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  • 28. Juni 2005, noch kein Kommentar

US-Komödie neu auf DVD: Toni Collette und Nia Vardalos als fesche Travestiestars in "Connie und Carla"

Von Micha Müller

Toni Collette, vielen sicher noch in guter Erinnerung aus "Muriels Hochzeit", sah schon immer ein wenig aus, als sei sie früher einmal ein Mann gewesen. Und auch der Charme von Nia Vardalos, Hauptdarstellerin in "My Big Fat Greek Wedding", versprüht eher rauhe Funken. Kein Wunder also, dass beide in der US-Filmkomödie "Connie und Carla" als Transen zu sehen sind, wenn auch keine echten.

Connie (Vardalos) und Carla (Collette) waren schon immer Freundinnen, und seit Kindestagen wollten sie Sängerinnen werden. Das hat zwar irgendwie geklappt, aber besonders erfolgreich sind sie dabei nicht. Sie tingeln durch drittklassige Clubs oder halten wartende Fluggäste mit ihren Gesangskünsten bei Laune. Eines Tages werden sie zufällig Zeugen eines hinterhältigen Mordes, aber ehe sie vom Tatort fliehen können, werden sie von dem Killer entdeckt. Die beiden beschließen, sich im fernen Los Angeles vor ihm zu verstecken. Dort geraten sie zufällig in einen Travestie-Club und wittern die Chance auf einen Neubeginn. Sie geben sich als Transen aus und sind kurz darauf die neuen Stars des Clubs. Doch der Killer hat ihre Spur verfolgt...

Besonders originell ist die Handlung nicht, denn das Drehbuch liest sich, als habe man "Manche mögen's heiß", "Victor/ Victoria" und "Yentl" durch den Mixer gejagt. Geschrieben hat das Ganze Hauptdarstellerin Vardalos, und einen Hang zur Selbstdarstellung kann man ihr leider nicht absprechen. So verkommt der Film immer mehr zu einer Aneinanderreihung von Show-Acts, in denen die beiden Schauspielerinnen, die gesanglich eine ganz gute Figur machen, zahlreiche Musical-Klassiker zum besten geben.

Die Figuren bleiben dünn, und auch David Duchovny, der mit seinem transsexuellen Bruder klarzukommen versucht, bleibt eher blass. Punkten kann der Film mit tollen Kostümen, einigen witzigen Sequenzen und einem Gastauftitt von Kino-Legende Debbie Reynolds, der den Streifen aber nicht aus der Durchschnittlichkeit heben kann. So ist der Film wohl nur echten Fans der Hauptdarstellerinnen zu empfehlen.

28. Juni 2005