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LGBTI-Medien

Salzgeber übernimmt Buchsparte von Gmünder

Nach der Insolvenz der Bruno Gmünder GmbH haben der Albino und der Bruno Gmünder Verlag in der Salzgeber & Co. Medien GmbH eine neue Heimat gefunden.


Im Bruno Gmünder Verlag sind Bildbände, Ratgeber, Reiseführer, Wichsvorlagen, aber auch anspruchsvolle Literatur erschienen (Bild: Abhi Sharma / wikipedia)

Alle im Bruno Gmünder Verlag sowie im Albino Verlag erschienenen Bücher sind weiterhin lieferbar. Nach der Insolvenz der Berliner Bruno Gmünder GmbH hat die ebenfalls in der Hauptstadt ansässige Salzgeber & Co. Medien GmbH die komplette Buchsparte zum 1. November übernommen. Dies teilte das als Filmverleih unter den Namen Edition Salzgeber bekannte Unternehmen am Mittwoch in einer Email an die Autoren mit.

"Seit über 30 Jahren ist die Edition Salzgeber als Filmverleiher gerade auch mit queeren Inhalten erfolgreich", heißt es in dem Rundschreiben. "Wir werden uns zukünftig mit all unserer Erfahrung und größtmöglichem Engagement auch für Ihre Bücher einsetzen." Auch neue Romane, Sachbücher und Bildbände sollen erscheinen. Für das Verlagsprogramm ist weiterhin Alexander Hamann verantwortlich. Er wird nun von Jan Nurja im Vertrieb und Lars-Christian Reiher in der Buchhaltung unterstützt.

Die Edition Salzgeber wurde 1985 von Manfred Salzgeber gegründet und gilt als "Traditionsverleih" des Queer Cinema. Bereits seit 2014 erscheint ein gleichnamiges Buchprogramm u.a. mit einer Neuausgabe von Tennessee Williams' Roman "Moise und die Welt der Vernunft" und mehreren Bildbänden. Seit Beginn des Jahres wurde das Buchprogramm in Kooperation mit dem Hamburger Männerschwarm Verlag fortgeführt (queer.de berichtete).

Zerschlagung des einst größten schwulen Medienhauses

Der traditionsreiche Bruno Gmünder Verlag war 1981 von Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn gegründet worden und 2014 schon einmal in die Insolvenz gerutscht, aus der heraus die neue Bruno Gmünder GmbH entstand (queer.de berichtete). Diese wiederbelebte 2015 den Albino Verlag als Imprint für anspruchsvolle schwule Literatur (queer.de berichtete).

Nach dem Suizid des alleinigen Inhabers Frank Zahn stellte die Bruno Gmünder GmbH im März 2017 einen Insolvenzantrag (queer.de berichtete). Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eröffnete am 1. Juni das laufende Insolvenzverfahren (queer.de berichtete). Noch vor dem Insolvenzantrag hatte das Unternehmen sein traditionsreiches Printmagazin "Männer" nach 30 Jahren eingestellt (queer.de berichtete).

"Männer" sollte noch als tagesaktuelles Online-Magazin sowie als digitale Edition weitergeführt werden, was sich aber durch die Insolvenz erledigte. Zum 1. September übernahm die "blu"-Mediengruppe die Domain, die seitdem auf das eigene redaktionelle Angebot weiterleitet. Das Berliner Unternehmen kaufte auch den seit 1970 erscheinenden Reiseführer "Spartacus International Gay Guide", der als digitales Angebot weitergeführt weden soll, und das Reisemagazin und -portal "Spartacus Traveler" (queer.de berichtete).

Zum 1. November fanden zudem die vier "Brunos"-Einzelhandelsfilialen in Berlin, Hamburg, Köln und München sowie der gleichnamige Onlineshop einen neuen Besitzer aus München (queer.de berichtete). (cw)



#1 AlexAnonym
  • 21.12.2017, 07:51h
  • Ich hoffe nur, dass sie den Namen ändern und nur das Programm übernehmen.

    Denn seit der Unterschlagung der Spenden zur Ergreifung der Kreuz.net Hintermänner ist der Name Gmünder vergiftet und würde für Salzgeber einen riesigen Schaden sein.
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#2 Delmar FouquetAnonym
  • 21.12.2017, 14:08h
  • Na dann wird's bei Salzgeber wohl bald auch Gummipimmel zu bestellen geben! Schade! Ich hielt Salzgeber für eher »anspruchsvoll« oder zumindest interessant.
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#3 Florian97Anonym
#4 Al Harith BalighAnonym
  • 21.12.2017, 16:25h
  • Antwort auf #3 von Florian97
  • Typisch, dass sich die jungen Burschen über diese Heftchen das Maul zerreissen.

    Es handelt sich um Herrenwitze in Buchform; nicht mehr, und nicht weniger.

    Kleine Erzählungen zum Einschlafen, einfach nur zum Spass und zum Vergnügen. Wenn ihr mal älter seid, werdet ihr das verstehen.
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#5 Florian97Anonym
  • 21.12.2017, 17:24h
  • Antwort auf #4 von Al Harith Baligh
  • Mir gefällt am besten "Araber unter sich" (Loverboy Classics 15), ein glänzendes Buch zum Einschlafen!

    Die "standhaften Getreuen" und "strammen Mannen" des Kalifen reiten auf der Suche nach einer "Oase der Lüste" durch die arabische Wüste.

    Dort erleben sie zahlreiche Abenteuer und lassen sich schlussendlich von einem jungen Verwaltungsangestellten der britischen Kolonialverwaltung zärtlich entjungfern.

    Ein vorzügliches und besinnliches Buch. Ich kann es nur empfehlen.
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#6 HerrenwitzeAnonym
#7 RobinAnonym
  • 22.12.2017, 21:32h
  • Ich dachte, der Name Salzgeber stünde für Qualität und nicht für so ein Schund-Repertoire wie von Bruno Gmünder.
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#8 Patroklos
  • 23.12.2017, 00:07h
  • Antwort auf #7 von Robin
  • Bruno Gmünder als Schund zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit! Der Name Salzgeber steht nicht nur für Qualität, sondern vertreibt auch Filme, bei denen die deutsche Synchronfassung bisher eher die Ausnahme als die Regel ist!
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#9 Caspar VoghtAnonym
  • 23.12.2017, 14:10h
  • Mega-Tipp: Hol Dir ein Ticket von der örtlichen Bücherei (20 Euro im Jahr), damit kann man sich eine Menge guter Bücher und DVDs ausleihen und vorbestellen.

    Bücher die vor Ort nicht da sind können aus der nächsten Stadtbücherei beschafft werden, das kostet 50 Cent.

    Wer sich schämt, weil er schwule Bücher haben will: Im Nachbardorf oder in der Kreisstadt kann man auch ein Ticket lösen. Die Liste Deiner ausgeliehenen Bücher wird nach wenigen Wochen gelöscht. (Siehe Kleingedrucktes)
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#10 TheDadProfil
  • 24.12.2017, 20:56hHannover
  • Antwort auf #2 von Delmar Fouquet
  • ""Na dann wird's bei Salzgeber wohl bald auch Gummipimmel zu bestellen geben!""..

    Der Unterschied zwischen einem Verlag und einem Online-Sexshop ist Dir also nicht klar ?

    Mal ganz davon abgesehen daß ich keinen Unterschied zwischen einem Online-Handel von Filmen sehe bei derem Konsum sich so mancher einen runterholt, und einem Online-Sexshop der die passenden Dildos dazu liefert..

    Was soll denn dieser Quasi-Anstrich des "seriösen" ?

    Weil Vielfalt innerhalb einer Plattform nicht möglich wäre ?
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