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Konferenz in Bayern

Regenbogen-Katholiken organisieren sich

Das weltweite Netzwerk von LGBTI-Katholiken fordert Papst Franziskus auf, sich endlich auch für die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu engagieren.


LGBTI-Katholiken wollen sich nicht länger mit der Homo- und Transphobie in ihrer Kirche abfinden (Bild: GNRC)

Das katholische LGBTI-Netzwerk "Global Network of Rainbow Catholics" (GNRC) hat am Sonntag seine viertägige Konferenz in Dachau und München beendet. Insgesamt haben nach Angaben der Veranstalter 89 Teilnehmer aus 35 Ländern über die Zukunft ihrer Kirche gesprochen. Das Motto der Veranstaltung lautete: "Höre die gerechte Sache".

Das Netzwerk gab bekannt, dass man sich am Samstag offiziell als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Rom gegründet habe. Damit wollen die Aktivisten mehr Druck auf den Vatikan ausüben. Die GNRC-Doppelspitze werden zukünftig die Mediendozentin Ruby Almeida aus Indien und der Historiker Christopher Vella aus Malta bilden.

Forderung: Vatikan soll Homo-Verfolgung verurteilen

Die afrikanischen Teilnehmer formulierten während der Konferenz eine Bitte an das weltweite Netzwerk, ihnen Gehör zu verschaffen. In einer gemeinsamen Erklärung forderte das "African Network of Rainbow Catholics" das GNRC auf, sich beim Papst für ein Ende der Homo-Verfolgung einzusetzen: "Wir sind zutiefst beunruhigt, dass in über 70 Ländern weltweit gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen zwischen Volljährigen kriminalisiert werden", heißt es darin. "Die katholische Kirche muss sich gegen Gesetze aussprechen, die gegen die Achtung der Menschenwürde stehen und die Minderheiten unterdrücken, LGBTIQ-Menschen eingeschlossen."

Bislang kämpft die katholische Kirche allerdings in mehreren Ländern an der Seite von autoritären Regierungen für die Verfolgung von Homosexuellen. So hat die katholische Bischofskonferenz in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, im Jahr 2014 beispielsweise die Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle begrüßt. Damals bezeichnete die Kirchenführung die verschärfte Verfolgung Schwuler und Lesben als "richtigen Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen" (queer.de berichtete).

Zudem wünschen sich die katholische LGBTI-Aktivisten eine stärkere Repräsentanz von Frauen und Transpersonen. Unter den 89 Teilnehmern auf der Konferenz waren nur 20 Frauen vertreten, darunter nur eine Transfrau. (cw)

Twitter / GNRcatholics | GNRC-Cochefin Ruby Almeida aus Indien erklärte auf der Konferenz: "Wir können die Welt nicht auf den Kopf stellen, aber wir können auf Ungerechtigkeiten hinweisen."



#1 hugo1970Profil
  • 04.12.2017, 19:33hPyrbaum
  • "Bislang kämpft die katholische Kirche allerdings in mehreren Ländern an der Seite von autoritären Regierungen für die Verfolgung von Homosexuellen. ........
    ...."

    Frage an die islamophoben, ist der christliche Glaube besser?
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#2 AmurPrideProfil
  • 05.12.2017, 11:46hKöln
  • Antwort auf #1 von hugo1970
  • ""..Frage an die islamophoben, ist der christliche Glaube besser?..""

    "Besser" im Bezug worauf?

    Und: Was interessiert's Dich als Nicht-Gläubigen? Du hast doch Deine Entscheidung schon getroffen!
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#3 TheDadProfil
  • 05.12.2017, 12:20hHannover
  • Antwort auf #2 von AmurPride
  • ""Und: Was interessiert's Dich als Nicht-Gläubigen? Du hast doch Deine Entscheidung schon getroffen!""..

    Es geht auch nicht um seine Entscheidung..
    Eher darum an andere eine Aufforderung auszusprechen die eigene Entscheidung mal wieder einer Überprüfung zu unterziehen..
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#4 AmurPrideProfil
  • 05.12.2017, 12:41hKöln
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • ""..Eher darum an andere eine Aufforderung auszusprechen die eigene Entscheidung mal wieder einer Überprüfung zu unterziehen..""

    Wahrscheinlich - ist jetzt zugegebenweise eine Spekulation meinerseits - würdest Du permanente Aufforderungen zur Überprüfung Deiner Nichtreligiösität zumindest als anmaßend, enervierend und ermüdend, wenn nicht irgendwann gar als übergriffig empfinden.

    Also vielleicht einfach mal lassen?
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#5 ursus
  • 05.12.2017, 13:47h
  • Antwort auf #2 von AmurPride
  • "Was interessiert's Dich als Nicht-Gläubigen?"

    nach dieser logik müssten mich die menschenrechte in nigeria nicht interessieren, weil ich ja nicht in nigeria lebe. wir können doch froh sein, wenn nicht jede_r nur an die eigene situation denkt, sondern sich auch mit kritischem blick um andere kümmert, oder?
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#6 AmurPrideProfil
  • 05.12.2017, 14:05hKöln
  • Antwort auf #5 von ursus
  • ""..nach dieser logik müssten mich die menschenrechte in nigeria nicht interessieren, weil ich ja nicht in nigeria lebe..""

    Wie Du DIESE Logik in meinen Worten erkannt haben willst, erschließt sich mir beim besten Willen nicht!

    Menschenrechte sind universelle Rechte! Sie gelten überall und jederzeit! Zumindest sollten sie das! Und wenn dies nicht der Fall ist, ist es das Richtige dies anzuprangern und dagegen vorzugehen!

    In wie fern also universelle Menschenrechte gleichwertig zu dem Recht eines Nicht-Gläubigen sein sollen, Religionen gegeneinander abzuwägen, erschließt sich mir wie gesagt nicht.
    Ist für mich ungefähr so sinnvoll wie wenn ein Hetero dazu auffordert diverse schwule Sexualpraktiken gegeneinander abzuwägen. Ist doch für ihn als Hetero und somit Nicht-Betroffener völlig egal!

    Genauso wie es für hugo1970 als Nicht-Gläubiger auch völlig egal ist welche Religion "besser" ist! - Was immer er dabei auch als "besser" meint...
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#7 ursus
  • 05.12.2017, 14:24h
  • Antwort auf #6 von AmurPride
  • das kriterium des vergleichs hatte hugo doch eindeutig genannt:

    "Bislang kämpft die katholische Kirche allerdings in mehreren Ländern an der Seite von autoritären Regierungen für die Verfolgung von Homosexuellen"

    ich hatte das so verstanden, dass es um die frage geht, inwiefern sich religionen in bezug auf das paktieren mit unmenschlichen regierungen unterscheiden - oder eben nicht.

    es geht also nicht um einen verbrauchertest nach dem motto "welche religion wäscht meine seele weißer?", sondern um konkrete menschenrechtspolitische fragen.
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#8 AmurPrideProfil
  • 05.12.2017, 16:56hKöln
  • Antwort auf #7 von ursus
  • ""..ich hatte das so verstanden, dass es um die frage geht, inwiefern sich religionen in bezug auf das paktieren mit unmenschlichen regierungen unterscheiden - oder eben nicht..""

    Wenn Du dies so verstanden hast, so unterliegst oder bedienst Du Dich des hier im Chat üblichen Musters in Bezug auf religiöse Themen sich unzulässiger Verallgemeinerungen zu bedienen und somit - direkt oder indirekt - pauschal gegen Religionen und Gläubige zu hetzen.

    Religionen - egal welche - paktieren nicht mit unmenschlichen Regierungen!

    Dies tun ausschließlich Kirchen, oder genauer gesagt, einzelne derer sog, "kirchlichen Würdenträger". Also Funktionäre, die zum eigenen oder zum Machterhalt ihrer Organisation/Kirche gesellschaftliche Ziele unter dem Deckmantel "ihrer" Religion verfolgen.

    Diese hier im chat immer wieder zu lesende unzutreffende verallgemeinernde Behauptung ist im besten Falle fahrlässig.
    Ihre stete Wiederholung, vor allem immer wieder von den gleichen Kommentatoren, ganz besonders auch noch nach entsprechender diesbezüglicher Konversation, erscheint mir aber längst nicht mehr zufällig oder bestenfalls undifferenziert.
    Bei mir drängt sich hier zunehmend der Verdacht der politisch motivierten pauschalen Hetze gegen Religionen und gläubige Mitmenschen auf, der dabei die Diskriminierung und Verletzung der religiösen Gefühle dieser Mitmenschen im besten Fall egal, höchstwahrscheinlich aber vorsätzlich erwünscht ist.
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#9 ursus
  • 05.12.2017, 17:41h
  • Antwort auf #8 von AmurPride
  • "Religionen - egal welche - paktieren nicht mit unmenschlichen Regierungen! Dies tun ausschließlich Kirchen, oder genauer gesagt, einzelne derer sog, "kirchlichen Würdenträger"."

    dem stimme ich prinzipiell zu (mit der anmerkung, dass "kirchen" und "würdenträger" nicht auf andere religionen anzuwendende christliche begriffe sind). diese differenzierung halte ich aber für so selbstverständlich, dass ich meinte, sie nicht extra betonen zu müssen. allerdings kann man natürlich durchaus vergleiche ziehen im sinne von "im christentum gibt es INSGESAMT (also rein statistisch betrachtet) stärker diese tendenz, im islam jene, im buddhismus wiederum eine andere". bei aller berücksichtigung der internen diversität können solche vergleiche von grund-tendenzen durchaus sinnvoll sein.

    "Also Funktionäre, die zum eigenen oder zum Machterhalt ihrer Organisation/Kirche gesellschaftliche Ziele unter dem Deckmantel "ihrer" Religion verfolgen."

    mit solchen "deckmantel"-erzählungen, wonach die an sich "menschenfreundliche, unschuldige und demokratische" religion von bösen, machthungrigen funktionären "missbraucht" würde, habe ich so meine probleme.

    diese erzählungen ignorieren, dass vielen religionen macht und unterdrückung schon auf der ideologisch-inhaltlichen ebene so fest eingeschrieben sind, dass man nicht unbedingt davon reden kann, diese inhalte würden "missbraucht", wenn religiöse funktionär_innen diese macht auch konkret ausüben.

    macht und unterdrückung sind oft nichts als die umsetzung dessen, was sozusagen die DNA dieser religionen ausmacht. das ist dann kein "missbrauch" und auch kein "deckmantel", sondern einfach nur die konsequente umsetzung religiöser vorgaben.

    aber ich glaube, das thema hatten wir inzwischen schon ziemlich oft...
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#10 hugo1970Profil
  • 05.12.2017, 18:43hPyrbaum
  • Ich hab die Kommentare/Antworten gelesen und antworte nicht auf irgendeinen, sondern antworte auf alle:

    Ich steig keinem bewusst auf dem Fuß, ich steig nur denen auf den Fuß, die es brauchen!

    Lieber Pride, erstens beziehe ich mich auf die rechtsgerichteten, die mit jeder kleinsten Gelegenheit auf die "bösen" Moslems zeigen.
    Dann kommen die scheinheiligen christlichen (deshalb hab ich nicht das Wort Kirchen, sondern mit voller Absicht: die Religionen benutzt
    daher hat ursus in (7) richtig erkannt:

    "ich hatte das so verstanden, dass es um die frage geht, inwiefern sich religionen in bezug auf das paktieren mit unmenschlichen regierungen unterscheiden - oder eben nicht."

    Ich bin immer noch Mitglied in der evangelischen Kirche (darf ich deshalb die christliche religionen und die evangelische religion/Kirche nicht kritisieren? Ich werde Mitglied bleiben (aus verschiedenen Gründen).

    Den anderen Mitkommentatoren stimme ich zu. Nur bei Dir weiß ich jetzt nicht so genau, was Dich, eigentlich an meinem ersten Kommentar stört.
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