINDR vor allem um Sex und da möchte ich meinen persönlichen Präferenzen nachgeben und nicht political correctness heulen.
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#3 Homonklin44Profil
  • 22.11.2017, 21:17hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von Hans B
  • Ich habe zwar keinen Schimmer, was es mit diesen App-Dingern auf sich hat, aber warum ist denn das schlimm, wenn auch diese sich der wirklichen Verteilung der Vielfalt in der Welt annähern?
    Draußen in der Wirklichkeit hat man doch auch alle Menschen miteinander vor sich.
    Ich nehme mal an, wenn das so eine Art mobiles Dating-Portal ist, wird es dort auch Filtereinstellungen geben, mit denen man sich die Partner im gewünschten Feld anzeigen lassen kann.

    Mich hätte jetzt eher intereassiert, wie man das ausspricht:

    ""WeâÂÂre""
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#4 AnonAnonym
#5 MarkusMZAnonym
  • 22.11.2017, 21:20h
  • Geht mir wie meinen Vorschreibern. Wenn ich Grindr öffne will ich (grob gesagt) einfach nur SCHWUL sein und nen Kerl zum Ficken finden und kein politisches Statement abgeben. Toleranz, Respekt und gegenseitige Achtung in allen Ehren - aber diese übertrieben "offen sein müssen für alles" führt irgendwann wie schon bei übertriebener "political correctness" irgendwann zum genauen Gegenteil, weil's die meisten einfach nur noch nervt.

    Mir ging's vor Jahren schon so, als ein Haufen Lesben zunächst Zugang zu unserer gut laufenden Gay-Party forderte (we are auch family!).
    Jaja, na gut, dann kommt halt rein. Auf die langweilige Frauenparty wollte ja eh niemand.

    Dann mußte aber auch nach kurzer Zeit auch unbedingt ne DJane installiert werden (wegen der Gleichberechtigung).

    Was passierte? Unzufriedenheit auf beiden Seiten weil die Lesben net auf Madonna vom Schwuppen-DJ konnten und die Tucken keinen Bock auf Melissa Etheridge hatten ... Aber man ist ja "Family" und es reicht nicht mehr nur zur schwulen Community zu gehören. Nein, alles wurde schwulebsisch, dann schwubiles... - Verzeihung, Ladies first - LesBiSchwul und mittlerweile sind wir bei LGBTTIQ...

    So und jetzt lyncht mich von mir aus und steckt mich in die Rassiten/innen oder gleich in die AfD-Schublade.
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#6 grarghAnonym
  • 22.11.2017, 22:14h
  • Die Kommentare sind hier mal wieder echt traurig. Wenn ihr was zum Ficken nach euren "Präferenzen" sucht, dann benutzt doch einfach die Filter. Ernsthaft, als würdet ihr jetzt jede Person, die in eurer Nähe ist für Sex anschreiben. Zusätzlich: Niemand zwingt euch diese neue Option zu nutzen. Sie ist viel mehr da, um allen Farben der Regenbogenfamilie das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Als schwuler Mann solltet ihr wissen, wie es ist diskriminiert zu werden (sowohl im Leben als auch im Virtuellen) und ein wenig Verständnis dafür aufbringen, dass man bestimmte Institutionen und Apps auch für kleinere Minderheiten unter uns öffnet und schmackhaft macht.
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#7 Follow The MoneyAnonym
  • 22.11.2017, 22:26h
  • Hier geht es wie immer bei Kapitalvermehrungsprojekten um (mehr) Geld (durch Zielgruppenerweiterung), nicht um Menschen und deren selbstbestimmte Schutzräume - von denen es auch für schwule Männer wieder zunehmend weniger gibt.

    So wie es keinen Ort mehr in der Gesellschaft geben soll, der nicht vollends durchkapitalisiert ist, so soll auch der Heterosexismus alles komplett durchdringen, weil er die Untertanen so schön kontrollierbar abrichtet und funktionieren und konsumieren lässt. Eigenständige oder gar gleichberechtigte Sichtbarkeit von Schwulen ist da nur störend und unerwünscht bzw. beschränkt das Marktpotenzial.

    Na ja, gerade in diesem "unseren Land", das derzeit von allen Seiten wieder so besungen und bejubelt wird, haben Schwule diese Mentalität ja sowieso schon ganz überwiegend verinnerlicht.
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#8 Shinkaishi
  • 22.11.2017, 22:59h
  • Was ich persönlich hierbei nicht verstehe:

    Warum Frauen?
    Ich kann ja verstehen, dass Transpersonen durchaus eine Überschneidung haben, es gibt genug Beispiele für Transsexuelle die eine Beziehung mit einer Person dessen Geschlechts führen / führen wollen, das sie selbst angenommen haben und es gibt sicherlich Homosexuelle (und vielleicht mehr Bisexuelle) die sich entweder ebenso oder vielleicht besonders zu solchen Personen hingezogen fühlen.
    Aber ich gestehe, dass ich nicht so ganz den Sinn darin sehe, warum nicht transsexuelle Frauen auf einer Dating App für primär Homosexuelle Männer sinnvoll aufgehoben sind.

    Es tut mir Leid, aber ich kann mir Beispielsweise nicht vorstellen, dass eine App für Lesben auf viel Zustimmung stieße, wenn sie sich für heterosexuelle Männer öffnet.
    Mir scheint dass hier ein gewisser Doppelstandard vorliegt.
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#9 daVinci6667
  • 22.11.2017, 23:12h
  • Antwort auf #5 von MarkusMZ
  • Ziemlich schwierig.
    Politisch korrekt und tolerant zu sein ist extrem wichtig im Zusammenleben. Vorallem kann gemeinsam politisch viel mehr erreichen. Deshalb lebe die bunte Vielfalt!

    Wo du aber recht hast ist: Niemand fickt politisch korrekt! Wer einen Mann (mit Schwanz) sucht der schwul und nichts anderes ist, will eben genau das und wirklich nichts anderes. Ansonsten würde man sich selbst und die eigenen Bedürfnisse verleugnen.
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#10 Patroklos