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Neue Zivilklage in den USA

Bryan Singer wehrt sich gegen Vorwurf der Vergewaltigung

Der "X-Men"-Regisseur weist Vorwürfe zurück, sich an einem 17-Jährigen gegen dessen Willen vergangen zu haben.


Bryan Singer streitet ab, einen 17-Jährigen vergewaltigt zu haben (Bild: Dick Thomas Johnson / flickr)

  • 8. Dezember 2017, 14:28h
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    Seattle

Gegen den bisexuellen Produzenten und Regisseur Bryan Singer ist am Donnerstag bei einem Gericht in Seattle eine Klage auf Schmerzensgeld wegen Vergewaltigung eingegangen (PDF). Darin wird dem 52-jährigen Amerikaner vorgeworfen, im Jahr 2003 einen damals 17-jährigen Jungen vergewaltigt zu haben.

Ein Sprecher Singers wies die Beschuldigung empört zurück: "Bryan bestreitet diese Vorwürfe kategorisch und wird sich mit aller Vehemenz in diesem Prozess verteidigen." Der Regisseur behalte sich vor, eine Gegenklage wegen falscher Anschuldigungen einzureichen.

Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass der Kläger Singer beschuldigt, ihn auf einer Jachtparty zum Sex gezwungen zu haben: "Bryan Singer hat C. auf den Boden gedrückt, sein Gesicht gegen seine Leistengegend gedrückt und verlangt, dass C. Oralsex ausübt. Bryan Singer hat seinen Penis herausgeholt, damit C. ins Gesicht geschlagen und den Penis in C.s Mund gezwängt. C. hat ihn angefleht, damit aufzuhören, aber er hat C. weiterhin gezwungen, Oralsex auszuüben, was C. zum Würgen brachte." Danach soll der Regisseur den 17-Jährigen aufs Bett geworfen haben und ihn "mit Gewalt anal penetriert" haben. Nach dem Vorfall habe Singer dem Jungen gesagt, dass er ihm helfen könne, in Hollywood Fuß zu fassen, solange er nichts von dem Vorfall erwähnt.

Singer wehrte sich bereits vor drei Jahren gegen ähnliche Vorwürfe

Bereits 2014 wehrte sich Singer gegen die Klagen von zwei Männern, die behaupteten, der Regisseur habe sie sexuell missbraucht. Einer der Beschuldiger gab ebenfalls an, ihn als 17-Jährigen bei Partys in Hawaii und Kalifornien zum Sex gezwungen zu haben. Beide Klagen wurden fallengelassen (queer.de berichtete).

Bereits vor wenigen Tagen sorgte Singer für Schlagzeilen, als er vom Filmstudio Twentieth Century Fox als Regisseur der Queen-Bandbiografie "Bohemian Rhapsody" gefeuert wurde (queer.de berichtete). Das Studio behauptete, Singer sei mehrfach unentschuldigt beim Dreh nicht erschienen. Singer beschuldigte das Studio, es habe ihm keinen Urlaub gewährt, um seine kranke Mutter zu besuchen. Dies habe seiner eigenen Gesundheit zugesetzt.

Singer gehört zu den erfolgreichsten Produzenten und Regisseuren in Hollywood. So war er neben der "X-Men"-Reihe für Filme wie "Die üblichen Verdächtigen", "Der Musterschüler", "Superman Returns" und "Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat" verantwortlich. (dk)