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Massenhochzeit

Heidelberg veranstaltet Ehezeremonie für 48 Homo-Paare

Am Sonntag geben sich 48 gleichgeschlechtliche Paare in der Heidelberger Stadthalle das Ja-Wort. Der LSVD begrüßt die Aktion grundsätzlich, kritisiert aber, dass Kinder der Paare nicht bei der Zeremonie dabei sein dürfen.


In der Heidelberger Stadthalle wird am Sonntag 96 Mal das Wort "Ja" fallen (Bild: 4028mdk09 / wikipedia)

In Heidelberg werden am Sonntag 48 gleichgeschlechtliche Paare in einer gemeinsamen Zeremonie in der pittoresken Stadthalle ihre eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln. Das gab die Stadtverwaltung am Dienstag bekannt. Die Stadt hatte alle 321 Paare zu der Zeremonie eingeladen, die sich seit 2001 im Heidelberger Standesamt verpartnert hatten.

Die Idee für die Veranstaltung hatte der Grünenpolitiker Wolfgang Erichson, der Heidelberger Bürgermeister für Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste. Der 62-Jährige wird bei der Veranstaltung seinen Partner Bertold Quast heiraten (queer.de berichtete).

Bei der Ehezeremonie handelt es sich um eine geschlossene Veranstaltung, an der nur die Paare teilnehmen dürfen – Verwandte oder Freunde müssen aus organisatorischen Gründen außen vor bleiben.

LSVD: "Tolle Aktion" mit Schönheitsfehler

LGBTI-Aktivisten begrüßten das Angebot der badischen Universitätsstadt: "Als Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg freuen wir über diese tolle Aktion der Stadt Heidelberg. Nach Jahrzehnten der Ungleichbehandlung entscheidet jetzt nicht mehr das Geschlecht, sondern die Liebe und Zuneigung der Paare darüber, ob sie sich das Jawort geben", erklärte LSVD-Landesvorstandsmitglied Marion Lüttig am Donnerstag.

Gleichzeitig kritisierte Lüttig, dass nicht einmal die eigenen Kinder der Neu-Ehepaare bei der Zeremonie dabei sein dürften: "Regenbogenfamilien werden so ein weiteres Mal in die Unsichtbarkeit gedrängt", so die LSVD-Aktivistin. "Für die Paare sind auch die eigenen Kinder wichtiger Teil ihrer Partnerschaft und der Ehe. Statt die Kinder der Regenbogeneltern vor die Tür zu schicken, sollte die Stadt Heidelberg sie willkommen heißen und zeigen, dass Familie heute vielfältig und bunt ist!" (cw)



#1 TimonAnonym
  • 23.11.2017, 17:44h
  • Sorry, aber wenn Freunde und Verwandte nicht teilnehmen dürfen (nicht mal die eigenen Kinder oder Eltern) würde ich da niemals mitmachen.

    Zumal ich solche Massenhochzeiten eh immer ein wenig dubios und unromantisch finde.
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#2 AlicinoAnonym
  • 23.11.2017, 23:22h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Stimme zu!
    Doch
    Muss man ja auch nicht!
    Diese da haben offensichtlich nichts dagegen.
    Danach kann man ja etwas für Bekannte und Freunde machen oder heimlich nach hause gehen oder in die Flitterwochen ...
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#3 Homonklin44Profil
  • 24.11.2017, 08:29hTauroa Point
  • Nun, ich kenne die Ausmaße dieser Halle nicht, wundere mich aber schon, wie man denn andere größere Veranstaltungen mit hohem Personenaufkommen dort meistert.
    Was machen die bei Musikveranstaltungen mit mehreren Tausend Besuchern so?

    Da hat es fast den Anschein, als wolle man die Zeremonie versteckt abhalten, es wäre vielleicht auch unter freiem Himmel oder in einem Zirkuszelt gegangen. Und da haben Kinder und Verwandte üblicherweise Platz genug.

    Massenabfertigung bei einer so bedeutenden Sache wie einer Ehe wäre auch nicht mein Ding.
    Auch wenn so eine Anzahl den Leuten, die argumentieren, es gibt ja nur wenige Interessenten und deshalb sei sowas nicht wichtig, odentlich die Glühsen aufgehen lassen können.
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#4 andreAnonym