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Prä-Expositions-Prophylaxe

PrEP: Da gibt's doch was von Ratiopharm!

Deutschlands bekanntester Arzeimittelhersteller senkt den Preis für seine "Pille zum Schutz vor HIV" ab Dezember auf ein Achtel des bisherigen Betrages.


Ratiopharm ist einer der führenden Hersteller und Anbieter von Generika im deutschen Markt (Bild: 4028mdk09 / wikipedia)

Das deutsche Pharmaunternehmen Ratiopharm senkt ab Dezember den Preis für sein PrEP-Medikament Emtricitabin/Tenofovir drastisch. Dies berichtete vorab das Portal "apotheke adhoc". Ofiziell soll die Entscheidung am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Während eine Monatspackung mit 30 Tabletten bislang mit 556,33 Euro zu Buche schlägt, soll sie ab kommenden Monat nur noch 69,90 Euro kosten – ein Achtel des bisherigen Betrages. Eine Packung mit 90 Tabletten wird laut "apotheke adhoc" für 209,70 statt bisher 1.639,62 Euro erhältlich sein.

Verblisterte PrEP nach wie vor billiger


Die Preise liegen damit immer noch über der von dem Apotheker Erik Tenberken entwickelten PrEP-Eigenlösung. Der Inhaber der Kölner Birken-Apoheke bietet die "Pille zum Schutz vor HIV" seit September in Kooperation mit Hexal in einer verblisterten (umgepackten) Version in rund 60 ausgewählten Apotheken zum Monatspreis von etwa 50 Euro an (queer.de berichtete). Der Vorteil des Produkts von Ratiopharm liegt jedoch in der einfacheren und flächendeckenden Erhältlichkeit in jeder Apotheke. "Auf diese Weise wird die PrEP von der Sonder- zur Regelversorgung", begrüßte Tenberken die Entwicklung.

Die tägliche Einnahme der PrEP senkt das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, praktisch auf null. Die Tabletten sind nur über eine ärztliche Verordnung nach einer vorgeschriebenen Untersuchung für HIV-Negative erhältlich. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Die Deutsche Aids-Hilfe empfiehlt diese Safer-Sex-Methode nur schwulen Männern, die ein "besonders hohes HIV-Risiko" haben. Gemeint sind etwa Männer, die häufig Sex haben oder denen es schwerfällt, Kondome zu verwenden. (cw)



#1 BEARAnonym
#2 Patroklos
  • 30.11.2017, 09:35h
  • Finde ich super, allerdings 209,70 Euro für eine Packung mit 90 Tabletten ist dennoch ziemlich happig!
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#3 Homonklin44Profil
  • 30.11.2017, 09:40hTauroa Point
  • Für Leute, die zum Leben wenig haben, ist das zwar immer noch empfindlich viel Geld, aber da muss man wohl einfach auf etwas Luxus wie zum Beispiel Tabakwaren, Discogetränke oder Konzertkarten verzichten, wenn man so seine Gesundheit erhalten kann. Hoffentlich übernehmen das die K-Kassen auch wirklich. Einige versuchen ja, auch lebensnotwendige Medikamente zu verweigern, wenn man nicht präzise in eine ganz bestimmte Erkrankungskondition passt.

    Allerdings ist der Satz :
    ""
    Die tägliche Einnahme der PrEP senkt das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, praktisch auf null."" problematisch, weil der von vielen so aufgefasst werden kann, als wäre mit PrEP jegliches Risiko eliminiert, und HIV etwa so gefährlich, wie ein grippaler Infekt oder Magenverstimmung.

    Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass das nicht alle weiteren STD's gleichermaßen meint.
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#4 johannbAnonym
  • 30.11.2017, 09:43h
  • Super von Ratiopharm!

    Aber mal ernsthaft: wer würde noch in ein Flugzeug steigen, das zu 96 nicht abstürzt?
    Medien würden täglich von Abstürzen berichten!

    Also Leute, haltet euch bitte an die Empfehlung der Dt. Aidshilfe!
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#5 PrepnowAnonym
  • 30.11.2017, 11:01h
  • Antwort auf #4 von johannb
  • Die Deutsche Aidshilfe sieht den Schutz durch die PrEP genau so hoch wie mit Kondomen
    96 % reichen dir nicht? Auch Kondome bieten nicht mehr Schutz vor HIV.

    Der entscheidende Vorteil bei der PrEP ist, das der PrEP-Nehmer seinen Schutz selber in der Hand hat und nicht darauf vertrauen muss das sein Gegenüber das Kondom nicht abzieht, es reißt oder abrutscht.

    PrEP verändert Sex revolutionär. Ich nehme die PrEP seit 2 Monaten und was das für meinen Sex bedeutet kann ich hier gar nicht wiedergeben.

    Ich habe 30 Jahre lang mit Kondomen Safer Sex betrieben. Jetzt mache ich Safer Sex mit der PrEP und die Schere im Kopf sich mit HIV anzustecken ist weg. Ich habe noch nie so viel beim Sex gelacht wie unter der PrEP, weil damit Sex möglich ist wie er sein soll, geil und natürlich!!
    Manchmal laufen mir wirklich die Tränen weil der Druck der Angst vor der Ansteckung wegefallen ist. Und das sind Tränen der Freude
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#6 GumminowAnonym
#7 Product PlacementAnonym
  • 30.11.2017, 12:54h
  • Das wird ein Verkaufsknaller!

    (soll werden!)

    Und dabei geht es kein bisschen um Gesundheit.

    Gummis schützen!

    (Und machen mehr Spaß, als sich regelmäßig mit Pharma-Cocktails abzufüllen.)
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#8 SchlüssigAnonym
  • 30.11.2017, 13:04h
  • Antwort auf #6 von Gumminow
  • Ob der andere die PrEP nimmt oder nicht muss Dich nur dann interessieren, wenn Du HIV Positiv bist und nicht unter antiretroviraler Therapie stehst.
    Die PrEP soll HIV Negative vor Infektion schützen und zwar denjenigen der sie einnimmt und nicht den Partner.
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#9 johannbAnonym
  • 30.11.2017, 13:18h
  • Antwort auf #5 von Prepnow
  • Auch wann ich jetzt persönlich werde und es vielleicht nicht gut ankommt:

    Dt. Aidshilfe sagt lt. dem Artikel auf Queer

    "Die Deutsche Aids-Hilfe empfiehlt diese Safer-Sex-Methode nur schwulen Männern, die ein "besonders hohes HIV-Risiko" haben. Gemeint sind etwa Männer, die häufig Sex haben oder denen es schwerfällt, Kondome zu verwenden."

    Ob jemand häufig Sex hat oder ob es jemanden schwerfällt, Kondome zu verwenden muss jeder selbst für sich entscheiden.
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#10 SchlüssigAnonym
  • 30.11.2017, 13:22h
  • Antwort auf #7 von Product Placement
  • Kommt Ihr Euch nicht langsam selbst ein wenig blöd vor, mit diesen ständigen Wiederholungen der Aussage dass Kondome toll sind und die PrEP Mist?
    Jeder der mit Kondomen Safer Sex betreibt ist hilfreich. Zweifellos.
    Aber wie die Statistik lehrt wird es immer eine mehr oder weniger große Gruppe von Kondomnichtbenutzern geben und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen. Und für die und natürlich für unser aller Kampf gegen die Verbreitung von HIV wird PrEP eine große Hilfe sein.
    Jede verhinderte Neuinfektion bringt uns alle dem Ziel näher AIDS zu besiegen.
    Auch das Gesundheitswesen wird es uns danken.
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