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Australischer Senat stimmt für Ehe-Öffnung

Mit überwältigender Mehrheit haben die Senatoren die Ehe für alle abgenickt. Anträge von Homo-Gegnern wurden abgeschmettert.


Der im "Parliament House" ansässige Senat hat der Ehe für alle mit großer Mehrheit zugestimmt

Australien ist der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht einen Schritt näher gekommen: Zwei Wochen nach dem Volksentscheid zur Ehe-Öffnung hat der Senat am Mittwoch in Canberra mit einer deutlichen Mehrheit von 43 gegen zwölf Stimmen einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Auch viele Mitglieder der "Liberal Party", der konservativen Regierungspartei, stimmten für den Entwurf, der von Mitgliedern mehrerer Parteien eingebracht worden war.

Vor der Abstimmung hatten die Senatoren Änderungsanträge von einigen Konservativen abgelehnt, mit denen die Ehe-Öffnung verwässert werden sollte. So schlugen einige Homo-Gegner vor, dass Geschäftsleute aus religiösen Gründen Homo-Paare diskriminieren dürfen – das würde etwa Floristen oder Catering-Unternehmen einschließen. Die Befürworter dieser Änderungsanträge argumentierten, dass nur durch solche Einschränkungen die "Religionsfreiheit" von Homo-Gegnern gesichert werden könne.

Die Debatte war zum Teil geprägt von einigen kleinlichen Auseinandersetzungen: So beschäftigte sich die Parlamentskammer 40 Minuten lang damit, ob Senator Derryn Hinch, ein Befürworter der Gleichbehandlung, im Plenum einen Regenbogenschal tragen darf. Zudem versuchte der konservative Senator Ian McDonald durch eine endlose Rede die Abstimmung zu verhindern. In dieser Rede warf er der sozialdemokratischen "Labor Partei", die sich einhellig für die Öffnung der Ehe aussprach, unter anderem vor, keine Christen zu sein und "das Vater Unser nicht zu beten".

Nun ist das Repräsentantenhaus am Zug

Das Gesetz wird nächste Woche vom Repräsentantenhaus behandelt. Dort wird ebenfalls mit einer Mehrheit gerechnet. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull hatte angekündigt, dass ein Gesetzentwurf noch vor Weihnachten beschlossen werden solle.

Am 15. November hatte die Statistikbehörde das Ergebnis einer schriftlichen Wählerbefragung zum Thema Ehe-Öffnung bekannt gegeben: Insgesamt 62 Prozent der Wähler sprachen sich demnach für die Ehe für alle aus (queer.de berichtete). (dk)



#1 AmurPrideProfil
  • 29.11.2017, 13:26hKöln
  • ""..Am 15. November hatte die Statistikbehörde das Ergebnis einer schriftlichen Wählerbefragung zum Thema Ehe-Öffnung bekannt gegeben: Insgesamt 62 Prozent der Wähler sprachen sich demnach für die Ehe für alle aus..""

    Heute haben 43 von 65 Senatoren (~ 66%) dafür gestimmt.

    Hoffen wir, das nächste Woche auch noch das Repräsentantenhaus zustimmt.
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#2 Paulus46Anonym
#3 Gerlinde24Profil
#4 Gerlinde24Profil
#5 SchönAnonym
#6 FinnAnonym
  • 29.11.2017, 17:30h
  • 43 zu 12

    Das ist mehr als deutlich!

    Jetzt muss endlich auch in Australien die Eheöffnung kommen...
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#7 AntireligiotAnonym
#8 Patroklos
#9 Homonklin44Profil
  • 30.11.2017, 00:09hTauroa Point
  • ""Vor der Abstimmung hatten die Senatoren Änderungsanträge von einigen Konservativen abgelehnt, mit denen die Ehe-Öffnung verwässert werden sollte. So schlugen einige Homo-Gegner vor, dass Geschäftsleute aus religiösen Gründen Homo-Paare diskriminieren dürfen das würde etwa Floristen oder Catering-Unternehmen einschließen. Die Befürworter dieser Änderungsanträge argumentierten, dass nur durch solche Einschränkungen die "Religionsfreiheit" von Homo-Gegnern gesichert werden könne.""

    Hoffnungsvoll, wenn Australien sich nicht mit demselben Unsinn abgibt, der in den USA teils längst Trend ist. Wenn Religionsfreiheit sich über ausgesuchte Menschenverachtung definieren darf, wo kämen wir da hin?
    Oder kann man dann etwa auch Christen eine Arztbehandlung verweigern, auf entgegengesetztem Schwung der Konsequenz?

    Und wen interessierts, wenn im Senat ein größerer Teil Abstimmender nicht als "Christen" durchgehen?
    Es ist eine säkulare politisch demokratische Ordnung dort, und keine Religioten-Tagung!
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#10 HoffnungProfil
  • 30.11.2017, 02:29hWiesbaden
  • Sehr schön, hab gerade heute gehofft, dass es so bald wie möglich umgesetzt wird!!
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