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  • 27. Juni 2005, noch kein Kommentar

Shakira schüttelt wieder ihre Hüften und veröffentlicht ein neues spanisches Album: "Fijación oral vol. 1". queer.de hörte rein.

Jan Gebauer

"Frauen sind alle gleich. Wir bedeuten nichts als Ärger. Ärger ist mein zweiter Vorname und Drama mein Nachname", sagte Shakira kürzlich dem Infodienst "Femalefirst.co.uk". Auweia, dabei machte die süße Kolumbianerin immer so einen friedlichen Eindruck. "Frauen haben überall Knöpfe, kleine Knöpfe, Millionen davon. Männer haben nur einen zum An- und Ausschalten. Männer brauchen nur Essen und wir brauchen so vieles mehr. Wir sind wie Fässer ohne Boden. Frauen sind niemals zufrieden, nie", ergänzte die Sängerin, die nach drei Jahren erstaunlicher Weltkarriere, endlich ein neues Studio-Album vorlegt. Kenner von Shakira, die in Südamerika zu den erfolgreichsten Sängerinnen der letzten zehn Jahre gehört, werden nicht Müde zu wiederholen, dass ihre wahre Stärke in den spanischsprachigen Songs liegt. Ihr englischsprachgies Debüt "Laundry Service" (2002) verkaufte sich weltweit bisher über 13 Million Mal. Für "Fijación oral vol. 1" nahm sie zehn neue Lieder in Spanisch auf und beginnt Lied Nummer Eins "En tus pupilas" ausgerechnet auf Französisch (!).

Der sprachliche Farbtupfer verblüfft ebenso wie die leichtfüßige fast schon als Easy-Listening zu bezeichnende Melodie des Openers. Das dritte Lied "La tortura" spielte sie mit dem spanischen Superstar Alejandro Sanz als Duett ein. Der gnadenlos attraktive Latin-Lover kommt damit erstmals auch in Deutschland zu Hitehren, denn mittlerweile hat sich der Titel bis auf Platz fünf der Charts hochgearbeitet (eine Ausnahme für eine spanische Nummer). Das rhythmische Teil ist gleichzeitig der Höhepunkt des Albums. Leider fehlen weitere Knaller nach mehrmaligem Durchhören der CD. Ob es an mangelnden Sprachkenntnissen liegt (auf meiner Seite) oder an mangelnder Kreativität (auf Shakiras Seite) – selten zünden die Songs auf Anhieb und die rockigen Latino-Elemente, mit denen Shakira frischen Wind ins Musikgeschäft brachte, kommen ebenfalls nur selten zum Tragen. Dafür klingt "Obtener un sí" fast schon nach einer Burt-Bacharach-Nummer. Shakiras Stimme ist nach wie vor so heiß wie ihr Hüftschwung, was man von Liedern wie "Dia especial" oder "No" nicht gerade behaupten kann. Bleibt nun abzuwarten, wie das für den Herbst angekündigte englischsprachige Album ausfällt.

Fazit: Da hat sich die queer.de-Musikredaktion mehr von erhofft. Das Album bleibt über weite Strecken hinter den Erwartungen zurück und wirkt auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich inspiriert.

Anspieltipps: "La tortura" (mit Alejandro Sanz), "Obtener un sí", "Lo imprescindible", die Akustik-Version von "La pared"

27. Juni 2005