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Bericht der Gerichtsmedizin

Lil Peep starb an tödlichem Medikamenten-Mix

Verschreibungspflichtige Medikamente waren schuld am Tod des bisexuellen Rappers. Die Überdosierung war offenbar unabsichtlich.


Lil Peep starb mit nur 21 Jahren an Medikamentenmissbrauch (Bild: Instagram / lilpeep)

Der Tod des bisexuellen Emo-Rappers Lil Peep (bürgerlicher Name: Gustav Åhr) ist laut dem Bericht der Gerichtsmedizin auf eine versehentliche Falschdosierung von verschreibungspflichtigen Medikamenten zurückzuführen. Der 21-Jährige war am 15. November tot in seinem Tourbus im Süden des US-Bundesstaates Arizona aufgefunden worden (queer.de berichtete).

Wie die Gerichtsmedizin des Bezirkes Prima am Freitag mitteilte, wurde dem Musiker die Wechselwirkung des Opoids Fentanyl und des Angstlösers Xanax (Alprazolam) zum Verhängnis. Lil Peep hatte in einem inzwischen gelöschten Kurzvideo auf Instagram nur Stunden vor seinem Tod erklärt, er habe ein paar Tabletten Xanax eingeworfen. Auch weitere verschreibungspflichtige Medikamente wie Hydrocodon, Hydromorphon, Oxycodon und Oxymorphon sowie Kokain und Marihuana seien in seinem Blut festgestellt worden, allerdings kein Alkohol.

In seinen Songs hatte Lil Peep Themen wie Depressionen, Drogengebrauch oder Suizidgedanken behandelt. Wie der Gerichtsmediziner hatte auch seine Familie abgestritten, dass sich der 21-Jährige wissentlich das Leben genommen hat: "Er dachte, er könnte verkraften, was er eingenommen hat, aber ihm wurde ein Medikament gegeben, von dem er nicht wusste, was drin war", erklärte sein Bruder Oskar Åhr letzten Monat dem Magazin "People".

Debatte um Medikamentenmissbrauch

Der Tod des Rappers hat die Debatte um verschreibungspflichtige Medikamente in den USA befeuert, die für immer mehr Todesfälle verantwortlich gemacht werden. 2016 sind nach einer Berechnung der "New York Times" rund 65.000 Amerikaner an einer versehentlichen Überdosierung gestorben, mehr als doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Gesundheitsexperten warnen bereits seit längerem, dass verschreibungspflichtige Medikamente wegen ihrer leichten Erhältlichkeit inzwischen ein größeres Problem im Land seien als illegale Drogen.

Lil Peep war von Musikexperten wegen seines außergewöhnlichen Stils eine große Karriere vorausgesagt worden. Seine Videos waren auf Youtube Millionen Male angeklickt worden, eine Tour durch Amerika sollte ihm zum Zeitpunkt seines Todes den kommerziellen Durchbruch bringen.

Erst im August diesen Jahres hatte sich Åhr auf Twitter als bisexuell geoutet. In zwei Tweets schrieb er damals: "Ja, ich bin ein Bisexueller, der einen Kuss will" (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Konzertausschnitt mit Lil Peep



#1 herve64Profil
  • 11.12.2017, 16:01hMünchen
  • Friede seiner Asche, und gut ist' s!Was soolen eigentlich diese ständigen Berichte über Typen, die hierzulande keine alte Sau kennt und sich obendrein zu Lebzeiten gnadenlos selbst verschandelt haben?
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#2 BEARAnonym
  • 11.12.2017, 16:55h
  • Antwort auf #1 von herve64
  • Er war offenbar bisexuell und hatte in seinen Songs Themen wie Depressionen, Drogengebrauch oder Suizidgedanken behandelt. Könnte also auf einer queeren Website DAMIT was zu tun haben.

    Selbst wenn's mit Dir nichts zu tun zu haben scheint, könntest Du ja wenigstens anerkennen, dass andere queere Menschen Probleme haben. Und dass es nicht unwichtig ist, darüber zu berichten.

    Und lass' dieses Shaming... wenn er Bock auf Bodymods hatte, war das SEIN Ding und völlig OK. Vielleicht hat er ja versucht, damit Unsicherheiten zu kompensieren. Und selbst, wenn es ihm nur gefallen haben sollte: auch gut. Weil: SEIN Ding.
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#3 herve64Profil
  • 11.12.2017, 18:14hMünchen
  • Antwort auf #2 von BEAR
  • Das wirst du schon mir überlassen müssen, was ich seine Bodymodifications halte. Wenn ich mich darüber äußere, nehme ich hinsichtlich MEINES Geschmacks dazu Stellung. Und das ist MEIN gutes Recht, diese Meinung zu äußern. Ende der Durchsage!
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#4 Homonklin44Profil
  • 11.12.2017, 22:29hTauroa Point
  • Hm ja, für jüngere Semester war er halt schon ein Begriff in der Musikwelt und vielleicht auch als Trendsetter etwas, und seit seinem Bekennen zu Bisexualität demnach Queer-spektrisch relevant.

    Das mit der Verunstaltung versteh ich ja auch nicht, aber das soll jeder halten, wie ihm danach ist. Große Nasenringe, Hundemasken und Kettchen an den Titten finde ich schlimmer.

    Das mit der medikamemntiven Sache habe ich mir schon in etwa so gedacht. Xanax erscheint häufiger in prominenten Todesfällen, mit anderem Zeugs zusammen eingenommen.
    Leider ist so ein Zeugs in den USA in bald jedem Ladenregal zu bekommen.
    Wem gängiges Vergiften nicht ausreicht...
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#5 BEARAnonym
  • 12.12.2017, 09:24h
  • Antwort auf #3 von herve64
  • Du bist dann halt einfach nur ein typisches Beispiel für Intoleranz innerhalb der Community. Verwendest Deinen Geschmack als "Argument" gegen eine Berichterstattung durch Queer.de.

    Nimm zur Kenntnis, dass Dein Geschmack gottseidank nicht entscheidend dafür ist, ob Queer.de berichtet. Wenn Dir das nicht passt, kannst Du Dich ja bei der Geschmackspolizei beschweren.

    Oder vielleicht sogar hinnehmen, dass es Menschen gibt, die einen anderen Geschmack haben als Du, und dass das völlig in Ordnung so ist.

    (MEINE Meinung halt. Du kannst ja jetzt weiter toben wie Rumpelstilzchen. Wünsche Dir viel Freude dabei!) ;-)
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#6 AnstandAnonym
  • 12.12.2017, 13:09h
  • Antwort auf #3 von herve64
  • Du hast das Recht, einem Toten öffentlich deine Verachtung aufgrund reiner Äußerlichkeiten ins Grab nachzuspucken.
    Andere haben das Recht, darüber nachzudenken, was es über deinen Charakter aussagt, dieses Recht lautstark zu verteidigen, aber anderswo ebenso lautstark von "Benimmregeln" zu schwadronieren.
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