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RTL-Seifenoper

"Unter uns": Easy verliebt sich in heimlich schwulen Football-Spieler

Ab Montag, den 11. Dezember spielt Moritz von Zeddelmann den amerikanischen Spitzensportler Hauke "The Hawk" König, der seine Homosexualität aus Karrieregründen geheim hält.


Neues schwules Paar bei "Unter uns": Easy (Lars Steinhöfel) lernt den Footballspieler Hauke König (Moritz von Zeddelmann) kennen (Bild: RTL / Stefan Behrens)

Die RTL-Seifenoper "Unter uns" greift das Thema Homosexualität im Spitzensport auf. In den Folgen ab 11. Dezember bandelt der von Lars Steinhöfel gespielte "Büdchen"-Besitzer und Fotograf Ingo "Easy" Winter mit dem Profi-Footballspieler Hauke "The Hawk" König an, der sich wegen seiner Karriere nicht traut, sich zu outen – auch nicht vor seinen Freunden und seinem Team.

Trotz der starken erotischen Anziehung unternimmt Hauke alles, damit niemand von seiner Beziehung mit Easy erfährt, was zwischen den beiden zu Konflikten führt. Doch It-Girl "KayC" Schneider hat schließlich für das frischverliebte schwule Paar eine vermeintliche Lösung parat…


Hauke fürchtet bei einem Coming-out das Ende seiner Karriere (Bild: RTL / Stefan Behrens)

Verständnis für das Versteckspiel

Gespielt wird Hauke von Moritz von Zeddelmann, der in der Oberschule selbst im Footballteam aktiv war, was ihm nach eigenen Angaben bei der Vorbereitung auf die Rolle half. Für das Versteckspiel von "The Hawk" hat der aus der ARD-Vorabendserie "Unter Gaunern" bekannte Schauspieler Verständnis: "Ich glaube, dass ich das ähnlich handhaben würde wie Hauke", erklärte der 29-Jährige laut RTL. "Wenn jemand gut Football spielt, dann sollten sexuelle Orientierung, Religion oder ähnliches dem nicht im Weg stehen. Wenn jemand Informationen über sich zurück hält, nur um sich zu schützen, dann ist das für meine Begriffe gerechtfertigt und die Schuld liegt bei denjenigen, vor denen man sich zu schützen versucht."

Die Seifenoper "Unter uns" wird seit dem 28. November 1994 montags bis freitags bei RTL gesendet, mittlerweile gibt es über 5.700 Episoden. Schon in der Vergangenheit gab es schwule Liebesgeschichten (queer.de berichtete). (cw)



#1 TV InternationalAnonym
#2 JarJarProfil
  • 08.12.2017, 11:42hKiel
  • Lars Steinhöfel ist ja ganz nett anzuschauen, aber Unter Uns ist irgendwie so gar nicht meins. Aber gut, bin ich vermutlich auch das falsche Zielpublikum, vor 20 Jahren hätte ich es wohl auch geschaut und insofern ist es gut wenn Soaps auch das Thema Homosexualität aufgreifen.
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#3 AmurPrideProfil
  • 08.12.2017, 11:52hKöln
  • ""..Wenn jemand gut Football spielt, dann sollten sexuelle Orientierung, Religion oder ähnliches dem nicht im Weg stehen..""
    Dies sollte sicherlich für ALLE Berufe gelten, aber gerade Profisportler sind als Einpersonen-Unternehmer besonders den Zwängen und Regeln ihres sehr eingeschrämkten Marktes unterworfen. Solange die verantwortliche Manager/Sportdirektoren/Trainer, aber auch Sponsoren, Mäzene und werbepartnersuchende Unternehmen, bei gleichem Angebot lieber die "unproblematischen" nicht-geouteten Spieler, besonders für Teamsportarten, verpflichten, werden es sich homosexuelle Profisportler sehr genau überlegen ob sie in ihrer zeitlich befristeten Profilaufbahn outen und damit eventuell erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. - Nicht von ungefähr outen sich Spitzensportler zur Zeit fast ausschließlich zum Ende oder nach Beendigung ihrer Karriere.

    ""..Wenn jemand Informationen über sich zurück hält, nur um sich zu schützen, dann ist das für meine Begriffe gerechtfertigt..""
    Absolute Zustimmung meinerseits!
    Allerdings sollte auch keiner die Augen davor verschließen, wie viel er dabei von seiner Chance als homosexueller Mensch authentisch leben zu können, seiner Angst opfert.
    Und jeder von uns ist dazu aufgefordert diese Entscheidung des Anderen, wie immer sie auch ausfallen möge, zu respektieren und zu akzeptieren!

    ""..die Schuld liegt bei denjenigen, vor denen man sich zu schützen versucht..""
    Absolutes NEIN meinerseits!
    Erstens ist es sowieso unzutreffend in diesem Zusammenhang von Schuld zu sprechen, denn niemand wird in der BRD unter Gewaltandrohung daran gehindert sich zu outen!
    Wahrscheinlich würde es das Wort VERANTWORTUNG besser treffen:
    ""..die [Verantwortung] liegt bei denjenigen, vor denen man sich zu schützen versucht..""
    Aber auch hier ein klares NEIN meinerseits!
    Wenn man die Entscheidung trifft sich nicht zu outen, weil man sich so vor potentiell dadurch entstehenden Schaden schützen möchte, dann trifft man die Entscheidung wohl wissend somit freiwillig auf die potentiellen Vorteile einer offenen homosexuellen und somit authentischen Lebensführung zu verzichten.
    Aber es ist immer noch die eigene Entscheidung, man selber ist für die Auswirkungen verantwortlich und niemand sonst!
    Denn die Verantwortung dafür, ob man etwas tut, oder eben wie in diesem Fall nicht tut, liegt immer und ausschließlich bei einem selbst!
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#4 TheDadProfil
  • 08.12.2017, 12:11hHannover
  • Antwort auf #3 von AmurPride
  • ""Dies sollte sicherlich für ALLE Berufe gelten, aber gerade Profisportler sind als Einpersonen-Unternehmer besonders den Zwängen und Regeln ihres sehr eingeschrämkten Marktes unterworfen. Solange die verantwortliche Manager/Sportdirektoren/Trainer, aber auch Sponsoren, Mäzene und werbepartnersuchende Unternehmen, bei gleichem Angebot lieber die "unproblematischen" nicht-geouteten Spieler, besonders für Teamsportarten, verpflichten, werden es sich homosexuelle Profisportler sehr genau überlegen ob sie in ihrer zeitlich befristeten Profilaufbahn outen und damit eventuell erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. - Nicht von ungefähr outen sich Spitzensportler zur Zeit fast ausschließlich zum Ende oder nach Beendigung ihrer Karriere.""..

    Ziemlich aufwendig formuliert..
    Das geht auch einfacher :
    "So lange das so ist wird sich nichts ändern"..

    Und genau dort liegt dann auch das Problem..
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#5 NEIN DANKEAnonym
  • 08.12.2017, 12:28h
  • Versteckspiel und Lügen sollen "schützen"?

    Die eigenen sozialen Privilegien?

    Während schwule Jugendliche verzweifelt nach Rollenvorbildern suchen, die ihnen gezielt vorenthalten werden?

    Und Homosexualität - nicht zuletzt dank der prototypischen deutschen Musterschrankschwestern da draußen - sowieso überall unsichtbar gemacht wird?

    Das soll die Botschaft von "Unter uns" bzw. des Hauptdarstellers im Jahr 2017 sein?

    Mir ist gerade jede Lust vergangen, da auch nur ein einziges Mal reinzuzappen.
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#6 Homonklin44Profil
  • 08.12.2017, 13:07hTauroa Point
  • ""Wenn jemand Informationen über sich zurück hält, nur um sich zu schützen, dann ist das für meine Begriffe gerechtfertigt und die Schuld liegt bei denjenigen, vor denen man sich zu schützen versucht.""

    Sehe ich relativ ähnlich, vielleicht bis auf die "Schuuld", der sich jene, vor denen man sich schützt, nicht mal unbedingt bewusst sind.

    Ansonsten hätte man vielleicht noch ein Recht auf Privatsphäre angeben können, auch wenn diese für so Viele heute aus der Mode gekommen scheint. Es muss nicht alles überholt sein, das früher mal üblich war.
    Wen hat das im Sport auch anzugehen?
    Da zählen ganz andere Aspekte, Training, Spielstrategien, Teamgeist und Verständnisebene zum Trainer etwa.
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#7 AmurPrideProfil
  • 08.12.2017, 13:37hKöln
  • Antwort auf #5 von NEIN DANKE
  • ""..Versteckspiel und Lügen sollen "schützen"? Die eigenen sozialen Privilegien?..""

    Ich weiß zwar jetzt nicht genau was Du unter soziale Privilegien verstehst, aber "Verstecken und Lügen" schützen bei Profisportlern ihre Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten. - Dies zu leugnen würde an der Realität vorbeigehen.
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#8 hugo1970Profil
  • 08.12.2017, 18:10hPyrbaum
  • Solange, Queers, insbesondere junge queers Ihr Leben, weil Sie queer sind nicht in den Griff bekommen, oder sich sogar verstümmeln oder töten, sind die Promis in der Pflicht der übrigen Welt zu zeigen, das JEDER Queer SEIN KANN!!!!!
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#9 hugo1970Profil
  • 08.12.2017, 18:14hPyrbaum
  • Antwort auf #7 von AmurPride
  • ".... Dies zu leugnen würde an der Realität vorbeigehen."

    Das ist eine endlose Spirale, die es gilt endlich einmal für allemal zu durchbrechen!!!!

    Wir queers leben im Westen ziemlich gut, aber was ist mit den queers in Asien und vor allem in Afrika?
    Würde es diesen Queers nicht nutzen, wenn sich internationale Promis, insbesondere Sportler outen würden?
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#10 Homonklin44Profil
  • 08.12.2017, 18:41hTauroa Point
  • Antwort auf #8 von hugo1970
  • Eine Pflicht, dafür altruistisch die eigene Karriere aufs Spiel zusetzen, kannst Du nicht verlangen.
    Da werden dann die Persönlichkeitsrechte angegriffen, das auf Privatsphäre sowieso, aber zum Beispiel Jenes auf freie Lebensentfaltung.

    Jeder darf sich immer noch aussuchen, wie sehr Idealist er sein möchte.
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