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Rechtspopulismus

Frau attackiert: "Twinks4Trump"-Aktivist festgenommen

Der schwule Trump-Aktivist Lucian Wintrich wurde von der Polizei nach einem Angriff auf eine Frau abgeführt. Der 29-Jährige sieht sich als Opfer der "linken Frauenherrschaft".


Die Polizei veröffentlichte den Mugshot von Lucian Wintrich (Bild: UConn Police Department)

Lucian Wintrich, einer der prominentesten schwulen Trump-Unterstützer, ist am Dienstag bei einer Veranstaltung auf dem Campus der Universität Connecticut in der Gemeinde Storrs verhaftet worden. Der 29-Jährige hatte dort eine Rede zum Thema "It's OK to be white" (Es ist in Ordnung, weiß zu sein) gehalten.

Bei der Veranstaltung hatten sich auch Kritiker des rechtspopulistischen Redners unter die 100 Zuhörer gemischt, die während der Rede "Go Home, Nazi" oder "Black Lives Matter" skandierten. Videos zeigen, wie eine junge Frau ein Papier von seinem Pult wegnahm. Daraufhin rannte Wintrich ihr nach und attackierte sie von hinten. Es kam zu einem Handgemenge. Anschließend nahm die Universitäts-Polizei Wintrich wegen Landfriedensbruchs fest.

Twitter / KallMeKG | In dieser Aufnahme ist zu sehen, wie Wintrich die Frau verfolgt und attackiert

Eine Sprecherin der Universität erklärte, dass Wintrich kurze Zeit später gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 1.000 Dollar (850 Euro) wieder auf freien Fuß gekommen sei. Der rechte Aktivist meinte nach dem Vorfall auf Twitter: "Es ist wirklich misslich, dass einige der Kids an der @UConn das Bedürfnis verspürt haben, gewalttätig zu werden und die Rede zu stören, die sich damit beschäftigt hat, wie die linkslastigen Medien Amerikaner gegeneinander aufhetzen. Heute Abend habe ich bewiesen, dass ich damit recht habe."


Wintrich auf Twitter: Die Linken sind schuld!

In einem weiteren Tweet beklagte sich Wintrich, dass er in einer "Kultur der giftigen liberalen Vorherrschaft" leben müsse, in der ein "wohlgesinnter junger Konservativer" von der "linken Frauenherrschaft" niedergebrüllt und bestohlen werde. In rechten Blogs wurde der rechte Aktivist, der einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften hat, inzwischen zum Opfer stilisiert.

Wintrich wurde vor allem als Fotograf der Kampagne "Twinks4Trump" während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes 2016 bekannt, als er junge schlanke Schwule leicht bekleidet mit Trump-Mütze fotografierte. Außerdem arbeitete er mit dem schwulen Blogger Milo Yiannopoulos zusammen, einer Ikone der Ultrarechten (queer.de berichtete). Für eine rechtsradikale Website erhielt Wintrich nach der Wahl Trumps eine Presse-Akkreditierung für das Weiße Haus.

Instagram / lucianwintrich | Auf der "Twinks4Trump"-Seite warben während es Präsidentschaftswahlkampfes leicht bekleidete Jungs für den New Yorker Multimilliardär

In den USA gibt es immer wieder Proteste gegen rechte Auftritte in Universitäten. Anfang des Jahres kam es wegen einer geplanten Veranstaltung von Milo Yiannopoulos im kalifornischen Berkeley zu gewalttätigen Auseinandersetzungen (queer.de berichtete). (dk)



#1 xx2xxProfil
  • 30.11.2017, 17:04hBerlin
  • Da hätte er wohl besser "haltet die Diebin" rufen sollen und sich darauf verlassen sollen, dass in diesem so offensichtlich wohlgesonnenem Auditorium jemand die Frau stellt und die entwendeten Unterlagen zurück bringt.

    Ich hätte mich ähnlich verhalten wie er, soweit die Situation dem entspricht, was auf dem verlinkten Video zu sehen ist und auf weiteren, auf denen die gereizte Stimmung erkennbar ist.
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#2 JuJulienAnonym
  • 30.11.2017, 18:16h
  • Er hat nichts Unrechtmäßiges getan. Nur von seinem rechtsstaatlichen Recht auf freie Meinungsäußerung und Selbstverteidigung Gebrauch gemacht. Weiß nicht wieso queer. De das ins lächerliche zieht. Bei einem Mann hätte sich niemand beschwert aber bei einer Frau ist das natürlich gaaanz furchtbar was er getan hat.
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#3 hugo1970Profil
  • 30.11.2017, 19:57hPyrbaum
  • Ja Ja, die rechten zeigen immer wie dumm sie eigentlich sind und wie dümmer sie den Rest der Menschheit halten, leider ist dieses Vorgehen erfolgreich.
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#4 FalschAnonym
  • 30.11.2017, 23:26h
  • Antwort auf #2 von JuJulien
  • Es geht nicht um Mann vs. Frau.
    Sein Verhalten war grundsätzlich falsch, egal welche Spezies Mensch was vom Podium geschnappt hat.
    Er hätte die Polizei beauftragen können, dieser Frau das Schriftstück abzunehmen. Oder: wenn er das schon als "Selbstjustiz" umsetzen wollte, hätte er um die Frau herum gehen- und sie von vorne ansprechen sollen, so dass sie automatisch gehindert ist, weiterzugehen.

    Wäre beides jedenfalls besser als handgreiflich(!) zu werden, was sehr wohl eine Missachtung darstellt. Und er hat sie zusätzlich von hinten angegriffen: sie hatte noch nicht mal eine Chance, sich zu schützen.
    Das trifft auch dann zu, wenn es statt der Frau ein Mann gewesen wäre.

    Dein Frau vs. Mann Geheule ist hier total daneben.
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#5 Pu244Anonym
  • 01.12.2017, 03:26h
  • Antwort auf #4 von Falsch
  • Zumindest nach deutschem Recht hat er offenbar völlig legitim gehandelt. Man darf sich sein Eigentum auch mit Gewalt wiederbeschaffen, sofern diese verhältnismäßig ist.

    Sprich: man darf den Dieb festhalten und ihm das Eigentum aus der Hand reißen, dann kann man den Dieb noch festhalten bis die Polizei kommt. Wehrt sich der Dieb dagegen, dann darf man ihn kampfunfähig machen, wobei natürlich das mildeste Mittel zu wählen ist.

    Selbstjustiz wäre es gewesen, wenn er ihre Bestrafung selbst in die Hand genommen hätte, also z.B. wenn sie überwältigt worden wäre und er "zur Strafe" auf die eingetreten hätte.
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#6 Gerlinde24Profil
  • 01.12.2017, 06:00hBerlin
  • Wegen solchen A*** löchern schämen sich manche aufgeklärte feministisch denkende Schwule, dass sie schwul sind. Sie möchten mit so einem nicht in einem Atemzug genannt werden!
    Andererseits, rechte Idioten gibt es überall!
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#7 Gerlinde24Profil
#8 Gerlinde24Profil
  • 01.12.2017, 06:19hBerlin
  • Antwort auf #5 von Pu244
  • Die Tat der Frau war gerechtfertigt, nicht seine von Rassismus und Sexismus getragenen Worte und Handlungen. Ich zitiere einen bekannten Geistlichen:

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte. (Martin Niemöller)

    Wehret den Anfängen!
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#9 RobinAnonym
  • 01.12.2017, 09:35h
  • -----------------
    Der 29-Jährige sieht sich als Opfer der "linken Frauenherrschaft".
    -----------------

    Dass Konservative sich immer als Opfer irgendwelcher Verschwörungstheorien sehen...

    Auch wenn die sich für den Nabel der Welt halten - so wichtig sind die nicht...

    Das alles beweist nur wieder mal deren verzerrtes Weltbild und deren Realitätsverlust.
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#10 maaaartinAnonym
  • 01.12.2017, 13:20h
  • diese röhm boys werden auch noch ihre nacht der langen messer erleben, sobald sie nicht länger als feigenblatt der modernität benötigt werden.
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